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News und Reviews

Kritik: Bad Boys for Life [2020]
Bad Boys for Life führt seinem Publikum auf unerwartet greifbare Weise vor Augen, wie viel Zeit seit dem ersten Film vor nunmehr 25 Jahren vergangen ist. Wer die Actionkomödie Bad Boys – Harte Jungs damals als junge Erwachsene bzw. junger Erwachsener auf der großen Leinwand gesehen hat, könnte die späte Fortsetzung nun mit den eigenen Kindern im gleichen Alter wie man selbst damals ansehen. Den Filmemachern Adil El Arbi und Bilall Fallah gelingt dabei die vielleicht enttäuschendste, viel versprechende Kinoüberraschung der jüngsten Vergangenheit.
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Kritik: Das geheime Leben der Bäume [2020]
Mit seinem 2015 erschienenen Sachbuch Das geheime Leben der Bäume gelang Autor Peter Wohlleben ein Bestseller. Seine Botschaft einem Kinopublikum nahe zu bringen, den Wald nicht nur als Ressource zu betrachten, erscheint gerade heute durchaus sinnvoll. Doch Filmemacher Jörg Adolph erzählt wenig Neues um die Natur und ihre Wunder selbst, sondern zeichnet die Hälfte des Dokumentarfilms ein Porträt des gelernten Försters, der zum Autor wurde. Das wird jedoch in den seltensten Fällen das sein, was das Publikum erwartet.
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Kritik: Jojo Rabbit [2019]
Es gehört viel Mut dazu, einen Film wie Jojo Rabbit zu machen. Nicht, weil die Aussagen, die Regisseur Taika Waititi hier trifft, gewagt wären. Die sind ebenso wichtig wie universell. Es ist vielmehr mutig, weil es bestenfalls ein kleines Publikum geben wird, das sich eben diese Aussagen in einer Satire ansehen wird, welche die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten aus der Sicht eines zehnjährigen Jungen demontiert. Dabei gibt es hier viel zu entdecken, das heute so aktuell ist wie eh und je.
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Kritik: The Grudge [2020]
Nicolas Pesces The Grudge war ursprünglich als Reboot des 2004 erschienenen, gleichnamigen US-Remakes der Fortsetzung des japanischen Horrorfilms Ju-on gedacht. Stattdessen entschied sich der Filmemacher, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, eine Geschichte zu erzählen, die während und nach dem ersten Film spielt. Dem Remake, wohlgemerkt. Was man trotz der vertrackten Konstellationen vergebens sucht, sind neue Ideen – und den Mut zur Veränderung.
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Kritik: The Guilty [2018]
Das Spielfilmregiedebüt von Gustav Möller, The Guilty, kommt nicht nur mit einer überschaubaren Besetzung aus, das Krimidrama spielt einzig in einem Büro und wird beinahe in Echtzeit, ausschließlich aus der Sicht der Hauptfigur erzählt. Polizist Asger Holm verrichtet Dienst bei der Notrufzentrale und erhält den Anruf einer entführten Frau. Was sich daraus entwickelt, ist einer der am dichtesten erzählten Thriller der vergangenen Jahre, der einen typischen Fehler ähnlicher Hollywood-Produktionen glücklicherweise nicht begeht.
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Kritik: Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben [1990]
In Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben versuchen fünf Medizinstudenten herauszubekommen, was nach dem Tod mit den Menschen geschieht. Doch statt eines philosophischen Ansatzes darüber, was sie nach dieser Schwelle erwartet, ist Filmemacher Joel Schumacher mehr daran interessiert, was sie überhaupt veranlasst, diese Grenze überschreiten zu wollen. Dank der namhaften Besetzung ist das auch heute noch sehenswert. Nicht zuletzt, weil der Film mehr auf die Stimmung, denn Erklärungen setzt.
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Kritik: 1917 [2019]
Sam Mendes’ Weltkriegsdrama 1917 ist nicht nur einer der besten Filme des Jahres und ein handwerklich beeindruckendes Meisterstück, es ist ein wichtiger Film. Die Bedeutung unterstreicht der Filmemacher mit einer Widmung am Ende selbst, wenn er das Drama um zwei Soldaten während des Ersten Weltkriegs seinem Großvater widmet, der Geschichten aus jenem Krieg erzählte. All denjenigen, die damals im Kampf für die Freiheit ihr Leben verloren oder die Schrecken überlebten, wird hier ein Denkmal gesetzt. Es ist eines der packendsten überhaupt.
