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Ältere News und Reviews

Kritik: Christopher Robin [2018]
Es sind Lebensweisheiten wie „Mein Lieblingstag ist ‚heute‘“, die Winnie Puuh, den tapsigen, etwas vergesslichen Bären so unvergleichlich machen. In Marc Forsters Christopher Robin feiert die Figur, die als Pu der Bär vor über 90 Jahren in einem Kinderbuch das Licht der Welt erblickte, aber von Walt Disneys Adaption in Animations(kurz)filmen maßgeblich geprägt wurde, ihren Realfilm-Leinwandeinstand. Herausgekommen ist ein Familienabenteuer mit so viel Herz, dass es auch den mürrischsten Menschen im Publikum zum Lächeln bringen sollte.
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Kritik: Justice League [2017]
Wie Marvel's The Avengers ist Justice League das filmische Zusammentreffen der größten Superhelden – in diesem Fall des Verlags DC Comics –, doch im Gegensatz zu den Avengers, besteht die Liga zum größten Teil aus Helden, die man nie zuvor auf der Leinwand gesehen hat. Das schlimmste daran ist nicht, dass das Publikum in einer krude undurchsichtigen Story gar nicht erfährt, was der Schurke im Schilde führt, sondern dass die Geschichte mehr damit beschäftigt ist, die Helden vorzustellen, als sie tatsächlich in Aktion treten zu lassen.
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Kritik: Kingsman: The Golden Circle [2017]
Nachdem in Kingsman: The Secret Service mit Eggsy eine neue Generation an Agenten der Geheimorganisation von Elitespionen, Kingsman, eingeführt wurde, geht Regisseur Matthew Vaughn einen Schritt weiter und entledigt sich aller anderen. Das Ergebnis ließe sich um eine halbe Stunde gestrafft sicherlich flott erzählen. Aber so frenetisch die Inszenierung, so langatmig ist die Geschichte von Kingsman: The Golden Circle erzählt. Der gekünstelte Humor ist dem überdies nicht zuträglich.
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Kritik: Sauerkrautkoma [2018]
Auch im fünften Leinwandauftritt des granteligen Provinzpolizisten Franz Eberhofer wird wieder im niederbayerischen Niederkaltenkirchen ermittelt und wie zuvor treibt das interessierte Publikum die Frage um, ob es dem lakonischen Eberhofer gelingt, trotz – oder gerade durch – seiner eigenwilligen Art seine Freundin Susi dauerhaft zu erobern. Für Fans der Reihe bringt Sauerkrautkoma alles mit, was schon Leser von Rita Falks erfolgreichen Romanen zu schätzen wissen. Ein neues Publikum wird sich damit vermutlich jedoch nicht begeistern lassen.
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Kritik: Mission: Impossible – Fallout [2018]
Der inzwischen sechste Mission: Impossible-Teil ist in gleich mehrerlei Hinsicht eine Premiere innerhalb der Agentenfilm-Serie. Nicht nur, dass mit Christopher McQuarrie zum ersten Mal ein Regisseur für einen weiteren Film zurückkehrt, er stellt auch eine unmittelbare Fortsetzung des vorangegangenen Rogue Nation dar. Dass beides eine gute Idee ist, sieht man unter anderem daran, dass Mission: Impossible – Fallout der packendste und erbarmungsloseste Action-Thriller ist, der vermutlich nicht nur dieses Jahr im Kino zu sehen sein wird.
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Kritik: Mamma Mia! Here We Go Again [2018]
10 Jahre nach der überaus erfolgreichen Filmadaption des Bühnenmusicals Mamma Mia! kehren die Macher mit Mamma Mia! Here We Go Again auf die Leinwand zurück. Mit im Gepäck sind weitere Songs basierend auf Vorlagen der schwedischen Band ABBA, der größte Teil der ursprünglichen Besetzung und eine Story, die wieder auf der griechischen Insel Kalokairi angesiedelt, Sommer, Sonne und gute Laune verspricht. Dieses Versprechen wird auch eingehalten, solange man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzt.
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Kritik: Catch Me! [2018]
Im Mai eines jeden Jahres heißt es in der Clique von Hogan, Bob, ‚Chilli‘, Kevin und Jerry „Du bist!“ – das Kinderspiel spielen sie seit über 30 Jahren, getreu dem Motto, man hört nicht auf zu Spielen, weil man erwachsen wird, sondern man wird erwachsen, weil man aufhört zu Spielen. Die Geschichte klingt arg überzogen, doch basiert die Komödie Catch Me! sogar auf Tatsachen. Man kann nur hoffen, dass die Freunde es in Wirklichkeit nicht so sehr übertrieben haben, wie hier dargestellt wird.
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Kritik: I Kill Giants [2017]
Das auf dem gleichnamigen Graphic Novel von Joe Kelly und J. M. Ken Niimura basierende Fantasy-Drama I Kill Giants ist ein bedeutend überraschenderer Film, als man erwarten würde. Überaus sehenswert gespielt, entspricht die Geschichte überhaupt gar nicht dem, was der Titel suggeriert. Dies ist jedoch der Erwartungshaltung von Seiten des Publikums geschuldet. Bis das Drama seine größten Stärken ausspielt, dauert es allerdings sehr lange, so dass der Weg dorthin holpriger erscheint, als gut für die Geschichte ist.
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Kritik: Jumanji [1995]
Basierend auf Fantasy-Bilderbuch Dschumanji von Chris Van Allsburg, präsentiert Regisseur Joe Johnston mit Jumanji einen Familien-Abenteuerfilm, in dem es keine funktionierende Familie zu sehen gibt. Die Kinder befinden sich ständig in Lebensgefahr, werden für Jahrzehnte von ihren Eltern getrennt und zu Waisen. Das klingt düsterer, als es dem Genre angemessen wäre, was schließlich auch der Fall ist. Dafür ist der Humor stets kindgerecht und Robin Williams in der Hauptrolle wie immer sehenswert.
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Kritik: Skyscraper [2018]
Es gibt einen Moment in Rawson Marshall Thurbers Action-Thriller Skyscraper, in dem sich Dwayne Johnson mit Klebeband an Händen und Füßen als improvisierter Fassadenkletterer mehrere Hundert Meter über dem Boden an der Außenwand eines brennenden Hochhauses entlanghangelt. Zuvor meint er selbst „Das ist total bescheuert“ und trifft damit die Gedanken des Publikums haargenau. Aber so absurd allein die Idee ist, sie ist so leichtfüßig dargebracht, dass es immens viel Spaß macht, zuzusehen. So, wie es ein Sommer-Popcorn-Film auch sollte.
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Kritik: Hotel Transsilvanien 3: Ein Monster Urlaub [2018]
Während es viele bemerkenswerte Kinderfilme gibt, die sich mit bestimmten Elementen der Geschichte gleichzeitig auch an ein älteres Publikum richten, gibt es mindestens ebenso viele, die sich auf das sehr junge Zielpublikum konzentrieren. Beides ist legitim und nicht zu beanstanden. Allerdings macht dies einen Film wie Hotel Transsilvanien 3: Ein Monster Urlaub, der sich nicht nur zum allergrößten Teil an Kinder richtet, sondern auch noch der dritte Film der Reihe ist, zu bewerten sehr schwierig.
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Kritik: Ant-Man and the Wasp [2018]
Nach dem durchaus überraschenden Erfolg des im Vergleich zu den sonstigen Marvel-Comic-Verfilmungen stilistisch unterschiedlichen Ant-Man, kehrt der alltägliche Superheld mit dem Größen verändernden Anzug in Ant-Man and the Wasp zurück. Inhaltlich angesiedelt während Avengers: Infinity War, müssen Fans auf Antworten, wie die dortige Geschichte weitergeht, nach wie vor warten. Doch es gelingt Regisseur Peyton Reed, diese Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen.
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Kritik: 303 [2018]
Hans Weingartners 303 ist ein dialoghaltiges Road Movie, in dem im Grunde nicht viel passiert und doch beschreibt der Filmemacher vielleicht das Wichtigste auf der Welt. Er begleitet zwei in ihren Ansichten grundverschiedene Figuren auf einer Reise durch Europa, an deren Ende sie selbst stehen und in deren Verlauf sie gleichermaßen zu sich und zu einander finden. Das ist nicht nur malerisch bebildert und mit einem hervorragenden Soundtrack versehen, es ist auch ein Film, der einen glücklicher zurücklässt, als man zu Beginn war.
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Kritik: Die Farbe des Horizonts [2018]
Mit Die Farbe des Horizonts widmet sich der isländische Regisseur Baltasar Kormákur erneut einer wahren Geschichte. In deren Zentrum steht die von Shailene Woodley ergreifend verkörperte Tami Oldham, die 41 Tage lang schiffbrüchig auf See war und dort ums Überleben kämpfte. So bewegend dies in machen Momenten vor allem dank der packenden Darbietung ist, lässt das Drama auf Grund gewisser künstlerischer Entscheidungen die Zugkraft vermissen, die es eigentlich verdient.
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Kritik: Ocean’s 8 [2018]
Obwohl Regisseur Gary Ross in Ocean’s 8 die Geschichte der Schwester des in der Ocean’s-Reihe von George Clooney verkörperten Gauners Danny Ocean als unmittelbare Fortsetzung anlegt, erzählt er über weite Strecken nur eine schwach abgewandelte Variation von dessen Story. Dass das dennoch unterhält, ist der namhaften und ansteckend gut gelaunten Riege an Darstellerinnen zu verdanken, die er vor der Kamera versammelt. Vollends überzeugen kann es dennoch nicht.
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Kritik: GLOW: Staffel 2 [2018]
Auch wenn es auf den ersten Moment so scheinen mag, als würden die Frauen in der Netflix-Serie GLOW (eine Kurzform für „Gorgeous Ladies of Wrestling“) als Objekte behandelt und ausschließlich Männerfantasien bedienen, steht in der Dramedy-Produktion tatsächlich genau der entgegengesetzte Aspekt im Mittelpunkt. In der ebenfalls 10 Episoden umfassenden zweiten Staffel bleiben die Macher dem unvergleichlichen Achtzigerjahre-Charme treu und widmen sich mehr Figuren als zuvor. Nicht nur auf Grund der aktuellen inhaltlichen Bezüge ist das beinahe uneingeschränkt sehenswert.
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Kritik: Love, Simon [2018]
Der Titel gebende Protagonist in Love, Simon ist ein ganz gewöhnlicher 17jähriger Schüler mit einer ganz normalen Familie. Auch sein Freundeskreis ist in dem Sinne nicht außergewöhnlich. Doch Simon hat ein Geheimnis, das er niemandem anvertraut hat und das niemand erfahren soll – er ist schwul. Auch wenn Regisseur Greg Berlanti im Grunde keine neue Geschichte erzählt, die unverkrampfte Art und Weise, wie er Simons Erlebnisse im letzten halben Jahr auf der High School schildert, machen den Film sehenswert.
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Kritik: Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI: Staffel 11 [2018]
Man kann sich den Zwiespalt der Fans angesichts einer Verlängerung des Revivals der Mystery-Serie Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI als außenstehende Person kaum vorstellen.Als es hieß, dass eine 11. Staffel auf die erfolgreiche Wiederbelebung beinahe 15 Jahre nach Ende der eigentlichen Serie folgen werde, die diesmal sogar zehn anstatt nur sechs Episoden umspannen würde, keimten die Erwartungen auf eine der Kult-Serie würdige Fortsetzung oder gar einen angemessenen Abschluss für die verdienten Figuren auf. Die Hoffnung war groß. Von der Enttäuschung angesichts des Ergebnisses wird sie jedoch mühelos in den Schatten gestellt.
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Kritik: Battle of the Sexes - Gegen jede Regel [2017]
In Battle of the Sexes - Gegen jede Regel erzählt das Regieduo Valerie Faris und Jonathan Dayton von einer Tennis-Begegnung im September des Jahres 1973, die Geschichte geschrieben hat. Der Titel beschreibt das gleichermaßen benannte Match dabei ebenso wie den damit verbundenen Kampf, Gleichberechtigung für die Frauen im Tennis zu erhalten. Das ist heute leider ebenso aktuell wie vor 45 Jahren und mit Esprit und Witz dargebracht. Doch lässt es tiefe Einblicke in die Persönlichkeit der beiden tragenden Figuren vermissen.
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Kritik: Colossal [2016]
Die ungewöhnliche Fantasy-Dramödie Colossal von Regisseur Nacho Vigalondo, der auch das Drehbuch schrieb, besitzt so viele beachtenswerte Facetten und Sinnbilder, dass es umso erstaunlicher ist, wie wenig Eindruck die Erzählung am Ende hinterlässt. Ungeachtet der gelungenen Besetzung, angeführt von einer tollen Anne Hathaway, kann das Ergebnis nicht vollends überzeugen, was jedoch nicht an der Erklärung liegt, die das Drehbuch für den Monster-Aspekt der Story liefert.
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Kritik: The Secret Man [2017]
In Anbetracht der Tatsache, dass die politischen Hintergründe in Peter Landesmans historischem Drama The Secret Man über die Watergate-Affäre, die letztlich den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon im Jahr 1974 zum Rücktritt gezwungen hat, nicht nur zu jener Zeit brisant waren, sondern sich die Art der Intrigen sowie die missbräuchliche Machtausübung heute teils identisch widerspiegeln, ist es umso bedauerlicher, dass die Erzählung um FBI-Vizedirektor Mark Felt nicht funktioniert.
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Kritik: Star Trek: Raumschiff Voyager: „Der Fürsorger“ [1995]
Mit Star Trek: Raumschiff Voyager kehrt das erfolgreiche, langlebige Science Fiction-Franchise zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert ein Raumschiff als zentralen Ankerpunkt, dessen Crew unbekannte Welten entdeckt und neue Abenteuer erlebt. Im Pilotfilm Der Fürsorger zeichnet sich dabei bereits ab, dass auch diese Serie in manchen Belangen neue Wege gehen wird. Der Einstand legt hierfür ein durchaus solides Fundament, fällt dabei aber auch in bekannte Muster der Reihe zurück.
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Kritik: Hereditary – Das Vermächtnis [2018]
Ari Asters Spielfilmregiedebüt Hereditary – Das Vermächtnis ist einer der unheimlichsten, atmosphärischsten und seltsamsten Horrorfilme der letzten Jahre. Es ist ein Film, in dem die darin vorgestellte Familie Graham kaum vorstellbares Leid erleben muss. Der wahre Horror, so schlimm das klingt, ist hier das Überleben. Doch so gelungen das über weite Strecken ist, das Ende, das sicher kontrovers diskutiert werden wird, lenkt das Geschehen in eine unerwartete Richtung. Ob das eine weise Entscheidung ist, muss jeder für sich entscheiden.
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Kritik: Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes [2018]
In der Dokumentation Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes lässt Filmemacher Wim Wenders das Oberhaupt des katholischen Christentums zu Wort kommen und stellt seine teils nicht nur für Machthaber auf der Welt, sondern auch für die eigenen Glaubensbrüder und -schwestern unbequemen Ansichten vor. Dabei fängt er zwar die Ausstrahlung dieses als fortschrittlich geltenden Papstes ein, doch an einer tatsächlichen Dokumentation über die Person scheint er nicht interessiert.
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Kritik: Get Out [2017]
Jordan Peeles Get Out ist ein Film, der bei wiederholtem Ansehen nur gewinnt. Stehen beim ersten Mal die satirischen Untertöne und der soziale Kommentar zum alltäglichen (und weniger alltäglichen) Rassismus insbesondere in den USA im Vordergrund, kommen beim zweiten Mal die vielen Details zum Vorschein, die den Horror so eng mit der restlichen Story verweben. Das ist nicht nur von Hauptdarsteller Daniel Kaluuya fantastisch gespielt, es erzeugt eine so unbequeme wie unheimliche Atmosphäre.
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Kritik: Jungle [2017]
In Jungle verfilmt Regisseur Greg McLean den Überlebenskampf von Yossi Ghinsberg, der bei einem Trip in den Amazonas im Jahr 1981 von seinen Mitreisenden getrennt wird. Auf sich allein gestellt und ohne entsprechende Ausrüstung muss er den Weg durch den gefährlichen Urwald antreten. Von Hauptdarsteller Daniel Radcliffe geradezu aufopferungsvoll gespielt, geht das stellenweise überaus nahe. Doch erfährt man über die zentrale Figur erstaunlich wenig, sodass die emotionale Wucht am Ende ausbleibt.
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Kritik: Rush Hour 3 [2007]
Was übrig bleibt, wenn man einen Action-Thriller behäbig inszenieren und seiner Highlights berauben würde, was aus einer Komödie wird, wenn der Humor platt, vorhersehbar und doppelt so oft wiederholt wird als notwendig, kann man bei Brett Ratners Rush Hour 3 auf erschreckende wie enttäuschende Weise beobachten. Die zweite Fortsetzung des Überraschungshits aus dem Jahr 1998 lässt alles vermissen, was jene Buddy-Comedy zum Erfolg geführt hat. Das ist ärgerlich und traurig zugleich.
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Kritik: Rush Hour 2 [2001]
Rush Hour 2 ist die Art Fortsetzung, die so unterhaltsam sie ist und auf dem Charme des Vorgängers gelungen aufbaut, wäre es der erste Teil gewesen, vermutlich keine Fortsetzung nach sich gezogen hätte. Drei Jahre nach Rush Hour knüpft Regisseur Brett Ratner dort an, wo die Geschichte geendet hat. Dabei gibt es wieder viel Akrobatik zu bestaunen und auch das verbale Dauerfeuer darf nicht fehlen. Nur ist das am Ende weder so lustig, noch so packend wie beim ersten Mal.
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Kritik: Rush Hour [1998]
Die Grundidee eines Buddy-Films mit zwei Polizisten, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen und zusammenarbeiten müssen, um einen Fall zu lösen, hatte in Red Heat bereits erfolgreich funktioniert. Insofern überrascht es nicht, dass Regisseur Brett Ratner mit Rush Hour eine Variante davon erzählt. Den trockenen Humor und die knallharten Actionsequenzen ersetzt er durch merklich mehr Wortwitz und eine körperliche Akrobatik, die so unbeschwert erscheint, dass es eine Freude ist, zuzusehen.
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Buchkritik: Angst [2011] - Robert Harris
Da der britische Autor Robert Harris seinen nach wie vor hochaktuellen Techno-Thriller Angst im Finanzsektor ansiedelt, sollte sich die Leserschaft mit den Zusammenhängen und der Dynamik dieses Marktes im Vorfeld bereits beschäftigen. Die überaus technische und ebenso temporeiche Erzählung stellt die Verbindungen nur innerhalb der eigenen Story her. Wer nicht zumindest ein grundlegendes Verständnis für die Materie mitbringt, dem werden viele brisante wie gelungene Punkte entgehen. Das wäre angesichts des Inhalts geradezu ein Jammer.
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Kritik: Jurassic World: Das gefallene Königreich [2018]
Mit Jurassic World: Das gefallene Königreich geht das erfolgreiche Dinosaurier-Franchise neue Wege und das nicht nur hinsichtlich des spanischen Regisseurs J.A. Bayona. Obwohl der inzwischen fünfte Teil der Reihe inhaltlich an den Vorgänger anschließt, wagt die Geschichte in der zweiten Hälfte einen Schritt in eine neue Richtung. Das ist zwar durchaus gelungen, nur geht dabei leider das Flair jener Insel voller Dinosaurier verloren. Und damit gewissermaßen auch das, was die bisherigen Jurassic Park-Filme ausgezeichnet hat.
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Kritik: Solo: A Star Wars Story [2018]
Solo: A Star Wars Story besitzt zwei große Schwachstellen, von denen sich eine leicht beheben lässt. Die andere stellt eine weitaus größere Herausforderung dar. Da ist zum einen der aufgesetzte Humor, der sich in gestellten und überwiegend wenig originellen Sprüche niederschlägt, weswegen die Geschichte wenn, dann allenfalls in den ernsten Momenten mitreißt. Auf der anderen Seite ist Hauptdarsteller Alden Ehrenreich, der leider die nötige Ausstrahlung für die Figur schmerzlich vermissen lässt.
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Kritik: Ghost in the Shell [2017]
Die Welt, die Regisseur Rupert Sanders in der düsteren Zukunftsvision Ghost in the Shell erschafft, macht einen so detaillierten Eindruck, dass die Geschichte, die er darin erzählt, geradezu winzig erscheint. Es ist ein Umstand, der zu Beginn noch gar nicht so stark ins Gewicht fällt, da man von den knalligen Farben, den Formen und den einfallsreichen Figuren regelrecht überrollt wird. Aber am Ende hinterlässt es einen viel hohleren und leereren Eindruck, als es eigentlich sollte. Als wäre der Geist zu klein für die schimmernde Hülle.
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Kritik: Barry Seal: Only in America [2017]
Was Filmemacher Doug Liman in Barry Seal: Only in America über seine Hauptfigur erzählt, klingt so haarsträubend, dass es durchaus wahr sein könnte. Berichten zufolge nimmt sich die Hollywoodproduktion jedoch viele künstlerische Freiheiten, so dass am Ende wohl nur einige Eckpunkte tatsächlich so geschehen sind. Das schmälert hier zwar nicht den Unterhaltungswert, der auch dank der gelungenen Darbietung von Tom Cruise überaus hoch ist, aber es nimmt dem Gezeigten vieles von dem Gewicht, das an sich mitschwingen sollte.
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Kritik: The Limehouse Golem [2016]
Am Ende sind es zwei Punkte, die The Limehouse Golem stärker definieren und ihn in einem schlechteren Licht erscheinen lassen, als der stimmungsvolle Crime-Thriller es verdient. Beide sind in der Erzählung begründet. Während der zweite erst im Nachhinein offensichtlich wird, sorgt ersterer dafür, dass sich die im London des Jahres 1880 angesiedelte Geschichte für Genrekenner anfühlt, als würde man sie selbst dann bereits zum zweiten Mal sehen, wenn es das erste Mal ist.
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Kritik: Zwischen zwei Leben [2017]
Selbst wenn Filmemacher Hany Abu-Assad bei der Romanadaption von Charles Martins Zwischen zwei Leben alles richtig machen würde, hätte es die Geschichte um einen Mann und eine Frau, die nach einem Flugzeugabsturz auf sich gestellt ums Überleben kämpfen und sich dabei ineinander verlieben, merklich schwer, über das Mittelmaß einer uninspirierten Seifenoper hinauszuwachsen. Das gelingt lange Zeit erstaunlich gut, Dank der Besetzung, die in den letzten Minuten jedoch buchstäblich zu kapitulieren scheint.
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Kritik: Ice Age - Kollision voraus! [2016]
Eine alte Regel besagt, dass jede Filmreihe inhaltlich irgendwann den Weg ins Weltall findet, sofern sie denn lange genug läuft, schlicht weil den Machern in ihrer ursprünglichen Umgebung die Ideen ausgehen. Wie früh dies mit Ice Age - Kollision voraus! bei der erfolgreichen Animationsfilmreihe der Fall ist, ist durchaus überraschend. Und verrät so einiges über den Zustand der Ideen, die hinter den Geschichten stecken. Die dürfte selbst den Kindern im Publikum einen Schritt zu weit gehen.
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Kritik: Arachnophobia [1990]
Arachnophobia, das Regiedebüt von Produzent Frank Marshall, ist im besten Sinne des Wortes einer der letzten Filme der Achtzigerjahre. Die Horror-Komödie zeigt auf ebenso bestechende wie unaufdringliche Weise, was das Filmemachen damals ausgezeichnet hat und weswegen viele Produktionen jener Zeit so gut gealtert sind, während ebenso viele aktuelle weder beim ersten, noch beim wiederholten Ansehen überzeugen können. Dabei ist eine Angst vor Spinnen beim Publikum keine Grundvoraussetzung – aber sie hilft, um sich hier fantastisch unterhalten zu lassen.
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Kritik: Leaves of Grass [2009]
Tim Blake Nelsons Dramödie Leaves of Grass hinterlässt einen sehr persönlichen Eindruck, als wäre die Geschichte dem Filmemacher, der auch die Vorlage lieferte und eine tragende Rolle spielt, wichtig gewesen. Dass er seinen Figuren vorurteilsfrei gegenübersteht, mag auch daran liegen, dass er selbst in Oklahoma, wo die Geschichte handelt, aufgewachsen ist. So charmant und gut gespielt all das jedoch ist, es reißt nur selten wirklich mit und nimmt im Verlauf immer absurdere Wendungen.
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Kritik: Star Trek: Deep Space Nine: "Das, was du zurücklässt" [1999]
Es gibt kaum einen besseren Moment, sich den Werdegang einer Serie anzusehen, als wenn ihre Reise zu Ende geht. Die Entwicklung von Star Trek: Deep Space Nine mag dabei nicht immer einfach gewesen sein, aber angesichts der bemerkenswerten Wandlung der ungewöhnlichsten aller Star Trek-Serien lässt die Art und Weise, wie sie in Das, was du zurücklässt endet, umso enttäuschender erscheinen. Manches fühlt sich beinahe wie eine Trotzentscheidung der Autoren an, den Fans einen richtigen Abschluss zu verwehren.
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Buchkritik: Behind the Phantom's Mask [1993] - Roger Ebert
Es heißt, dass sich in jedem Buch ein Teil der Persönlichkeit der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors wiederfindet. Aber auch wenn eine Geschichte durch die eigenen Erfahrungen gewinnt und bereichert wird, erdrücken die persönlichen Dämonen, die Autor Roger Ebert in seinem ursprünglich in einzelnen Teilen veröffentlichten Episoden-Roman Behind the Phantom's Mask verarbeitet, die zugrundeliegende Story. Ungeachtet der sprachlichen Finesse und des Einfallsreichtums gerät das Buch dadurch stellenweise regelrecht zermürbend.
