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News und Reviews

Kritik: Der seidene Faden [2017]
Noch bevor Paul Thomas Andersons Der seidene Faden in die Kinos kam, machte die Produktion damit Schlagzeilen, dass die Rolle des fiktiven Modeschöpfers Reynolds Woodcock wohl Daniel Day-Lewis’ letzte sein würde. Der mehrfache Oscarpreisträger entschied sich, seine Karriere zu beenden. Dass er einer der begnadetsten – nicht nur seiner Generation – ist, beweist er auch hier. Und auch Regisseur Anderson bleibt sich treu, denn sein Liebesdrama eignet sich nur für ein sehr spezielles Publikum.
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Kritik: Baby Driver [2017]
Spätestens, wenn sich der Abspann dem Ende neigt, stellt man bei Edgar Wrights Baby Driver mit Bedauern fest, dass es wohl nie ein vollständiges Soundtrack-Album zum Film geben wird. Das ist schon deshalb tragisch, weil sein in der Machart ungewöhnlicher Action-Krimi die Musik auf eine so lebendige Weise einbindet, dass man sie danach nicht mehr auf dieselbe Art wird wahrnehmen können, wie zuvor. Bilder und Musik verleihen sich gegenseitig einen Rhythmus, der im besten Sinne des Wortes ansteckend ist.
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Kritik: Wonder Woman [2017]
Bedenkt man die letzten im Universum von DC Comics angesiedelten Superhelden-Verfilmungen, dann ist es allein schon ein Kompliment zu sagen, dass der seit vielen, vielen Jahren erwartete Wonder Woman letztendlich ein ganz „normaler“ Comic-Film ist. Das schließt sowohl die leichtfüßige Unterhaltung als auch einen Bösewicht mit ein, der so farblos ist wie das Finale auf Computertricks reduziert. Was Patty Jenkins Film allerdings auszeichnet ist ein Charme, der sich nur schwer mit Worten greifen lässt.
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Kritik: Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen [2017]
Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen ist eine mitunter berührende, nie kitschige und inspirierende Biografie um drei farbige Frauen, die eine zentrale Rolle bei einer der größten wissenschaftlichen Meilensteine des vergangenen Jahrhunderts gespielt haben. Regisseur Theodore Melfi erzählt ihre Geschichte mit einem Feingefühl, dass es umso ärgerlicher ist, wie sehr ein einzelnes Element viel vom Flair des Historiendramas kaputtmacht und dass die Figuren insgesamt nur wenig Tiefe verliehen bekommen.
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Kritik: Greatest Showman [2017]
Greatest Showman ist ein waschechtes Filmmusical, in dem Filmemacher Michael Gracey die Story durch die Songs erzählt. Was er dabei allerdings aus den Augen verliert ist, welche Geschichte er eigentlich erzählen möchte. Was als Biografie von Hauptfigur Phineas Taylor Barnum beginnt, lässt nicht nur die umstrittenen Seiten dieser Person außen vor, sondern kümmert sich über weite Strecken um andere Figuren, so dass er stellenweise wie eine Randfigur seiner eigenen Show erscheint.
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Kritik: Die dunkelste Stunde [2017]
Die dunkelste Stunde von Joe Wright ist keine Biografie des britischen Staatsmanns Winston Churchill. Vielmehr zeichnet der Filmemacher anhand weniger Wochen im Jahr 1940 das Porträt eines Mannes, der zu keiner schwierigeren Zeit an die Macht hätte kommen können und sich gleichermaßen so isoliert in seinem Amt sah, dass er an sich zum Scheitern verurteilt war. Zuzusehen, weshalb er es nicht tat, ist nicht nur lehrreich, sondern inspirierend.
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Kritik: Three Billboards outside Ebbing, Missouri [2017]
Auch wenn Martin McDonaghs Three Billboards outside Ebbing, Missouri viel trockenen Humor bietet, ist es keine Komödie. Obwohl ein Verbrechen im Zentrum steht, ist es kein Krimi. Der Filmemacher erzählt mit einem bewundernswerten Gespür von einer Mutter, die einen Weg sucht, mit ihrer Trauer um den Verlust ihrer Tochter und der Wut auf die Person, die sie ihr genommen hat, umzugehen. Es ist ein Film voller großartiger Darbietungen und einer Stimmung, die gleichermaßen den Erzählrhythmus definiert, wie sie nachwirkt.
