News-Archiv: 2008 - 2015

Kritik: Sherlock: "Die Hunde von Baskerville" [2012]
TP:K-Filmkritik Wie modernisiert man einen über ein Hundert Jahre alten Klassiker? Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle gehört zu den bekanntesten Werken des Autors um Hauptfigur Sherlock Holmes. Die Herangehensweise des Drehbuchs ist dabei nicht nur einleuchtend, sondern vielleicht die einzig elegante Lösung in unserer hochmodernen Zeit. Dass der TV-Film nicht zu den besten der Reihe zählt, liegt letztlich nur daran, dass die handwerkliche Umsetzung eher auf Schaueffekte ausgelegt ist, statt auf Atmosphäre.
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Kritik: Sherlock: "Ein Skandal in Belgravia" [2012]
TP:K-Filmkritik Es ist in gewissem Sinne beruhigend, dass selbst dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes die Zusammenhänge verborgen bleiben, die sich in seinem neuen Fall auftun. Ein Skandal in Belgravia löst den Cliffhanger aus Das große Spiel überraschend explosionsarm auf und beginnt danach eine neue Geschichte, die verworrener kaum sein könnte. Doch hält das Drehbuch den eigentlichen Kern und die Tatsache, dass die Zeit drängt so lange zurück, dass wenn es soweit ist, auch keine rechte Spannung mehr aufkommen will.
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Kritik: Titanic [1997]
TP:K-Filmkritik Den Erfolg von Titanic allein auf die Liebesgeschichte zwischen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet und die Scharen an weiblichen Fans, die ihretwegen in die Kinos strömten, zurückzuführen, wäre zu einfach. Das heißt nicht, dass James Camerons Katastrophen-Epos keine tolle Lovestory erzählt, sondern dass es kaum einen Bereich gibt, in dem der Film nicht ebenso gelungen ist. Auch nach 15 Jahren ist sein aufwändiges Untergangsdrama unerreicht. Und vermutlich wird es das wie viele Klassiker auch nie werden.
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Kritik: Angel-A [2005]
TP:K-Filmkritik Das Komödiendrama Angel-A hat Luc Besson nicht nur selbst geschrieben, sondern siedelt es auch in seiner Geburtsstadt an, die man so aber noch nicht gesehen hat. Er erzählt von einer ungleichen Beziehung und einem jungen Mann, der sich selbst so lange belügt, dass er sich glaubt, auch wenn er daran zugrunde geht. In der Tradition des französischen Films ist das sehr dialoglastig, aber nie langweilig. Allenfalls das Ende hat einen typisch hollywood'schen Einschlag. Die lyrischen Bilder sind zum Schwelgen schön.
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Kritik: Die Legende von Beowulf [2007]
TP:K-Filmkritik Es ist der Stoff, aus dem Legenden sind. Oder besser, aus dem sie es waren. Manche Bilder in Die Legende von Beowulf sehen aus, als wären sie in einer schneebedeckten Landschaft aufgenommen. Dass sie aus dem Computer stammen, sieht man ihnen nicht an. Doch diese Illusion zu erzeugen, gelingt Filmemacher Robert Zemeckis nur selten, sie zu halten nur für wenige Momente. Die größte Schwierigkeit des Abenteuerfilms ist aber die episodenhafte Geschichte, die er erzählt, und deren Figuren nicht begeistern.
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Kritik: Der Spion, der mich liebte [1977]
TP:K-Filmkritik Der Spion, der mich liebte bietet alles, was man sich bei einem James Bond-Abenteuer vorstellt. Exotische Schauplätze, rasante Actionsequenzen, aufwändige Drehorte und aufreizende Frauen. Im Verlauf der zwei Stunden lernt man von den finsteren Vorhaben des wohlhabenden Karl Stromberg, dessen tatsächlicher Plan aber lange Zeit im Dunkeln bleibt. Das mag daran liegen, dass dem Schurken erstaunlich wenig zu tun gegeben wird. Dafür ist Bonds prominentestem Hilfsmittel ein effektvoller Auftritt garantiert.
