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News und Reviews

Kritik: Fences [2016]
Streng genommen eignet sich Fences, Denzel Washingtons dritte Regiearbeit in beinahe 15 Jahren, nicht für eine bloße Kritik, sondern vielmehr für eine tiefgehende Analyse der einzelnen Figuren, Szenen und Dialoge. Im Zentrum des Familiendramas steht der von Washington selbst gespielte und vom Verlauf seines Lebens enttäuschte Troy Maxson. Zu sehen, was seine Entscheidungen ihm selbst und seiner Familie antun, ist schwere Kost, die an die Nieren geht, aber ebenso lehrreich und einer der besten Filme des vergangenen Kinojahres.
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Kritik: Road to the Well [2016]
Das Regieerstlingswerk von Autor und Regisseur Jon Cvack ist ein handwerklich überraschendes Indie-Thrillerdrama. Die Geschichte um Frank, der sich zusammen mit seinem alten Freund Jack plötzlich mit einer Leiche konfrontiert sieht, verliert im Mittelteil zwar merklich den roten Faden aus den Augen, findet jedoch zu einem starken dritten Akt zurück. Die Kanten von Road to the Well sind noch nicht vollends geschliffen, doch was die Macher hier auf die Beine stellen, ist durchaus beachtenswert.
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Kritik: The Nice Guys [2016]
Man muss eine ganz bestimmte Art von Humor mögen, damit einem Shane Blacks jüngster Film, The Nice Guys, gefällt. Dass dieser Humor dem des Filmemachers wohl am ehesten entspricht, sieht man bereits daran, dass sein Regieerstling eine sehr ähnliche Stimmung besaß. Beide Filme sind geprägt von schrägen Figuren und einer Story, die im Nachhinein einfacher ist, als sie erzählt wird. Und für das richtige Publikum sind beide unterhaltsamer als alles, was Hollywood im Sommer für gewöhnlich ins Rennen schickt.
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Kritik: Bastille Day [2016]
James Watkins' müder Actionthriller Bastille Day ist einer dieser Filme, die sich in eine vollkommen andere Richtung entwickeln würden, wenn sich auch nur eine Person darin so verhalten würde, wie sie es in ihrer Position im wirklichen Leben tun sollte. Die traurigerweise sehr aktuelle Situation eines Bombenanschlags in Paris dient dabei als Aufhänger für ein Skript, dessen Ideen aus allerlei Quellen zusammengeklaut sind, ohne diese "Inspirationen" um nennenswert gute, neue Ansätze zu ergänzen.
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Kritik: Sneakers - Die Lautlosen [1992]
Als Sneakers - Die Lautlosen vor inzwischen 25 Jahren in die Kinos kam, versprach der überraschend humorvolle Thriller mit seiner schlicht atemberaubenden Besetzung, einer der ersten Tech-Caper-Filme zu sein. Aber auch wenn die Story den Diebstahl von Informationen in einer zunehmend digitalen Welt thematisiert und im Rückblick in vielerlei Hinsicht Weg weisende Ideen besitzt, sie war trotz allem sehr konventionell erzählt. Vielleicht ist der Film gerade deshalb so zeitlos gelungen und heute eine Entdeckung wie damals.
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--++ Oscars und Goldene Himbeere 2017: Die Nominierungen ++--
Im Frühjahr regnet es in Hollywood bekanntermaßen Preise. Dabei werden unter anderem die begehrten Oscar-Statuen verliehen, aber traditionell – und deutlich weniger formell – am Abend zuvor auch die Goldene Himbeere als "Anerkennung" der schlechtesten Leistung des vergangenen Kinojahres.

An der einsamen Spitze der Nominierungen der kommenden Oscarverleihung 2017 steht die Musical-Dramödie La La Land mit sage und schreibe 14 Nominierungen. Nachdem der Film kürzlich bei den Golden Globes mit einer Rekordauszeichnung von sieben Trophäen den Abend dominierte, darf man gespannt sein, wie oft die Macher kommenden Monat die Aussage "and the Oscar goes to ..." hören werden.
