Kritik zu After Forever [2022] |
Bild © und Quelle: Constantin Film Verleih GmbH
Kritik zu In with the Devil [2022] |
Bild © und Quelle: Apple TV+ / Apple Inc.
 

News und Reviews

Tausend Zeilen [2022]
In Tausend Zeilen thematisiert Filmemacher Michael Herbig einen wirklichen Medienskandal, ohne die Namen der Beteiligten zu erwähnen. Dabei ersetzt er dramatische Entwicklungen durch Humor und packt die Geschichte in eine rasante Inszenierung. Unzweifelhaft mit Klischees gespickt und teilweise nicht bissig genug, erschließt sich die durchaus bemerkenswerte Aufdeckung eines Journalisten, der seine Reportagen erfunden hat, so einem großen Publikum. Das ist in jedem Fall zu begrüßen, gerade um das Ansehen des Journalismus willen.
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Lightyear [2022]
Mit Lightyear präsentieren die Animationskünstler von Pixar eine Ursprungsgeschichte der in den Toy Story-Filmen zentralen Actionfigur Buzz Lightyear. Der Film ist insoweit ein Unterhaltungsfilm innerhalb jenes filmischen Universums. Was kompliziert klingt, bietet denjenigen, die mit der Figur Lightyear vertraut sind, viele Wiedererkennungsmomente, während ein junges Publikum, das hier womöglich zum ersten Mal darauf aufmerksam wird, vor allem eines vorfinden wird: Fantastisch gemachte, tadellose Science Fiction-Unterhaltung.
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The Gray Man [2022]
In ihrer neuesten Regiearbeit entdecken die beiden Filmemacher Anthony und Joe Russo, die mit Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame einige der erfolgreichsten und mitreißendsten Actionfilme der letzten 10 Jahre gedreht haben, zwei Elemente für sich: Drohnenaufnahmen und Rauch. Mit keinem von beidem wissen sie wirklich etwas anzufangen. Die zwei Stilmittel bringen bei The Gray Man vielmehr das grundlegende Manko der Romanadaption auf den Punkt: Sie ist so ambitioniert wie planlos durchwachsen.
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Ticket ins Paradies [2022]
Sowohl Julia Roberts als auch George Clooney besitzen ein universell ansteckendes Lächeln. Sieht man sie strahlen, kann man nicht anders, als selbst die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Dieser Charme ist es, den sich Ol Parker in Ticket ins Paradies zunutze und der die absehbare Komödie zu einem so leichtfüßig-unterhaltsamen Spaß macht. Selbst dann, wenn es außer geradezu paradiesischen Landschaftseindrücken und eben der Besetzung kaum etwas zu entdecken gibt.
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Das Leben ein Tanz [2022]
Wie die klassischen Ballettstücke, die er vorstellt, steht in Cédric Klapischs Das Leben ein Tanz nicht das Ziel der Reise seiner Hauptfigur im Zentrum, sondern die Reise selbst. Entsprechend sollte es nicht verwundern, dass die Tänzerin Élise, die hier im Zentrum steht, am Ende der zwei Stunden an einem ähnlichen Punkt angekommen ist, wie ganz zu Beginn. Entscheidend sind die Erfahrungen, die sie gemacht hat. Dabei wird das Publikum mehr davon wieder entdecken, was es selbst mitbringt, als ihm vorgegeben wird.
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Die Welt in den Farben der Nacht – Staffel 2 [2021]
Auch in der zweiten Staffel der Dokumentationsreihe Die Welt in den Farben der Nacht bleiben die Verantwortlichen ihrer Erzählweise treu, gewähren in sechs knappen Episoden von jeweils weniger als einer halben Stunde nie gesehene Eindrücke des nächtlichen Verhaltens von Tieren rund um den Planeten. Dabei ist die Balance besser gelungen, als in der ersten Staffel und auch das Augenmerk der jeweiligen Erzählung scheint fokussierter. Das Gezeigte ist so faszinierend, dass man sich wünscht, es gäbe eine weitere Staffel.
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Three Thousand Years of Longing [2022]
Würde man sagen, dass George Millers Three Thousand Years of Longing nicht die Art Film ist, die man erwartet hätte, wäre das eine Aussage, die man beinahe über alle seine Werke wiederholen könnte. Sieben Jahre nach seinem fiebertraumartigen Actionfeuerwerk Mad Max: Fury Road mutet die Vorschau zu diesem Film wie ein überdrehtes Fantasyspektakel an. Tatsächlich ist er jedoch eine Fantasy-Liebesgeschichte, die sich erstaunlich ruhig präsentiert und viel Zeit für die Figuren mitbringt. Das ist kein Kritikpunkt.
