News und Reviews

Venom - Let there be Carnage [2021]

Die Fortsetzung der Comic-Verfilmung Venom ist in etwa genau das, was man nach dem Erfolg des ersten Teils erwarten konnte, oder was Fans desselben wohl erhofft haben. Trotz einer anderen Story und einer deutlich reduzierten Laufzeit, werden inhaltlich dieselben Stationen besucht, ohne die Charaktere merklich zu entwickeln, so dass der mit dem Titel gebenden, außerirdischen Symbionten verschmolzene Reporter Eddie Brock am Ende von Venom - Let there be Carnage derselbe ist, der er zu Beginn bereits war.
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Special: Star Trek The Original 4-Movie Collection

Zum Jubiläums-„Star Trek Tag“ am 8. September 2021 veröffentlichte Paramount Pictures mit der Star Trek The Original 4-Movie Collection die ersten vier Kinofilme der langlebigen Science Fiction-Reihe erstmalig in einer remastered Version in 4K Dolby Vision und mit deutschem Dolby TrueHD Ton. Zudem wurde Star Trek: Raumschiff Enterprise – Die komplette Serie in einer limitierten Steelbook-Edition veröffentlicht. Wir besprechen die Discs der 4K Ultra-HD-Veröffentlichungen von Star Trek: Der Film (Kinofassung), Star Trek II: Der Zorn des Khan, Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock sowie Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart und wagen ein Ausblick, was Fans der Reihe in absehbarer Zukunft erwartet.
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The Last Duel [2021]

Es ist leicht, große Hollywoodproduktionen, die sich mit historischen Ereignissen befassen, für Ungenauigkeiten bei der Darstellung von geschichtlichen Geschehnissen zu kritisieren. Doch gerade im Fall von Ridley Scotts The Last Duel würde dies davon ablenken, dass sich der Filmemacher eines Themas annimmt, das nur oberflächlich vom letzten, von offizieller Stelle genehmigten Duell in Frankreichs Geschichte handelt, und stattdessen eines aufgreift, das aktueller oder wichtiger kaum sein könnte.
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The French Dispatch [2021]

Es fällt schwer, Wes Andersons The French Dispatch zu beschreiben. Ebenso den Inhalt wie die Wirkung. Die Geschichte beschreibt die letzte Ausgabe des fiktiven The French Dispatch of the Liberty, Kansas Evening Sun, angesiedelt in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Es erweckt vier Artikel zum Leben und eine Rahmengeschichte. Vor allem aber ist es ein Spiegelbild für den Charme, die Überzeugungskraft und die Kuriositäten des Journalismus.
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The Tomorrow War [2021]

Einen Film zu drehen, ist in jedem Fall eine immense Herausforderung. Dies umso mehr, wenn es sich dabei um einen aufwändigen Studiofilm mit einem entsprechendem Budget und vielen Beteiligten handelt, und erst recht, wenn die Produktion während einer Pandemie stattfindet. Monatelange Dreharbeiten auf verschiedenen Kontinenten, Trickeffekte, die von den Verantwortlichen im Homeoffice fertiggestellt werden mussten, all das sind keine idealen Bedingungen – und doch nicht die Ursache, weshalb The Tomorrow War letztlich eine solch enorme Enttäuschung ist.
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Die Erfindung der Wahrheit [2016]

John Maddens Drama Die Erfindung der Wahrheit ist einer der selten gewordenen Filme, der seinem Publikum nicht haarklein vorgibt, in welchem Kontext er angesiedelt, oder was genau die Motivation der Figuren ist. Es ist eine Erzählung, die es verlangt, dass das Publikum nicht nur in der Lage ist, mitzudenken, sondern sich allein von Dialogen mitreißen zu lassen. Als solches ist die fiktive Nacherzählung einer Lobbyistin, die mit allen Mitteln versucht, ihr Ziel zu erreichen, nicht nur gelungen, sondern ausgesprochen sehenswert.
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The Game Changers [2019]

Die Dokumentation The Game Changers, die eine vegane Ernährungsweise bewirbt, ist in vielen Bereichen genau so, wie man es sich vorstellen würde. In manch anderen gelingt Filmemacher Louie Psihoyos ein überraschender Blick auf allgemeine Missverständnisse und grundlegend bekannte Informationen zu diesem Thema. Doch trotz der eingängigen Präsentation verschweigt die Dokumentation die Herausforderungen jener Ernährung sowie kritische Stimmen zu der Thematik.
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Escape Room [2019]