Dass Denis Villeneuves poetisch-philosophisches Science Fiction-Drama Arrival in acht Kategorien nominiert wurde, wundert nicht, wohl aber, dass sich der in Ungnade gefallene Mel Gibson mit seinem religiösen Weltkriegsdrama Hacksaw Ridge - Die Entscheidung ganze sechs Mal platzieren konnte. Darunter sogar als bester Film und bester Regisseur. Eine kleine, meist unbeachtete Überraschung ist der Animationsfilm Kubo: Der tapfere Samurai, der sowohl in der Kategorie "Bester Animationsfilm des Jahres" nominiert wurde, wie auch in für die besten "Spezialeffekte".
Aus deutscher Sicht darf man sich gleich zwei Mal Hoffnung auf die begehrte Auszeichnung machen. Zum einen für den vielfach ausgezeichneten Toni Erdmann, aber auch hinsichtlich der Kurzdokumentation Das Schicksal der Kinder von Aleppo - Neue Heimat Deutschland von Marcel Mettelsiefen, die mit deutscher Beteiligung entstand.

Die Nominierungsliste der Goldenen Himbeere 2017, die einen Abend zuvor verliehen wird, führt Ben Stiller mit Zoolander 2 tapfer an, dicht gefolgt vom sowohl bei vielen Zuschauern, wie auch der Kritik abgestraften Batman v Superman: Dawn of Justice. Dass manch ein "guilty pleasure" ebenfalls für die Himbeere nominiert ist, überrascht zwar nicht, doch fehlen auf der Liste sonderbarerweise Streifen wie Voll verkatert, Norm - König der Arktis oder Yoga Hosers, die teils deutlich schlechter bewertet (und vom Publikum gemieden) wurden. Vielleicht wurden sie aber auch gerade deshalb nicht nominiert, weil die Nominierung und mögliche Auszeichnung der großen und teuren Studiofilme bedeutend öffentlichkeitswirksamer ausfällt.

Eine Auflistung aller Nominierten finden Sie wie gewohnt in den jeweiligen Specials. Nach den Preisverleihungen Ende Februar werden wir sie umgehend auf die Preisträger aktualisieren.
Kritik: Z for Zachariah - Das letzte Kapitel der Menschheit [2015]
Filmemacher Craig Zobel präsentiert in seinem ruhigen, kammerspielartigen Dialogdrama Z for Zachariah - Das letzte Kapitel der Menschheit das Ende der Welt in so umwerfenden Bildern, dass die Einsamkeit der Figuren darin beinahe verschwindet. Die vielen Metaphern, die er in der Geschichte verarbeitet, richten sich im Grunde genommen an ein gläubiges Publikum, auch wenn man die Entscheidungen der Figuren anders deuten kann. Dies muss man schon deshalb, da viele Dinge, die hier geschehen, gar nicht ausgesprochen werden.
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Kritik: Perfect World [1993]
Bereits die erste Einstellung von Clint Eastwoods Perfect World lässt erahnen, dass die Geschichte mehr enttäuschte Figuren zurücklassen wird, als solche, die gefunden haben, wonach sie suchten. Es ist eine Atmosphäre, die zu Beginn des letzten Drittels aufbricht, wenn die "perfekte Welt" des Titels greifbar scheint, ehe die Stimmung unwiederbringlich kippt. Die ungewöhnliche Freundschaft, die sich hier zwischen einem achtjährigen Jungen und seinem Entführer entwickelt, richtet sich mit den nuancierten Figuren an ein ruhiges Publikum.
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Kritik: Hell or High Water [2016]
Viele Elemente in Hell or High Water erinnern an einen Western. Von den gesetzlosen Antihelden, die tun, was nötig ist, nicht für sich selbst, sondern für andere, bis hin zu einer Konfrontation mit dem Hüter des Gesetzes, die elektrisierender kaum sein könnte. Regisseur David Mackenzie greift die heute bedauerlicherweise alltägliche Situation tausender Menschen auf und erzählt daraus ein packend gespieltes Crimedrama mit einer bestechenden Optik, dessen nüchterne Feststellungen beinahe zynisch wirken.