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Kritik: The Ballad of Lefty Brown [2017]
Jared Moshés Western-Drama The Ballad of Lefty Brown wird in gleichem Maße von der Darbietung seiner Hauptfigur wider Willen gerettet, wie es an der Erzählung selbst scheitert. Dabei wählt der Regisseur, der auch die Drehbuchvorlage liefert, einen durchaus interessanten Ansatzpunkt. Aber nicht nur, dass er selbst an dem politischen Aspekt seiner Story nicht interessiert scheint, gerade die bleihaltigen Actionmomente wollen dem Film bedauerlicherweise nicht gelingen.
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Kritik: Blumhouse präsentiert: Wahrheit oder Pflicht [2018]
Der kleine Horror-Thriller Blumhouse präsentiert: Wahrheit oder Pflicht fühlt sich an, als würde man einen Spieleabend mit Freunden besuchen, nur um festzustellen, dass diese stets dasselbe Spiel spielen wollen, obwohl man nach der ersten Runde bereits festgestellt hat, wer immer gewinnt. Das Problem daran ist nur, dass hier die menschlichen Mitspieler am Ende die Verlierer sind und das Publikum an sich mit ihnen mitfiebern sollte. Immerhin, langweilig wird der kurzweilige Gruselfilm nie.
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Kritik: Avengers: Infinity War [2018]
Wie bei den bisherigen Avengers-Filmen zuvor – und zugegebenermaßen beinahe allen „normalen“ Superhelden-Abenteuern – steht bei Avengers: Infinity War nichts Geringeres als das Schicksal der Erde bzw. des ganzes Universums auf dem Spiel. Das jüngste Treffen der größten Comic-Ikonen soll dabei das atemberaubendste von allen sein. Der Anspruch ist entsprechend hoch, wohl nur übertroffen von den Erwartungen des Publikums. Umso erstaunlicher ist, wie scheinbar mühelos den Regisseuren Anthony und Joe Russo hier das Kunststück gelingt, trotz allem zu überraschen.
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Kritik: No Way Out: Gegen die Flammen [2017]
Basierend auf den wahren Erlebnissen im Juni 2013 hält sich Filmemacher Joseph Kosinski in No Way Out: Gegen die Flammen hinsichtlich des Aufbaus an für Hollywood typische Konventionen, aber das schmälert insbesondere am Ende nicht die Wirkung des Films. So sehenswert das ist, sollten Interessenten doch bedenken, dass dies kein Action-Thriller, sondern ein Charakterdrama ist – und dass es für einen Film um Feuerwehrleute erstaunlich wenige Feuer zu sehen gibt.
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Kritik: 7 Tage in Entebbe [2018]
Gibt Filmemacher José Padilha bei seiner Nacherzählung der im Sommer 1976 stattgefundenen Entführung einer Air France-Maschine durch zwei deutsche sowie zwei Terroristen einer palästinensischen Terror-Gruppe an, sie sei lediglich von den wahren Ereignissen inspiriert, klingt das, als hätte man sich viele Freiheiten genommen. Doch besitzt das hervorragend ausgestattete und packend gespielte Thriller-Drama 7 Tage in Entebbe eine Authentizität und Aktualität, die es sehenswerter macht als viele andere.
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Kritik: Die Augen des Weges [2016]
In seiner besinnlichen Dokumentation Die Augen des Weges begleitet Filmemacher Rodrigo Otero Heraud den wandernden Hipólito Peralta Ccama auf seiner Reise durch die malerische Andenbergwelt Perus. Weniger einem bestimmten Pfad folgend als dem Flüstern der Erde, lässt er auf seinem Weg beim Publikum ein Bewusstsein dafür erwachsen, welch friedvolle Verantwortung damit einhergeht. Das klingt unspektakulär, bietet aber weit mehr als nur einen so notwendigen und willkommenen Ruhepol in unserer hektischen Zeit.
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Kritik: Unsere Erde 2 [2017]
In der Dokumentation Unsere Erde 2 erwarten das Publikum fantastische Bilder unseres Planeten und seiner Tier- bzw. Pflanzenwelt. Es sind Eindrücke, die Staunen machen und mehr die Schönheit als die Zerbrechlichkeit unserer Welt in den Mittelpunkt rücken. Im Deutschen von Günther Jauch erzählt, als würde sich das Gezeigte innerhalb eines Tages abspielen, wird man in den eineinhalb Stunden in verschiedene Länder der Erde geführt. Das ist anmutig und sehenswert, lässt jedoch einen roten Faden vermissen.
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Kritik: Schneemann [2017]
Auch wenn solche Gedankenspiele nur wenig zielführend – und darüber hinaus reine Spekulation – sind, Tomas Alfredsons lange erwartete Romanverfilmung Schneemann des norwegischen Autors Jo Nesbø ist ein Film, der im Schneideraum hätte gerettet werden können; und dort ruiniert wurde. Der düstere, skandinavische Crime-Thriller bringt im Grunde genommen alles mit, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen, nur stellen die Macher die Geschichte in einer Art und Weise zusammen, dass sie am Ende gar nicht wirklich interessiert.
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Kritik: Stephen Kings Stark [1993]
Inwieweit Filmemacher George A. Romero in seinem Psychothriller Stark, auch bekannt als Stark – The Dark Half, der Romanvorlage von Autor Stephen King treu bleibt, können nur Kenner des Buches beurteilen. Feststeht jedoch, dass sich die Verfilmung anfühlt, als entstamme sie dem Universum des Kult-Autors. Seinerzeit weit weniger erfolgreich als erhofft, entpuppt sich die Adaption inzwischen bei Fans als überaus beliebt und konnte sich eine treue Gefolgschaft erhalten. Wer sich darauf einlässt, wird auch verstehen, wieso.
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Kritik: Boy Missing [2017]
Wer bei Mar Targaronas Thriller Boy Missing erwartet, dass dieser sich um einen verschwundenen oder gekidnappten Jungen dreht, könnte enttäuscht werden. Nicht, weil der wendungsreiche Film enttäuschend wäre, sondern weil der Filmtitel falsche Erwartungen weckt. Im Kern geht es in dem wendungsreichen und tadellos umgesetzten Thriller um etwas anderes. Das ist durchaus interessant, aber es beschleicht einen hinterher das Gefühl, dass hier nicht die beste Version der Geschichte erzählt wird.
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Star-besetzter Crime-Thriller Hangman: The Killing Game bei Concorde Home Entertainment erhältlich
Es klingt eingangs wie ein makaberer Scherz, als zwei Polizisten und eine Reporterin auf eine Mordserie stoßen, bei welcher der Killer seine Opfer wie Figuren des „Galgenspiels“ drapiert. Mit jedem Mord wird ein weiterer Buchstabe verraten. Seit April ist der düstere Crime-Thriller Hangman: The Killing Game mit Hollywood-Legende Al Pacino und dem nicht weniger bekannten Karl Urban in den Hauptrollen bei Concorde Home Entertainment als DVD, Blu-ray und digital erhältlich …
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Kritik: Hangman: The Killing Game [2017]
Dass selbst Thriller, die nach den üblichen Regeln der Zunft erzählt werden, nicht nur ihre Berechtigung, sondern auch einen nicht zu leugnenden Charme besitzen, ist unbestritten. Dabei nehmen sich diese für gewöhnlich selbst ernst genug, eine stringente Story zu erzählen, unabhängig der darin eingebetteten Klischees. Aber genau daran scheint Regisseur Johnny Martin in Hangman: The Killing Game nicht interessiert, was insofern bedauerlich ist, dass selbst aus der überraschungsarm unvorhersehbaren Geschichte ein durchaus spannender Crime-Thriller hätte werden können.
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Kritik: Der Sex Pakt [2018]
Der Sex Pakt ist eine Komödie, bei der dem Publikum diverse „Highlights“ unterhalb der Gürtellinie präsentiert werden. Insofern scheint es weit hergeholt und beinahe nebensächlich zu behaupten, das Regiedebüt von Kay Cannon würde sich im Kern um ein sensibles Thema drehen. Doch genau das ist der Fall. Das Ergebnis enttäuscht aber weniger durch die zotigen und mitunter sehr plastisch gefilmten Einlagen, als vielmehr dadurch, dass all das nicht wirklich lustig dargeboten, sondern eher langweilig wird.
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Kritik: Roman J. Israel, Esq. [2017]
Dan Gilroys Roman J. Israel, Esq. – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit mutet an, als würde der Film mehrere Genres vermischen, ist jedoch im Kern eine Charakterstudie, die ebensoviele trocken humorvolle wie tragische Momente enthält. Beide dieser Pole sind jedoch leise dargebracht und durch eine Darbietung von Denzel Washington zum Leben erweckt, die den größten Reiz des Dramas ausmacht. Das ist sehenswert, aber nicht ganz einfach zugänglich.
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Kritik: Stronger [2017]
Bei dem auf wahren Ereignissen basierenden Drama Stronger gelingt Regisseur David Gordon Green jeder einzelne Moment und die Darstellerleistungen sind über alle Zweifel erhaben. Doch wächst das Drama um den 28jährigen Jeff Bauman, der bei dem Anschlag auf den Boston-Marathon am 15. April 2013 beide Beine verlor, nie über sich hinaus. Was ihn letztlich dazu bewog, sich aus dem Abgrund heraufzuziehen, in den er nach den traumatischen Erlebnissen gefallen war, und wie ihm dies gelingt, wird kaum und darüber hinaus zu schnell erzählt.
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Kritik: The King - Mit Elvis durch Amerika [2017]
In seiner ungewöhnlichen Dokumentation The King - Mit Elvis durch Amerika versucht Filmemacher Eugene Jarecki, sich dem Mythos Elvis Presley, etwas mehr als 40 Jahre nach dessen Tod, zu nähern. Dafür besucht er Stationen aus dessen Leben, spricht mit Zeitzeugen sowie Weggefährten. Er lädt Musiker und Stars ein, in Elvis‘ 1963er Rolls Royce Platz zu nehmen, in dem er seinen Road-Trip durch das meist ländlich geprägte Amerika unternimmt. Herausgekommen ist ein durchaus sehenswertes Porträt – mehr eines Landes als das einer Person.
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Kritik: Tulpenfieber [2017]
Das Epochendrama Tulpenfieber erzählt von unerfüllten Sehnsüchten im Goldenen Zeitalter der Niederlande des 17. Jahrhunderts. Gut gespielt und sehenswert ausgestattet, kann sich Regisseur Justin Chadwick allerdings nicht so recht entscheiden, ob er ein ergreifendes Drama oder eine Satire auf die Oberflächlichkeit der Gesellschaft erzählen möchte. Und was beinahe schwerer wiegt: Eine knisternde Stimmung kommt zwischen dem jungen Liebespaar leider nie auf.
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Kritik: Ready Player One [2018]
Es klingt, als könne es nicht zusammenpassen, wenn eine Texttafel zu Beginn von Steven Spielbergs Ready Player One darüber informiert, dass der Film in Columbus, Ohio im Jahr 2045 spielt, während gleichzeitig „Jump“ von Van Halen (erschienen 1984) aus den Lautsprechern ertönt. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Ernest Cline, ist die Romanadaption gleichermaßen eine liebevolle Hommage an die 1980er-Jahre und ein actiongepackter Science Fiction-Film, dessen Thema aktueller nicht sein könnte.
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Kritik: Das Zeiträtsel [2018]
Ava DuVernays Fantasy-Film Das Zeiträtsel handelt von der Teenagerin Meg, die sich mit ihrem Bruder Charles Wallace und Mitschüler Calvin auf ein Abenteuer begibt, das sie auf fremde Welten führt, um ihren vor vier Jahren verschwundenen Vater zu finden. Das klingt, als wäre die lange erwartete Romanverfilmung ein inspirierendes Fantasy-Epos und es ist unbestritten, dass die Filmemacher genau das im Sinn hatten. Nur leider ist das Ergebnis weder das eine, noch das andere.
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Kritik: Die Nacht der Nächte [2017]
In ihrer Dokumentation Die Nacht der Nächte stellen die Regisseurinnen Yasemin und Nesrin Şamdereli vier Paare vor, die jeweils seit mehr als 50 Jahren zusammen sind. In einer Zeit, in der es schwierig genug scheint, vier Paare zu finden, die zusammengerechnet so viele gemeinsame Jahre verbracht haben, gehen sie der Frage nach, weshalb diese vier so unterschiedlichen Verbindungen so lange gehalten und wie sie überhaupt zueinander gefunden haben. Das ist ebenso interessant wie berührend. Und vor allem auch ermutigend.
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Kritik: Auslöschung [2018]
Autor und Regisseur Alex Garland konnte mit dem beeindruckenden Science-Fiction-Drama Ex Machina einen respektablen kommerziellen und künstlerischen Erfolg verbuchen.Obgleich Auslöschung nicht ganz das Potential seiner faszinierenden Geschichte und talentierten Darsteller ausschöpft, gelingt dem Filmemacher erneut ein ungewöhnlicher und an den richtigen Stellen überraschender Film, der allerdings nicht wenige Zuschauer enttäuschen könnte.
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Buchkritik: Avengers of the Moon: A Captain Future Novel [2017] - Allen Steele
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war ein goldenes Zeitalter für die Entdeckung des Weltraums – ohne dass irgendjemand tatsächlich dorthin gereist wäre. Leser konnten zu jener Zeit dem Alltag auf Abenteuer zu vielen fremden Welten entfliehen. Einer der frühen Helden jener Zeit prägte den Begriff der Weltraum-Seifenoper maßgeblich mit: Captain Future. In Avengers of the Moon modernisiert Autor Allen Steele die Figur und ihr gesamtes Universum. Dass er dem Quellmaterial dabei treu bleibt, den Charakteren Tiefe verleiht, ohne sie nachhaltig zu verändern, ist nicht nur eine Überraschung, es ist ihm hoch anzurechnen.
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Kritik: Pacific Rim: Uprising [2018]
Man mag sich fragen, was eine Fortsetzung zu Guillermo del Toros farbenfrohem Science-Fiction-Kracher Pacific Rim, in dem hochhaushohe Roboter interdimensionale Monster verprügelt und dabei ganze Landstriche dem Erdboden gleichgemacht haben, bieten kann, außer mehr vom selben. Nicht sehr viel, wie es scheint. Pacific Rim: Uprising fehlt nicht nur das erzählerische Gewicht des Filmemachers merklich und schmerzlich. Teil zwei mutet stellenweise beinahe an wie eine Parodie.
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Kritik: Tomb Raider [2018]
Zu behaupten, Tomb Raider von Regisseur Roar Uthaug wäre die beste Filmumsetzung der langjährigen Videospielreihe oder überhaupt die beste Verfilmung einer Vorlage dieses Mediums, sagt für sich genommen nicht viel aus. Tatsache ist, dass der Action-Fantasy-Film mit Alicia Vikander in der Hauptrolle merklich düster ausfällt, was jedoch nicht bedeutet, dass man hier keinen Spaß haben kann. Das gilt sowohl für Kenner der Vorlage als auch für diejenigen, die auf der Suche nach einem Abenteuer mit einer starken Heldin sind.
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Kritik: Suburbicon – Willkommen in der Nachbarschaft [2017]
Sieht man sich hinterher die Vorschau zu Suburbicon – Willkommen in der Nachbarschaft an, dann kommt einem unweigerlich die Frage in den Sinn, ob das der Film ist, den Regisseur George Clooney an sich machen wollte, und darauf aufbauend, was aus dem beworbenen Film geworden ist. Was anmutet wie eine skurrile, schwarzhumorige Satire vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Vorstadtidylle der 1950er-Jahre, ist stattdessen ein schleppend und konfus erzählter Schlamassel.
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Kritik: Peter Hase™ [2018]
Seit mehr als einem Jahrhundert begeistert das halbe Dutzend Abenteuer von Peter Hase der britischen Autorin Beatrix Potter Kinder auf der ganzen Welt. Mit Peter Hase™ wird der bekannte Stoff als Mischung aus Real- und Animationsfilm nun neu aufgelegt. Damit einher geht nicht nur ein modernisiertes Äußeres, sondern auch ein deutlich höheres Erzähltempo. Dennoch verbirgt sich dahinter eine kindgerecht dargebrachte Aussage, und die Geschichte hat das Herz am rechten Fleck.
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Kritik: Der Hauptmann [2017]
Auch wenn Robert Schwentkes Der Hauptmann auf wahren Ereignissen basiert, sein Drama ist nicht als historisch korrekte Rekonstruktion des „Henkers vom Emsland“ zu verstehen. Der Filmemacher widmet sich stattdessen Abgründen, die in verschiedenen Teilen der Gesellschaft selbst liegen, und führt seinem Publikum vor Augen, in welchem Zustand Deutschland nur wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs zumindest in gewisser Hinsicht und ungeachtet des ungebrochenen Befehlsgehorsams war.
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Kritik: Kubo – Der tapfere Samurai [2016]
Bereits die ersten Minuten von Kubo – Der tapfere Samurai verzaubern gleichermaßen durch die fantasievolle Umsetzung wie den einzigartigen Look des ungewöhnlichen Animationsfilms. So ist es umso tragischer, dass es Regisseur Travis Knight nicht gelingt, eine ebenso stimmige Geschichte zu erzählen. Was er präsentiert lässt zwar erahnen, dass es hier viel mehr zu entdecken gibt, aber die vielen Lücken machen es schwer, sich darin zu verlieren.
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Kritik: Young Adult [2011]
Abseits seiner fantastischen Hauptdarstellerin sowie einiger feiner Details betreffend ihre Charakterisierung, ist Jason Reitmans Young Adult eine überraschend und enttäuschend oberflächliche Tragikomödie. Dies bezieht sich gleichermaßen auf den Drama-Aspekt, der von Drehbuchautorin Diablo Cody bedeutsamer angedeutet wird, als er eigentlich ist, aber auch auf den Humor, der nur selten so bissig ausfällt, wie er für die Figuren im Grunde passend wäre.
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Kritik: Game Night [2018]
Man kann bei Game Night förmlich sehen, wie die sympathische Besetzung und die abstruse Story zusammenpassen. Wie es „Klick“ macht und eine aberwitzige Action-Komödie ergibt – nur dass genau das nie passiert. Trotz der mitunter einfallsreichen und an sich gelungenen Inszenierung funktioniert das Gezeigte schlichtweg nicht. Das liegt an der Geschichte selbst, aber auch daran, dass der Erzählfluss in regelmäßigen Abständen vollkommen zum Erliegen kommt.
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Kritik: Call Me by Your Name [2017]
Die Leinwand-Adaption von André Acimans preisgekröntem Roman Ruf mich bei deinem Namen als behutsame Liebesgeschichte zwischen zwei Männern zu beschreiben, würde den Film in eine Kategorie einordnen, die insbesondere in unserer Zeit keine Rolle spielen sollte. Call Me by Your Name von Regisseur Luca Guadagnino ist eine behutsam erzählte und sinnlich bebilderte Liebesgeschichte. Dass sie zwischen zwei Männern stattfindet, ist nur ein Aspekt und erfasst die facettenreich dargebrachte Entwicklung der 17jährigen Hauptfigur Elio nur zum Teil.
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Kritik: Lady Bird [2017]
Wer bei Greta Gerwigs Lady Bird ein extrovertiertes Drama mit hochemotionalen Konfrontationen erwartet, wird enttäuscht werden. Die Coming-of-Age-Geschichte um die 17jährige Christine, die sich im letzten Jahr auf der High School fragt, was das Leben für sie bereithält, ist fantastisch gespielt und auf eine Art erzählt, als würde die Regisseurin als Beobachterin in das Leben ihrer Figuren treten. Doch bewegt der Film sein Publikum inhaltlich weniger als es die starken Frauenfiguren sollten.
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Kritik: Die Mumie [2017]
Statt sich bei der Neuauflage von Die Mumie darum zu bemühen, einen unterhaltsamen und in sich stimmigen Fantasy-Film zu erzählen, sind die Macher um Regisseur Alex Kurtzman darauf aus, ein neues Comic-Franchise für das produzierende Studio zu starten. So vielfältig sind die Referenzen auf dieses Dark Universe, dass wohl nicht auffallen soll, wie wenig Spaß diese Neuauflage der bekannten Geschichte macht. Das ist am Ende so enttäuschend wie es sich anhört.
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Buchkritik: Der Fall Moriarty [2014] - Anthony Horowitz
Nach seinem Sherlock Holmes-Roman Das Geheimnis des weißen Bandes präsentiert Autor Anthony Horowitz mit Der Fall Moriarty einen Crime-Thriller, der sich mit der Titel gebenden Nemesis des Baker Street-Anwohners beschäftigt, obwohl dieser die längste Zeit über durch Abwesenheit glänzt. Dabei ist es die große Wendung zum Schluss, die einem das Lesevergnügen im Nachhinein beinahe nimmt. Nicht, weil sie nicht stimmig wäre, sondern weil man das Gefühl bekommt, dass man seine Sympathien vollkommen umsonst investiert hat.
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Kritik: Black Panther [2018]
Mit Black Panther bekommt der erste Comic-Held des Marvel Cinematic Universe einen Solo-Film, nachdem er bereits in einem Avengers-Abenteuer aufgetreten ist. Nach seinem Debüt in Captain Americas The First Avenger: Civil War widmen sich die Macher hier den Hintergründen des Black Panther, verknüpfen sie aber erstaunlich wenig mit dem ansonsten so engmaschig verwobenen Comic-Universum. Dank des tollen Humors und der starken Figuren macht das dennoch – und auch Gelegenheits-Zuschauern der Marvel-Filme – Spaß.
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Kritik: Fifty Shades of Grey - Befreite Lust [2018]
Mit Befreite Lust steuert die Fifty Shades of Grey-Reihe nach eigenen Worten ihrem Höhepunkt entgegen. So ergibt es sich, dass man nach den ersten 10 Minuten den dritten Song zu hören bekommt, der den gezeigten Personen und Umgebungen das passende Ambiente eines Musikvideos verleiht, die zweite Sex-Szene angedeutet ist und man nicht den letzten Dialog hört, bei dem man sich mit den Augen rollend fragen muss, wer um alles in der Welt so etwas zu Papier, geschweige denn auf die Leinwand bringt. Oder kurzum: Auch beim dritten Teil bleibt alles beim Alten.
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Kritik: Shape of Water - Das Flüstern des Wassers [2017]
Guillermo del Toros Shape of Water - Das Flüstern des Wassers ist ein wunderschönes, in bester Manier klassisches Noir-Märchen, falls es letzteres überhaupt gibt. Der Filmemacher erzählt eine Fantasy-Geschichte, die durch eine fantastische Bildersprache besticht. Er ist in so vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass es umso tragischer ist, dass der Film einem großen Publikum wird vorenthalten bleiben, denn dafür ist er schlicht zu speziell.
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Kritik: Die Verlegerin [2017]
Mit der Nacherzählung von wahren Begebenheiten im Frühsommer 1971 könnte Steven Spielbergs Die Verlegerin aktueller kaum sein. Dies macht es umso erstaunlicher, dass der Filmemacher die Bedeutung seines Filmes nicht mehr unterstreicht. Für ein Projekt, das Spielberg so wichtig war, dass er alle Hebel in Bewegung setzte, um es in so kurzer Zeit zu verwirklichen, kommt der biografische Nachrichten-Krimi darüber hinaus ohne spürbare Momente aus, die der Regisseur in anderen Werken so unvergleichlich auf die Leinwand brachte.
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Kritik: Alles Geld der Welt [2017]
Ridley Scotts Alles Geld der Welt ist ein Film, der noch vor Kinostart die mediale Aufmerksamkeit aus den falschen, wenn auch keineswegs weniger wichtigen Gründen bekam. Nach den im Herbst 2017 öffentlich gewordenen Missbrauchsvorwürfen durch Darsteller Kevin Spacey, drehte Regisseur Scott dessen Szenen als J. Paul Getty mit Christopher Plummer in Windeseile neu. Ob der Film dadurch gewinnt, oder verliert, sei dahingestellt, denn so beeindruckend das Ergebnis angesichts der Umstände zweifelsohne ist, die Schwachpunkte des Thriller-Dramas liegen an anderer Stelle.
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Kritik: Downsizing [2017]
Downsizing ist ein Film mit einer interessanten und vielversprechenden Grundidee, der jedoch in keinem einzigen Moment der mehr als zweistündigen Laufzeit funktioniert. Das liegt zum größten Teil daran, dass sich der mehrfach Oscar-prämierte Regisseur Alexander Payne nicht entscheiden kann, was für eine Geschichte er erzählen möchte. Die Prämisse dient ihm hier nur als Hintergrund, den er die längste Zeit über sogar selbst ausblendet.
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Kritik: Der seidene Faden [2017]
Noch bevor Paul Thomas Andersons Der seidene Faden in die Kinos kam, machte die Produktion damit Schlagzeilen, dass die Rolle des fiktiven Modeschöpfers Reynolds Woodcock wohl Daniel Day-Lewis’ letzte sein würde. Der mehrfache Oscarpreisträger entschied sich, seine Karriere zu beenden. Dass er einer der begnadetsten – nicht nur seiner Generation – ist, beweist er auch hier. Und auch Regisseur Anderson bleibt sich treu, denn sein Liebesdrama eignet sich nur für ein sehr spezielles Publikum.
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Kritik: Baby Driver [2017]
Spätestens, wenn sich der Abspann dem Ende neigt, stellt man bei Edgar Wrights Baby Driver mit Bedauern fest, dass es wohl nie ein vollständiges Soundtrack-Album zum Film geben wird. Das ist schon deshalb tragisch, weil sein in der Machart ungewöhnlicher Action-Krimi die Musik auf eine so lebendige Weise einbindet, dass man sie danach nicht mehr auf dieselbe Art wird wahrnehmen können, wie zuvor. Bilder und Musik verleihen sich gegenseitig einen Rhythmus, der im besten Sinne des Wortes ansteckend ist.