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Kritik: Der Mann mit dem goldenen Colt [1974]
TP:K-Filmkritik Es kommt nicht oft vor, dass James Bond auf einen Gegner trifft, dessen Ziel nicht die Weltherrschaft ist. Insofern ist Francisco Scaramanga bereits eine Ausnahme. Blickt man nach beinahe 40 Jahren auf Der Mann mit dem goldenen Colt zurück, ist er besser als sein Ruf. Was den Spaß trübt ist nicht Roger Moores kantiges Agentenimage, das an Sean Connery erinnert, sondern der nicht immer passende Humor im Mittelteil.
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Blog: Aufschrei ohne Empörung
TP:K-Blogs In Brasilien gingen die Menschen auf die Straße, nachdem die Preise des Nahverkehrs angehoben wurden, um für gerechtere Staatsausgaben, für ein besseres Bildungswesen und für eine bessere Sozialversorgung zu demonstrieren. In Istanbul versammelten sich zig Tausende, um gegen die Umwandlung eines Parks zu protestieren und zogen damit gegen Willkür und für mehr Demokratie ins Feld. Aber auch wenn der Aufschrei angesichts weltweiter Datensammelskandale wie PRISM und Tempora immer noch erstaunlich groß ist, Tausende oder gar Hunderttausende sind deshalb nicht auf die Straßen gegangen und haben so von den Politikern Handeln gefordert. Der Protest spielt sich vielmehr dort ab, wo auch die größte Überwachung erfolgt: Im Internet. Also auch genau da, wo man ihn am besten kontrollieren kann.
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Kritik: The Purge - Die Säuberung [2013]
TP:K-Filmkritik Die Ausgangssituation bei The Purge - Die Säuberung erinnert etwas an John Carpenters Assault – Anschlag bei Nacht. Allerdings wirkten die Angreifer damals bedrohlicher und durch ihre Vermummung nicht nur anonym, sondern unbesiegbar. Doch daran allein liegt es nicht, dass die düstere Zukunftsvision von Autor und Regisseur James DeMonaco nicht vollends überzeugt. Vielmehr bleibt am Ende das Gefühl, dass man mit der atmosphärischen Story einen packenderen Film hätte erzählen können.
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Kritik: Flight [2012]
TP:K-Filmkritik Die Filmvorschau von Flight, dem ersten Realfilm von Regisseur Robert Zemeckis in mehr als zehn Jahren, blieb mit den Bildern eines Furcht einflößenden Flugzeugabsturzes in Erinnerung, die sich in das Gedächtnis einbrennen. Doch dreht sich das Drama nicht um die Aufklärung der Absturzursache, sondern stellt eine Charakterstudie des alkohol- und drogenabhängigen Piloten dar. Hervorragend umgesetzt und erstklassig, beeindruckend gespielt, ist das im Mittelteil zu lang, aber nichtsdestoweniger packend und sehenswert.
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Kritik: Jack Reacher [2012]
TP:K-Filmkritik Jack Reacher beginnt mit einem grausamen Verbrechen, das Regisseur und Autor Christopher McQuarrie überraschend respektvoll umgesetzt hat. Der harte, in gewissem Sinne altmodische Thriller ist oft vorhersehbar, die Motive hinter dem Anschlag halten sich aber lange Zeit im Dunkeln. Die übersichtliche Inszenierung setzt mehr auf Atmosphäre und Spannung, denn auf fahrige Action und dank der gut gelaunten Darsteller bleibt die Geschichte durchweg unterhaltsam und ist oft genug spannend.
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Kritik: Silver Linings [2012]
TP:K-Filmkritik Wer legt eigentlich fest, was normal ist? Und welches Recht haben sie dazu? Silver Linings erzählt von Pat und Tiffany, die beide nicht das sind, was man gemeinhin als gesellschaftsfähig bezeichnen würde. Beide sind aufbrausend und ungewöhnlich direkt. Was einem zur Balance fehlt, könnte der/die andere mit sich bringen, wenn sie denn zueinander finden. Das preisgekrönte Komödiendrama lebt von seinen ausgezeichneten Darstellern, wohingegen die Geschichte leider keinerlei Überraschungen bietet.