Adam Robitels Escape Room ist keineswegs der erste Film, der sich der Thematik der „Escape Room“-Rätselspiele annimmt, bei denen man in einen Raum eingeschlossen wird, und in einer bestimmten Zeit durch das Lösen von Rätseln den Weg heraus finden muss. Der Horrorfilm überzeugt allerdings sowohl durch seinen Einfallsreichtum als auch durch die gesamte Präsentation, die in vielen Momenten positiv überrascht. Wäre es nicht um das letzte Filmdrittel, wäre dies ein durchweg solider Genrefilm.
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James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben [2021]

Mit beinahe zwei Jahren Verspätung, zum größten Teil nach Verschiebungen auf Grund der Corona-Pandemie, kommt James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben endlich in die Lichtspielhäuser. Dass es der letzte Auftritt von Daniel Craig in der Rolle des Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät sein würde, war lange bekannt und auch. Der 25. Film der langlebigen Agenten-Reihe ist dabei ein überlanger und sehr lauter Action-Thriller geworden, der viele Elemente der frühen Filme aufgreift, gleichzeitig aber Wege geht, die Bond-Filmen noch nie beschritten haben.
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Titane [2021]

Wenn Julia Ducournau in ihrer zweiten nichts Anderes gelingt, dann wenigstens, dass das Publikum sprachlos zurückbleibt. Titane ist ein Film, der im Kern nicht von der Reise der Figuren handelt, falls sie eine solche überhaupt erfahren. Stattdessen geht es um die Transformation, die sie erleben. Dabei spielt die Filmemacherin mit Geschlechterrollen und geht in vielen Situationen über die Schmerzschwelle ihrer Zuschauerschaft hinaus. Das ist sicherlich einzigartig und in vielen Punkten eindrucksvoll, aber nur für ein kleines Publikum geeignet.
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Dune [2021]

Denis Villeneuves lang erwartete Verfilmung des Genre prägenden Science Fiction-Romans von Frank Herbert, ist ein Film, den man auf der größten Leinwand sehen sollte, die man finden kann. Nach mehreren mehr oder weniger erfolgreichen Adaptionen, ist Dune alles, was sich Fans des Genres erhoffen können. Es ist das erste Kinoerlebnis seit weit über 10 Jahren, das ein wahrlich episches Flair versprüht. Handwerklich fantastisch umgesetzt, ist es ein erster Schritt in eine Welt, die anders und so vielschichtig ist, dass man nicht mehr zurückkehren möchte.
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Atomkraft Forever [2020]

Der Titel von Carsten Raus Dokumentarfilm Atomkraft Forever ist so zweideutig wie das Thema selbst ambivalent. Die Kernenergie spaltet wie viele Themen unserer heutigen Zeit die Gesellschaft. Schon aus dem Grund, weil es keine einfachen Antworten gibt. Zu einer eigenen zu kommen, dazu fordert die Dokumentation ihr Publikum auf und schildert ruhig, strukturiert und offen, weshalb die drängendere Frage nicht ist, ob der Atomausstieg richtig oder falsch ist, sondern wie man mit den Hinterlassenschaften dieser Energiegewinnung umgeht.
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Stillwater - Gegen jeden Verdacht [2021]

Stillwater - Gegen jeden Verdacht ist nicht die Art Film, die man in Anbetracht des Inhalts erwarten würde. Noch ist es vermutlich die Art Film, die Regisseur Tom McCarthy erzählen wollte. Hört sich die Geschichte an wie ein Crime-Thriller, in dem ein Vater die Unschuld seiner Tochter beweisen möchte, ist das Ergebnis ein Charakterdrama, bei dem nie deutlich wird, auf welche Reise die Figuren entsandt werden sollen. So fällt es schwer, sie am Ende an irgendeinem Ziel zu sehen. Oder auch nur mit der Erkenntnis, was sie dorthin gebracht hat.
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Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings [2021]

Mit Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings startet das Marvel Cinematic Universe in seine nächste Phase. Wenn Destin Daniel Crettons Adaption der Comicvorlage ein Hinweis ist, in welche Richtung sich das entwickeln wird, werden vermutlich ebenso viele Fans aufatmen wie überrascht die Stirn in Falten legen. Denn die Geschichte bewegt sich spürbar weg vom Science Fiction-Charakter, hin zum magischen Flair eines Doctor Strange. Doch das muss nichts Schlechtes sein.
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Curveball - Wir machen die Wahrheit [2020]

So absurd die Geschehnisse in Johannes Nabers Politsatire Curveball - Wir machen die Wahrheit scheinen mögen, sie basieren, wie der Film zu Beginn feststellt, auf Tatsachen. Entsprechend bleibt dem Publikum zunehmend das Lachen im Halse stecken, wobei dies keine ausgesprochene Komödie ist. Doch kann man nicht anders, als angesichts der beinahe grotesken Entwicklungen und der gelungenen Situationskomik immer wieder zu lachen. Dabei sind die Auswirkungen des Gezeigten im Grunde mehr als traurig.
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