Entgegen der gängigen Bezeichnung, ist Rental Family der Filmemacherin Hikari keine Tragikomödie. Vielmehr fängt das Drama die Absurdität des Porträts unserer Gesellschaft immer wieder in amüsanten Momenten ein. Im Kern dreht sich die Geschichte aber um die menschliche Verbindung an sich und die Frage, wie lange man etwas vorspielen kann, ehe man doch Teil der Darbietung wird. Preiswürdig und bemerkenswert gespielt, ist dies ein Film voller leiser und feinfühliger Beobachtungen für ein Publikum, das sich auf die ruhige Erzählung einlässt.
In vielerlei Hinsicht bleibt Filmemacher Ric Roman Waugh seinem Überraschungserfolg Greenland treu und präsentiert mit Greenland 2 nicht weniger als das nächste Kapitel im Überlebenskampf der Familie Garrity, nachdem die Welt in gewisser Weise untergegangen ist. Doch hat man das Gefühl, als wollte er im Grunde eine viel größere Geschichte erzählen, die hier auf etwas mehr als eineinhalb Stunden spürbar zusammengekürzt ist. Das Ergebnis wird Fans des ersten Teils zufriedenstellen, lässt aber Vieles vermissen.
Craig Brewers Nacherzählung des Werdegangs der Neil Diamond-Tributband Lightning and Thunder nimmt das Publikum mit auf die Achterbahnfahrt des Duos, das lange auf einen Durchbruch wartete, und dem Schicksalsschläge wieder und wieder zusetzten. Song Sung Blue fühlt sich an wie ein filmisches Denkmal und lebt von seinen zentralen Darbietungen. Doch die Erzählung scheint zu schnell über die dunklen Abschnitte hinwegzugehen und am Ende ein paar Songs zu viel unterbringen zu wollen.
Seit mehr als 12 Jahren führt Tobias Krell als der Titel gebende Checker Tobi durch die gleichnamige Wissenssendung, die sich vornehmlich an Grundschulkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren richtet und Themen, an denen diese interessiert sind, kindgerecht aufbereitet. In seinem dritten Leinwandausflug Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde reist Tobi einmal um die Welt und begegnet auf seinem Weg interessanten Menschen, und einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Auch Erwachsene können hier noch dazulernen.
Tom Gormicans so-etwas-wie-ein-Reboot von Anaconda, des gleichnamigen, oft unfreiwillig lustigen Horrorfilms aus dem Jahr 1997, eignet sich nur für ein spezielles Publikum. Angelegt als wohlwollende Persiflage des Originals, ist sich die Komödie dessen Klischees und der eigenen durchaus bewusst. Aber anstatt hier auch neue Wege zu gehen, sind die Verantwortlichen der Meinung, wenn man sich darüber lustig macht, würde das ausreichen. Unterhaltsamer macht es das Gezeigte aber nicht.
Man mag Filmemacher James Cameron, nicht zu Unrecht, vorwerfen, dass er in Avatar: Fire and Ash im Grunde dieselbe Geschichte erzählt, zumindest hinsichtlich ihrer Struktur, wie in den beiden Filmen der Reihe zuvor. Doch baut er so gelungen darauf auf, dass er die Figuren mehr noch als bislang in den Mittelpunkt rücken kann. Das nimmt vor allem in der zweiten Hälfte teils unvermittelt mit, während einen die Bilder vom ersten Moment an wieder in eine Welt entführen, die man am Ende der überraschend kurzweiligen drei Stunden noch gar nicht wieder verlassen will.
Sorry, Baby [2025] Wertung: | Kritik von Jens Adrian | Hinzugefügt am 5. Dezember 2025 Trailer von DCM via YouTube.com Powered by JustWatch — Jetzt Streamen Bei: Genre: Drama Originaltitel: Sorry, Baby Laufzeit: 122 min. Produktionsland: USA, Spanien, Frankreich Produktionsjahr: 2025 FSK-Freigabe: noch nicht bekannt Regie: Eva Victor Musik: Lia Ouyang Rusli Besetzung: Eva Victor, Naomi Ackie, Lucas Hedges, Louis Cancelmi, Kelly McCormack, John Carroll Lynch, Hettienne Park, E. R. Fightmaster, Cody Reiss, Jordan Mendoza, Jonathan Myles, Liz Bishop, Natalie Rotter-Laitman, Alison Wachtler, Priscilla Manning, Celeste Oliva, Chhoyang Cheshatsang, Conor Patrick Sweeney Kurzinhalt: Die Literaturprofessorin Agnes (Eva Victor) lebt zurückgezogen in Neuengland. Als ihre Freundin Lydie (Naomi… Sorry, Baby [2025] weiterlesen
Mit Der Medicus II bringt Filmemacher Philipp Stölzl mehr als 10 Jahre nach dem ersten Teil die Fortsetzung seines überaus erfolgreichen Historienepos auf die große Leinwand und setzt dabei inhaltlich unmittelbar im Anschluss an. Doch so ambitioniert die Erzählung sein mag und so groß der dahinterstehende Aufwand, ihrem eigenen Anspruch wird die Produktion nicht gerecht. Das mag sich ändern, falls auch hier eine erweiterte Fassung erscheinen sollte. Die vorliegende lässt zumindest nie die Größe oder Wucht erkennen, die angedeutet wird.
Simon Cellan Jones’ Fortsetzung zu seinem Überraschungs-Streaming-Hit The Family Plan ist eine der mutlosesten Action-Komödien seit langem. Wäre es nicht erneut um die sympathische Besetzung, würde The Family Plan 2 vollends in sich zusammenfallen. Dabei besitzt die Idee durchaus das Potential für einen unterhaltsamen Filmabend, aber so niedrig hier die Ambition, die handwerkliche Umsetzung wächst nie über eine Fernsehproduktion aus den 1990er-Jahren hinaus.
Inspiriert von Chris „Brolga“ Barns, der als Känguru-Pfleger vor einigen Jahren international bekannt wurde, erzählt Filmemacherin Kate Woods in Lilly und die Kängurus unter anderem von einem Karrieristen, der gestrandet in einer Kleinstadt in Australien die vermutlich wertvollste Lektion seines Lebens lernt. Veredelt mit tollen Natur- und Tieraufnahmen, richtet sich das an die ganze Familie und ist warmherzig erzählt, selbst wenn die Geschichte ohne wirkliche Überraschungen auskommt. Der schönen Botschaft schadet das nicht.
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