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Kritik: Back in the Game [2012]
TP:K-Filmkritik Ein alternder Profi, der von der jungen Generation auf die lange Bank geschoben werden soll und eine Vater-Tochter-Beziehung bilden die zwei konfliktgeladenen Säulen von Back in the Game. Der Auftritt des konkurrierenden Talentsuchers der ein Auge auf die karriereorientierte Tochter geworfen hat, sorgt für das Herz-Element des absehbaren Plots. So gut die Besetzung, darunter Clint Eastwood, auch ist, durch die völlige Vorhersehbarkeit ist der Film zwar unterhaltsam, aber nicht ergreifend. Letztendlich ist das einfach zu wenig.
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Kritik: Eine ganz heiße Nummer [2011]
TP:K-Filmkritik Was tun, wenn das Geld zum Leben nicht reicht? Eine ganz heiße Nummer erzählt von drei Frauen unterschiedlichen Alters, die gemeinsam einen kleinen Laden betreiben. Da die Kundschaft ausbleibt, greifen sie zu drastischen Maßnahmen und gründen eine Telefonsexhotline. Dass die Geschichte nach einem absehbaren Schema abläuft, empfiehlt die ansonsten toll umgesetzte Unterhaltungskomödie nicht zum öfter ansehen. Dafür überzeugt die erstklassige und gut gelaunte Besetzung samt dem unnachahmlichen Lokalkolorit.
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Kritik: Brokeback Mountain [2005]
TP:K-Filmkritik Regisseur Ang Lee greift in Brokeback Mountain eine Geschichte zweier Männer auf, die in der Isolation einer abgeschiedenen Landschaft zueinander gefunden haben und ein Leben lang versuchen, voneinander loszukommen. In einer Gesellschaft, die sie nicht akzeptiert, fliehen sie in eine künstliche Normalität. Wohin das führt ist absehbar, aber nicht weniger tragisch und von Heath Ledger und Jake Gyllenhaal so ergreifend gespielt, dass einen nach der friedlichen Melancholie das Ende dennoch mitnimmt.
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Kritik: Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern [2012]
TP:K-Filmkritik Es kommt mit dem Älterwerden, dass man sich dabei ertappt zu sagen "bei uns war das früher anders". Ähnlich ergeht es auch Diane und Artie Decker in Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern, die mit der Art und Weise, wie ihre Film-Tochter Alice ihre drei Kinder erzieht, nicht einverstanden sind. Die Komödie greift viele der üblichen Klischees auf, von denen die meisten zutreffen. Dennoch gelingt es, die Figuren in den Vordergrund zu rücken und dank der charmanten Darsteller zu überzeugen. Nicht neu, aber unterhaltsam.
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Kritik: Pans Labyrinth [2006]
TP:K-Filmkritik Das düstere Märchen, das erstaunlicherweise nicht auf einer Vorlage beruht, sondern von Guillermo del Toro vollständig ausgedacht wurde, überrascht mit einer ebenso einfallsreichen wie tragischen Mythologie, die fantasievoll umgesetzt wurde. Einzig, weshalb die Story vor dem realistischen Hintergrund der Kämpfe nach dem spanischen Bürgerkrieg spielt, ist unverständlich. Durch die seltsame Mischung geraten die erstklassigen Darbietungen und die tolle Machart von Pans Labyrinth unnötigerweise in den Hintergrund.
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Kritik: Leben und sterben lassen [1973]
TP:K-Filmkritik Mit Leben und sterben lassen beginnt ein neuer Abschnitt der James Bond-Reihe und der überaus erfolgreiche Werdegang Roger Moores in der Rolle des britischen Geheimagenten. Der achte Film entpuppt sich ebenso als Kind der 1970er Jahre, wie als Actionthriller mit ungewohnt okkultem Touch. Dass die eigentliche Hintergrundstory kaum zur Geltung kommt, ist bedauerlich. Es zeigt aber auch, dass die Produzenten lieber bei der Action klotzen und nicht kleckern wollten. Das ist ihnen in jedem Fall gelungen.