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Kritik: Wonder Woman [2017]
Bedenkt man die letzten im Universum von DC Comics angesiedelten Superhelden-Verfilmungen, dann ist es allein schon ein Kompliment zu sagen, dass der seit vielen, vielen Jahren erwartete Wonder Woman letztendlich ein ganz „normaler“ Comic-Film ist. Das schließt sowohl die leichtfüßige Unterhaltung als auch einen Bösewicht mit ein, der so farblos ist wie das Finale auf Computertricks reduziert. Was Patty Jenkins Film allerdings auszeichnet ist ein Charme, der sich nur schwer mit Worten greifen lässt.
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Kritik: Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen [2017]
Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen ist eine mitunter berührende, nie kitschige und inspirierende Biografie um drei farbige Frauen, die eine zentrale Rolle bei einer der größten wissenschaftlichen Meilensteine des vergangenen Jahrhunderts gespielt haben. Regisseur Theodore Melfi erzählt ihre Geschichte mit einem Feingefühl, dass es umso ärgerlicher ist, wie sehr ein einzelnes Element viel vom Flair des Historiendramas kaputtmacht und dass die Figuren insgesamt nur wenig Tiefe verliehen bekommen.
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Kritik: Greatest Showman [2017]
Greatest Showman ist ein waschechtes Filmmusical, in dem Filmemacher Michael Gracey die Story durch die Songs erzählt. Was er dabei allerdings aus den Augen verliert ist, welche Geschichte er eigentlich erzählen möchte. Was als Biografie von Hauptfigur Phineas Taylor Barnum beginnt, lässt nicht nur die umstrittenen Seiten dieser Person außen vor, sondern kümmert sich über weite Strecken um andere Figuren, so dass er stellenweise wie eine Randfigur seiner eigenen Show erscheint.
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Kritik: Die dunkelste Stunde [2017]
Die dunkelste Stunde von Joe Wright ist keine Biografie des britischen Staatsmanns Winston Churchill. Vielmehr zeichnet der Filmemacher anhand weniger Wochen im Jahr 1940 das Porträt eines Mannes, der zu keiner schwierigeren Zeit an die Macht hätte kommen können und sich gleichermaßen so isoliert in seinem Amt sah, dass er an sich zum Scheitern verurteilt war. Zuzusehen, weshalb er es nicht tat, ist nicht nur lehrreich, sondern inspirierend.
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Kritik: Three Billboards outside Ebbing, Missouri [2017]
Auch wenn Martin McDonaghs Three Billboards outside Ebbing, Missouri viel trockenen Humor bietet, ist es keine Komödie. Obwohl ein Verbrechen im Zentrum steht, ist es kein Krimi. Der Filmemacher erzählt mit einem bewundernswerten Gespür von einer Mutter, die einen Weg sucht, mit ihrer Trauer um den Verlust ihrer Tochter und der Wut auf die Person, die sie ihr genommen hat, umzugehen. Es ist ein Film voller großartiger Darbietungen und einer Stimmung, die gleichermaßen den Erzählrhythmus definiert, wie sie nachwirkt.
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Kritik: Wunder [2017]
Stephen Chboskys erstaunlich leichtfüßiges Drama Wunder, basierend auf dem Roman von R. J. Palacio, handelt von dem 10jährigen Augustus "Auggie" Pullman, der auf Grund der Spuren, die dutzende Operationen in seinem Gesicht hinterlassen haben, in der Schule gehänselt wird. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie die dahinter liegende Botschaft unter klischeehaft kitschigen Aussagen hätte verschüttet gehen können. Aber nicht nur, das all dies nicht der Fall ist, Auggies Geschichte ist einer der besten Filme des Kinojahres 2017 – und sogar noch mehr als das.
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Buchkritik: Origin [2017] - Dan Brown
In Origin begibt sich Autor Dan Browns Harvard-Professor und Symbologe Robert Langdon auf die Suche nach dem Ursprung des Lebens. Zwar rückt er letztendlich keine bahnbrechend neuen Theorien in den Mittelpunkt, verpackt sie jedoch wie gewohnt in eine Schnitzeljagd, während der man interessante Hintergründe und Details über Kunst, Architektur und moderne Technologie erfährt. Doch so unterhaltsam dies alles ist, es ist nur selten wirklich packend.
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Kritik: Ich - Einfach unverbesserlich 3 [2017]
Ich - Einfach unverbesserlich 3 fühlt sich an wie der dritte Film einer Reihe, deren Hauptfigur nie der eigentliche Star der Show gewesen ist. Das waren schon seit jeher die gelben, großäugigen und tollpatschigen Gehilfen des einstigen Superschurken. Diese Minions spielen hier jedoch eine bedeutend unwichtigere Rolle. Was die Enttäuschung so groß macht ist die Tatsache, dass die Macher in den ersten Minuten des Abspanns eine Story skizzieren, die bedeutend interessanter klingt als alles, was den Rest des Films über geschieht.
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Kritik: Verleugnung [2016]
Die Story von Mick Jacksons Verleugnung klingt so absurd, dass es nicht schwerfällt zu akzeptieren, dass sie tatsächlich geschehen ist. Die amerikanische Gelehrte Deborah Lipstadt wird von dem britischen Holocaust-Leugner David Irving verklagt, weil sie ihn in ihrem Buch genau das nennt. Vor einem britischen Gericht muss sie mit ihren Anwälten nicht nur Belege finden, dass Irving absichtlich historische Fakten falsch auslegt, sondern dass der Holocaust auch stattgefunden hat. Das ist stellenweise bewegend, wird dem Thema jedoch nicht vollumfänglich gerecht.
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Kritik: American Werewolf [1981]
Kaum ein Film hat das Horror-Genre um das Fantasywesen der Werwölfe so geprägt wie John Landis' American Werewolf. Dabei erzählt das vom Regisseur geschriebene Drehbuch keinen geradlinigen Monster-Horror, sondern vielmehr eine Komödie. Während manches davon heute ebenso gut funktioniert wie damals, als das Herzensprojekt des Filmemachers in die Kinos kam, sind andere Aspekte nicht so gut gealtert. Fans des Übernatürlichen werden allerdings immer noch bestens unterhalten.
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Kritik: Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi [2017]
Wenn eines bereits nach den ersten Minuten von Die letzten Jedi deutlich wird, dann, dass Regisseur Rian Johnson genau weiß, was Fans von einem Star Wars-Film erwarten. Die Eröffnungssequenz allein stellt viele andere Science Fiction-Franchises in den Schatten und bietet dennoch nur einen Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Episode VIII fühlt sich dabei mehr noch als sein Vorgänger, Das Erwachen der Macht, wie der Neubeginn eines neuen, großen Kapitels der vor inzwischen 40 Jahren begonnenen Weltraumsaga an.
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Kritik: Jumanji: Willkommen im Dschungel [2017]
Jumanji: Willkommen im Dschungel nimmt die Grundidee, dass die Hauptfiguren in ein Videospiel "transportiert" werden und sich dort bewähren müssen, um zurück in die wirkliche Welt zu kommen, mit allen Klischees auf, die dazugehören. Aber da sich Regisseur Jake Kasdan all dessen wohl bewusst ist, gehören diese Dinge zum Konzept von Jumanji und tragen sogar zum Unterhaltungswert bei. Der ist überraschenderweise ungemein größer, als man vielleicht vermuten würde.
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Kritik: Elliot, der Drache [2016]
Mit Elliot, der Drache modernisiert Filmemacher David Lowery die Idee des inzwischen vierzig Jahre alten Familienfilms Elliot, das Schmunzelmonster. Er tut dies auf eine Art und Weise, dass das Remake für sich selbst steht mit einem eigenen Look und einer Geschichte, in der erfreulicherweise dem Zielpublikum entsprechend die Kinder und nicht die Erwachsenen im Mittelpunkt stehen. Ältere Zuseher mögen das Geschehen vielleicht als (zu) zahm empfinden, doch treffen die rührenden Momente dennoch ins Schwarze.
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Kritik: A Cure for Wellness [2016]
Es ist heutzutage überaus selten, einen von einem großen Studio produzierten Film zu sehen, der nicht einer bekannten Formel folgt, nicht auf einem Comic oder einem Buch basiert und eine eigenständige Geschichte erzählt. Gore Verbinskis A Cure for Wellness ist dabei so speziell, dass er in keinem Fall ein breites Publikum anspricht. Aber das bedeutet nicht, dass er nicht sehenswert wäre. Interessierte sollten nur damit rechnen, etwas gezeigt zu bekommen, das einem in surrealen Bildern eingefangenen Alptraum entspricht.
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Kritik: Flatliners [2017]
Niels Arden Oplevs Flatliners ist ein Remake, das Joel Schumachers Neo-Noir-Sci-Fi-Horror-Thriller-Original aus dem Jahr 1990 nichts hinzufügt. Doch so vieles es an dem nur mäßig spannenden und oft absehbaren Horror-Film zu kritisieren gibt, es sind überwiegend Punkte, die ihn zur Mittelmäßigkeit verdammen, und nicht in Gefilde abstürzen lassen, aus denen es keine Wiederkehr gibt. Das Ergebnis ist ein Film, bei dem man sich spätabends nicht ärgern wird, wenn man zufällig einschält. Ein zweites Mal wird man das eher nicht.
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Kritik: Coco - Lebendiger als das Leben! [2017]
In ihrem 19. Spielfilm begeben sich die Animationskünstler von Pixar auf eine kulturelle Reise nach Mexiko zum "Tag der Toten". Das Abenteuer, das sie erzählen, rückt einmal mehr die Familie in den Vordergrund und dass man seine Träume verfolgen soll, um glücklich zu werden. Das ist nicht neu, aber nichtsdestoweniger wahr und so entwickelt Coco - Lebendiger als das Leben! eine gelungene Atmosphäre, bei der es Spaß macht, dem Geschehen auf der Leinwand zuzusehen. Nur berührt das nie so sehr, wie es sollte – oder möchte.
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Kritik: Detroit [2017]
Dass es Filmemacherin Kathryn Bigelow meisterhaft versteht, ihr Publikum mitten in das Geschehen zu versetzen, hat sie nicht erst mit Zero Dark Thirty und Tödliches Kommando - The Hurt Locker unter Beweis gestellt. Im Thriller-Drama Detroit porträtiert sie einen Moment der wohl beinahe in Vergessenheit geratenen, jüngeren amerikanischen Geschichte, als sich Rassenunruhen in der Titel gebenden Stadt im Juli 1967 in einem unvorstellbaren Alptraum zugespitzt haben. Dem beizuwohnen ist auf eine tragische Art aktuell, aber gleichzeitig beunruhigend und erschütternd.
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Kritik: Girls Trip [2017]
Girls Trip von Regisseur Malcolm D. Lee ist eine Komödie, die angeblich zeigen soll, dass Frauen ebenso Party machen können wie Männer. Nämlich mit reichlich Alkohol und permanenten Witzen über (meist männliche) Geschlechtsorgane oder das, was man mit diesen anstellen kann. Das Ergebnis ist ein Film, der wohl selbst bei einem Mädelsabend nur dann zu ertragen ist, wenn die "Mädels" nicht hinsehen, oder -hören.
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Kritik: A Ghost Story [2017]
Obwohl man den Titel bei A Ghost Story durchaus wörtlich nehmen sollte, handelt es sich bei David Lowerys Werk nicht um einen Gruselfilm. Er erzählt in einzigartigen Bildern und mit einer kaum vorhersehbaren Struktur ein Drama, das die Themen Verlust, Zeit, das Loslassen, Liebe und die Existenz an sich umspannt. Das ist Kunst, die in einer Schlüsselszene unnötigerweise mit Worten erklärt wird, als wäre sich der Filmemacher selbst nicht sicher, ob seine Botschaft sonst verstanden wird.
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Kritik: Die Schöne und das Biest [2017]
Bill Condons Die Schöne und das Biest ist keine Adaption der französischen Märchenvorlage, sondern eine Realverfilmung des gleichnamigen Disney-Zeichentrickklassikers aus dem Jahr 1991, der als erster Animationsfilm sogar für den Oscar als bester Film nominiert worden war. Dementsprechend sind Bühnenbild, Kostüme und Songs großteils wortwörtlich übernommen. Doch was die Filmemacher bedauerlicherweise nicht zu kopieren vermögen ist der Charme des Originals.
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Kritik: Das 9. Leben des Louis Drax [2016]
Es mag den Anschein haben, als wäre Das 9. Leben des Louis Drax ein Mystery-Drama um den gleichnamigen Jungen, der von einer Klippe fällt, zwei Stunden lang tot ist und dann doch wieder lebt. Doch im Kern erzählt Alexandre Ajas Film von einer zutiefst gestörten Person, die erschreckend gefährlich ist. So chic das visuell verpackt ist, es tröstet nur bedingt darüber hinweg, dass der Filmemacher den Fokus viel zu spät auf die damit gemeinte Figur lenkt.
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Buchkritik: Extinction [2011] - Kazuaki Takano
Extinction von Autor Kazuaki Takano ist sein erstes Werk, das ins Englische übersetzt worden ist. Angesichts der internationalen Story dürften die Chancen nicht schlecht stehen, dass auch dieses Werk – wie vorige von ihm – verfilmt und auf die große Leinwand gebracht wird. Doch so interessant die Grundidee dabei ist und so packend sie mitunter erzählt wird, so technisch ist sie an anderen Stellen und so vergleichsweise unbefriedigend die Auflösung.
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Kritik: Happy Deathday [2017]
Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass jemand, der sich einen Film wie Happy Deathday ansieht, nicht im Vorfeld weiß, worum es geht. Immerhin ist die Prämisse das größte Verkaufsargument von Christopher Landons Thriller-Horror. Dass die düstere Variante von Und täglich grüßt das Murmeltier, in der die Studentin Tree ihren Todestag wieder und wieder erlebt, überraschend gut funktioniert, liegt vor allem an der gelungenen Umsetzung – und der Tatsache, dass die Filmemacher bewusst mit der absurden Idee spielen.
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Kritik: Mord im Orient Express [2017]
So interessant sich die Aussicht einer Kinoadaption des inzwischen bereits viermal verfilmten Agatha Christie-Krimis Mord im Orient Express aus der fähigen Hand von Kenneth Branagh anhört, so ernüchternd war der Einblick, welche die Vorschau vermittelte. Umso erfreulicher ist es, dass Branagh, der neben der Regie auch die Hauptrolle übernimmt, den unverwechselbaren Charakter der Romanvorlage behält und den besten Hercule Poirot zum Leben erweckt, den es in beinahe 40 Jahren auf der Leinwand zu sehen gab.
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Kritik: BFG: Big Friendly Giant [2016]
Basierend auf dem 1982 veröffentlichten Kinderbuch Sophiechen und der Riese von Autor Roald Dahl erschuf, erzählt Regisseur Steven Spielberg von dem Waisenmädchen Sophie, das auf einen großen, freundlichen Riesen trifft, den BFG: Big Friendly Giant. Herausgekommen ist ein Kinderfilm, der für ein ganz junges Publikum sicher etwas zu lang geraten ist, aber das Herz am rechten Fleck hat.
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Kritik: Der Tod steht ihr gut [1992]
Es gibt bei Robert Zemeckis' schwarzhumoriger Satire Der Tod steht ihr gut selbst bei wiederholtem Ansehen so vieles zu entdecken, dass es beinahe so ist, als würde man den Film zum ersten Mal sehen. Dabei fördert der Filmemacher das komödiantische Talent von zwei bekannten Hollywood-Stars zutage, denen man dies bis dahin nicht zugetraut hatte. Das ist nicht nur überraschend und amüsant, sondern erstaunlich zeitlos und in den Aussagen teils so böse, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
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Kritik: Spuren von Rot [1992]
Spuren von Rot ist ein Crime-Thriller aus demselben Jahr, in dem das so prüde Hollywood mit Basic Instinct bewies, dass es das Publikum doch noch schocken konnte. Auch Andy Wolks Film wartet mit einigen Erotikszenen auf, die jedoch ebenso wie der Rest weit hinter Paul Verhoevens Skandal-Thriller zurückbleiben. Dennoch besitzt der wendungsreiche Film einen nicht zu leugnenden Charme, auch dank der Besetzung, der es jedoch nicht gelingt, das Flair einer Videoproduktion abzuschütteln.
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Kritik: Thor: Tag der Entscheidung [2017]
Wollte man angesichts der schieren Anzahl der Marvel-Comic-Filme seit Iron Man einen Überblick behalten, welche Figuren wo Auftritte hatten, es würde vermutlich ein halbes Lexikon füllen. Glücklicherweise erkennt Regisseur Taika Waititi für den dritten beinahe-Solo-Auftritt um den Hammer schwingenden Donnergott in Thor: Tag der Entscheidung, dass die Geschichte auch ohne ein detailliertes Vorwissen funktionieren sollte. Dass er sich außerdem entscheidet, eine Action-Komödie zu erzählen, ist der größte Glücksgriff von allen.
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Kritik: Geostorm [2017]
Wer nach der ersten Hälfte von Geostorm aufhören würde, könnte die negative Aura, die Dean Devlins Spielfilmregiedebüt umgibt, kaum verstehen. Nicht nur die wenig überzeugenden Bilder der Filmvorschau sorgten für die negative Grundstimmung, sondern auch Berichte um Nachdrehs oder die Tatsache, dass der Film seit beinahe zwei Jahren so gut wie fertiggestellt ist. Doch dann beginnt die zweite Hälfte und plötzlich sieht man alle Befürchtungen bestätigt.
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Kritik: Life [2017]
Eindeutig vom Genre prägenden Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt inspiriert, beweist Regisseur Daniel Espinosa mit Life, dass auch vertraut klingende Geschichten unterhalten können. So atmosphärisch das umgesetzt ist, so durchweg vorhersehbar ist es nur leider auch. Bis hin zu einem unnötig klischeehaften Ende. Genrefans können sich dabei allerdings durchweg gut unterhalten lassen.
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Kritik: John Wick: Kapitel 2 [2017]
Es hat anfangs durchaus den Anschein, als hätten die Verantwortlichen hinter John Wick: Kapitel 2 ihre Hausaufgaben gemacht und wären darum bemüht, die Fortsetzung in den Bereichen besser zu machen, in denen der erste Teil enttäuschte. Doch all das nützt nichts ,wenn der zweite Teil der Reihe nach dem bekannten Schema abläuft und den goldenen Hollywood-Weisheiten für Fortsetzungen entsprechend lediglich von allem mehr, anstatt auch etwas Neues präsentiert.
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Kritik: Girl on the Train [2016]
Im besten Fall wirkt der Krimi Girl on the Train wie die Hochglanzversion eines TV-Films. Dass er keine wirklich schlechten Momente besitzt, bedeutet allerdings nicht, dass die guten zahlreich wären. Basierend auf dem Roman von Paula Hawkins erzählt der Krimi eine vollkommen andere Geschichte als die Filmvorschau suggeriert. Das Ergebnis ist von durchaus bekannten Darstellerinnen und Darstellern ansprechend verkörpert, nur machen die Figuren und ihre Entscheidungen zunehmend wütend.
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Kritik: Fifty Shades of Grey: Gefährliche Liebe [2017]
Die gute Nachricht zur Fortsetzung von Fifty Shades of Grey, Fifty Shades of Grey: Gefährliche Liebe, ist, dass der Film nach dem ersten Teil nicht enttäuscht. Allerdings nur, sofern man wieder ein inhaltsleeres, in Hochglanzbildern eingefangenes und gähnend langweiliges Pseudo-Drama mit einigen Erotikeinlagen erwartet. Von letzteren sind hierbei zwar einige mehr zu sehen und man könnte auch sagen, dass sie "prickelnder" wären, wäre die Stimmung zwischen den beiden Hauptfiguren nicht unterkühlter als ein Eisberg.
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Kritik: Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding [1999]
Über weite Strecken gibt es in Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding keine einzige Figur, der man es als Zuseher gönnen würde, die aberwitzige Geschichte unbeschadet zu überstehen. Am Ende findet Regisseur Peter Thorwarth die bestmögliche Auflösung für eine stellenweise temporeiche und so haarsträubende Komödie, in der man in manchen Momenten aus dem Lachen kaum mehr herauskommt – vorausgesetzt, man besitzt eine ganz bestimmte Art von Humor.
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AV Visionen veröffentlicht Staffel 1 der preisgekrönten Serie 4 Blocks Anfang Dezember
Fans düsterer Gangster-Unterhaltung im Stile von Die Sopranos [1999-2007] werden dieses Jahr ein frühes Weihnachtsfest erleben. Anfang Dezember erscheint die erste Staffel der vielgelobten und auf der Berlinale 2017 gefeierten TNT-Produktion 4 Blocks von AV Visionen für das Heimkino. Wer sich damit die Wartezeit auf die im Mai 2018 startende neue Staffel verkürzen will, sollte den ungewohnten Blick auf Berlin-Neukölln mit vielversprechendem Bonusmaterial nicht verpassen …
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Kritik: Blade Runner 2049 [2017]
Zum 35-jährigen Jubiläum der Kino-Veröffentlichung von Blade Runner erzählt der Oscar-nominierte Regisseur Denis Villeneuve die Geschichte in Blade Runner 2049 weiter. Kenner des ersten Films erwartet die bestmögliche Fortsetzung, die man sich vorstellen kann. Die Tatsache, dass der Film derart in Einklang mit den Themen und der Präsentation des Vorgängers umgesetzt ist, bedeutet allerdings, dass er auch dieselben Schwächen besitzt, sofern man davon bei Scotts Film sprechen mag.
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Kritik: American Assassin [2017]
Wenn Filmemacher Michael Cuesta erklärt, dass er mit American Assassin einen Spionage-Thriller des neuen Jahrtausends inszenieren wollte, dann ist das keine Übertreibung. Der Leinwandeinstand des seit 1999 in mehr als einem Dutzend Romanen vielbeschäftigten CIA-Agenten Mitch Rapp erinnert dabei nicht von Ungefähr an 24 oder Homeland. Kenner jener Serien werden hier viele Elemente wiederentdecken – auch die weniger guten.
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Kritik: A Silent Voice [2016]
Während beim westlichen Publikum Animationsfilme meist als Unterhaltungsmedium für Kinder angesehen werden, gibt es eine solche Einschränkung bei fernöstlichen Anime-Filmen nicht. Basierend auf dem gleichnamigen, preisgekrönten japanischen Manga erzählt A Silent Voice die Geschichte eines Bullys, der Jahre später Erlösung sucht. Das eignet sich nicht für einen Kinderfilm und so richtet sich das sehenswerte Drama mit seiner Botschaft sowohl an Jugendliche als auch Erwachsene.
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Kritik: Kidnap [2017]
Im Entführungsthriller Kidnap kämpft Halle Berry als allein erziehende Mutter gegen die Entführer ihres Sohnes und es ist bemerkenswert, wie viel Energie sie offensichtlich in ihre Rolle packt. Dass der Film dem trotz einiger überraschend präsentierter Wendungen am Ende nicht gerecht wird, ist deshalb umso bedauerlicher, da aus der Idee ein durchaus packender Thriller hätte werden können.
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Kritik: Kong: Skull Island [2017]
In Kong: Skull Island kehrt eine neue Version von King Kong auf die Leinwand zurück und es wundert nicht, dass Jordan Vogt-Roberts' Actionabenteuer inhaltlich nicht allzu viel mit den bisherigen Geschichten um den riesigen Affen gemeinsam hat, sondern sich merklich anfühlt wie eine Comicverfilmung. Ist man sich dieser Tatsache jedoch bewusst, macht das Gezeigte durchaus Spaß. Nur ist es weder so poetisch getragen, noch so mitreißend wie andere Verfilmungen der Geschichte zuvor.
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Kritik: Allied: Vertraute Fremde [2016]
Filmemacher Robert Zemeckis hält sich in Allied: Vertraute Fremde so lange zurück zu entscheiden, was für eine Art Film er erzählt, dass wenn es schließlich soweit ist, das Publikum bereits das Interesse an den Figuren verloren hat. Angeführt von einer namhaften Darstellerriege, pendelt sich die Erzählung in mehreren Genres ein und fühlt sich offensichtlich in keinem wohl genug. Das Ergebnis ist – abgesehen von vielen und sehr offensichtlichen Trickeffekten – nur eingangs spannend und danach im besten Fall nicht langweilig.
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Kritik: Der Moment der Wahrheit [2015]
So bedenklich es um den investigativen Journalismus zu stehen scheint, so bemerkenswert war der Herbst / Winter 2015, wenn es um Filme zu eben diesem Thema geht. Während das preisgekrönte Drama Spotlight auf Grund der erschütternden Thematik im Rampenlicht stand, geriet Regisseur James Vanderbilts ebenso stark gespieltes Der Moment der Wahrheit zu Unrecht ins Hintertreffen. Dabei ist die Botschaft für unsere so von den Medien geprägte Welt, wichtiger denn je.
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Kritik: Das Morgan Projekt [2016]
In seinem Spielfilm-Regiedebüt Das Morgan Projekt beginnt Luke Scott, Sohn von Ridley Scott, durchaus vielversprechend und schart eine beachtliche Darstellerriege für einen solchen Genrefilm um sich. Doch die Idee versumpft in ebenso vorhersehbaren wie unlogischen Windungen der Story bis hin zu einer Auflösung, die Autor Seth W. Owen mit einer Überzeugung präsentiert, als wäre sie in irgendeiner Weise überraschend. Tatsächlich ist sie so früh absehbar, dass der Weg dorthin nur umso länger erscheint.