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Kritik: Vaiana [2016]
Es gibt kaum einen besseren Film als Vaiana – Das Paradies hat einen Haken, um ein Jahr ausklingen zu lassen. Oder um ein neues zu beginnen. Die Disney-Produktion erzählt ihre inspirierende Geschichte auf eine so unnachahmlich charmante und lustige Weise, dass einem das Herz aufgeht angesichts der Reise, auf die sich die Titelheldin hier begibt. Präsentiert wird das in vibrierenden Farben und mit einem Soundtrack, der zum Mitsingen einlädt.
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Kritik: Der mit dem Wolf tanzt [1990]
Mit einer Laufzeit von beinahe vier Stunden in der von Regisseur Kevin Costner beabsichtigten Fassung, ist Der mit dem Wolf tanzt keine einzige Minute zu lang. Das Westernepos schildert den Werdegang des Army-Lieutenants John J. Dunbar, der sich 1864 an einen der entlegensten Orte der USA versetzen lässt und im "Westen" seinen Platz dort findet, wo er ihn nie vermutet hat. Getragen von einer meisterhaften Musik und grandiosen Bildern, ist das so berauschend wie lehrreich.
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Kritik: Harry und Sally [1989]
Rob Reiners Harry und Sally ist eine Komödie, die, wenn man sie sich alle 10 Jahre ansieht, stets hinzugewinnt. In gerade einmal eineinhalb Stunden entblättert der Filmemacher die Wesensart des modernen Großstadtmenschen, der so sehr auf der Suche nach der Liebe ist, dass er sie nicht erkennt, wenn sie vor ihm steht. In einer Welt, in der der Blick stets auf die Weite gerichtet ist und nie auf das, was in Sichtweite liegt, ist das so treffend, dass man sich fragt, ob sich in den letzten 25 Jahren irgendetwas verändert hat.
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Kritik: Rogue One: A Star Wars Story [2016]
Mehr als die Hälfte seiner Laufzeit ist der lang erwartete Rogue One: A Star Wars Story ein wirklich guter Film der beinahe vier Jahrzehnte überdauernden Science-Fiction-Reihe. Mit dem ausgedehnten Finale ändert sich das. Was Regisseur Gareth Edwards dann präsentiert, zählt zum Besten, was die Saga bislang hervorgebracht hat. Das letzte Drittel ist so packend und mitreißend, die Überleitung auf Episode IV – Eine neue Hoffnung so nahtlos, dass es einem den Atem raubt.
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Kritik: Kung Fu Panda 3 [2016]
Man stelle sich vor, man hätte die Zutaten und ein Rezept, das den eingeladenen Gästen in jedem Fall schmecken wird, müsste man sich dann noch Gedanken darüber machen, ob das Essen auch ansprechend samt Dekoration präsentiert wird? Kung Fu Panda 3 bringt all das mit, weswegen das Zielpublikum bereits bei den ersten beiden Filmen ins Kino geströmt ist und die Macher gehen kein Risiko ein, die jungen Zuseher zu vergraulen. Nur gehen sie leider nicht die paar Schritte zusätzlich, um einen bemerkenswerten Film zu erzählen.
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Buchkritik: Der Präsident [1996] - David Baldacci
Das Erstlingswerk des gelernten Wirtschaftsjuristen und Strafverteidigers David Baldacci, Der Präsident, lässt mehr Potential erahnen, als der Roman letztlich umzusetzen vermag. Das liegt ebenso sehr daran, dass der Autor seinen Stil erst noch finden muss, wie an der zwar packenden, aber auch arg konstruierten Geschichte. Entscheidend ist in jedem Fall, dass der Autor eine solche Menge an Figuren vorstellt, dass er selbst den Überblick zu verlieren scheint, wem er folgen soll.
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