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Kritik: Diamantenfieber [1971]
TP:K-Filmkritik Wie könnte nach Bonds Erlebnissen in Im Geheimdienst Ihrer Majestät mehr auf dem Spiel stehen? Nie war seine Jagd auf Blofeld persönlicher. Doch Diamantenfieber nutzt dies nicht, um Bond seinem kantigen Image der ersten Filme wieder näher zu bringen. Auch wenn die Macher sichtlich darum bemüht sind, mit vielen verschiedenen Schauplätzen und aufwändigen Sets zu trumpfen, ihre Geschichte ist zu lang und Bonds Gegner kaum der Rede wert. Der bisweilen unpassende Humor besiegelt das Schicksal des Films.
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Kritik: Das Bourne Vermächtnis [2012]
TP:K-Filmkritik Drehbuchautor und Regisseur Tony Gilroy spinnt in Das Bourne Vermächtnis die Geschichte der bisherigen Bourne-Filme mit Matt Damon in der Hauptrolle weiter und verlagert den Blick auf andere Programme der CIA. Doch macht er im letzten Drittel damit sämtlichen Fortschritt von Das Bourne Ultimatum zunichte. Das ist nicht nur unbefriedigend, sondern kaschiert überdies nicht, dass dem überraschend lahmen Thriller trotz der guten Darsteller viel von dem fehlt, was die bisherigen ausgezeichnet hat.
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Kritik: Madagascar 3: Flucht durch Europa [2012]
TP:K-Filmkritik In Zukunft könnte es vorkommen, dass Kinder beim ersten Zirkusbesuch nach Madagascar 3: Flucht durch Europa fragen, wieso die Tiere nicht auf schwebenden Neonplattformen umhertanzen und warum die Elefanten nicht pink angemalt durch die Lüfte gleiten. DreamWorks neuestes Abenteuer um die ausgebüchsten Zootiere ist bunt und laut, aber gleichzeitig schon erschreckend hohl. Einzig zugeschnitten auf den profitablen 3D-Effekt, ergibt all das zwar keinen Sinn, ist aber im halsbrecherischen Tempo erzählt.
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Kritik: Die letzten Glühwürmchen [1988]
TP:K-Filmkritik Auch wenn Regisseur Isao Takahata Die letzten Glühwürmchen nicht als Antikriegsfilm sieht, sondern als Geschichte zweier Geschwister, deren Leben nach der Ausgrenzung aus der Gesellschaft eine Wendung nimmt, die sich nicht mehr umkehren lässt, das Drama ist gleichzeitig ein tragisches Porträt einer Generation, die auf grausame Weise um ihre Kindheit betrogen wurde. Dabei richtet sich der Animationsfilm trotz seiner Altersfreigabe eindeutig an ein erwachsenes Publikum. Bewegend und anspruchsvoll.
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Kritik: Im Geheimdienst Ihrer Majestät [1969]
TP:K-Filmkritik So sehr die Werbung der vorigen Bond-Filme auf ihren Hauptdarsteller Sean Connery zugeschnitten war, so wenig war dies Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Die Produzenten mussten für die Verfilmung eines der wichtigsten Bücher um den britischen Geheimagenten einen neuen Hauptdarsteller finden. Das ist ihnen mit George Lazenby gelungen, doch wie könnte er jemals in die Fußstapfen treten, die er an sich ausfüllen müsste?