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Buchkritik: Grabesgrün [2008] - Tana French
Der Debütroman Grabesgrün der Kriminalautorin Tana French bringt alles mit sich, was man von fesselnden Krimigeschichten aus Großbritannien gewohnt ist: Interessante Figuren mit abgründigen Vergangenheiten, ein Mordfall, der mehr vermuten lässt, als auf den ersten Blick offensichtlich ist und viele falsche Fährten, die die Leserschaft lange im Dunkeln lassen. Doch was ihr Buch vor allem auszeichnet ist die Sprache selbst, die jedoch nur bedingt für ein Ende entschädigt, das etwas Zerbrechliches kaputt zu machen scheint, noch bevor es überhaupt sein Potential entfalten konnte.
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Buchkritik: Die Therapie [2006] - Sebastian Fitzek
Wie viele Psychothriller gibt Die Therapie von Sebastian Fitzek vor schlauer zu sein, als die Geschichte letztendlich ist. Dies beginnt bereits sehr früh, wenn die Frage aufgeworfen wird, ob alles vielleicht ganz anders ausgegangen wäre, hätte man sich an dieser Stelle anders entschieden. Auf eine solche Art und Weise zu erzählen kann gut gehen, wenn die Geschichte überraschend genug ist, um unvorhersehbar zu bleiben. Hier ist sie es leider nicht und so ist die Auflösung unerwartet absehbar.
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Kritik: Es [2017]
In seinen Werken beschreibt Stephen King oft diesen einen Sommer. Der Sommer, in dem die Jugendlichen in seiner Geschichte ihre Freundschaften aus der Kindheit pflegen und doch den ersten Schritt in das Erwachsensein gehen. Es wundert daher nicht, dass sich Es in manchen Momenten anfühlt, als würde man andere Verfilmungen von Kings Romanen ansehen und es gelingt Regisseur Andrés Muschietti gekonnt, das Gefühl jenes Sommers auf die Leinwand zu bringen. Zusammen mit einer der bösartigsten Horror-Figuren seit langem ist das nicht nur eine Überraschung, sondern auch sehenswert.
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Kritik: Cars 3: Evolution [2017]
Nach dem enttäuschenden Cars 2 verpflichtet Pixar für die Fortsetzung einen neuen Regisseur. Brian Fee, der mit Cars 3: Evolution sein Regiedebüt feiert, ist dabei die vielleicht beste Wahl, die das Animationsstudio treffen konnte. Er konzentriert die Geschichte wieder auf Lightning McQueen und den Autorennen, statt auf eine Agentenstory um den Abschlepptruck Mater. Mehr noch: Er erzählt einen Film, der wieder Aussagen für alle Altersgruppen trifft.
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Kritik: Victoria & Abdul [2017]
Obwohl Regisseur Stephen Frears in Victoria & Abdul mehr die Geschichte des jungen Bediensteten Abdul Karim als diejenige der britischen Königin Victoria erzählt, ist es Judi Denchs großartige Darbietung, die am meisten in Erinnerung bleibt. Das heißt nicht, dass Ali Fazal keine bemerkenswerte Auftritte hat, sondern lediglich, dass das eindrucksvoll ausgestattete, humorvolle Drama auf eine so unnachahmliche Weise von seiner Hauptdarstellerin geprägt wird, dass es einem den Atem nimmt.
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Kritik: Norman [2016]
Es gibt eine Szene in Norman, in welcher die Titel gebende Hauptfigur am Straßenrand steht und einen Fahrradfahrer beobachtet, der anstatt bei einer roten Ampel abzusteigen, aufrecht auf dem Fahrrad balanciert. Beobachtet man seinen Blick, dann ist es beinahe, als würde er sich selbst erkennen und es beschreibt am treffendsten, was Norman beruflich macht: Er balanciert Interessen. Dem zuzusehen ist dank der ausgezeichneten Darbietung von Richard Gere durchaus sehenswert.
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Kritik: Schlaflos in Seattle [1993]
Die romantische Komödie Schlaflos in Seattle um den um seine verstorbene Frau trauernden, alleinerziehenden Vater, dessen Sohn bei einer Radiosendung anruft und damit das Herz einer am anderen Ende des Landes lebenden Frau gewinnt, beginnt zaghaft. Doch je mehr Zeit man mit den Figuren verbringt, ihrem Weg zueinander folgt, umso mehr offenbart sich, welch feine Balance Filmemacherin Nora Ephron findet zwischen Romantik und Tragik sowie einem auf sanfte Weise berührenden Kitsch, der nie klischeehaft erscheint.
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Kritik: Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft [2017]
Elf Jahre nach der Oscar-gekrönten Dokumentation Eine unbequeme Wahrheit lädt der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, zu einem aktuellen Stand der Klimakrise ein. Die Dokumentation konzentriert sich dabei weniger auf die Ursachen der Klimaerwärmung, als auf die Auswirkungen und den geopolitischen Machtkampf, sich dieser Herausforderung zu stellen. Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft ist dabei nicht der angenehmste, vermutlich aber der wichtigste Film des Jahres.
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Kritik: Meine Cousine Rachel [2017]
Filmemacher Roger Michell adaptiert in Meine Cousine Rachel Daphne du Mauriers prägenden Roman aus dem Jahr 1951. Es ist ein Mystery-Thriller-Drama um eine gefährliche Liebesbeziehung, bei der man am Ende nicht weiß, ob sie überhaupt gefährlich war – oder gar eine Liebesbeziehung. Angesiedelt im England des 19. Jahrhunderts, lebt der Film von seiner Besetzung, allen voran Rachel Weisz in der Titel gebenden Rolle, über deren Schuld oder Unschuld man bis zuletzt rätselt.
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Kritik: Black Butterfly: Der Mörder in mir [2017]
Wie die allermeisten Filme entfaltet auch Brian Goodmans Black Butterfly: Der Mörder in mir eine größere Wirkung, je weniger man im Vorfeld über den Film weiß. Das Remake des französischen Thrillers Schwarzer Schmetterling beginnt mit einigen zusammenhanglos scheinenden Szenen und scheint erst dann eine wirkliche Geschichte zu erzählen. Deren Verlauf nimmt schließlich einige unerwartete Wendungen, die so weit reichen, dass sie das Geschehen bedauerlicherweise ad absurdum führen.
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Kritik: Assassin's Creed [2016]
Wer gedacht hatte, dass Hollywood nach Jahrzehnten erfolgloser Spielfilmumsetzungen von an sich erfolgreichen Videospielkonzepten aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hätte, der wird auch bei Assassin's Creed bedauerlicherweise enttäuscht. Basierend auf der gleichnamigen Videospielreihe, die heuer zehnjähriges Jubiläum feiert, präsentiert Filmemacher Justin Kurzel eine Starbesetzung, deren größter Verdienst es hier ist, bei dem was geschieht ein ernstes Gesicht zu bewahren.
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Buchkritik: Ready Player One [2011] - Ernest Cline
Der Debütroman von Ernest Cline, Ready Player One, richtet sich an eine Leserschaft, die wie die Hauptfiguren des Werkes dem schier unermesslichen Schatz der modernen Popkultur verfallen sind, die in den 1970er- und 80er-Jahren ihren Höhepunkt feierte. Viele Geschichten, Musik, Filme und Bücher jener Zeit werden Jahrzehnte später wieder aufgegriffen – sie wirken immer noch. Es ist ein Vermächtnis, in dem sich der Autor bestens auskennt und dessen Stärken er für sich zu nutzen weiß, selbst wenn er denselben Schwächen erliegt.
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Buchkritik: Ivar Leon Mengers "Monster 1983 (Staffel 1)" [2015]
Schon nach den ersten Minuten wird klar, dass Ivar Leon Mengers zehnteiliges Monster 1983 kein gewöhnliches Hörspiel ist. Angesiedelt im beschaulichen Küstenstädtchen Harmony Bay im U.S.-Bundesstaat Oregon im Jahr 1983 handelt die Mystery-Story von Mord, Intrigen, einer Verschwörung und – wie der Titel bereits verrät – einem Monster. Doch beginnt der Abspann zu erklingen, dann bleibt das Gefühl, als würde die Geschichte mehr ankündigen, als sie am Ende liefert.
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Kritik: Der Dunkle Turm [2017]
Kenner von Stephen Kings Fantasy-Romanreihe Der Dunkle Turm werden sich fragen, wie Regisseur Nikolaj Arcel das acht Bände umfassende Epos auch nur ansatzweise in einen lediglich eineinhalb Stunden dauernden Film übertragen möchte, selbst wenn die lang erwartete Leinwandumsetzung sich nur einen Teil des Werkes vornimmt. Wer mit den Büchern jedoch nicht vertraut ist, wird um den leichten Einstieg dankbar sein. Zumindest so lange bis man erkennt, dass damit auch die Tiefe der Vorlage zu großen Teilen wegfällt.
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Kritik: Dunkirk [2017]
Wenn sich ein Filmemacher wie Christopher Nolan anschickt, seinen ersten auf Tatsachen basierenden Film umzusetzen, der sich zudem um die Schlacht um Dünkirchen dreht, werden nicht nur Filmfans rund um den Globus hellhörig. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass kaum jemand, der Dunkirk zum ersten Mal sieht, den Film vollends verstehen wird. Der Grund ist nicht, dass die Geschichte tatsächlich kompliziert wäre, sie wird nur unnötig kompliziert erzählt.
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Kritik: Planet der Affen: Survival [2017]
Regisseur Matt Reeves gelingt mit Planet der Affen: Survival etwas, das man kaum für möglich halten würde: Er präsentiert nicht nur einen der der besten Filme, die bislang dieses Jahr in den Lichtspielhäusern zu sehen waren, es gelingt ihm, an den meisterhaften Klassiker Planet der Affen auf vielerlei Arten und Weisen anzuknüpfen und gleichzeitig einen fantastischen Abschluss für diese Trilogie zu finden, bei der die Affen nicht nur die Stars der Geschichte sind, sondern so vielschichtige Persönlichkeiten, dass es einem den Atem raubt.
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Kritik: Emoji: Der Film [2017]
Wer dachte, Filmreihen basierend auf Kinderspielzeug wären hinsichtlich der absurden Grundidee kaum zu übertreffen, der wird diesen Kinosommer eines besseren belehrt. Mit Emoji: Der Film kommt ein Animationsfilm über das Eigenleben der Bildzeichen in die Kinos, die in der virtuellen Stadt Textopolis einer Smartphone-App hausen. Wer angesichts der bloßen Idee bereits ungläubig mit den Augen rollt, der wird überrascht sein, dass das Animationsabenteuer nicht so grauenvoll ist, wie man denken würde.
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Kritik: What Happened to Monday [2017]
Angesichts dessen, dass man im Vorfeld wenig über What Happened to Monday berichtet hörte, ist der Science-Fiction-Thriller durchaus überraschend. Doch während man sich zu Beginn fragt, wohin die Erzählung in dieser gar nicht so abstrusen, dystopischen Gesellschaft führen wird, könnte die Wendung in der ersten gewalttätigen Szene kaum größer sein. Filmemacher Tommy Wirkola gelingt es danach nie, den Film auf das Niveau zu hieven, das er selbst erkennbar angestrebt hat.
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Kritik: Pets [2016]
Das Studio hinter der insbesondere bei Kindern überaus erfolgreichen Trickfilmreihe Ich - Einfach unverbesserlich versucht sich mit Pets an demselben Konzept, mit dem Pixar einst mit Toy Story begann. Doch statt der Frage, was Spielzeug anstellt, wenn man nicht hinsieht, sind es hier die Haustiere, deren Alltag genauer beleuchtet wird. Das bietet vor allem für Haustierbesitzer einen hohen Wiedererkennungswert, richtet sich mit der zunehmend fantastischeren Geschichte jedoch eindeutig an ein junges Publikum.
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Kritik: Snowden [2016]
Es scheint in gewisser Hinsicht vergebens, in einer Zeit, in der die Menschen freiwillig ihr soziales Privatleben freiwillig ins Internet stellen, über den Schutz der Privatsphäre zu sprechen. Oliver Stones Biografie Snowden um den Whistleblower Edward Joseph Snowden, dessen Enthüllungen vor gerade einmal vier Jahren die NSA-Affäre auslösten, wirkt daher wie der Versuch, das Publikum für etwas zu sensibilisieren, das den wenigsten offensichtlich wichtig ist. Handwerklich tadellos umgesetzt, fehlt dem Film vor allem eine gewisse Balance.
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Kritik: Selma [2014]
Trotz der wichtigen Aussage und der angemessenen Umsetzung durch Regisseurin Ava DuVernay ist das Historien-Drama Selma, um die unter anderem von Dr. Martin Luther King, Jr. geführten Protestmärsche in Alabama zur Durchsetzung des Wahlrechts für Afroamerikaner, nicht so gelungen, wie man es erwarten würde. Auch wenn viele Momente unter die Haut gehen und die politischen Verstrickungen zur Geltung kommen, der Film beleuchtet ausgerechnet die Hauptfigur viel zu wenig.
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Kritik: Wild Things [1998]
Wild Things beginnt als leichtfüßige Unterhaltung, wandelt sich dann in ein Drama und wechselt im Anschluss wieder das Genre hin zu einem Crime-Thriller, der bis in den Abspann hinein Haken schlägt, die man beim ersten Ansehen unmöglich vorhersehen kann. Angesiedelt in Süd-Florida erzählt Regisseur John McNaughton eine Geschichte voller moralischer Abgründe und böser Menschen – aber mit einem bitterbösen, satirischen Unterton, dass es in gewissem Sinne eine Freude ist, zuzusehen.
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Kritik: The Whole Truth - Lügenspiel [2016]
Für ihr Spielfilmregiedebüt versammelt Courtney Hunt bekannte Gesichter vor der Kamera. Weswegen Keanu Reeves, Renée Zellweger und James Belushi sich jedoch entschieden, bei dem zurückhaltenden Gerichtskrimi The Whole Truth - Lügenspiel mitzuspielen, erschließt sich nicht wirklich. So routiniert der Film auch umgesetzt ist, er betritt ausschließlich bekannte Pfade und wächst nie über das hinaus, was die anfängliche Inhaltsangabe vermuten lässt. Zumindest fällt er nicht darunter.
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Kritik: Spider-Man: Homecoming [2017]
Keine Comicfigur wurde in den letzten 15 Jahren so oft auf der großen Leinwand neu erfunden wie Spider-Man. Auch wenn Fans des Superhelden die durchaus komplizierte Konstellation um die Filmrechte der Figur kennen, die den ständigen Neustarts zugrundeliegen, die meisten Zuschauer möchten nur wissen, ob Spider-Man: Homecoming, der erste alleinige Auftritt des aus Captain Americas The First Avenger: Civil War bekannten Peter Parker, gelungen ist. Nun, er ist sogar mehr als nur das.
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Kritik: Passengers [2016]
Man erkennt schnell, was die Beteiligten in Morten Tyldums Science Fiction-Film Passengers gesehen haben, das sie zum Mitmachen bewog. Die Idee eines Überlebenskampfs zweier auf einem Kolonisierungsraumschiff gestrandeten Menschen, klingt überaus vielversprechend. Die Umsetzung ist dabei durchaus gelungen, offenbart jedoch einige Lücken, die nur größer werden, je länger man darüber nachdenkt.
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Kritik: Sully [2016]
Als am 15. Januar 2009 die Nachricht um die Welt ging, dass US Airways-Flug 1549 auf dem Hudson River bei Midtown Manhattan, New York, notgewassert war, hielten viele Menschen zu Recht den Atem an. Das Ereignis wurde bekannt als das "Wunder vom Hudson" und sieht man Clint Eastwoods Rekonstruktion dieser erschreckenden dreieinhalb Minuten, dann ist die Bezeichnung mehr als nur gerechtfertigt. Sully setzt all denen, die mitgeholfen haben, dieses Wunder zu erschaffen ein treffendes Denkmal.
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Kritik: Sleepless: Eine tödliche Nacht [2017]
Die Idee von Sleepless: Eine tödliche Nacht verspricht im Grunde einen düsteren, harten Thriller um korrupte Polizisten im Drogenmilieu von Las Vegas, die sich mit einer erbarmungslosen Unterweltfamilie angelegt haben. Regisseur Baran bo Odar lässt gelegentlich erkennen, welchen Film die Beteiligten machen wollten – nur spiegelt das Ergebnis wenig davon wieder. Stattdessen warten kaum definierte, grimmige Figuren, deren Schicksal nur wenig interessiert, da ihre Motivation den gesamten Film über undurchschaubar bleibt.
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Kritik: Der weiße Hai [1975]
Filmemacher Steven Spielberg ist noch nicht einmal 30 Jahre alt, als er Der weiße Hai auf die Leinwand bringt. In seinem zweiten Kinofilm kehrt der Regisseur zu dem unterschwelligen Terror zurück, den sein Spielfilmdebüt Duell bereits ausgezeichnet hat. Statt einem unüberwindbaren Lastwagen ist der Widersacher hier ein großer weißer Hai, der die Bewohner der beschaulichen Insel Amity in Angst und Schrecken versetzt. Das Ergebnis ist nicht nur ein Klassiker, sondern ein Meilenstein des modernen Kinos.
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Buchkritik: Frankenstein [1818] - Mary Shelley
Denkt man an klassische Horrorgeschichten mit Monstern, die die Welt buchstäblich über Jahrhunderte prägen sollten, dann fallen einem unweigerlich zwei ein: Dracula und Frankenstein. Wobei Frankenstein an sich der Wissenschaftler ist, der das namenlose Monster erschafft. Inhaltlich war Autorin Mary Shelley ihrer Zeit mit dem Roman Frankenstein weit voraus und präsentiert moderne und fortschrittliche Ideen. Aber so prägend ihr Werk ist, es ist nicht im gleichen Maße gut gealtert.
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Kritik: Begabt - Die Gleichung eines Lebens [2017]
Nach zwei mehr als durchwachsenen Ausflügen in das Comic-Superhelden-Genre kehrt Regisseur Marc Webb in das Independent-Fach zurück. Wie in (500) Days of Summer konzentriert er sich in Begabt - Die Gleichung eines Lebens auf die Figuren in einer Geschichte, die so neuartig gar nicht ist. Dank der beiden Hauptdarsteller, die ein Altersunterschied von 25 Jahren trennt, ist das nicht nur sehenswert, sondern einer der zurückhaltend berührendsten Filme, die dieses Kinojahr bislang hervorgebracht hat.
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Kritik: Der unsichtbare Gast [2016]
Ein zufälliges Unglück ist der Ausgangspunkt der Geschichte von Oriol Paulos düster erzähltem Krimi Der unsichtbare Gast. Dabei beginnt der Filmemacher mit einem Mord, der Monate später geschieht. Wie in vielen Filmen dieser Art wird das nach außen hin makellose Leben der Reichen und Schönen Stück für Stück entblättert und offenbart erschreckende Abgründe. Die Ideen hierin sind nicht neu, aber tadellos dargebracht und mit einem Gespür für das Geschichtenerzählen präsentiert, dass viele Zuseher bis zum Schluss rätseln werden, was passiert ist.
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Kritik: Suicide Squad (Extended Cut) [2016]
Wem es angesichts der wahren Flut an Comic-Verfilmungen inzwischen schwerfällt, den Überblick zu bewahren, wer auf wessen Seite kämpft, für den wird Suicide Squad keine Erleichterung bringen. Filmemacher David Ayer scheint in seinem Bösewichts-Team-Up verzweifelt darum bemüht, das Flair von Marvel's The Avengers einzuholen. Aber nicht nur, dass der Film unter einer zu großen Anzahl an Figuren leidet, die dem Publikum so bislang nicht bekannt sind, er präsentiert auch eine Story, die nicht wirklich interessiert.
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Kritik: Poltergeist [2015]
Wie verbessert man einen perfekten Film? Das war eine Fangfrage, die sich Regisseur Gil Kenan sicherlich oft anhören musste, als bekannt wurde, dass er das gleichnamige Remake des Kult-Klassikers Poltergeist inszenieren würde. Dabei gelingt ihm in den ersten 40 Minuten eine unerwartet stimmungsvolle Herangehensweise an die bekannte Geschichte um eine Familie, die in ein neues Haus eingezogen ist und deren junge Tochter dort entführt wird. Doch es ist beinahe, als wäre es dem Filmemacher dann zu anstrengend geworden.
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Kritik: Central Intelligence [2016]
Es ist ganz offensichtlich, dass die Darsteller eine Menge Spaß beim Dreh von Central Intelligence hatten. Manches davon überträgt sich auf den Film, an anderer Stelle ist es, als würden die Schauspieler nur improvisieren, um die Laufzeit zu füllen. Was Rawson Marshall Thurbers Actionkomödie am offensichtlichsten fehlt ist ein durchgängiges Konzept und eine Geschichte, die den Action-Aspekt ebenso in den Mittelpunkt rückt. Darüber täuscht auch die sympathische Besetzung nicht hinweg.
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Kritik: Transformers: The Last Knight [2017]
Während der ersten zwei Drittel seiner fast zweieinhalbstündigen Laufzeit vereint Regisseur Michael Bay alles Negative, was die Transformers-Filme zu bieten haben. Doch dann läutet der Filmemacher das Finale von Transformers: The Last Knight ein und es ist eines, das wohl nur er hat inszenieren können. Die atemberaubend eingefangene und choreografierte Zerstörungsorgie entschädigt für Vieles, was zuvor geschieht. Aber nicht für alles. Auch macht es die zusammenhanglos konfuse Geschichte nicht besser.
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Buchkritik: Gray [2017] - Leonie Swann
Im Grunde ist die Ankündigung des Verlages, Gray wäre Leonie Swanns neuer "Tierkrimi" irreführend. Im Gegensatz zu Glennkill – Ein Schafskrimi oder dem ebenso lesenswerten Garou – Ein Schaf-Thriller ist Gray nicht aus der Sicht des gleichnamigen Papageien erzählt, obwohl er im Zentrum der Geschichte steht. Er verbindet Figuren, die man im Laufe des Romans kennenlernt oder kennenzulernen glaubt. Was der Autorin erneut gelingt ist eine wundervolle sprachliche Reise und ein Fall, der viele falsche Fährten präsentiert.
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Kritik: The Accountant [2016]
Überraschenderweise überzeugt Gavin O'Connors Thriller The Accountant um einen hochbegabten, autistischen Buchhalter, der gleichzeitig ein effizienter Killer ist, in den Bereichen, in denen man es dem Film nicht zugetraut hätte. Dafür enttäuschen sowohl die Actionmomente als auch der Thrilleraspekt trotz der durchweg soliden Inszenierung. Fans der namhaften Besetzung finden zumindest bei zwei Darstellern genügend Momente, die durchaus sehenswert sind. Davon abgesehen gibt es jedoch kaum etwas zu entdecken.
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Kritik: Legend of Tarzan [2016]
Legend of Tarzan beginnt, wo viele Verfilmungen von Edgar Rice Burroughs' wohl bekanntester Romanfigur enden. John Clayton III., Lord Greystoke, der Sensationspresse besser bekannt als Tarzan, der bei den Affen im Dschungel aufgewachsen ist, lebt nach seiner Rückkehr mit Jane in England. Durch eine List wird er nach Afrika zurückgelockt und wehrt dort beinahe im Alleingang die belgischen Kolonialherren ab. Dass das zum größten Teil gelingt, liegt auch an der Besetzung. Nur das Finale macht den Eindruck, als stamme es aus einem anderen Film.
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Kritik: Warcraft: The Beginning [2016]
Eine stimmige Geschichte zu erzählen, angereichert mit vielschichtigen Figuren, die alle einen Ursprung haben und ein Ziel, ist für sich genommen bereits ein kleines Kunststück. Ein ganzes Fantasy-Universum zu erzeugen, das sich so grundlegend von unserer Welt unterscheidet, ist eine Mammutaufgabe. Dass sie Filmemacher Duncan Jones mit Warcraft: The Beginning nicht durchgehend gelingt, liegt an mehreren Faktoren. Doch er zeigt auch, dass in diesem Universum durchaus Potential schlummert.
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Kritik: Die Unfassbaren 2 - Now You See Me 2 [2016]
Der Überraschungshit Die Unfassbaren - Now You See Me war seinerzeit "optisch so einladend umgesetzt [...], dass man nicht darüber nachdenkt, wie konstruiert und abstrus die darunter liegende Geschichte wirklich ist". Nimmt man dieser Ausgangslage die einladende Optik und stockt die konstruierte und abstruse Geschichte merklich auf, erhält man Die Unfassbaren 2 - Now You See Me 2. Dass der Fortsetzung dabei der Spaßfaktor abhanden kommt, ist vielleicht sogar das größte Kunststück, das die Macher hier veranstalten.
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Kritik: Ben Hur [2016]
Die wohl größte Überraschung an Timur Bekmambetovs Neufassung von Ben Hur ist, dass der Film in keiner Weise wirklich grauenvoll geraten ist. Beinahe 60 Jahre nach der letzten großen Leinwandadaption des Stoffes mit Charlton Heston in der Rolle des jüdischen Prinzen Judah Ben-Hur, komprimiert der Filmemacher den Stoff auf etwas mehr als zwei Stunden, ohne die großen Wegstationen zu verpassen. Abgesehen von einigen wenigen Momenten ist das durchaus ansehnlich – nur nie mehr als das.
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Kritik: Pirates of the Caribbean: Salazars Rache [2017]
Mit Pirates of the Caribbean: Salazars Rache kommt der inzwischen fünfte Film um Captain Jack Sparrow in die Kinos, den Johnny Depp auf so unnachahmliche Weise zum Kassenmagneten gemacht hat. Die Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg präsentieren entgegen der Franchise-Müdigkeit auf Seiten des Publikums ein Abenteuer, das auf charmante Art und Weise einen Abschluss zu einem fast vergessenen Handlungsbogen mit sich bringt. Zusammen mit einigen der Schwächen der vorigen Filme.
