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News und Reviews

Kritik: Ein Gauner & Gentleman [2018]
Es gibt keinen Hollywoodschauspieler, den man so sehr mit der Rolle des charmanten Schlitzohrs verbindet, wie Robert Redford. Die Beteiligten sind es auch, die David Lowerys Ein Gauner & Gentleman sehenswert machen, der vermutlich einen der letzten Leinwandauftritte Redfords darstellt. So interessant die handwerkliche Umsetzung und so amüsant die Erzählung, sie wird am Ende den tatsächlichen Figuren dahinter ebenso wenig gerecht, wie der eigentlichen Geschichte.
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Kritik: Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel [1986]
Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel ist ein Film, wie selbst Hollywood ihn heutzutage nicht mehr hervorbringt. Regisseur Tony Scott bezeichnete den erfolgreichsten Film des Jahres als Weltflucht in Reinform. Man könnte auch sagen, dass er nichts anderes als ein überlanger Mix aus einem Militärwerbe- und einem Musikvideo darstellt. Das klingt negativ, aber am Ende muss man sich fragen: Wenn es so unterhaltsam ist, was ist dagegen einzuwenden?
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Kritik: Duell [1971]
Auf den ersten Blick ist Duell ein minimalistischer Psychothriller und darüber hinaus der erste Spielfilm im engeren Sinne von Steven Spielberg. Ursprünglich nur 74 Minuten lang und direkt für das amerikanische Fernsehen produziert, ergänzte der damals erst 25jährige Regisseur seine Geschichte für eine europäische Kinoauswertung. Herausgekommen ist gewissermaßen ein Western auf der Straße. Die Umsetzung lässt nicht nur das Talent des Filmemachers erkennen, sondern sorgt heute noch für ein ungutes Gefühl.
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Kritik: Was tun [2020]
„Warum müssen wir mit so viel Leid leben? Gibt es keinen anderen Weg für uns Frauen?“ Diese Fragen von einem 15-jährigen Mädchen in einem Dokumentarfilm, die Filmemacher Michael Kranz zwei Jahre lang nicht losgelassen haben, führen in in seiner eigenen Dokumentation Was tun nach Bangladesh in eine Welt, die hoffnungsloser kaum sein könnte. Die Antworten, die er auf die im Filmtitel steckende Frage angesichts der Zwangsprostitution junger Mädchen findet, sind ebenso wichtig wie das Porträt, das er zeichnet, selbst wenn er erstere nicht deutlich genug herausarbeitet.
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Kritik: Knives Out – Mord ist Familiensache [2019]
Es gehört durchaus Mut dazu, einen im Kern klassischen Krimi mit einer hochaktuellen politischen Aussage zu verbinden und diese dem geneigten Publikum in einer spritzigen Erzählung zu servieren, die trotz der bekannten Hollywoodstars nicht auf Actionmomente, sondern auf die Figuren setzt. Regisseur Rian Johnson gelingt mit Knives Out – Mord ist Familiensache eine tolle Hommage an die Krimiklassiker von Agatha Christie, mit der er der Gesellschaft gleichzeitig den Spiegel vorhält.
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Kritik: John Wick: Kapitel 3 [2019]
Der dritte Teil der Actionfilm-Reihe John Wick mit Keanu Reeves ist der längste Ableger bislang – und das ist nicht zu seinem Vorteil. Darin muss sich der Titel gebende Auftragskiller Wick erneut einer Unmenge an Gegnern stellen, die ihm nach dem Leben trachten. Filmemacher Chad Stahelski versteht es dabei durchaus, seine Figur in brenzlige Situationen zu versetzen und eingangs ist das auch oftmals packend. Aber die Momente wiederholen sich in John Wick: Kapitel 3 derart oft, dass es zunehmend langweilig wird.
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Kritik: Crawl [2019]
Selbst wenn eine hochkarätige Besetzung an Bord ist, sind sogenannte „Creature-Features“, Horror-Filme mit realen oder Fantasy-Wesen als Gegner, oftmals lediglich sogenannte B-Filme. Also Filme, die objektiv gesehen nicht wirklich gut sind, selbst wenn sie überaus unterhaltsam ausfallen. Dass hierbei, wenn es um „blutrünstige Monster“ aus der Tierwelt geht, eine Perle wie The Shallows: Gefahr aus der Tiefe dabei ist, ist überaus selten. Ganz zu schweigen von einem Meilenstein wie Der weiße Hai. Alexandre Ajas Crawl ist letztendlich mehr ersteres, dabei in mancherlei Hinsicht überlegen, in anderer wieder nicht. Wer in der richtigen Stimmung für eine solche Art Film ist, findet hier aber die unterhaltsamsten und spannendsten eineinhalb Stunden der vergangenen Jahre.