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Buchkritik: Der Schatten des Windes [2001] - Carlos Ruiz Zafón
TP:K-Buchkritik Die Figuren in Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Schatten des Windes scheinen vom Schicksal getrieben. Für den Erzähler Daniel Sempere ist dies umso tragischer, da er in der Geschichte eines verschollenen Autors Wegstationen seines eigenen Lebens wiederfindet. Es ist dieses Fantasy-Element, das dem Roman – dem ersten einer angestrebten vierteiligen Reihe – einen ungewohnten Touch verleiht. Hat man das erste Kapitel "Der Friedhof der vergessenen Bücher" erst einmal gelesen, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
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Buchkritik: Old Twentieth [2005] - Joe Haldeman
TP:K-Buchkritik Auf einer tausendjährigen Reise zu einem fremden Planeten vertreibt sich die unsterbliche, menschliche Besatzung die Zeit in virtuellen Realitäten. Dies war bislang ungefährlich, bis ein Benutzer dabei ums Leben kommt. Wenig später erhält der Techniker Jacob Brewer von der Maschine selbst eine Nachricht und bringt die ganze Unternehmung in Gefahr. Das klingt philosophisch und soll es im Fall von Joe Haldemans Roman Old Twentieth auch sein. Der Science Fiction-Roman konzentriert sich dabei weniger auf technische Fragen.
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Buchkritik: Inferno [2013] - Dan Brown
TP:K-Buchkritik Vier Jahre nach Dan Browns letztem Roman um Robert Langdon, ist mit Inferno der inzwischen vierte Band um den sympathischen Harvard-Professor erschienen. Wieder findet sich dieser in einem Netz aus Verschwörung und Täuschung wieder und erneut liegt es an ihm, Hinweisen zu folgen, die wie Brotkrumen ausgestreut wurden, um eine Katastrophe zu verhindern. Schweißtreibend spannend und temporeich erzählt, verbirgt sich in dem überraschenden Techno-Thriller ein aktuelles Thema, das durchaus diskutiert werden sollte.
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Kritik: Iron Man 3 [2013]
TP:K-Filmkritik Der dritte Teil der Filmreihe um den ehemaligen Waffenproduzenten Tony Stark vereint, was die vorigen Filme ausgezeichnet hat, mit dem, was sie teils so ärgerlich machte. Regisseur Shane Black macht im Finale von Iron Man 3 ein gesamtes Hafengelände dem Erdboden gleich, doch was man eigentlich zu sehen bekommt sind allzu oft computergenerierte Figuren, die in künstlichen Umgebungen gefangen sind. Das ist durchweg unterhaltsam und humorvoll, dank der Darsteller auch sehenswert. Aber letztlich zu selten mitreißend.
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Kritik: Merida - Legende der Highlands [2012]
TP:K-Filmkritik Merida - Legende der Highlands ist ein familienfreundliches, fantasievolles Märchen mit einer Aussage, die auch das junge Publikum ohne Umstände verstehen kann. Die liebenswerten Figuren haben ihr Abenteuer vor einer Kulisse zu bestehen, bei der man stellenweise nicht weiß, ob sie nun real ist, oder aus dem Computer stammt. Doch so viel Herz der Film bietet, eine zweite Erzählebene, die sich an die erwachsenen Zuschauer richtet, was viele der bisherigen Pixar-Werke ausgezeichnet hat, sucht man vergebens.
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Kritik: Insidious [2010]
TP:K-Filmkritik Statt auf explizite Gewaltszenen, setzt Regisseur James Wan mit Insidious auf eine unheimliche Atmosphäre und trifft damit oft den Nerv des Publikums. Immerhin ist eine innere Unruhe und Bedrohung bedeutend effektiver als ein stumpfes Splatter-Fest. Doch setzt der Film zum Finale an, kann man angesichts mancher Ideen nur den Kopf schütteln. Das macht den Horrorfilm für Genrefans nicht weniger sehenswert, verdeutlicht aber, dass sich manche Ängste nicht in Bilder fassen lassen.
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Kritik: Zwei Brüder [2004]
TP:K-Filmkritik Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, was Regisseur Jean-Jacques Annaud bei Zwei Brüder vorschwebte, doch gelingt ihm hier kaum ein Moment. Ganz junge Zuseher werden sich an den Bildern der knuffigen Tigerjungen kaum satt sehen können, aber nicht erst, wenn die Geschichte einen Sprung um ein Jahr macht, verliert sie ihre eigentliche Absicht aus den Augen. So sehr die Tiere verharmlost werden, die klischeehaften Figuren interessieren nur am Rande. Das ist dahinplätschernd eingefangen und am Ende enttäuschend.
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