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Kritik: Alien: Covenant [2017]
So ambitioniert die Geschichte von Ridley Scotts Prometheus - Dunkle Zeichen als Science Fiction-Story war, so mängelbehaftet war die Umsetzung, nicht zuletzt, weil der Film kaum Antworten auf die Fragen lieferte, die er aufwarf. Mit der Fortsetzung Alien: Covenant verspricht der Filmemacher, Vieles besser zu machen und die Lücke zu seinem Klassiker Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zu schließen. Angesichts der Versprechen ist umso enttäuschender, was für einen Film man letztlich geboten bekommt.
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Kritik: Die Insel der besonderen Kinder [2016]
Sieht man sich Tim Burtons Adaption des ersten Teils der erfolgreichen Kinderbuchreihe Die Insel der besonderen Kinder von Autor Ransom Riggs an, dann ist es, als würde man mehrere verschiedene Filme anschauen. Von mehreren Filmemachern. Fängt Burton, der sich mit sonderbaren Fantasy-Geschichten seit Jahrzehnten auszeichnet, das Flair der unbekannten, magischen Welt von Miss Peregrine und ihren Kindern zu Beginn immerhin noch stellenweise ein, implodiert die Story mit zunehmend wachsender Geschwindigkeit.
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Kritik: Panic Room [2002]
Wenige Filmemacher besitzen ein solches Gespür für Optik wie David Fincher. Sein Thriller Panic Room, der heuer 15 Jahre alt wird, besitzt bereits im Vorspann ein Hitchcocksches Flair, was einerseits an der Musik von Howard Shore liegt, andererseits an der Art und Weise, wie Fincher die Szenerie einfängt. Er tut dies wie ein Beobachter, jemand, dem es erlaubt ist, sich frei zu bewegen. Wenn er sich daher später entscheidet, die Charaktere großteils in Großaufnahmen einzufangen, erzeugt er eine Beklemmung, die ihresgleichen sucht.
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Kritik: Bokeh [2017]
Die Ausgangslage bei dem minimalistischen Science Fiction-Drama Bokeh ist so vielversprechend, dass es umso mehr enttäuscht, wie wenig die beiden Filmemacher Geoffrey Orthwein und Andrew Sullivan davon nutzen. Vor der Kulisse Islands, die erscheint, als stamme sie aus einer anderen Welt, entdeckt das Pärchen Jenai und Riley und einer unvorstellbaren Einsamkeit sich selbst. So beängstigend die Idee, so flach sind jedoch die kaum ausgeschmückten Figuren vor einer malerischen Landschaft.
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Kritik: Nerve [2016]
Der Techno-Thriller Nerve trifft – mangels eines besseren Ausdrucks – einen Nerv. Die Romanverfilmung präsentiert eine Gesellschaft, in der Zehntausende einem gefährlichen Onlinespiel folgen, dessen Teilnehmer immer gefährlichere Herausforderungen bestehen müssen. Für möglichen Ruhm und Geld geben die Spieler jegliche Privatsphäre auf. Dank der spannenden Umsetzung ist das nicht nur ein treffendes Spiegelbild unserer Zeit, sondern auch durchaus sehenswert.
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Kritik: Erschütternde Wahrheit [2015]
Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Erschütternde Wahrheit, die der Arzt Dr. Bennet Omalu im gleichnamigen Film ans Tageslicht bringt. Selbst wenn es wenig überrascht zu erfahren, dass die wiederholten Schläge auf den Kopf beim American Football bleibende Schäden hinterlassen. Dem Kampf um Anerkennung dieser Erkenntnis beizuwohnen ist zwar in gewissem Sinne inspirierend und inhaltlich tragisch, aber nur selten wirklich mitreißend. Vor allem, weil das Drama sich nicht entscheidet, was es porträtieren möchte.
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Kritik: Imperium [2016]
Das ruhig erzählte Thrillerdrama Imperium wirft einen beunruhigenden Blick auf eine Parallelgesellschaft, die nur weil sie weniger wahrnehmbar ist als manch andere extremistische Gruppierung, bei weitem nicht weniger aktiv ist. Oder weniger gefährlich. In einer Rolle, die sein bemerkenswertes Repertoire um neue Facetten erweitert, lässt sich Daniel Radcliffe undercover bei einer rechtsextremen Organisation einschleusen, die verdächtigt wird, eine schmutzige Bombe zu bauen. Nicht nur der Realitätsbezug ist hier beängstigend.
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Kritik: Collide [2016]
Es gibt Filme, die sind so schlecht, dass sie schon wieder auf ihre ganz spezielle Art und Weise gut sind. Der Actionthriller Collide von Regisseur Eran Creevy ist selbst für einen durchschnittlich unterhaltsamen Filmabend zu schlecht, aber auch wieder nicht so grauenvoll, dass man ihn als Trash-Fest empfehlen kann. Vor allem muss man sich schlichtweg fragen, wie sich vier bekannte (davon zwei oscarprämierte und eine oscarnominierte) Hollywood-Darsteller hier hinein verirren konnten.
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Buchkritik: Das Geheimnis des weißen Bandes [2011] - Anthony Horowitz
Seit seinem ersten Auftreten im 1887 erschienenen Roman von Sir Arthur Conan Doyle genießt der britische Detektiv Sherlock Holmes ein beinahe mystisches Ansehen. Mit Das Geheimnis des weißen Bandes präsentiert Anthony Horowitz eines der wenigen Bücher, die mit dem Segen des Nachlasses von Conan Doyle erschienen sind. Es ist ein Werk, das an den richtigen Stellen moderner geworden ist, als die ursprünglichen Romane, und dennoch an den Tugenden derselben festhält.
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Kritik: Guardians of the Galaxy Vol. 2 [2017]
Nach dem überraschenden Erfolg von Guardians of the Galaxy ist die Erwartungshaltung bei der ebenfalls von Filmemacher James Gunn inszenierten Fortsetzung entsprechend groß. Aber statt die Bedrohung und die Schauplätze noch größer zu machen geht Guardians of the Galaxy Vol. 2 eine etwas andere Richtung. So groß und explosiv die Actionsequenzen auch sind, im Kern konzentriert sich die Geschichte auf die Guardians selbst, die alle auf die ein oder andere Art und Weise mit der Familie zu kämpfen haben.
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The Dark Tapes [2017]
Der Independent-Found-Footage-Film The Dark Tapes von Regisseur Michael McQuown unterstreicht, dass es kein großes Budget braucht, um eine unheimliche Stimmung zu erzeugen. Aber er verdeutlicht gleichzeitig, dass jede gute Geschichte ein gutes Skript benötigt und "billige" Schreckmomente immer "billig" bleiben. Der in vier Episoden erzählte Horrorstreifen weiß aus dem Potential viel zu machen und verleiht bekannten Stories ungewohnte Wendungen. Auch deshalb sollten Genrefans auf ihn aufmerksam werden.
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Kritik: Ein Hologramm für den König [2016]
Ein Hologramm für den König kam erst zwei Jahre nach Drehschluss tatsächlich in die Kinos. Vermutlich, weil die Verleihfirmen Tom Tykwers Film kein großes Publikum zutrauten. Bedauerlicherweise lag man damit sogar richtig. Die an sich inspirierende Geschichte ist behutsam gespielt, aber unnötig kompliziert erzählt. Am Ende bleiben zu viele Storystränge unbeantwortet und durch die wenig fokussierte Erzählung reißen die Schicksale der Figuren nicht mit.
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Kritik: Con Air [1997]
Con Air ist inhaltlich vollkommen abstrus mit an den Haaren herbeigezogenen, unwirklichen Action-Sequenzen und eindimensionalen Figuren. Wer Simon Wests beste Regiearbeit als das sieht, was sie sein will, einen überzogenen, explosiven Unterhaltungsfilm, der sich in keinem Moment auch nur ansatzweise ernst nimmt, der muss dem namhaften Cast aus vielerlei Charakterschauspielern für ihre Mitwirkung dankbar sein. Denn ohne die Besetzung würde der Film nicht funktionieren.
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Kritik: Nur 48 Stunden [1982]
Mit Nur 48 Stunden startete Regisseur nicht nur die Karriere des Stand-up-Comedian Eddie Murphy auf der großen Leinwand, sondern auch des Buddy-Films, wie wir ihn heute kennen. Die Formel um zwei ungleiche Partner, die zusammengeworfen werden und nur gemeinsam zum Ziel kommen können, ist seither kaum verändert und funktioniert auch 35 Jahre später immer noch. Selbst wenn sich keine Actionkomödie heute so politisch unkorrekt präsentieren könnte wie der Klassiker damals.
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Kritik: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert: "Gestern, Heute, Morgen" [1994]
"Alle guten Dinge müssen einmal zu Ende gehen." Das Sprichwort, an das sich der Originaltitel des Serienfinales von Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert anlehnt, scheint im Rückblick die gesamte letzte Staffel begleitet zu haben. In Gestern, Heute, Morgen gipfelt eine Storyarc, die nicht nur den Standard für andere Science Fiction-Serien setzt, sondern universell zeigt, wie ein hervorragender Abschluss einer so langlebigen Serie aussehen kann. Ein Meilenstein des Fernsehens.
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Kritik: Star Trek: Deep Space Nine: "Der Abgesandte" [1993]
Mit Star Trek: Deep Space Nine feierte im Januar 1993 die vierte Serie im Star Trek-Universum ihren Einstand. Mit einer Ausgangslage, die sich deutlich von den vorherigen Serien unterschied, fügen die Macher ein Element hinzu, das unter dem eineinhalb Jahre zuvor verstorbenen Franchise-Schöpfer Gene Roddenberry undenkbar gewesen wäre. Der Pilotfilm stellt dabei viele neue Figuren vor und bringt einige bekannte zurück. Und er bedient ein Vorurteil, das viele Fans im Vorfeld geäußert hatten.
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Buchkritik: San Francisco: Das große Beben [2004] - James Dalessandro
Die Katastrophe, die James Dalessandro in seinem schweißtreibend recherchierten Roman San Francisco: Das große Beben beschreibt, könnte nicht größer sein. Vor dem Hintergrund des großen Erdbebens und daran anschließenden Feuerinfernos des Jahres 1906 erzählt er eine Geschichte, die mit teils fiktiven Figuren besetzt ist, sich in Teilen aber dennoch so zugetragen hat. Er verwebt die Fiktion so geschickt mit dem tatsächlichen Drama, dass einen manche Passagen sprachlos zurücklassen.
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Kritik: Zero Days [2016]
Am Ende von Alex Gibneys Zero Days, seiner beinahe zweistündigen Dokumentation über die Ursprünge und Auswirkungen des Stuxnet-Computervirus, weiß man nicht, ob man ruhiger schlafen kann angesichts der Erkenntnisse, oder nicht. Seine Aufarbeitung besitzt den Erzählrhythmus eines Thrillers und eine Tragweite, die der Öffentlichkeit wohl damals nicht bewusst gewesen ist. Vor allem ist sie auf eine Art und Weise präsentiert, dass es von der ersten Minute an packt.
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Kritik: Die glorreichen Sieben [2016]
Dass die sympathische Besetzung bei der 2016er-Fassung von Die glorreichen Sieben ihren Spaß gehabt hat, sieht man Antoine Fuquas Remake des Klassikers Die sieben Samurai merklich an. Sie machen für ein interessiertes Publikum den Film auch dann sehenswert, wenn die Geschichte merklich ins Stocken gerät und das Finale alle absehbaren Klischees mitnimmt, die man sich nur vorstellen kann. Das ist zwar durchweg unterhaltsam, aber nie packend oder gar überraschend.
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Kritik: Blood Father [2016]
Mit Blood Father kehrt Mel Gibson nach fünf Jahren auf der schauspielerischen Ersatzbank, auf die er sich mit seinem öffentlichkeitswirksamen persönlichen Verhalten in Hollywood katapultiert hatte, in eine Hauptrolle vor der Kamera zurück. Dass er mit beinahe 60 Jahren durchaus in der Lage ist, den Bösen entgegenzutreten, beweist er damit durchaus. Nur außer Gibsons Rückkehr kann Filmemacher Jean-François Richet hier wenig vorweisen. Sein Crimedrama leidet an einer Story, die nie wirklich zündet.
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Kritik: Triple 9 [2016]
Es ist überaus erstaunlich, wie ein Film, der auf dem Papier so viele interessante Aspekte besitzt, angefangen von einer Star-Besetzung, über eine vielversprechende Idee bis hin zu einem Filmemacher, der mit The Road ein anspruchsvolles Endzeitdrama geschaffen hat, ein so umfassend enttäuschendes Erlebnis sein kann. Was man Triple 9 Regisseur John Hillcoat danach am dringendsten fragen möchte ist, was ist passiert?
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Kritik: Die Verurteilten [1994]
Das ruhig erzählte Gefängnisdrama Die Verurteilten war vor über 20 Jahren kein Erfolg bei seiner Kinoveröffentlichung und konnte trotz sieben Nominierungen für den begehrten Oscar keine einzige Trophäe gewinnen. Dennoch ist Frank Darabonts Adaption der Novelle von Stephen King einer der der besten Filme aller Zeiten und steht auf der Liste derjenigen Filme, die man in jedem Fall gesehen haben sollte, sehr weit oben. Er erzählt eine Geschichte, die mit den Jahren und jedem erneuten Ansehen nur hinzugewinnt.
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Kritik: Der Gigant aus dem All [1999]
Bereits von der ersten Minute an unterscheidet sich Der Gigant aus dem All von den allermeisten anderen Zeichentrickfilmen jener Zeit. Auch wenn das Science Fiction-Abenteuer eine kindgerechte Geschichte erzählt, Regisseur Brad Bird tut dies ohne die erwarteten Humor- oder Gesangseinlagen und mit genügend Mut zu einem düsteren Unterton, der sowohl die Zeit, in der er spielt, auf den Punkt bringt, als auch die universelle Botschaft. Die ist heute so wichtig wie damals, wenn nicht sogar noch mehr.
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Kritik: Kindergarten Cop [1990]
Die Ausgangsidee von Kindergarten Cop besitzt für sich bereits ein immenses komödiantisches Potential. Man stelle sich einen muskelbepackten Superstar vor, der die Jahre zuvor durch Action-Rollen berühmt geworden ist, und sich hier einem ganz ungewohnten Gegner gegenübersieht: Einer Klasse Vorschulkinder. Auch wenn Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger für seine schauspielerischen Fähigkeiten, auch in diesem Film, immer wieder kritisiert wurde, gerade er macht den Film auch nach all der Zeit immer noch sehenswert.
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Buchkritik: The Surrogates / The Surrogates: Flesh and Bone [2006 / 2009] - Robert Venditti & Brett Weldele
In seinem ersten Comic stellt Autor Robert Venditti die Idee der Virtual Reality auf den Kopf. Anstatt sich in einer künstlichen Wirklichkeit zurückzuziehen, verlassen die meisten Menschen in The Surrogates ihre Wohnungen nicht mehr. Vielmehr steuern sie Androiden, die in der normalen Welt den Alltag bestreiten. Wie das nicht nur den Umgang der Menschen untereinander verändert, erkundet das Comic zusammen mit der Fortsetzung Flesh and Bone. So interessant die Ausgangslage der Science Fiction-Thriller dabei ist, beide Stories lassen etwas wichtiges vermissen.
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Buchkritik: Die Hand des Thrawn - Star Wars: Blick in die Zukunft / Der Zorn des Admirals [1998] - Timothy Zahn
An sich als Zweiteiler konzipiert, wurde für die deutsche Veröffentlichung des Star Wars-Abenteuers Die Hand des Thrawn von Autor Timothy Zahn der zweite Band auf zwei Bücher, Blick in die Zukunft und Der Zorn des Admirals, aufgeteilt. Eine gute Nachricht für alle, denen Band 1 nicht packend genug war, ist hierbei, dass der Autor wie in seiner bereits legendären Thrawn-Trilogie ein Finale entwirft, das selbst die Filme verblassen lässt. Doch ihm gelingt mit dem Ende noch etwas Anderes: Eine neue Perspektive.
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Buchkritik: Star Wars: Die Hand des Thrawn - Schatten der Vergangenheit [1997] - Timothy Zahn
Die Mit seiner Bestseller-Romantrilogie, die er fünf Jahre nach dem letzten Teil der ursprünglichen Star Wars-Trilogie vorstellte, hauchte Autor Timothy Zahn der Sternensaga mehr als nur neues Leben ein. Mit Schatten der Vergangenheit, Teil eins einer an sich als Zweiteiler erdachten Fortsetzung der sogenannten Thrawn-Trilogie, knüpft er inhaltlich an die Geschichte und die Figuren an. Nur bedeutend ausladender und bedauerlicherweise nicht so gelungen, wie man sich das als Leser wünschen würde.
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Kritik: Logan: The Wolverine [2017]
17 Jahre nach dem ersten X-Men [2000]-Film geben sowohl Hugh Jackman als der Titelgebende Mutant, als auch Patrick Stewart als Professor Charles Xavier hier ihren Ausstand. So zumindest die Äußerungen von beiden vor dem Kinostart von Logan: The Wolverine. Sollte dem so sein, dann könnte der von James Mangold inszenierte Comic-Film keinen besseren Abschluss für die Charaktere darstellen. Das düstere, merklich brutalere Actiondrama zählt zu den besten Filmen der Reihe.
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Kritik: Fences [2016]
Streng genommen eignet sich Fences, Denzel Washingtons dritte Regiearbeit in beinahe 15 Jahren, nicht für eine bloße Kritik, sondern vielmehr für eine tiefgehende Analyse der einzelnen Figuren, Szenen und Dialoge. Im Zentrum des Familiendramas steht der von Washington selbst gespielte und vom Verlauf seines Lebens enttäuschte Troy Maxson. Zu sehen, was seine Entscheidungen ihm selbst und seiner Familie antun, ist schwere Kost, die an die Nieren geht, aber ebenso lehrreich und einer der besten Filme des vergangenen Kinojahres.
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Kritik: Road to the Well [2016]
Das Regieerstlingswerk von Autor und Regisseur Jon Cvack ist ein handwerklich überraschendes Indie-Thrillerdrama. Die Geschichte um Frank, der sich zusammen mit seinem alten Freund Jack plötzlich mit einer Leiche konfrontiert sieht, verliert im Mittelteil zwar merklich den roten Faden aus den Augen, findet jedoch zu einem starken dritten Akt zurück. Die Kanten von Road to the Well sind noch nicht vollends geschliffen, doch was die Macher hier auf die Beine stellen, ist durchaus beachtenswert.
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Kritik: The Nice Guys [2016]
Man muss eine ganz bestimmte Art von Humor mögen, damit einem Shane Blacks jüngster Film, The Nice Guys, gefällt. Dass dieser Humor dem des Filmemachers wohl am ehesten entspricht, sieht man bereits daran, dass sein Regieerstling eine sehr ähnliche Stimmung besaß. Beide Filme sind geprägt von schrägen Figuren und einer Story, die im Nachhinein einfacher ist, als sie erzählt wird. Und für das richtige Publikum sind beide unterhaltsamer als alles, was Hollywood im Sommer für gewöhnlich ins Rennen schickt.
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Kritik: Bastille Day [2016]
James Watkins' müder Actionthriller Bastille Day ist einer dieser Filme, die sich in eine vollkommen andere Richtung entwickeln würden, wenn sich auch nur eine Person darin so verhalten würde, wie sie es in ihrer Position im wirklichen Leben tun sollte. Die traurigerweise sehr aktuelle Situation eines Bombenanschlags in Paris dient dabei als Aufhänger für ein Skript, dessen Ideen aus allerlei Quellen zusammengeklaut sind, ohne diese "Inspirationen" um nennenswert gute, neue Ansätze zu ergänzen.
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Kritik: Sneakers - Die Lautlosen [1992]
Als Sneakers - Die Lautlosen vor inzwischen 25 Jahren in die Kinos kam, versprach der überraschend humorvolle Thriller mit seiner schlicht atemberaubenden Besetzung, einer der ersten Tech-Caper-Filme zu sein. Aber auch wenn die Story den Diebstahl von Informationen in einer zunehmend digitalen Welt thematisiert und im Rückblick in vielerlei Hinsicht Weg weisende Ideen besitzt, sie war trotz allem sehr konventionell erzählt. Vielleicht ist der Film gerade deshalb so zeitlos gelungen und heute eine Entdeckung wie damals.
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--++ Oscars und Goldene Himbeere 2017: Die Nominierungen ++--
Im Frühjahr regnet es in Hollywood bekanntermaßen Preise. Dabei werden unter anderem die begehrten Oscar-Statuen verliehen, aber traditionell – und deutlich weniger formell – am Abend zuvor auch die Goldene Himbeere als "Anerkennung" der schlechtesten Leistung des vergangenen Kinojahres.

An der einsamen Spitze der Nominierungen der kommenden Oscarverleihung 2017 steht die Musical-Dramödie La La Land mit sage und schreibe 14 Nominierungen. Nachdem der Film kürzlich bei den Golden Globes mit einer Rekordauszeichnung von sieben Trophäen den Abend dominierte, darf man gespannt sein, wie oft die Macher kommenden Monat die Aussage "and the Oscar goes to ..." hören werden.
Dass Denis Villeneuves poetisch-philosophisches Science Fiction-Drama Arrival in acht Kategorien nominiert wurde, wundert nicht, wohl aber, dass sich der in Ungnade gefallene Mel Gibson mit seinem religiösen Weltkriegsdrama Hacksaw Ridge - Die Entscheidung ganze sechs Mal platzieren konnte. Darunter sogar als bester Film und bester Regisseur. Eine kleine, meist unbeachtete Überraschung ist der Animationsfilm Kubo: Der tapfere Samurai, der sowohl in der Kategorie "Bester Animationsfilm des Jahres" nominiert wurde, wie auch in für die besten "Spezialeffekte".
Aus deutscher Sicht darf man sich gleich zwei Mal Hoffnung auf die begehrte Auszeichnung machen. Zum einen für den vielfach ausgezeichneten Toni Erdmann, aber auch hinsichtlich der Kurzdokumentation Das Schicksal der Kinder von Aleppo - Neue Heimat Deutschland von Marcel Mettelsiefen, die mit deutscher Beteiligung entstand.

Die Nominierungsliste der Goldenen Himbeere 2017, die einen Abend zuvor verliehen wird, führt Ben Stiller mit Zoolander 2 tapfer an, dicht gefolgt vom sowohl bei vielen Zuschauern, wie auch der Kritik abgestraften Batman v Superman: Dawn of Justice. Dass manch ein "guilty pleasure" ebenfalls für die Himbeere nominiert ist, überrascht zwar nicht, doch fehlen auf der Liste sonderbarerweise Streifen wie Voll verkatert, Norm - König der Arktis oder Yoga Hosers, die teils deutlich schlechter bewertet (und vom Publikum gemieden) wurden. Vielleicht wurden sie aber auch gerade deshalb nicht nominiert, weil die Nominierung und mögliche Auszeichnung der großen und teuren Studiofilme bedeutend öffentlichkeitswirksamer ausfällt.

Eine Auflistung aller Nominierten finden Sie wie gewohnt in den jeweiligen Specials. Nach den Preisverleihungen Ende Februar werden wir sie umgehend auf die Preisträger aktualisieren.
Kritik: Z for Zachariah - Das letzte Kapitel der Menschheit [2015]
Filmemacher Craig Zobel präsentiert in seinem ruhigen, kammerspielartigen Dialogdrama Z for Zachariah - Das letzte Kapitel der Menschheit das Ende der Welt in so umwerfenden Bildern, dass die Einsamkeit der Figuren darin beinahe verschwindet. Die vielen Metaphern, die er in der Geschichte verarbeitet, richten sich im Grunde genommen an ein gläubiges Publikum, auch wenn man die Entscheidungen der Figuren anders deuten kann. Dies muss man schon deshalb, da viele Dinge, die hier geschehen, gar nicht ausgesprochen werden.
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Kritik: Perfect World [1993]
Bereits die erste Einstellung von Clint Eastwoods Perfect World lässt erahnen, dass die Geschichte mehr enttäuschte Figuren zurücklassen wird, als solche, die gefunden haben, wonach sie suchten. Es ist eine Atmosphäre, die zu Beginn des letzten Drittels aufbricht, wenn die "perfekte Welt" des Titels greifbar scheint, ehe die Stimmung unwiederbringlich kippt. Die ungewöhnliche Freundschaft, die sich hier zwischen einem achtjährigen Jungen und seinem Entführer entwickelt, richtet sich mit den nuancierten Figuren an ein ruhiges Publikum.
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Kritik: Hell or High Water [2016]
Viele Elemente in Hell or High Water erinnern an einen Western. Von den gesetzlosen Antihelden, die tun, was nötig ist, nicht für sich selbst, sondern für andere, bis hin zu einer Konfrontation mit dem Hüter des Gesetzes, die elektrisierender kaum sein könnte. Regisseur David Mackenzie greift die heute bedauerlicherweise alltägliche Situation tausender Menschen auf und erzählt daraus ein packend gespieltes Crimedrama mit einer bestechenden Optik, dessen nüchterne Feststellungen beinahe zynisch wirken.
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Kritik: Vaiana [2016]
Es gibt kaum einen besseren Film als Vaiana – Das Paradies hat einen Haken, um ein Jahr ausklingen zu lassen. Oder um ein neues zu beginnen. Die Disney-Produktion erzählt ihre inspirierende Geschichte auf eine so unnachahmlich charmante und lustige Weise, dass einem das Herz aufgeht angesichts der Reise, auf die sich die Titelheldin hier begibt. Präsentiert wird das in vibrierenden Farben und mit einem Soundtrack, der zum Mitsingen einlädt.
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Kritik: Der mit dem Wolf tanzt [1990]
Mit einer Laufzeit von beinahe vier Stunden in der von Regisseur Kevin Costner beabsichtigten Fassung, ist Der mit dem Wolf tanzt keine einzige Minute zu lang. Das Westernepos schildert den Werdegang des Army-Lieutenants John J. Dunbar, der sich 1864 an einen der entlegensten Orte der USA versetzen lässt und im "Westen" seinen Platz dort findet, wo er ihn nie vermutet hat. Getragen von einer meisterhaften Musik und grandiosen Bildern, ist das so berauschend wie lehrreich.
