News & Reviews

  • Die andere Seite [2026]
    Die Bilder, die Filmemacherin Mariko Minoguchi in ihrem beängstigenden Drama Die andere Seite findet, sind wie die Darbietung im Zentrum derart stark, dass man lange Zeit nicht bemerkt, dass es der Geschichte an einem klaren Ziel ebenso mangelt, wie an deutlichen Charakterisierungen. Insbesondere ein erwachsenes Publikum kann sich dabei so leicht mit der Ausgangslage identifizieren, dass es beinahe enttäuscht, dass die Erzählung am Ende nicht mehr daraus zu machen versteht – oder nicht daran interessiert ist.
  • A Quiet House [2024]
    In ihrem Spielfilmregiedebüt versucht sich Filmemacherin Destry Allyn Spielberg an einer Horrorgeschichte, die mehrere Ideen des Genres kombiniert. Darin findet sich eine Gruppe von Jugendlichen in einem Haus wieder, deren Besitzerin Düsteres im Schilde führt. So bekannt, wie sich die Ausgangslage anhört, ist A Quiet House schließlich auch und setzt am Ende auf eine Mythologie, die zuvor nicht wirklich vorgestellt wird. Das ist im besten Fall durchwachsen, überwiegend aber enttäuschend.
  • Juror #2 [2024]
    In Juror #2 erzählt Filmemacher Clint Eastwood die Geschichte eines Mannes, der sich, nachdem er mit Hilfe seiner Frau eine schwierige Phase in seinem Leben überwunden hat, in einer moralischen Zwickmühle wiederfindet, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Das ruhige Krimidrama lebt darum nicht von dem Kriminalfall selbst, sondern von seinen Figuren. Das ist seine größte Stärke – und seine größte Schwäche.
  • Der Teufel trägt Prada 2 [2026]
    Es hat beinahe den Anschein, als hätten die Verantwortlichen von Der Teufel trägt Prada 2 den ersten Teil angesehen und sich vorgenommen, alles davon zu kopieren. Der Look, der Glamour, die Figuren, der Humor, es ist alles hier. Und doch fehlt dieser Fortsetzung jegliche Seele oder irgendeine Idee, was sie überhaupt aussagen möchte. Das Ergebnis fühlt sich wie ein Hochglanzmagazin an: von der ersten bis zur letzten Seite designt, dem Publikum zu gefallen.
  • Whalefall [2026]
    Brian Duffields Adaption von Daniel Kraus’ Roman ist ein bedeutend besserer Film, als man in Anbetracht der hanebüchen erscheinenden Geschichte um einen Taucher, der von einem Pottwal verschluckt wird, sollte erwarten dürfen. Dabei setzen die Verantwortlichen die Geschichte mit einer Ernsthaftigkeit um, die gleichermaßen überrascht und nicht zuletzt die zentralen Darbietungen sorgen dafür, dass man bei Whalefall öfter als nicht die Luft anhält.
  • Street Fighter [2026]
    Street Fighter, die bereits dritte Realspielfilmadaption der langlebigen Videospielreihe ist in vielerlei Hinsicht ein Gemischtwarenladen. Darin finden sich so absehbare Klischees, dass man sich beinahe fremdschämen möchte, neben interessanten, neuen Einfällen. Es gibt eine unerwartete Neuausrichtung des Kampfsportfranchise als überzogene 1980er-Jahre Actionkomödie neben Kampfsequenzen, die den Kinosaal beben lassen. Wirklich packend ist das aber nie und richtet sich eindeutig an ein Publikum, das Sympathien für den Charme der Vorlage hegt.
  • Sinn und Sinnlichkeit [2026]
    In ihrer Adaption des gleichnamigen Romanklassikers von Jane Austen aus dem Jahr 1811 erzählt Filmemacherin Georgia Oakley die Geschichte von zwei Schwestern auf der Suche nach der wahren Liebe und ihrem Platz in der Gesellschaft. Es sind Aspekte, die Sinn und Sinnlichkeit eine unübersehbare Zeitlosigkeit verleihen. Getragen von einer starken Besetzung und erstklassigen Dialogen, ist das ungemein einnehmend, auch dank starker Figuren, zu denen man sofort Zugang findet.
  • Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte [2026]
    Basierend auf dem gleichnamigen Roman, beleuchtet Filmemacher Volker Schlöndorff in etwa 100 Jahre deutsche Geschichte. Zwar bleibt Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte einer Perspektive am Märkischen Meer verhaftet, doch werden die Themen unumstritten klar. Was den Schilderungen aber fehlt, ist ein Kontext, so dass das Geschehen auf Grund wechselnder Hauptfiguren nicht nur kaum emotional mitnimmt, die Sympathien scheinen teilweise sogar in die „falsche“ Richtung zu tendieren.
  • Das Ding mit Federn [2025]
    In dem Drama Das Ding mit Federn erzählt Filmemacher Dylan Southern von einem Vater, der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau mit den zwei Söhnen versucht, einen Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Alle drei sehen eine überlebensgroße Krähe, die sich im Haus einquartiert hat und behauptet, erst dann zu gehen, wenn sie sie nicht mehr brauchen. Voller Symbolik führt das zu Abgründen, die ein Verlust verursachen kann. Das ist preiswürdig gespielt, wird aber auf Grund der Präsentation nur ein spezielles Publikum ansprechen.
  • Sacrifice [2025]
    Romain Gavras’ Sacrifice ist ein Film, über den man bereits während des Ansehens und auch danach diskutieren kann. Vornehmlich darüber, was die Verantwortlichen, angeführt von einer namhaften Besetzung, damit wohl aussagen wollen. Dass die Erzählung den Einfluss des Menschen auf Mutter Natur aufgreift und ganz wortwörtlich in den Raum stellt, dass dieser sie auch besänftigen könnte, unterstreicht zwar die inhaltliche Aktualität. Dies als Satire zu gestalten, ohne deutlich zu machen, auf welcher Seite diese steht, ist aber mehr als nur gewagt.

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Neue Kritiken sind eingetroffen zu den morgigen #Kino-Starts von @briancduffield|s überraschend packendem WHALEFALL, u. a. mit @joshbrolin, und der aufwändigen Videospielverfilmung STREET FIGHTER, die unerwartet als Actionkomödie angelegt ist.
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Neue Kritiken sind eingetroffen zu den kommenden #Kino-Starts der toll ausgestatteten und insbesondere von @daisyedgarjones sowie @esme_creedmiles eben so gespielten #JaneAusten-Verfilmung SINN UND SINNLICHKEIT, der gleichermaßen stark umgesetzten, inhaltlich aber nicht erfüllenden Romanverfilmung HEIMSUCHUNG - EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE, dem Drama DAS DING MIT FEDERN sowie der Satire SACRIFICE mit @chrisevans und @anyataylorjoy.
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