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Kritik: Shazam! [2019]
Der beste Aspekt an Shazam! ist die musikalische Untermalung von Benjamin Wallfisch, dessen Kompositionen Einflüsse von zahlreichen renommierten Komponisten und ihre jeweiligen Superhelden-Themen aufweisen. Sie hat damit er der Comic-Adaption von Regisseur David F. Sandberg in vielen Belangen etwas voraus. Beim Film gibt es, abgesehen davon, dass er nie wirklich langweilig ist und kein Aspekt vollkommen misslungen, erstaunlich wenig, was in Erinnerung bleibt.
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Kritik: The Quake - Das große Beben [2018]
Mit dem norwegischen Katastrophenfilm The Wave - Die Todeswelle zeigten die Macher, dass es durchaus funktionieren kann, eine solche Geschichte, die in Hollywood meist Unsummen verschlingt, ernst und doch packend mit einem kleineren Budget zu erzählen. The Quake - Das große Beben begleitet dieselben Figuren bei einer neuer Tragödie, einem Beben inmitten von Oslo. So gelungen der anfängliche Aufbau dabei ist, so enttäuschend ist, was Regisseur John Andreas Andersen letztendlich damit anstellt.
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Kritik: Friedhof der Kuscheltiere [1989]
Friedhof der Kuscheltiere, ist ein trauriger kleiner Horror-Film. Traurig weniger, weil die Geschichte in ihrem Kern dramatische Entwicklungen der Figuren bereithält, sondern weil das Endergebnis nicht nur den psychologischen Aspekt vermissen lässt, der die Vorlage laut Kennern auszeichnet, sondern darüber hinaus als reiner Horror-Film eine maßlose Enttäuschung darstellt. Dass der renommierte Autor Stephen Kings selbst die Drehbuchvorlage seiner Romanadaption lieferte, macht das Ergebnis nur umso unverständlicher.
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Kritik: Joker [2019]
Todd Phillips’ Joker ist ein in jeder Hinsicht erstklassiger und in vielen sogar überragender Film, dessen größtes Dilemma darin liegt, dass er den Hintergrund einer Figur beschreibt, die keine Erklärung gebraucht hätte. Insofern bleibt, allen preisverdächtigen und preiswürdigen Darbietungen und Elementen zum Trotz am Ende der Eindruck, dass der Blick auf die Entstehung eines abgrundtiefen Soziopathen zwar nicht der Aussage, die er für die Welt an sich darstellt, aber seiner Unberechenbarkeit entgegensteht. Für sich genommen ist das schlicht überflüssig.
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Kritik: Mortal Engines: Krieg der Städte [2018]
Die Verfilmung des Steampunk-Jugendbuchs Mortal Engines: Krieg der Städte zieht so viel Inspiration aus anderen Filmen, dass sie sich kaum dagegen wehren kann, mit diesen verglichen zu werden. Aber nicht nur dann enttäuscht das von Peter Jackson produzierte, inhaltlich ebenso wirre wie ungelenk umgesetzte Spielfilmregiedebüt von Christian Rivers. Obwohl dieses großteils in Städten spielt, die buchstäblich ständig in Bewegung sind, ist dies nie wirklich temporeich oder spannend.
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Kritik: Heat [1995]
Michael Manns Heat ist ein Paradebeispiel eines beinahe drei Stunden dauernden Films, der – obwohl nur selten temporeich – keine Minute zu lang ist. Mit der Leinwandadaption seines TV-Films Showdown in L.A. gelingt dem Regisseur auch dank der sagenhaften Besetzung, angeführt von den charismatischen Mimen Al Pacino und Robert De Niro ein komplexer und fantastisch aufgebauter Crime-Thriller, der in vielen Belangen nach wie vor seines Gleichen sucht.
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Kritik: Blade Runner: Final Cut [1982]
Nach seinem Genre prägenden Meisterwerk Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt präsentiert Filmemacher Ridley Scott mit der Adaption von Philip K. Dicks Vorlage einen nicht minder einflussreichen Film. Statt auf Horror, konzentriert sich Blade Runner auf existenzielle Fragen und ist damit pure Science Fiction. Die schwierige Veröffentlichungsgeschichte spiegelt sich dabei gewissermaßen in Scotts Vision des fertigen Films wider. Oder aber sie ist ein Ergebnis derselben.
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Kritik: Der Unsichtbare [2020]
Die Neuinterpretation des Science Fiction-Klassikers Der Unsichtbare von Regisseur Leigh Whannell ist über weite Strecken eine solch unerwartete Überraschung, dass es umso bedauerlicher ist, wenn sich der Filmemacher von seinem anfänglichen Konzept verabschiedet und ein letztes Drittel präsentiert, das inhaltlich zuerst auf der Stelle zu treten scheint und dann allzu absehbar gerät. Das schmälert am Ende jedoch weder die interessante Prämisse, noch die sehenswerte Leistung von Hauptdarstellerin Elisabeth Moss.
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