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Kritik: Harry und Sally [1989]
Rob Reiners Harry und Sally ist eine Komödie, die, wenn man sie sich alle 10 Jahre ansieht, stets hinzugewinnt. In gerade einmal eineinhalb Stunden entblättert der Filmemacher die Wesensart des modernen Großstadtmenschen, der so sehr auf der Suche nach der Liebe ist, dass er sie nicht erkennt, wenn sie vor ihm steht. In einer Welt, in der der Blick stets auf die Weite gerichtet ist und nie auf das, was in Sichtweite liegt, ist das so treffend, dass man sich fragt, ob sich in den letzten 25 Jahren irgendetwas verändert hat.
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Kritik: Rogue One: A Star Wars Story [2016]
Mehr als die Hälfte seiner Laufzeit ist der lang erwartete Rogue One: A Star Wars Story ein wirklich guter Film der beinahe vier Jahrzehnte überdauernden Science-Fiction-Reihe. Mit dem ausgedehnten Finale ändert sich das. Was Regisseur Gareth Edwards dann präsentiert, zählt zum Besten, was die Saga bislang hervorgebracht hat. Das letzte Drittel ist so packend und mitreißend, die Überleitung auf Episode IV – Eine neue Hoffnung so nahtlos, dass es einem den Atem raubt.
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Kritik: Kung Fu Panda 3 [2016]
Man stelle sich vor, man hätte die Zutaten und ein Rezept, das den eingeladenen Gästen in jedem Fall schmecken wird, müsste man sich dann noch Gedanken darüber machen, ob das Essen auch ansprechend samt Dekoration präsentiert wird? Kung Fu Panda 3 bringt all das mit, weswegen das Zielpublikum bereits bei den ersten beiden Filmen ins Kino geströmt ist und die Macher gehen kein Risiko ein, die jungen Zuseher zu vergraulen. Nur gehen sie leider nicht die paar Schritte zusätzlich, um einen bemerkenswerten Film zu erzählen.
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Buchkritik: Der Präsident [1996] - David Baldacci
Das Erstlingswerk des gelernten Wirtschaftsjuristen und Strafverteidigers David Baldacci, Der Präsident, lässt mehr Potential erahnen, als der Roman letztlich umzusetzen vermag. Das liegt ebenso sehr daran, dass der Autor seinen Stil erst noch finden muss, wie an der zwar packenden, aber auch arg konstruierten Geschichte. Entscheidend ist in jedem Fall, dass der Autor eine solche Menge an Figuren vorstellt, dass er selbst den Überblick zu verlieren scheint, wem er folgen soll.
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Kritik: Arrival [2016]
Denis Villeneuves Arrival ist einer der seltenen Science Fiction Filme, denen es nicht nur gelingt, eine neue Idee zu präsentieren, sondern vor allem, ein Gefühl des ungläubigen Staunens zu erzeugen, angesichts der Ereignisse, die sich auf der Leinwand abspielen. Dieses Gefühl hält sich bis zum Schluss und nimmt im letzten Drittel immer mehr zu. Das ist sicher der beste Science Fiction Film des Jahres, vielleicht aber auch eine der besten Geschichten in diesem Kinojahr.
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Kritik: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind [2016]
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist nicht nur ein in großen Teilen deutlich magischerer Beitrag zum Harry Potter-Universum als die letzten Filme der Reihe es gewesen sind, es ist insgesamt ein guter Film mit einigen sehr guten Momenten. Was ihn davon abhält, sein Potential insgesamt auszuschöpfen sind die zwei miteinander verwobenen Storystränge, die sich an unterschiedliche Altersgruppen im Publikum richten.
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Kritik: Deepwater Horizon [2016]
Interessanterweise blendet Regisseur Peter Berg in seinem Katastrophendrama Deepwater Horizon die Umweltkatastrophe nach dem Unglück im Golf von Mexiko am 20. April 2010 beinahe vollständig aus. Berg ist mehr am Spektakel interessiert, das ihm handwerklich packend gelingt und dank der starken Besetzung mitreißt, obwohl man über die Figuren wenig erfährt. Nur bleibt am Ende das Gefühl, dass hier nur die halbe Geschichte erzählt wird.
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Kritik: Die Bestimmung - Allegiant [2016]
Die Überlegung der Filmemacher von Die Bestimmung - Allegiant ist, so scheint es zumindest, ein finanziell lohnenswertes Ergebnis mit möglichst geringem künstlerischen Aufwand zu schaffen. Dass ihnen das missglückt ist, belegt schon die Tatsache, dass der vierte Teil der Trilogie-Verfilmung nach derzeitigen Plänen nur als direkte Videoproduktion und nicht mehr im Kino erscheinen soll. Für das Publikum viel ärgerlicher ist jedoch die Tatsache, dass der geringe Aufwand Robert Schwentkes Film ständig anzusehen ist.
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Buchkritik: Life Itself: A Memoir [2011] - Roger Ebert
Bereits in seinem Schaffenswerk als Filmkritiker besaß Roger Ebert eine unverwechselbare Art zu Schreiben. Statt von oben herab zu belehren, oder nur deshalb zu schreiben, weil er sich über ein Thema auslassen wollte, scheint er seine Berichte immer direkt an den Leser zu richten. Auch seine Autobiografie Life Itself besitzt diesen Hauch einer persönlichen Botschaft, was seinen Schilderungen ein noch persönlicheres Flair verleiht. Auf eine unnachahmliche Weise nimmt er den Leser mit auf eine Reise, die sein Leben darstellt.
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Kritik: Jack Reacher: Kein Weg zurück [2016]
Bedenkt man, dass Jack Reacher: Kein Weg zurück ein Actionkrimi sein soll, dann muss man sich doch fragen, weshalb Regisseur Edward Zwick sich den Actionelementen so vehement versperrt. Für einen Krimi um den schweigsamen, ernsten Ex-Major Jack Reacher, der dort für Gerechtigkeit sorgt, wo sich die Behörden nicht die Finger schmutzig machen wollen oder können, erzählt er eine zu bekannte und klischeebeladene Geschichte. Dass der Film dennoch unterhält liegt an der Besetzung.
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Kritik: Doctor Strange [2016]
Mit Stephen Strange stößt ein weiterer Comic-Held des schier unendlichen Marvel-Universums in das minutiös durchgeplante MCU, das Marvel Cinematic Universe, das 2008 begann und derzeit zum Ende dieses Jahrzehnts klar definiert ist. Es umfasst inzwischen mehr als ein Dutzend Figuren, zu denen nun auch Doctor Strange gehört, dessen Leinwandeinstand gleichermaßen von Benedict Cumberbatch lebt, der spürbar in seinem Element ist, wie auch von dem unerwarteten Humor. Doch mehr Überraschungen gibt es leider nicht.
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Kritik: Deadpool [2016]
Die Verantwortlichen hinter Deadpool sind so sehr darum bemüht zu betonen, dass sie keinen normalen Comic-Superhelden-Film gemacht haben, dass es einen einlädt, auf die üblichen Klischees des Genres zu achten und die sind alle vorhanden. Nun werden Fans sicherlich argumentieren, dass Deadpool diese Elemente aufweist, weil sich die Figur und die Macher mit ihr darüber lustig machen. Nur, ist es lustiger, ein Klischee zu zeigen, oder ist es nicht entlarvender für die Konkurrenz, es absichtlich zu umgehen?
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Kritik: Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück [2015]
Regisseur Florian Gallenberger versucht das Grauen des Camps in Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück einzufangen, was ihm jedoch nur teilweise gelingt. Der erschütternde Realismus tritt hier hinter eine Geschichte zurück, die von zwei international bekannten Stars getragen wird. Das macht die Thematik zugänglicher, lässt aber viele andere Aspekte zu kurz kommen. Auf Grund des Themas ist es für ein erwachsenes Publikum nichtsdestoweniger sehr sehenswert.
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Kritik: The Finest Hours [2016]
The Finest Hours ist ein Film, der nie ganz das Potential seiner einzelnen Bestandteile erreicht. Geschweige denn es übertrifft. Filmemacher Craig Gillespie inszeniert die inspirierend wahre Geschichte einer aussichtslosen Bootsrettung inmitten eines Orkans im Winter des Jahres 1952 mit einem talentierten, jungen Cast. Er tut dies durchaus mit einem handwerklichen Geschick für imposante Bilder und bedrohliche Momente. Aber trotzdem ist all das nicht ergreifend und nur selten spannend.
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Kritik: Inferno [2016]
Inferno, der dritte Leinwandauftritt von Symbologe Robert Langdon und tatsächlich das vierte Buch der Reihe von Autor Dan Brown, kommt gefühlte fünf Jahre zu spät. Erneut mit Tom Hanks in der Hauptrolle des charismatischen Harvard-Professors, der sich auf die Spuren einer internationalen Schnitzeljagd begibt und Hinweisen folgt, um eine globale Pandemie zu verhindern, wirkt die Erzählung nie so getragen wie in den vorigen Filmen und beraubt die Vorlage ihrer mutigsten Entscheidung.
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Kritik: Findet Dorie [2016]
Dorie, den herzensguten, aber vergesslichen blau-gelben Paletten-Doktorfisch, hatte man bei Findet Nemo sofort ins Herz geschlossen. Dass man sich bei Pixar entschließen würde, ihre Geschichte zu erzählen, wundert somit nicht. Die einzige Überraschung ist, wie lange es gedauert hat. Findet Dorie schenkt der Figur, die sich meist nicht einmal erinnern kann, was im vergangenen Moment passiert ist, eine Vergangenheit und erzählt dabei eine Geschichte, die zwar nicht neu, dafür aber toll präsentiert ist.
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Kritik: The Shallows: Gefahr aus der Tiefe [2016]
Es wäre eine Übertreibung zu sagen, dass es einen Mangel an Filmen gibt, in denen sich die Protagonisten dem vermutlich ältesten Jäger unseres Planeten gegenübersehen: Dem Hai. Sie haben es inzwischen bis in Wirbelstürme (und das Weltall) geschafft. Umso erfreulicher ist es, dass Regisseur Jaume Collet-Serra in The Shallows: Gefahr aus der Tiefe eine viel simplere Ausgangslage findet, die eine viel persönlichere Bedrohung bedeutet. Es macht seinen Überlebens-Thriller sehenswerter als viele andere.
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Kritik: The Revenant - Der Rückkehrer [2015]
Alejandro G. Iñárritus The Revenant - Der Rückkehrer ist ein visuelles Meisterwerk mit zwei derart grausamen Momenten, dass selbst hartgesottenen Zusehern ein Schauer über den Rücken läuft. Doch so sehr der Filmemacher Wert darauf legt, sein eindringliches Racheepos mit hohem künstlerischen Anspruch umzusetzen und so kräftezehrend die Darbietungen, so sehr erweckt der Film den Eindruck, dass so möglichst viele Preise gewonnen werden sollen und nicht, weil sich die Geschichte so am besten erzählen lässt.
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Buchritik: Hanns und Rudolf [2013] - Thomas Harding
Thomas Hardings detaillierte und unvorstellbar gründlich recherchierte Aufarbeitung der wahren Geschehnisse in Hanns und Rudolf: Der deutsche Jude und die Jagd nach dem Kommandanten von Auschwitz besitzt nicht nur auf Grund der schonungslosen und nüchternen Beschreibung der Gräueltaten im Konzentrationslager eine solche Wucht, sondern auch deshalb, da er erzählt, ohne Partei zu ergreifen. Die Biografien von Rudolf Höß und Hanns Alexander werden mit Facetten geschildert, die beide Personen in jeweils ungeahntem Licht erscheinen lassen. Es ist eines der besten, bedeutendsten und bemerkenswertesten Werke, der vergangenen Jahre, packend und erschütternd zugleich.
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Kritik: The Huntsman & The Ice Queen [2016]
Es klingt zynisch, wenn man behauptet, dass man aus den Fehlschlägen anderer mindestens so viel lernen kann wie aus ihren Erfolgen – vermutlich sogar mehr. The Huntsman & The Ice Queen als Fehlschlag zu bezeichnen scheint dabei etwas harsch, sieht man sich Cedric Nicolas-Troyans Film für sich genommen an. Doch betrachtet man die Ambitionen, die mit dem Projekt verbunden waren und den ungemein interessanteren, packenderen und die Fortsetzung überhaupt erst ermöglichenden Snow White and the Huntsman, dann ist er es ganz offensichtlich.
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Kritik: Im Herzen der See [2015]
Mit Filmen, die auf wahren Ereignissen beruhen, hat Regisseur Ron Howard in den vergangenen 20 Jahren große Erfolge gefeiert. Umso mehr bleibt das Gefühl bei Im Herzen der See, dass die vermeintlich wahre Geschichte hinter Herman Melvilles Roman-Klassiker Moby-Dick nie dem Anspruch des Filmemachers gerecht wird. Oder seinen Möglichkeiten. Je länger das Drama in den recht zähen zwei Stunden inhaltlich mäandriert, umso frustrierender wird das Erlebnis.
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Kritik: London Has Fallen [2016]
Kleinen Kindern wird oft beigebracht, dass wenn man nichts Nettes über jemanden sagen kann, man besser gar nichts sagen sollte. Was insbesondere im menschlichen Zusammenleben ein wichtiger und empfehlenswerter Ratschlag, entpuppt sich für einen Kritiker leider als vollkommen unpraktikabel, umso mehr bei einem Film wie London Has Fallen. Statt die Stärken des ersten Films auszubauen und die Schwächen zu erkennen, geht Filmemacher Babak Najafi bedauerlicherweise genau den entgegen gesetzten Weg.
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Kritik: The Night Manager [2016]
Vor dem Hintergrund, dass schon rund zweistündige Adaptionen von John le Carrés Agentenromanen die Geduld mancher Zuschauer strapazieren, ist es erstaunlich, dass die Macher für die Verfilmung seines The Night Manager das Format einer fast sechsstündigen TV-Mini-Serie gewählt haben. Nicht weniger überraschend ist, dass die Serie den Spannungsbogen über die komplette Laufzeit halten kann und dem Stoff durch den Zeitgewinn genügend Raum zur Entfaltung gibt. Das ist anspruchsvoller – und besser – als vieles, was es dieser Art im Kino zu sehen gibt.
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Kritik: Batman v Superman: Dawn of Justice (Ultimate Edition) [2016]
Zack Snyders Batman v Superman: Dawn of Justice ist das filmische Gegenstück zu einem vor langer Zeit untergegangenen Schiffswrack. Es anzusehen besitzt zu Beginn durchaus eine gewisse Faszination und man mag sich fragen, wie es wohl soweit gekommen sein mag. Doch seinen eigentlichen Sinn und Zweck erfüllt es nicht (mehr). Die 30 Minuten längere Ultimate Edition des Superhelden-Epos mag zwar ein ansehnlicheres Wrack sein, ein Wrack bleibt es aber weiterhin.
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Kritik: Codename U.N.C.L.E. [2015]
Es gibt in der Story von Codename U.N.C.L.E. einen packenden Actionthriller, den Regisseur und Co-Autor Guy Ritchie jedoch nicht erzählt. Dass er sich stattdessen entscheidet, eine amüsante, in einem Moment gar bösartig witzige Agentenkomödie mit einem tollen Flair und einigen wenigen Actionszenen zu präsentieren, mag dem Film finanziell das Genick gebrochen haben, doch es ändert nichts daran, dass er für sich genommen genau das bietet: Überraschend leichtfüßige Agentenunterhaltung mit Sixties-Charme.
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Kritik: Deep Blue Sea [1999]
Renny Harlins Deep Blue Sea mag nicht nur der letzte ansehnliche Film gewesen sein, den der Regisseur von Stirb Langsam 2 oder Cliffhanger - Nur die Starken überleben zustande gebracht hat, er ist trotz all seiner Defizite, trotz der absehbaren Geschichte, den abziehbildähnlichen Figuren und den inzwischen nur offensichtlicher gewordenen Tricks, ein durchweg gelungener Sommerfilm, der sich dank seiner gelungenen Besetzung nicht zu ernst nimmt.
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Kritik: Dumbo [1941]
Dass Dumbo, einer der vielen Klassiker der frühen Walt Disney-Zeichentrickgeschichte, heuer 75 Jahre alt wird, mag man kaum glauben. Sieht man sich die fabelhaften Zeichnungen oder die fantastischen Farben an, könnte er gerade erst entstanden sein. Dass die Geschichte um Toleranz und Mutterliebe heute wie damals Bestand, Generationen von Zuschauern begeistert hat und wohl noch begeistern wird, macht deutlich, was für ein unvergleichliches Gespür Disney für das Geschichtenerzählen hatte.
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Kritik: Sabotage [2014]
Seit seiner Leinwandrückkehr ist Action-Altstar Arnold Schwarzenegger so sehr darum bemüht, sich ein neues Image zu verleihen und damit einen ebenso künstlerischen wie finanzielle Erfolg zu landen, dass man ihm allein schon für seine Beharrlichkeit wünschen würde, dass es ihm gelingt. Sabotage von Regisseur David Ayer ist leider ein derart verkorkster Film, dass es ihm auch hiermit nicht geglückt ist. Obwohl es – wie zuletzt oft – nicht an Schwarzenegger liegt.
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Kritik: RoboCop [1987]
Auch wenn Regisseur Paul Verhoeven mit Werken wie Total Recall - Die totale Erinnerung oder Starship Troopers Genre prägende Science Fiction-Filme hervorgebracht hat, die Gewalt regelrecht zelebrieren, keiner seiner Filme treibt dies so auf die Spitze wie RoboCop. Das ist in einigen Szenen derart abstoßend, dass man beinahe übersieht, wie gekonnt die düstere Zukunftsvision als bittere Gesellschaftssatire funktioniert und gleichzeitig das Flair der 1980er-Jahre wie eine Zeitkapsel einfängt.
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Buchkritik: Das Gottesgrab [2007] - Will Adams
Kaum etwas versprüht derart den Flair von Abenteuer wie die Geschichte selbst. Mit Daniel Knox stellt Autor Will Adams einen weiteren Abenteurer / Archäologen vor. Als eine von mehreren Fraktionen sucht er Das Gottesgrab, wohinter sich die letzte Ruhestätte des größten Herrschers aller Zeiten verbirgt: Alexanders des Großen. Das klingt, als wäre es eine gute Story für einen Abenteuerroman und in der Tat gelingt dem Autor sein Erstling überraschend gut, selbst wenn dieser inhaltlich zu wenig überrascht.
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Kritik: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert: "In den Händen der Borg" / "Angriffsziel Erde" [1990]
Mit dem ersten staffelübergreifenden Cliffhanger verabschiedete sich Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert in eine Sommerpause, die für viele Zuschauer drei Monate des grauenvollen Wartens bedeuten würde. Die Doppelepisode In den Händen der Borg und Angriffsziel Erde stellt dabei das Beste dar, was Star Trek in jener Zeit sowohl im Kino, wie je zuvor auf der kleinen Leinwand gezeigt hatte. Sie rangiert bei Umfragen unter den besten Fernsehfolgen aller Zeiten und das zu Recht.
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Kritik: Jason Bourne [2016]
So schön es auch ist, Matt Damon wieder in der Rolle zu sehen, die er vor beinahe 15 Jahren zum ersten Mal so gelungen verkörperte, seine Rückkehr zum Agenten ohne Erinnerung, dem Titel gebenden Jason Bourne, ist eine teils frustrierende Erfahrung. Das liegt nicht an ihm, sondern daran, dass Regisseur Paul Greengrass keine wirklich neue Geschichte erzählt. Er tut dies außerdem auf eine Art und Weise, dass selbst hartgesottenen Zusehern schon nach kurzer Zeit die Augen schmerzen.
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Kritik: Frühstück bei Monsieur Henri [2015]
Regisseur Ivan Calbérac, der mit Frühstück bei Monsieur Henri sein eigenes Theaterstück adaptiert, stellt im Titel gebenden Henri Voizot einen betagten Herrn vor, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Als er der jungen Studentin Constance ein Zimmer in seiner Wohnung vermietet, bietet er ihr an, mietfrei wohnen zu können, wenn sie seinen Sohn und dessen Frau auseinanderbringt. Das bringt nicht nur allerlei bitterböse Verwicklungen mit sich, sondern auch einen Einblick in zwei Figuren, die gleichermaßen desillusioniert sind.
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Kritik: Voll verzuckert - That Sugar Film [2014]
Es hat eine gewisse Ironie, dass Damon Gameaus Voll verzuckert - That Sugar Film den Eindruck von Fast Food im Bereich der Dokumentationen hinterlässt. Er ist schnell, bunt und bietet dank des Filmemachers, der sich und sein Privatleben hier gleichermaßen inszeniert, genug Vertrautes, um zu gefallen. Aber ist er erst einmal vorbei, stellt sich ein seltsames Gefühl ein und so wirklich sicher, was die Zutaten waren, ist man auch nicht. Dabei sind die Erkenntnisse wirklich sehenswert.
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Kritik: Krampus [2015]
Dass Filmemacher Michael Dougherty seine düstere Weihnachtsmär um die finstere Figur Krampus, die im Gegensatz zum Weihnachtsmann nicht kommt, um zu schenken, sondern um zu nehmen und zu bestrafen, überhaupt realisieren konnte, ist eine Überraschung. Woher sollte sich ein amerikanisches Publikum mit österreichisch-deutschem Brauchtum identifizieren können. Dabei gelingt es ihm gut, Krampus einen reichen Hintergrund zu bescheren – nur die Geschichte selbst wird dem nicht gerecht.
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Kritik: Mama [2013]
Was macht Ihnen Angst? Es ist eine Frage, die sich ein jeder Zuschauer bzw. eine jede Zuschauerin stellen sollte, bevor man sich einen Horrorfilm ansieht. Regisseur Andrés Muschietti scheinen Geister Angst zu machen, die nach seinem Gruselfilm Mama, bezogen auf ihre Eigenschaften, ins Gegenteil verkehrte Persönlichkeiten sind. Seine Schreckensvision setzt mehr auf eine bedrohliche Stimmung, denn auf blutigen Horror und ist gerade deshalb gelungen. Nur verlässt er sich am Ende mehr auf Tricks, denn auf die Figuren.
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Kritik: Twister [1996]
Es passiert nicht alle Tage, dass eine Altersfreigabe mit der "heftigen Darstellung von sehr schlechtem Wetter" begründet wird. Nicht einmal in den USA. Dabei machen genau diese Darstellungen den Reiz von Twister aus, wenn es einem gelingt, auszublenden, dass die gezeigten Verwüstungen dort auch Menschen treffen. Dass dem Film oft vorgeworfen wird, er wäre nicht viel mehr, als die heiße Luft, von der er erzählt, mag inhaltlich stimmen – nur sah die nie zuvor so gut aus und hat nie so Spaß gemacht.
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Kritik: Gefährliche Brandung - Point Break [1991]
Es gibt viele Filme, die treffend das Gefühl eines unendlichen Sommers einfangen. Kaum einem gelingt es dabei so gut, den Scheitelpunkt herauszuarbeiten, wenn aus dem unbeschwerten Abenteuer tödlicher Ernst wird, wie Kathryn Bigelows Gefährliche Brandung. Angesiedelt im Surfer-Milieu in Kalifornien, ermittelt darin der aufstrebende FBI-Agent Johnny Utah verdeckt, um eine Gruppe Bankräuber auszuheben, die seit Jahren ihr Unwesen treiben. Das ist 100 % pures Adrenalin.
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Kritik: Ghostbusters [2016]
Zu Beginn ist der Ghostbusters-Reboot nicht so schlecht wie befürchtet. Das hält jedoch nur so lange, bis Regisseur Paul Feig seinen vier Hauptdarstellerinnen die komödiantischen Teile überlässt, ohne ihnen etwas zu geben, womit sie arbeiten können. Mehr als drei Jahrzehnte ist es her, seit die ursprünglichen Geisterjäger die Welt sicherer gemacht haben. Man sollte mindestens 30 weitere Jahre warten, ehe man sich an einer weiteren Neuinterpretation versucht.
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Kritik: Bridge of Spies: Der Unterhändler [2015]
Filmemacher Steven Spielberg präsentiert die wahre Geschichte eines Anwalts, der dafür, dass er getreu den Grundrechten der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika einen enttarnten russischen Spion verteidigte, offiziell angefeindet wurde. Bridge of Spies: Der Unterhändler ist ein Plädoyer, das heute so wichtig ist wie vor mehr als 50 Jahren, als die Geschehnisse sich zugetragen haben. Vielleicht sogar noch wichtiger.
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Kritik: Steve Jobs [2015]
Steve Jobs ist ein Film, der von zwei Motoren angetrieben wird. Der eine sind die Dialoge, die teils den Rhythmus einer Dampflokomotive anzunehmen scheinen, wenn sie in einem Rausch dahinbrettern. Der andere ist die Faszination, die von seiner Titel gebenden Hauptfigur ausgeht. Doch wie die autorisierte Biografie, auf welcher Danny Boyles Dialogdrama basiert, gelingt es ihm nur, die Person zu beschreiben, nicht aber, sie zu ergründen.
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Kritik: Arlo & Spot [2015]
Auch wenn die Geschichtenerzähler von Pixar bewiesen haben, dass ihnen die Ideen noch lange nicht ausgehen und es ihnen gelingt, aus den ungewöhnlichsten Storys fantastische Filme zu formen, es stimmt einen bedenklich, wenn ein Projekt bei diesen kreativen Köpfen mit zwei Jahren Verspätung in die Kinos kommt. Das war der Fall bei Arlo & Spot, der nicht nur einen neuen Regisseur bekam, sondern beinahe eine ganz neue Besetzung. Man darf bezweifeln, ob die Beteiligten mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sind.