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Kritik: Wunder [2017]
Stephen Chboskys erstaunlich leichtfüßiges Drama Wunder, basierend auf dem Roman von R. J. Palacio, handelt von dem 10jährigen Augustus "Auggie" Pullman, der auf Grund der Spuren, die dutzende Operationen in seinem Gesicht hinterlassen haben, in der Schule gehänselt wird. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie die dahinter liegende Botschaft unter klischeehaft kitschigen Aussagen hätte verschüttet gehen können. Aber nicht nur, das all dies nicht der Fall ist, Auggies Geschichte ist einer der besten Filme des Kinojahres 2017 – und sogar noch mehr als das.
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Buchkritik: Origin [2017] - Dan Brown
In Origin begibt sich Autor Dan Browns Harvard-Professor und Symbologe Robert Langdon auf die Suche nach dem Ursprung des Lebens. Zwar rückt er letztendlich keine bahnbrechend neuen Theorien in den Mittelpunkt, verpackt sie jedoch wie gewohnt in eine Schnitzeljagd, während der man interessante Hintergründe und Details über Kunst, Architektur und moderne Technologie erfährt. Doch so unterhaltsam dies alles ist, es ist nur selten wirklich packend.
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Kritik: Ich - Einfach unverbesserlich 3 [2017]
Ich - Einfach unverbesserlich 3 fühlt sich an wie der dritte Film einer Reihe, deren Hauptfigur nie der eigentliche Star der Show gewesen ist. Das waren schon seit jeher die gelben, großäugigen und tollpatschigen Gehilfen des einstigen Superschurken. Diese Minions spielen hier jedoch eine bedeutend unwichtigere Rolle. Was die Enttäuschung so groß macht ist die Tatsache, dass die Macher in den ersten Minuten des Abspanns eine Story skizzieren, die bedeutend interessanter klingt als alles, was den Rest des Films über geschieht.
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Kritik: Verleugnung [2016]
Die Story von Mick Jacksons Verleugnung klingt so absurd, dass es nicht schwerfällt zu akzeptieren, dass sie tatsächlich geschehen ist. Die amerikanische Gelehrte Deborah Lipstadt wird von dem britischen Holocaust-Leugner David Irving verklagt, weil sie ihn in ihrem Buch genau das nennt. Vor einem britischen Gericht muss sie mit ihren Anwälten nicht nur Belege finden, dass Irving absichtlich historische Fakten falsch auslegt, sondern dass der Holocaust auch stattgefunden hat. Das ist stellenweise bewegend, wird dem Thema jedoch nicht vollumfänglich gerecht.
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Kritik: American Werewolf [1981]
Kaum ein Film hat das Horror-Genre um das Fantasywesen der Werwölfe so geprägt wie John Landis' American Werewolf. Dabei erzählt das vom Regisseur geschriebene Drehbuch keinen geradlinigen Monster-Horror, sondern vielmehr eine Komödie. Während manches davon heute ebenso gut funktioniert wie damals, als das Herzensprojekt des Filmemachers in die Kinos kam, sind andere Aspekte nicht so gut gealtert. Fans des Übernatürlichen werden allerdings immer noch bestens unterhalten.
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Kritik: Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi [2017]
Wenn eines bereits nach den ersten Minuten von Die letzten Jedi deutlich wird, dann, dass Regisseur Rian Johnson genau weiß, was Fans von einem Star Wars-Film erwarten. Die Eröffnungssequenz allein stellt viele andere Science Fiction-Franchises in den Schatten und bietet dennoch nur einen Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Episode VIII fühlt sich dabei mehr noch als sein Vorgänger, Das Erwachen der Macht, wie der Neubeginn eines neuen, großen Kapitels der vor inzwischen 40 Jahren begonnenen Weltraumsaga an.
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Kritik: Jumanji: Willkommen im Dschungel [2017]
Jumanji: Willkommen im Dschungel nimmt die Grundidee, dass die Hauptfiguren in ein Videospiel "transportiert" werden und sich dort bewähren müssen, um zurück in die wirkliche Welt zu kommen, mit allen Klischees auf, die dazugehören. Aber da sich Regisseur Jake Kasdan all dessen wohl bewusst ist, gehören diese Dinge zum Konzept von Jumanji und tragen sogar zum Unterhaltungswert bei. Der ist überraschenderweise ungemein größer, als man vielleicht vermuten würde.
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Kritik: Elliot, der Drache [2016]
Mit Elliot, der Drache modernisiert Filmemacher David Lowery die Idee des inzwischen vierzig Jahre alten Familienfilms Elliot, das Schmunzelmonster. Er tut dies auf eine Art und Weise, dass das Remake für sich selbst steht mit einem eigenen Look und einer Geschichte, in der erfreulicherweise dem Zielpublikum entsprechend die Kinder und nicht die Erwachsenen im Mittelpunkt stehen. Ältere Zuseher mögen das Geschehen vielleicht als (zu) zahm empfinden, doch treffen die rührenden Momente dennoch ins Schwarze.
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