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Over & Out [2022]
Julia Beckers Over & Out ist insbesondere in der ersten Hälfte trotz Unglaubwürdigkeiten so vielversprechend und von den starken Darbietungen getragen, dass es umso bedauerlicher – und unverständlicher – ist, wenn all das letztlich in sich zusammenfällt. Die Geschichte von drei Freundinnen seit Kindertagen, die sich auf einen Road Trip begeben, um der vierten im Bund ihren letzten Wunsch zu erfüllen, zerbricht daran, dass am Ende der Reise alles zum Bestmöglichen aufgelöst werden muss. Und sei es in den letzten Minuten.
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After Forever [2022]
Der inzwischen vierte Teil der Reihe, After Forever, schließt inhaltlich unmittelbar an den vorigen Film an und bietet auch sonst mehr von demselben. Das bedeutet, dass das Publikum weiterhin mit abstrus geskripteten Liebschaften in einer romantisierend dargestellten, toxischen Beziehung rechnen kann. Garniert mit Nachthemdkatalogerotik und einer Musikvideoästhetik. Da die Geschichte jedoch noch weniger vorankommt, ist das Gezeigte noch weniger leidlich unterhaltsam. Sofern das möglich ist.
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Beast – Jäger ohne Gnade [2022]
Auch wenn er an prägende Genrefilme nicht heranreicht, ist Baltasar Kormákurs Beast – Jäger ohne Gnade besser gelungen, als viele andere Vertreter. Das liegt nicht nur an der charismatischen Besetzung, sondern auch an der durchaus bedrohlichen Stimmung beim Überlebenskampf Mensch gegen Natur, und nicht zuletzt an der Inszenierung, die genau einen Punkt besser macht, an dem viele andere Filmschaffende aus unerfindlichen Gründen scheitern. Schon deshalb lohnt sich hier mehr als nur ein Blick.
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Der Gesang der Flusskrebse [2022]
Olivia Newmans Adaption des Romans Der Gesang der Flusskrebse nicht die Art Film, die er vorgibt zu sein. Was anmutet wie eine Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi, eingebettet in die Rahmenhandlung einer Gerichtsverhandlung, entpuppt sich in Wirklichkeit als eine Erzählung über emotionale wie körperliche Misshandlung und die Isolation, mit der Opfer dem entgegen zu wirken versuchen. So gelungen viele einzelne Aspekte hier sind, ihr Zusammenspiel ist es nur bedingt.
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Tad Stones und die Suche nach der Smaragdtafel [2022]
Tad Stones und die Suche nach der Smaragdtafel ist der inzwischen dritte Teil der Animationsfilmreihe. Nachdem seine vorigen Entdeckungen aus Sicherheitsgründen unter Verschluss gehalten werden, ist es Tads größter Wunsch, endlich als Archäologe anerkannt zu werden. Dass sich diese liebevolle Hommage an den größten Filmabenteurer des 20. Jahrhunderts bewusst an ein junges Publikum richtet, ist kein Kritikpunkt. Vielmehr gelingt den Verantwortlichen ein Familienfilm mit spürbarem Flair – und das „made in Europe“.
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Mit 20 wirst du sterben [2019]
Amjad Abu Alalas Mit 20 wirst du sterben erzählt von Hoffnungen und Träumen, von einem Glauben in Religion und Autorität, der das eigene Glück sowie das Leben gefährdet. Aber auch davon, was das Leben tatsächlich ausmacht. Als einer der wenigen Filme aus dem Sudan überhaupt, ermöglicht er einem breiten Publikum ein Blick in ein Land und eine Kultur, deren Figuren im Zentrum so alltägliche Wünsche haben wie überall sonst auch. Dem zu folgen, ist faszinierend, auch wenn sich vermutlich nur ein kleines Publikum darauf einlassen wird.
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In with the Devil [2022]
Die Miniserie In with the Devil erzählt von einem so unglaublich klingenden wie verstörenden Fall, in dem sich ein wegen Waffenbesitz und Drogenhandel verurteilter, einst vielversprechender Football-Star auf ein Angebot von FBI und Staatsanwaltschaft einlässt, von einem anderen Häftling Informationen über dessen Mordopfer zu erfahren. Was sich nach nur einer weiteren Episode der inzwischen allerorts verfügbaren True Crime-Formate anhört, ist in Wirklichkeit eines der packendsten und besten Krimidramen seit langem.
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Nope [2022]
Jordan Peeles Nope ist so schwer zu beschreiben, es mag womöglich besser sein, es gar nicht zu versuchen. Der Film beinhaltet Science Fiction-Elemente, ist zum Teil aber auch ein richtiggehender Horrorfilm, dann wieder Charakterdrama und mit so vielen Gesellschaftskommentaren gespickt, dass man ihn mehrmals gesehen haben sollte, um sie auch nur annähernd zu verstehen. Was klingt wie ein Vorwurf, ist lediglich die Schilderung einer ureigenen Handschrift und Vision des Filmemachers, dessen Werk sich nicht an Konventionen hält und darum einen Teil des Publikums verprellen dürfte.
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