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Kritik: Mr. Holmes: Der Mann hinter dem Mythos [2015]
Die Titel gebende Hauptfigur in Mr. Holmes: Der Mann hinter dem Mythos strahlt eine solch charismatische Melancholie aus, dass sie von innen zu leuchten scheint. Vom großartigen Ian McKellen in einer unnachahmlichen Weise zum Leben erweckt, fasziniert jeder einzelne Gesichtsausdruck dieses ikonischen Charakters. So sehr, dass die eigentliche Geschichte darüber in den Hintergrund gerät. Oder ist er vielmehr selbst die Geschichte? Das herauszubekommen macht hier den Reiz aus.
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Kritik: Die Wahlkämpferin [2015]
Die Drehbuchvorlage zu David Gordon Greens Die Wahlkämpferin ist nur ein oder zwei Überarbeitungen davon entfernt, sehr gut zu sein. Dass diese nicht stattgefunden haben ist umso bedauerlicher, da die fiktive Docudramedy mit einer tollen Besetzung aufwartet, der man wünscht, dass ihr Talent auch genutzt würde. Doch obwohl sich Hauptdarstellerin Sandra Bullock, die gleichzeitig als ausführende Produzentin auftritt, alle Mühe gibt, ihre Figur versteht man bis zum Schluss nicht.
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Kritik: Der letzte Wolf [2015]
Angesichts des Repertoires wird man bei einem neuen Film von Regisseur Jean-Jacques Annaud selbst dann hellhörig, wenn seine letzten Werke enttäuschten. Der letzte Wolf stellt dabei schon deshalb etwas Besonderes dar, da der Regisseur trotz der restriktiven Politik in China – und trotz seines Porträts des Dalai-Lama und Chinas in seinem früheren Werk – die künstlerische Kontrolle behalten durfte. Das Ergebnis ist stellenweise beeindruckend und von einer bedrückenden Tragik. Nur leider nicht durchgehend so.
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Buchkritik: The Eden Cycle [1974] - Raymond Z. Gallun
Autor Raymond Z. Gallun erzählt in seinem Science Fiction-Roman The Eden Cycle von unvorstellbaren Umgebungen und von Charakteren, die von bekannten Comic-Figuren bis hin zu Weltherrschern reichen. Er tut dies eingebettet in einer Geschichte, die das Konzept der Virtuellen Realität Jahrzehnte vor ihrer Zeit, in einem Detailgrad definiert, der fasziniert. Die Feststellungen, die der Autor dabei trifft, bringen so Vieles auf den Punkt, dass man ihm verzeiht, wie lange er sich dafür Zeit nimmt.
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Kritik: Star Trek: Beyond [2016]
So vielversprechend die Aussicht für viele Fans auch war, ein drittes Abenteuer im neu gestarteten Star Trek-Universum geboten zu bekommen, so ernüchternd empfanden viele die ersten bewegten Bilder. Justin Lins optisch überragender Star Trek: Beyond ist jedoch ein packendes Abenteuer im Weltraum, dem es nicht nur gelingt, die Momente der bekannten Crew bestehend aus Ikonen des Genres, fabelhaft einzufangen, sondern auch Spaß daran zu finden.
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Kritik: Independence Day: Wiederkehr [2016]
Für mehr als die Hälfte ist Independence Day: Wiederkehr ein überraschend unterhaltsamer Popcorn-Film mit einigen interessanten Einfällen und einer Zerstörungswut, die sich hinter dem ersten Film nicht zu verstecken braucht. Das dauert an, bis sich das Drehbuch der sage und schreibe fünf Autoren an einen Punkt manövriert, an dem an sich alles entschieden ist und das Problem entsteht, dass Hollywood Filme so nicht enden lässt. Was folgt enttäuscht dermaßen, so dass selbst die mittelmäßigen Tricks kaum auffallen.
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Kritik: Marcella: Staffel 1 [2016]
In der Brit-Thriller-Serie Marcella weiß die titelgebende Hauptfigur mitunter selbst nicht, was sie tut. Die erste Staffel der unter anderem von Netflix produzierten Serie erfindet das Thriller-Genre nicht neu, muss dies aber auch nicht. Die Geschichte ist durchgängig spannend und dank der vielschichtigen Figurenkonstellationen kommt nie Langeweile auf. Das Ergebnis läuft nicht in allen Belangen völlig rund, bietet jedoch einen schillernden Hauptcharakter, der von Anna Friel klasse verkörpert ist.
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Kritik: No Escape [2015]
In No Escape unternehmen die Filmemacher große Anstrengungen, dass der Zuschauer den Ort des Geschehens nicht auf einen real existierenden Staat beziehen kann. Kennern wird indes schnell klar, dass Vieles dafür spricht, dass in der Tat Thailand gemeint sein dürfte, weshalb es umso mehr erstaunt, dass die Produktion trotz der sehr restriktiven Auslegung von Meinungsfreiheit des Landes tatsächlich vor Ort drehen durfte. Aber trotz des exotischen Schauplatzes und der teils schweißtreibenden Flucht gelingt es dem Regisseur nicht, sein Werk über den Durchschnitt zu heben.
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Kritik: Die Peanuts - Der Film [2015]
Die Peanuts - Der Film ist einer der seltenen Fälle, bei denen man als erwachsener Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute ein Grinsen im Gesicht hat. Ganz egal, ob was dem liebenswerten Charlie Brown oder seinen Freunden geschieht, gerade lustig ist, oder nicht. Allein der Look des zauberhaft animierten Films ist so gelungen und einzigartig, dass jeder, der mit den Peanuts-Comics vertraut ist, sich sofort darin verlieren kann. Dass die Geschichte dem nicht ganz standhält, verzeiht man dank der Botschaft dabei gern.
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Kritik: Crimson Peak [2015]
Regisseur Guillermo del Toro verlangt von seinen Zusehern bereits in der ersten Minute einen Glaubenssprung: Geister gibt es wirklich, erzählt die Protagonistin Edith. Wer sich auf die Geschichte einlässt, die sie zu erzählen hat, wird feststellen, dass Crimson Peak von zwei Gewaltspitzen abgesehen überraschend blutleer ist. Das ist für sich genommen alles andere als ein Kritikpunkt. Doch dass sich nur selten eine vermeintlich gruselige Stimmung einstellt, stellt bei beinahe zwei Stunden Laufzeit ein bedeutend größeres Problem dar.
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Kritik: Regression [2015]
Alejandro Amenábars Regression ist ein atmosphärischer, düsterer Film. Angesichts der Thematik, die von Kindesmissbrauch bis hin zu satanischen Sekten reicht und angeblich auf Tatsachen basiert, sollte er das auch. Doch so sehr die drei Hauptdarsteller in ihren Rollen überzeugen und so gelungen der Regisseur mit dem spielt, was im Schatten liegt, sein Mysterythriller ist am Ende merklich zu lang und die Auflösung lässt mehr Fragen offen, als Antworten geliefert werden.
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Kritik: Chasing Ice [2012]
Naturfotograf James Balog macht sich auf, die Auswirkungen der globalen Erwärmung anhand des Gletscherschwunds zu dokumentieren. Mit Hilfe von festen installierten Kameras in Island, Grönland und Alaska rückt er in Chasing Ice in Perspektive, welche Auswirkungen die gezeigten Veränderungen unserer Welt haben werden. Jeder muss für sich entscheiden, ob er bzw. sie die Augen davor verschließt, oder nicht.
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Kritik: Ghostbusters II [1989]
Irgendwo, tief begraben unter all dem klebrigen Schleim, steckt in Ghostbusters II eine Story, die einer Fortsetzung zum erfolgreichen und einzigartigen Ghostbusters - Die Geisterjäger würdig ist. Nur gelingt es selbst den kreativen Köpfen hinter dem Hit fünf Jahre später nicht, diese auch zutage zu fördern. Die Wissenschaftler des Paranormalen, die sich hier mit einem Karpatenfürsten aus dem 16. Jahrhundert anlegen, der in diese Zeit wiedergeboren werden will, wirken bisweilen wie Karikaturen ihrer selbst.
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Kritik: Auf der Jagd [1998]
Stand heute hat der gefeierte Darsteller (und Regisseur) Tommy Lee Jones seinen einzigen Oscar für seine Darbietung als zielstrebiger U.S. Marshal in Auf der Flucht erhalten. In Stuart Bairds Auf der Jagd schlüpft er erneut in die Rolle, die er so unvergleichlich geprägt hat. Obwohl der Thriller großteils eine Nacherzählung des erstgenannten darstellt, verbirgt sich dahinter gelungenes Actionkino mit einer gut aufgelegten Besetzung und einigen immens temporeichen Momenten.
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Kritik: Die Maske des Zorro [1998]
Mit Die Maske des Zorro präsentiert Filmemacher Martin Campbell ein erfrischend altmodisches Mantel-und-Degen-Abenteuer um den "mexikanischen" Robin Hood. Dabei macht er so Vieles richtig, dass die Dinge, die ihm nicht gelingen, nicht nur wenig ins Gewicht fallen, sondern am Ende kaum in Erinnerung bleiben. Temporeich erzählt, nimmt sich die Geschichte viel Zeit, Zorros Werdegang zu schildern und verliert auch nicht aus dem Blick, woher er kommt. Seine Gegner erfahren nicht so viel Aufmerksamkeit.
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Kritik: Big Trouble in Little China [1986]
Denkt man an die vielen erinnernswerten Actionkomödien der 1980er-Jahre, wird Big Trouble in Little China oft vergessen. Und das nicht einmal zu unrecht. John Carpenters Fantasykomödie mit Actionelementen ist nie so gut, wie sie sein könnte oder vermutlich wollte. Das mag an den ständigen Einmischungen des Produzenten gelegen haben, oder der Idee selbst. Aber trotzdem besitzt der recht unterhaltsame Streifen Charme und einige Momente, die im Gedächtnis bleiben. Auch nach all der Zeit.
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Kritik: Star Trek VI: Das unentdeckte Land [1991]
25 Jahre, nachdem die Crew des Raumschiffs Enterprise zum ersten Mal durch das Universum flog, bricht die Crew um Captain Kirk zu ihrem letzten Abenteuer auf. Abschied zu nehmen fällt am Ende deshalb besonders schwer, weil sie sich ihren packendsten und besten Leinwandauftritt für den letzten aufgespart haben. Star Trek VI: Das unentdeckte Land ist ein unerwartet politischer Film, ein Thriller, der das damals aktuelle Weltgeschehen so gekonnt widerspiegelt und alle Figuren nochmals zur Hochform auflaufen lässt.
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Kritik: Star Trek V: Am Rande des Universums [1989]
Es gibt eine weit verbreitete Überzeugung, dass die Filme mit den geraden Nummern besser sind als diejenigen mit den ungeraden. Wer einen Beweis für diese These benötigt, dem wird meist Star Trek V: Am Rande des Universums genannt. In der Tat gibt es im gesamten Film nur zwei Elemente, die funktionieren, so dass es am Ende einfacher ist, sie aufzulisten als all das, womit Regisseur und Hauptdarsteller William Shatner hier so nachhaltig scheitert. Das mag mitunter nicht an ihm liegen, doch es macht das Endergebnis leider nicht besser.
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Kritik: Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart [1986]
20 Jahre, nachdem Raumschiff Enterprise zum ersten Mal über die Bildschirme flackerte, feiert die Crew um Captain James T. Kirk ihren größten finanziellen Erfolg. Besonders beliebt ist Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, das die Mannschaft ins 20. Jahrhundert zurückbringt, bei denjenigen, die mit dem Science Fiction-Aspekt der Reihe wenig anfangen können. Man könnte auch sagen, so wenig Star Trek war Star Trek nie zuvor. Das Ergebnis ist immens unterhaltsam, aber nicht wirklich zeitlos.
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Kritik: Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock [1984]
Es gibt keine Möglichkeit, über Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock zu sprechen, ohne ein paar wichtige Punkte aus Star Trek II: Der Zorn des Khan aufzugreifen. Die Notwendigkeit scheinen auch die Filmemacher erkannt zu haben und beginnen mit einem Rückblick, der den schmerzlichsten Moment des Vorgängers erzählt. Regisseur Leonard Nimoy schließt daran ein Weltraumabenteuer an, das zwar nicht das Momentum des letzten Films aufgreifen kann, aber dennoch einige Szenen bereithält, die im Gedächtnis bleiben.
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Kritik: Star Trek II: Der Zorn des Khan [1982]
Drei Jahre nach dem Leinwanddebüt der Crew des Raumschiff Enterprise und mit einem deutlich geringeren Budget, melden sich James Kirk und seine Mannschaft in Star Trek II: Der Zorn des Khan zurück. Der Titel verrät bereits, dass der zweite Kinofilm die Story einer Fernsehepisode wieder aufgreift und weitererzählt. Herausgekommen ist der vielleicht unterhaltsamste Film mit der ursprünglichen Crew, der von den hervorragend getroffenen Charakteren lebt und ein Finale bietet, wie Fans es sich immer gewünscht haben.
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Kritik: Star Trek: Der Film (The Director's Edition) [1979]
Als 10 Jahre nach dem Ende der Kult-Fernsehserie Raumschiff Enterprise Captain Kirk und seine Crew den Sprung auf die große Leinwand wagen durften, konnten unzählige Fans nicht glücklicher sein. Doch zwei Jahre, nachdem George Lucas mit Krieg der Sterne die Kinosäle und die Zuschauer erobert hatte, schien Star Trek: Der Film trotz des dreimal so hohen Budgets ein Rückschritt. Weder die finanziellen, noch die Erwartungen der Fans konnte die bekannte Story wirklich erfüllen.
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OFDb-Filmworks veröffentlicht John Schlesingers Das Ritual Ende Juli
Filmfans, die hochwertige Veröffentlichungen zu schätzen wissen, können sich im kommenden Sommer auf den nächsten Release von OFDb-Filmworks freuen. Ende Juli erscheint als streng limitierte 3-Disc Collector's Edition der Mystery-Horror Das Ritual von Regisseur John Schlesinger (Der Marathon-Mann [1976]). Der ungeschnittene Film wird von ebenso zahlreichem wie exklusivem Bonusmaterial begleitet ...
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Kritik: X-Men: Apocalypse [2016]
Wie man unschwer erahnen kann, dreht sich Bryan Singers X-Men: Apocalypse um das drohende Ende der Welt. Wieder einmal. Doch im Gegensatz zu dem unausgereiften Vorgänger X-Men: Zukunft ist Vergangenheit gelingt es dem Filmemacher hier sowohl, die jüngeren X-Men als Gruppe zusammenzuschweißen und gleichzeitig all das zu präsentieren, was einen heutigen Popcorn-Film ausmacht. Und dazu scheint es unausweichlich zu gehören, dass ganze Städte in Schutt und Asche gelegt werden.
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Kritik: The Jungle Book [2016]
Als vor ein paar Jahren bekannt wurde, dass der Disney-Konzern an einer neuen Dschungelbuch-Realverfilmung arbeitet, die den Stoff einer neuen Generation nahebringen soll, war die Skepsis insbesondere unter den Leuten groß, die mit Mogli, Balu und Baghira aufgewachsen sind, die die Geschichte und die Figuren lieben, und die zeitlos schönen Lieder nicht nur mitsummen, sondern Wort für Wort mitsingen können. Herausgekommen ist eine der Überraschungen dieses Kinojahres.
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Kritik: Kill the Messenger [2014]
Auch wenn sich Michael Cuestas auf Tatsachen basierendes Drama über weite Teile so gibt, Kill the Messenger ist nicht der übliche "Journalist riskiert Ruf und Familie für die große wahre Story"-Film. Die Nacherzählung des David gegen Goliath-Kampfes des Reporters Gary Webb, der für die Zeitung San Jose Mercury News recherchierte, dass im Wissen der CIA große Mengen Kokain in die USA geschleust und verkauft wurden, muss am Ende auf das verzichten, was man sich am meisten erhoffen würde.
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Kritik: The Wave - Die Todeswelle [2015]
Mit The Wave - Die Todeswelle präsentiert Regisseur Roar Uthaug den ersten skandinavischen Katastrophenfilm. Er folgt dabei dem grundsätzlichen Aufbau der in Hollywood mit einem Vielfachen des Budgets produzierten Filme, konzentriert sich jedoch darauf, neben dem erschreckend realistischen Szenario Figuren vorzustellen, deren Schicksale berühren. Nicht nur, dass er dabei weit weniger Klischees als viele andere Produktionen bedient, er zeigt auch, dass eine solche Katastrophe keine Grundlage für einen Spaßfilm ist.
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Kritik: Margos Spuren [2015]
Auch wenn Margos Spuren sich als Lovestory für Heranwachsende gibt, der auf einem Roman von John Green basierende Film erzählt vielmehr vom letzten Abenteuer dreier Freunde, die sich seit Kindertagen kennen und nach der High School getrennte Wege gehen. Die Feststellungen, die Regisseur Jake Schreier hierbei trifft, sind allesamt nicht neu, aber für das Zielpublikum ansprechend umgesetzt und mit einem aufdringlich beworbenen Soundtrack untermalt.
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Kritik: Für immer Adaline [2015]
Mit Für immer Adaline steckt Regisseur Lee Toland Krieger seine Ziele selbst so hoch, dass er sie kaum erreicht. Viele werden nur gestreift und keines voll getroffen. Die ungewöhnliche Lovestory einer Frau, die nach einem Unfall nicht mehr altert, will dieses im wörtlichen Sinne fantastische Element erklären und scheitert daran ebenso wie in Hinblick darauf, was so ein langes Leben für einen Menschen darstellt. Hervorragend eingefangen und mit einem sehenswerten Harrison Ford ist das enttäuschender, je länger man darüber nachdenkt.
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Kritik: Picknick mit Bären [2015]
Es überrascht nicht wirklich, dass es in Picknick mit Bären kein wirkliches Picknick mit Bären zu sehen gibt. Unerwartet ist allerdings, dass die zweite Zusammenarbeit zwischen Robert Redford und Nick Nolte nach dem von Redford selbst inszenierten The Company You Keep trotz der zwei Schauspieltitanen so enttäuscht. Auch wenn der Film auf der Autobiografie von Bill Bryson basiert, man hat mehr das Gefühl, der einzige Grund wäre, die beiden Stars zusammen zu bringen.
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Kritik: Money Monster [2016]
Es verbergen sich einige traurige Wahrheiten in Money Monster, der neuen Regiearbeit von Jodie Foster. Sie widmet sich hier einem Thema, das so alltäglich geworden ist, dass die Absurdität dahinter in der Informations- und Medienflut, die tagein tagaus auf uns niederprasselt, oft verloren geht. Wohin verschwindet das Geld an den Börsen, wenn die Kurse in den Keller rutschen? Und wieso tun sie es überhaupt? Ihre Antwort, so vereinfacht sie hier auch ist, ist durchweg sehenswert.
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Kritik: Vor ihren Augen [2015]
Mit Vor ihren Augen stellt Regisseur und Autor Billy Ray das amerikanische Remake des argentinischen Oscargewinners In ihren Augen vor. Ob der Film, wie oft dargebracht, dem Original nicht das Wasser reichen kann, müssen diejenigen beurteilen, die ersteren gesehen haben. Interessierte Zuseher finden in Vor ihren Augen ein atmosphärisch dichtes Crimedrama mit einer Julia Roberts, die alle ihre Co-Stars in den Schatten stellt. So ergreifend wie ihre Darstellung ist der Film selbst jedoch nicht.
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Kritik: High-Rise [2015]
30 Jahre lang versuchte Produzent Jeremy Thomas, das als unverfilmbar geltende Buch High Rise (auch bekannt unter den Titeln Der Block und Hochhaus) von J. G. Ballard auf die Leinwand zu bringen. Wenn Regisseur Ben Wheatley eines gelungen ist, dann der Vorlage die Aura des Unverfilmbaren zu erhalten. Seiner um eine Arthouse-Ästhetik bemühten Interpretation fehlt es an beinahe allem, was das Geschichtenerzählen ausmacht. Dafür prägt er High-Rise mit einem hervorragenden Look.
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Kritik: Honeymoon [2014]
Der kleine und durchaus sehenswerte Independent-Horror-Film Honeymoon eignet sich trotz des Titels nicht unbedingt für Frischverheiratete. Die titelgebenden Flitterwochen verbringen die beiden Hauptfiguren, die beinahe den gesamten Film allein vor der Kamera zu sehen sind, in einer abgelegenen Hütte hinter der kanadischen Grenze. Das allein ist nicht beunruhigend, wohl aber, wie sich eine Person hier verändert. Würde man die Auflösung nicht schon sehr früh serviert bekommen, würde es länger mitreißen.
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Kritik: Run All Night [2015]
Für einen Film mit dem Titel Run All Night ist Jaume Collet-Serras Crimedrama recht gemächlich erzählt. Die düstere Geschichte um Loyalität, Familienbande und die Geister der Vergangenheit ist weit von einem schweißtreibenden Thriller entfernt, obwohl Liam Neeson viel unterwegs ist. Das wäre für sich genommen kein wirklicher Kritikpunkt, wenn die Geschichte um den Gangster Jimmy Conlon, der ins Fadenkreuz des noch größeren Shawn Maguire kommt, denn mitreißen würde. Doch genau das tut sie leider nicht.
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Kritik: Back in Time [2015]
Ebenso sehr wie die gezeigten, von Fans liebevoll restaurierten, ikonischen DeLorean-Autos, ist die Dokumentation Back in Time ein Herzensprojekt. Zum 30jährigen Jubiläum des Zeitreiseklassikers Zurück in die Zukunft versammelt Regisseur Jason Aron Cast und Crew vor der Kamera und lässt sie von der Entstehung erzählen. Zudem kommen Fans zu Wort, deren Leben durch den Film und ihrer Faszination dafür nachhaltig verändert wurde. Das Ergebnis mutet jedoch zu oft an wie ein Special für eine Heimvideoveröffentlichung.
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Kritik: The Captains [2011]
In The Captains lädt William Shatner sich selbst und die übrigen Captains der bisherigen Star Trek-Serien vor die Kamera ein, um über sich und ihre Erfahrungen mit dem Franchise zu sprechen. Herausgekommen ist ein vergnügliches Beisammensein aller Beteiligten, die meist bekannte und nur wenig neue Einblicke im Vergleich zu bisherigen Dokumentationen bieten. Einige Momente machen hingegen das Einschalten der Fans lohnenswert. Aber wer mit den Darstellern und ihren Figuren nicht vertraut ist, ist hier fehl am Platz.
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Kritik: Lilo & Stitch 2 - Stitch völlig abgedreht [2005]
Es ist nicht, dass Lilo & Stitch 2 - Stitch völlig abgedreht absichtlich ein enttäuschender Film wäre. Es hat vielmehr den Anschein, als hätten sich die beiden Filmemacher zusammengesetzt und überlegt, welche Story sie um den fluffigen Stitch und die liebenswerte Lilo erzählen können. Herausgekommen ist eine Geschichte, die mit gerade einmal einer Stunde Laufzeit ohne Abspann erfreulich kurz ist, aber für den Inhalt immer noch viel zu lang und kein Vergleich mit dem Disney-Klassiker, der die Figuren vorstellte.
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Kritik: Lilo & Stitch [2002]
Sieht man sich die Geschichte von Lilo & Stitch an, dann kann man kaum glauben, dass dies ein Disney-Film sein soll. Sieht man die Zeichnungen, ist es nur noch unglaublicher. Und doch besitzt der Film einen derart ansteckenden Humor, die knuddeligsten Figuren, die seit ewigen Zeiten in einem Zeichentrickabenteuer zu sehen waren und eine so herzerwärmende Story, dass man sich zumindest in jener Zeit kein anderes Studio vorstellen konnte, bei dem er besser aufgehoben wäre.
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Kritik: The First Avenger: Civil War [2016]
The First Avenger: Civil War beschreibt den sich andeutenden Konflikt zwischen den bekannten Superhelden Captain America auf der einen und Tony Stark auf der anderen Seite. Beide kämpfen für diese Welt, jedoch mit unterschiedlichen Mitteln. Das Ergebnis ist ein Bürgerkrieg, bei dem viel kaputtgeht und ein Film, der hinter dem letzten Captain America-Solo-Abenteuer merklich zurückbleibt. Und das, obwohl was auf dem Spiel steht nie greifbarer war als hier. Eigentlich schade.
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Kritik: Die Monster Uni [2013]
Wie könnte man erwarten, dass selbst die Geschichtenerzähler von Pixar, die bereits mehrfach bewiesen haben, wie viel Fantasie in ihnen steckt, Die Monster AG übertreffen? Nun, sie tun es nicht – und viel wichtiger, sie versuchen es gar nicht. Die Monster Uni taucht in diese Welt ein, beschreibt das erste Aufeinandertreffen der Monster Mike und Sulley, mit dem einzigen Ziel, eine eigene rasante Geschichte mit einer insbesondere für das junge Publikum wichtigen Aussage zu erzählen.
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Kritik: Horns [2013]
Sieht man über die ganzen offensichtlichen, eigenwilligen Entscheidungen hinweg, die Alexandre Ajas lange im Voraus diskutiertes Projekt Horns bedeutend mittelmäßiger werden lassen, als der Film hätte sein können, gibt es einen grundlegenden Punkt, der die Geschichte um beinahe seine ganze Zugkraft bringt: Es gibt nur zwei wirklich sympathische Figuren im Film. Als wären das nicht bereits wenig genug, ist Hoffnung hier ein rares Gut.
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Kritik: The Railway Man - Die Liebe seines Lebens [2013]
Im Antikriegsdrama The Railway Man - Die Liebe seines Lebens ist der von Colin Firth eindringlich verkörperte Eric Lomax durch die Tortur, die er in japanischer Kriegsgefangenschaft erdulden musste, ebenso sehr Gefangener seiner Vergangenheit wie er nicht in der Lage ist, sein Leben mit seiner Frau Patti zu teilen. Regisseur Jonathan Teplitzkys Film ergeht es ähnlich. Hin und her gerissen zwischen Rückblicken und den Qualen, die Eric immer noch durchleidet, lädt sich die Geschichte mehr auf, als sie bewältigen kann.
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Kritik: Sherlock: "Die Braut des Grauens" [2016]
Sherlocks Die Braut des Grauens ist ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis. Das deshalb, da die Autoren so sehr darum bemüht sind, ihrem Publikum auf die Nase zu binden, sie wären viel schlauer als sie es tatsächlich sind. So betrügen sie das Publikum mit diesem "Intermezzo", wie der TV-Film betitelt ist, sowohl um ein Holmes-Abenteuer im viktorianischen England, als auch um eine Fortsetzung des Cliffhangers aus Sein letzter Schwur. Selbst eine wirkliche Überleitung zur kommenden vierten Staffel behält man sich vor.
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Kritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 2 [2015]
Seit Katniss Everdeen in Catching Fire ihr Schicksal annahm, um als Gallionsfigur eine Revolution anzuführen, mit der die Unterdrückerherrschaft von Präsident Snow endlich ein Ende finden sollte, ist gefühlt ein Jahrzehnt vergangen. Mit Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 2 soll die Schlacht nun endlich in Snows Kapitol getragen werden, doch die Story betrügt die Zuschauer um genau das. Stattdessen ziehen sich der Anfang und der unpassende Schluss ewig hin, während der Mittelteil nichts Neues bietet.
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Kritik: The Walk [2015]
Am Morgen des 7. August 1974 balancierte der junge Franzose Philippe Petit auf einem zweieinhalb Zentimeter starken Drahtseil, das er zwischen den Dächern der zwei Türme des Word Trade Center gespannt hatte in über 400 Metern Höhe. Filmemacher Robert Zemeckis erzählt dies in The Walk in teils schwindelerregenden Bildern und mit einem fantastischen Gespür für die Würdigung, die er hier nicht nur dem Künstler gegenüber vornimmt. Nur tut er das leider nicht durchgängig genug.
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Kritik: A Most Violent Year [2014]
J.C. Chandors A Most Violent Year ist ein tadellos inszeniertes, großartig ausgestattetes Drama, das im Jahr 1981 in New York City angesiedelt ist. Aber so toll die Darsteller auch sind und so durchweg gelungen die handwerkliche Umsetzung, die Geschichte ist mit einer Bedächtigkeit erzählt, dass man lange Zeit vermuten würde, sie würde auf etwas ganz Anderes hinaus, nur um dann festzustellen, dass das Skript auch diesen Weg nicht gehen will.
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Kritik: Eine Frage der Ehre [1992]
Wenn es um packende, atmosphärisch dichte Gerichtssaal-Dramen geht, gibt es kaum ein besseres Beispiel als Eine Frage der Ehre. Das Krimidrama von Regisseur Rob Reiner wartet nicht nur mit einer Star-Besetzung auf, die sich inzwischen kaum ein Produzent mehr leisten könnte, die Story spielt an einem heute immer noch brisanten Nebenschauplatz mit einer immer noch gültigen Grundsatzfrage und liefert einen der besten Monologe, der Filmgeschichte geschrieben hat.
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Kritik: In the Line of Fire - Die zweite Chance [1993]
Für den deutschen Regisseur Wolfgang Petersen war In the Line of Fire - Die zweite Chance sein bis dahin größtes Projekt. Schon allein auf Grund der beteiligten Stars. Eine Ironie des Schicksals, dass man mit dem atmosphärisch dichten Thriller Hauptdarsteller Clint Eastwood mehr in Verbindung bringt, als ihn. Sich dessen Charisma zu entziehen fällt in der Tat schwer und es gelingt nur einem Darsteller im Film, ihm Stand zu halten. Das Ergebnis ist ein überraschend zeitloser Film mit einem packenden Bösewicht.
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Kritik: Zoomania [2016]
Disneys Zoomania ist ein familientauglicher, lustiger Animationsfilm mit immens knuffigen Figuren, deren Abenteuer eine wichtige Botschaft für ältere und jüngere Zuschauer bereithalten. Die gleichnamige Metropole, in der alle Tierarten harmonisch zusammenleben, ist so farbenfroh und fantasievoll zum Leben erweckt, dass man am liebsten dorthin fahren wollte und setzt der eingängige Song zum Abspann ein, möchte man am liebsten nochmal an den Anfang zurück.
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Kritik: Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI: Staffel 10 [2016]
Beinahe 10 Jahre lang war Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI ein Phänomen. Serienschöpfer Chris Carter gelang ein Meilenstein, der die Grenzen zwischen Fernsehen und Kino buchstäblich verschwimmen ließ. Von 1993 bis 2002 flimmerten die Geschichten der FBI-Agenten Mulder und Scully über die Bildschirme. Nun melden sie sich zurück und scheinen vergessen zu haben, dass die (Fernseh-)Welt in ihrer Abwesenheit nicht stehengeblieben ist.
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Kritik: Independence Day [1996]
Zwei Jahre nach seinem Science Fiction-Hit Stargate erschafft der deutsche Filmemacher Roland Emmerich den vielleicht patriotischsten aller Alien-Invasions-Filme, der auch noch Independence Day betitelt wurde. Auch nach zwei Jahrzehnten glänzt die technisch aufwändige Produktion durch einen immens hohen Unterhaltungswert, einer einnehmenden Mischung aus dramatischen Szenen und lockeren Sprüchen sowie überraschend vielen guten und einfallsreichen Ideen. Erst zum Ende hin werden die arg abstrus.
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Kritik: Dinosaurier [2000]
Denkt man an Animationsfilme und Disney, dann wird Dinosaurier meist übersehen oder vergessen. Dabei hinterließ kaum ein computeranimierter Film mit den ersten Bildern einen so bleibenden Eindruck wie dieser. Ein Jahr, bevor die Konkurrenz mit Final Fantasy: Die Mächte in dir einen Meilenstein der Computeranimation vorstellte, verknüpfte Disney in einem Mammutprojekt Realaufnahmen mit Trickeffekten. Das Ergebnis ist visuell immer noch beeindruckend, die Story leider nicht.
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Kritik: Spotlight [2015]
Auch wenn man die Berichte gelesen hat, die Untersuchungen verfolgt und die Opfer gehört hat, deren Geschichten sich überall auf der Welt gleichen und deren Martyrium vor Jahrzehnten ebenso grauenvoll war, wie heute, sieht man in Tom McCarthys Spotlight, welche Ausmaße der Kindesmissbrauch durch Geistliche hatte und immer noch hat, dann lässt einen das fassungslos und unvorstellbar wütend zurück. Dabei konzentriert sich das Drama mehr auf den Kampf der Journalisten, die Zustände öffentlich zu machen. Auch angesichts der Systematik der Vertuschung wird man sprachlos.
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--++ Oscars und Goldene Himbeere 2016: Die Preisträger ++--
Das Frühjahr ist die Jahreszeit der Preisregen in Hollywood – sowohl der guten, wie auch der weniger rühmlichen Art. Heute Nacht bzw. am frühen Morgen wurden die 88. Academy Awards, die Oscars, verliehen. Tags zuvor fanden die Goldenen Himbeeren ihre vermutlich wenig erfreuten neuen Besitzer. So groß der Rummel im Vorfeld und die Diskussionen danach in aller Regel sind, wirkliche Überraschungen gibt es auch dieses Jahr (leider) nicht.

Bei der Oscar-Verleihung muss man sich dabei immer die Frage stellen, wer denn die wirklichen Gewinner sind. Sind es die Filme, die die meisten Trophäen einheimsen können, oder diejenigen, die ihre Anzahl der Nominierungen am besten verwerten?
The Revenant - Der Rückkehrer, der unter anderem den Preis für die beste Regie gewann, war dabei zwölf Mal nominiert, bekam am Ende jedoch "nur" drei der begehrten Goldjungen. Das News- und Missbrauchsdrama Spotlight hingegen, ging aus seinen sechs Nominierungen zwei Mal erfolgreich hervor. Der unumwundene Star des Abends war jedoch ohne Frage Mad Max: Fury Road, der insgesamt sechs Mal und damit mehr als die Zweit- und Drittplatzierten zusammen ausgezeichnet wurde. Kritiker mögen bemängeln, dass das Actioninferno lediglich in den technischen Kategorien gewonnen hat, doch das schmälert nicht den Erfolg.
Eine späte Ehrung gab es für den italienischen Komponisten Ennio Morricone, der mit 87 Jahren für The Hateful Eight endlich mit einem Oscar prämiert wurde, nachdem er bereits fünf Mal zuvor nominiert war – das erste Mal vor fast 40 Jahren.

Die Goldene Himbeere ließ erwartungsgemäß Fifty Shades of Grey und den aktuellsten, gefühlt im Jahresrhythmus stattfindenden Reboot des Comic-Franchise Fantastic Four auflaufen. Die lang erwartete SM-Lovestory bekam insgesamt fünf Auszeichnungen, die Superhelden-Truppe muss sich drei teilen. Sylvester Stallone darf sich über seine Himbeere indes wirklich freuen, immerhin ist es eine Wiedergutmachung für seine vielen vorigen Auszeichnungen. Mit seinem Auftritt im Boxer-Drama Creed - Rocky's Legacy konnte er sich für die Jury rehabilitieren.

Eine übersichtliche Auflistung aller Nominierten und Preisträger finden Sie in unseren Specials.
Kritik: Sicario [2015]
Sicario, von Filmemacher Denis Villeneuve (Prisoners [2013]), ist ein beeindruckender Film, der viele Zuschauer enttäuscht zurücklassen wird. Insbesondere diejenigen, die nach der Filmvorschau einen Actionthriller erwarten. Stattdessen präsentiert der Regisseur die Geschichte der FBI-Agentin Kate Macer, die eine Spezialeinheit im Kampf gegen Drogenbarone in Mexiko unterstützt als teils klaustrophobisches Drama um den Abstieg in die Dunkelheit. Das ist schwere Kost, aber brillant dargebracht.
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Kritik: Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste [2015]
Mit Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth gelang Filmemacher Wes Ball ein überaus temporeicher und von der Idee her interessanter Film um den jungen Helden Thomas, der sich nicht erinnern kann, wie er in ein tödliches Labyrinth geraten war. In der Fortsetzung, Die Auserwählten in der Brandwüste, baut er die lebensfeindliche Welt aus. Das ist zumindest in der ersten Hälfte ebenso rasant, in der zweiten leider nicht mehr. Es ist, als würde der Geschichte und den Figuren die Puste ausgehen.
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Kritik: Southpaw [2015]
Southpaw ist ein insbesondere von Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal aufopferungsvoll gespieltes und tadellos inszeniertes Sportlerdrama. Wäre der Film von Regisseur Antoine Fuqua der erste seiner Art, wäre er überaus bemerkenswert und vielleicht sogar inspirierend. Doch angesichts der Menge an ähnlich gelagerten Geschichten, gibt es hier keine Überraschungen. Das heißt nicht, dass das Gezeigte nicht überzeugt, sondern nur, dass man alles schon so oft gesehen hat.
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Kritik: American Sniper [2014]
Mit über 80 Jahren porträtiert Filmemacher Clint Eastwood in American Sniper den Werdegang des mehr als ein Dutzend Mal ausgezeichneten Scharfschützen Chris Kyle, dem in seinen 10 Jahren beim Militär und während seiner Zeit als U.S. Navy SEAL im zweiten Irak-Krieg mehr als 160 tödliche Schüsse zugeschrieben werden. Aber auch wenn Kyle im Film immer wieder als Held bezeichnet wird, Eastwood gelingt es, einen Blick dahinter zu werfen und er entblättert, was der Krieg mit allen Beteiligten, auch mit Helden, anrichtet.
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Kritik: Die Klapperschlange [1981]
John Carpenters Science Fiction-Thriller Die Klapperschlange wird dieses Jahr 35 Jahre alt. Der Film ist, was man zu Recht einen Kultklassiker nennt. Das liegt gleichermaßen an der düsteren Zukunftsvision, die trotz der gezeigten Technik mit aus heutiger Sicht irrwitzig großen Mobiltelefonen oder GPS-Geräten trotzdem überzeugt, wie an der Genre prägenden Darbietung von Hauptdarsteller Kurt Russell, dem nach Snake Plissken nie wieder eine solche unverwechselbare Figur gelungen ist.
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Kritik: Bambi [1942]
Sieht man sich mit zeitlichem Abstand den Disney-Zeichentrickklassiker Bambi erneut an, dann wundert es mitunter, wie wenig man davon tatsächlich behalten hat. Eine Szene ist den allermeisten, die den Film als Kind gesehen haben, noch im Gedächtnis und wie bei der restlichen Geschichte auch, ist es mehr ein Gefühl dessen, als eine Erinnerung, was wirklich geschieht. Es ist ein Zeichen dafür, wie stark diese Emotionen in uns verankert sind und wie verzaubert man von der Geschichte wird.
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Kritik: Point Break [2015]
Der beste Stunt in Point Break ist in der allerletzten Einstellung zu sehen und es ist der beste aus zwei Gründen: 1. Er sieht echt aus, was man von den allermeisten anderen leider nicht behaupten kann und 2. Es ist der einzige, den man in einer langen Einstellung genießen kann, ehe der Abspann einsetzt. Der Rest des Films erinnert an Videoclips eines großen Erfrischungsgetränkeherstellers, der gleichzeitig Extremsportereignisse sponsort und damit viel Geld verdient. Mit der Ausnahme, dass auch diese Clips wenigstens echt sind.
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Kritik: Focus [2015]
Für einen Film mit dem Titel Focus besitzt seine Erzählung erstaunlich wenig davon. Der Film von Filmemacher Glenn Ficarra und John Requa ist so lustlos erzählt und inhaltlich von sich selbst gelangweilt, dass die erzwungenen Twists alles möglich werden lassen. Nur einen guten Film leider nicht. Trotz der guten Darsteller macht das niemandem wirklich Spaß und zieht trotz der überschaubaren Laufzeit unendlich in die Länge. Immerhin ist das Geschehen chic fotografiert.
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Kritik: Minions [2015]
Als die Minions, die quietschgelben, kleinen Schurkenhelfer, in Ich - Einfach unverbesserlich zum ersten Mal auftraten, stahlen sie den anderen Figuren die Show. Ihr erster eigenständiger Film Minions belegt dabei, dass die knuddeligen Figuren eine Lizenz zum Gelddrucken sind: Mehr als das Fünfzehnfache seines Budgets spielte der Film weltweit in die Kassen, deutlich über eine Milliarde Euro. Dabei spielt es für das Zielpublikum keine Rolle, ob ihr Abenteuer eine wirkliche Geschichte erzählt.
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--++ Oscars und Goldene Himbeere 2016: Die Nominierungen ++--
Wie in jedem Frühjahr werden auch dieses Jahr unzählige Dankesreden vorbereitet, nur damit die allermeisten gar nie vorgelesen werden. Nach Verleihung der Golden Globes, die traditionell ein guter Maßstab für die Oscar-Trophäen sind, steht Ende Februar die Verleihung der begehrten goldenen Statuen an.
Die Nominierungen der kommenden Oscarverleihung 2016 beinhalten nicht viele, aber einige kleine Überraschungen. Mit 12 Kategorien führt The Revenant - Der Rückkehrer das Feld an. Nachdem der Film bereits bei den Golden Globes als bestes Werk, für die beste Regie und den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, wundert das nicht. Es gibt wenige Kategorien, in denen er nicht nominiert wurde.
Unerwartet ist hingegen, wer auf Platz zwei der häufigsten Nominierungen steht: Mad Max: Fury Road. Zugegebenermaßen nicht für die Darsteller, dafür jedoch ebenfalls als bester Film, beste Regie und die meisten so genannten Technik-Oscars wie Kamera, Schnitt und Ton. 10 Mal wurde der Actionthriller nominiert, für diese Art Film sehr ungewöhnlich.

Auch Steven Spielberg kann sich freuen, sein Bridge of Spies - Der Unterhändler hat wie die Dramen Carol und Spotlight sechs Mal die Chance auf eine Trophäe. Er selbst wurde jedoch wie Regisseur Ridley Scott um eine Nominierung für die Regie für Der Marsianer - Rettet Mark Watney geprellt, auch wenn die Filme jeweils als bestes Werk nominiert wurden. Das Weltraum-Abenteuer belegt mit sieben Nominierungen Platz drei.
Wie im Jahr zuvor wird auch heuer kritisiert, dass die meisten Nominierten Weiße sind, allein ein Blick auf die Kategorien der (Neben)Darsteller spricht hier Bände.

Traditionell tags zuvor wurden die Nominierungen der Goldenen Himbeere 2016 bekannt, die alljährlich die schlechtesten Leistungen der Branche 'auszeichnen'.
Überraschungen gibt es hier ebenfalls keine angesichts solch bleibender Filmerlebnisse wie Fifty Shades of Grey, Jupiter Ascending, Der Kaufhaus Cop 2 und Pixels, die jeweils sechs Mal nominiert sind. Interessanterweise ist Fifty Shades of Grey gleichzeitig auch für einen Oscar nominiert – im Bereich bester Song.
Die Comic-Verfilmung Fantastic Four hat fünf Chancen auf die wenig begehrte Trophäe, während der immer wieder nominierte und 'ausgezeichnete' Sylvester Stallone sogar die Chance auf den so genannten "Erlöser-Preis" hat. Dieser wird seit letztem Jahr denjenigen verliehen, die sich nach früheren Himbeer-Auszeichnungen wieder bewährt haben. Stallone erhält die Chance für seine Darstellung in Creed - Rocky's Legacy, für die er überdies die Chance auf einen Oscar als bester Nebendarsteller hat. Für diese Rolle war er bereits vor fast 40 Jahren in Rocky [1976] nominiert gewesen.

Eine Auflistung aller Nominierten finden Sie wie gewohnt in den jeweiligen Specials. Nach den Preisverleihungen Ende Februar werden wir sie umgehend auf die Preisträger aktualisieren.
Kritik: Ant-Man [2015]
Mit Ant-Man beweisen die Marvel Studios, die derzeit drei der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten vorzuweisen haben, dass sie dem Publikum so gut wie alles verkaufen können. Die Geschichte eines Superhelden, der sich dank seines Anzugs auf Ameisengröße schrumpfen kann, ist so übertrieben und absurd, dass der einzige Grund, weshalb der Film funktioniert, die Tatsache ist, dass sich die Macher dessen wohl bewusst sind. Heraus kommt ein nie langweiliger Unterhaltungsfilm, der aber selten wirklich zündet.
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Kritik: Shaun das Schaf – Der Film [2015]
Der einzig wirkliche Vorwurf, den man Shaun das Schaf – Der Film machen könnte ist, dass es ein reiner Kinderfilm ist. Andererseits, an welches Publikum soll sich ein Animationsfilm um ein Schaf und seine wolligen Freunde, die in die große Stadt reisen, um ihren Farmer zurückzuholen, denn sonst richten? Basierend auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen Animationsfernsehserie präsentieren die Macher auf unglaublich charmante Art und Weise eine Geschichte mit einer positiven Aussage, die sich für Jung und Alt eignet.
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Kritik: Kingsman: The Secret Service [2014]
Wer sich immer gefragt hat, wie der James Bond-Film ausgesehen hätte, den Filmemacher Quentin Tarantino lange Zeit umsetzen wollte, der bekommt in der Comic-Verfilmung Kingsman: The Secret Service vermutlich den nächstbesten Eindruck geliefert. Der ultrabrutale Spionage-Film um die Geheimorganisation Kingsman setzt wie Tarantino Gewalt als belustigendes Element ein – dass es hierfür ein immens großes Publikum gibt, ist ebenso schockierend wie die gezeigte Brutalität an sich.
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Kritik: Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel [1985]
Auch wenn gut zu sehen ist, welche Geschichte die Filmemacher in Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel erzählen wollten, ebenso gut kann man beobachten, wo sie vom Weg abkommen. Keine Überraschung ist es zudem, dass es nicht funktioniert, eine postapokalyptische Welt so darzustellen, dass auch ein jüngeres Publikum Zugang findet. Das Ergebnis ist ein Film, der sich in weiten Teilen an andere Zuseher als die ersten beiden Filme richtet und dessen Hauptfigur ihren Namen kaum verdient hat.
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Kritik: Mad Max II – Der Vollstrecker [1981]
Nach dem Überraschungserfolg von Mad Max erzählt Filmemacher George Miller in Mad Max II – Der Vollstrecker ein weiteres Kapitel der Titel gebenden Figur. Auch wenn es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, viele Vorkenntnisse sind an sich nicht notwendig. Die Geschichte ist wie bereits im ersten Teil so minimalistisch gehalten, dass es beinahe verwundert, dass mehr als 10 Jahre später ein anderer Filmemacher sie großteils kopiert. Wie zuvor geht es hier nicht um den Inhalt, sondern die Präsentation.
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Kritik: Mad Max [1979]
Was immer man über den Inhalt von Mad Max verrät, ist an sich ein Spoiler. Das nicht, weil der Film so unvorhersehbar wäre, sondern vielmehr, weil George Millers erste Regiearbeit so wenig tatsächliche Handlung besitzt, dass wenn sie denn einsetzt, im Film nur noch 15 Minuten übrigbleiben. Dass man hier die Überraschungen dennoch vorwegnimmt ist jedoch deshalb zu entschuldigen, da es nicht darauf ankommt, wovon Mad Max handelt, als vielmehr, wie der Inhalt dargebracht wird.
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Kritik: Sahara - Abenteuer in der Wüste [2005]
Was immer man für einen Film bei Sahara - Abenteuer in der Wüste erwartet, man wird ihn nicht bekommen. Die Großproduktion um den Romanserienhelden Dirk Pitt, dessen erstes Leinwandabenteuer lange zurückliegt, gibt sich wie eine Mischung aus James Bond und Indiana Jones, nur um zu vergessen, was beide Reihen so sehenswert und erfolgreich macht. Regisseur Breck Eisner beginnt überaus vielversprechend, so dass was folgt umso mehr enttäuscht.
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Kritik: Shrew's Nest [2014]
Auf den spanischen Psychothriller Shrew's Nest kann man sich nicht wirklich vorbereiten. Nicht nur, dass die Filmemacher Juanfer Andrés und Esteban Roel überraschend behutsam und zurückhaltend ihre Geschichte aufbauen, explodieren die über Jahre angestauten Emotionen vor der Kamera teils mit erschreckender Brutalität, zuckt man auch als Zuschauer vor Schmerz zusammen. Das Ergebnis ist ein ruhig erzähltes, aber packendes Regiedebüt, das auch dank der Darsteller unter die Haut geht.
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Special: Chicago – Das Musical (Berlin)
Vor inzwischen vierzig Jahren feierte das Musical Chicago am Broadway Premiere. Mehr als 900 Aufführungen von gab es davon in den zwei folgenden Jahren. Im Jahr 1996 gab es ebenfalls am Broadway ein Revival, das erfolgreicher war als irgendein anderes zuvor. Kein amerikanisches Musical war dort bislang länger zu sehen.
Vom 11. Oktober 2015 bis 17. Januar 2016 ist bzw. war Chicago am Stage Theater des Westens in Berlin zu sehen – zum dritten Mal im Übrigen – ehe die Produktion ans Deutsche Theater nach München ziehen wird.
Ein Erlebnisbericht des Musical-Besuchs.
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Kritik: Das Versprechen eines Lebens [2014]
In seinem Regieerstling Das Versprechen eines Lebens wirft Russell Crowe, der gleichzeitig die Hauptrolle übernimmt, einen Blick auf ein in Hollywood weitgehend unbeachtetes Kapitel des frühen 20. Jahrhunderts. Er erzählt in Rückblicken von einer Schlacht des ersten Weltkriegs, die in Europa weit weniger bekannt ist, als die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. So engagiert er dabei ist, vielleicht wäre es besser gewesen, er hätte sich dabei mehr zurückgenommen.
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Kritik: The Boy Next Door [2015]
Als Film ist The Boy Next Door durchaus nett anzusehen. Sowohl in Bezug auf die Bilder, als auch die Darsteller, die darin zu sehen sind, obwohl es beim Finale eine Einstellung gibt, die geradezu ekelerregend ist. Es ist ein Film, den man an einem verregneten Abend durchaus eingeschaltet lassen kann, wenn er denn im Abendprogramm läuft und wirklich gar nichts besseres zu sehen ist. Es schadet nicht einmal, wenn man in den kurzen eineinhalb Stunden ein paar Mal wegnickt. Weder fürs Verständnis, noch die Qualität des Thrillers.
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Kritik: Stretch [2014]
Outtakes – Verpatzte Szenen – beim Abspann einer Komödie sind immer eine Gratwanderung. Im Falle von Stretch wollten die Filmemacher wohl zeigen, was an den jeweiligen Szenen hätte lustig sein sollen. Umso trauriger, dass nicht einmal die Outtakes ein Schmunzeln provozieren können. Wollte man genau benennen, wann Joe Carnahans vermeintliche Actionthrillerkomödie einen Totalschaden erleidet, müsste man wohl schon die ersten fünf Minuten anführen. Was danach kommt, wird zunehmend aussichtsloser.
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Kritik: Body Snatchers – Angriff der Körperfresser [1993]
Body Snatchers – Angriff der Körperfresser ist ein Film, der nicht einmal halb so gut ist wie seine Ausgangsidee. Das ist schon deshalb tragisch, da die Grundlagen so faszinierend und gelungen sind, dass man sich eine der Vorlage entsprechende Umsetzung gewünscht hätte. Regisseur Abel Ferrara bleibt in vielerlei Hinsicht in den Anfängen hier stecken und man hat insbesondere am Ende das Gefühl, als wollte er seinen Film absichtlich in die zweite Liga degradieren.
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