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Kritik: Queen & Slim [2019]
Am Ende von Melina Matsoukas’ Spielfilmregiedebüt Queen & Slim bleibt der Eindruck, dass dieses ebenso aktuelle wie wichtige Thema einen besseren Film verdient hätte. Trotzdem ist die Besetzung bemerkenswert, die Inszenierung geradezu einladend und insbesondere das erste Drittel greifbar packend. Dass die Geschichte im Ursprungsland eine ganz andere Dimension an Bedeutung gewinnt, bleibt unbestritten, doch setzt sie sich mit den Titel gebenden Figuren nicht in dem Sinne auseinander, wie es nötig wäre.
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Kritik: 3 Engel für Charlie [2019]
Nach zwei nicht wirklich berauschenden Leinwandadaptionen der gleichnamigen Action-Krimi-Serie versucht sich Filmemacherin Elizabeth Banks mit 3 Engel für Charlie an einem weiteren Abenteuer um drei Agentinnen einer allein aus Frauen bestehenden Spionageorganisation. Das Ergebnis ist in den wenigen, besseren Momenten belanglos, in allen anderen aber ärgerlich bis geradezu beschämend. Der Besetzung kann man dabei keinen Vorwurf machen – die drei Titel gebenden Darstellerinnen sind einer der wenigen Lichtblicke dieses Schlamassels.
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Kritik: Cats [2019]
An der Musical-Verfilmung Cats gäbe es im Grunde Vieles zu kritisieren – bis man die Frage stellt, was die Leinwandadaption anders hätte machen können. Regisseur Tom Hooper orientiert sich stark an der Vorlage, die von 1981 an 21 Jahre auf Londons Bühnen aufgeführt wurde. Andrew Lloyd Webbers Ode an die Katzenwelt stammt aus einer anderen Zeit. Genau dieser Umstand wird der Verfilmung letztlich zum Verhängnis, zusammen mit einigen nicht ganz glücklichen Entscheidungen.
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Kritik: Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers [2019]
Nach 42 Jahren beendet Filmemacher J.J. Abrams mit Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers die Saga der gleichnamigen Sternenkrieger-Familie. Dass sich die Filmemacher dabei unerwarteten Schwierigkeiten gegenübersahen, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig, dass ihre Aufgabe, ein abschließendes Kapitel zu entwerfen, kaum lösbar klingt. So fühlt sich der Film am Ende vor allem wie eines an: Ein Kompromiss. Das bedeutet nicht, dass dies ein schlechter Abschluss ist, es ist nur einer, wie ihn weder die Beteiligten machen, noch das Publikum sehen wollte.
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Kritik: Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung [2019]
Mit ihrem neuen Film gelingt den Machern der Trickfilmreihe Ice Age eine Überraschung. Das nicht nur, weil Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung bedeutend besser geraten ist, als die Vorschau vermuten ließ. Das animierte Agentenabenteuer wartet mit farbenfrohen, teils fotorealistischen Bildern auf und erzählt eine Geschichte, die derart hanebüchen klingt, dass sie nur in dieser Art erzählt werden kann. Dass sie am Ende überzeugt, ist den ernsten Momenten geschuldet, von denen es mehr gibt, als sich für ein ganz junges Publikum eignen.
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Kritik: Jumanji - The Next Level [2019]
Auf dem Papier macht Jake Kasdan bei der Fortsetzung zum überraschend unterhaltsamen Jumanji: Willkommen im Dschungel Vieles richtig. Er nimmt die Stärken des ersten Films und wandelt die erfolgreiche Formel um eine Handvoll Teenager, die in einem Videospiel gefangen sind, genügend ab, dass es auch Neues zu entdecken gibt. Doch Jumanji - The Next Level kopiert leider auch die Schwachpunkte des Vorgängers. Das Ergebnis ist nie langweilig und kaum weniger unterhaltsam. Und doch kann der Film nicht im selben überzeugen.
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Kritik: Motherless Brooklyn [2019]
Wie viel Herzblut Filmemacher Edward Norton in die Romanadaption Motherless Brooklyn steckte, sieht man dem fertigen Film durchaus an. Beinahe 20 Jahre dauerte es, ehe das preisgekrönte Buch auf die Leinwand gebracht werden konnte. Das Ergebnis ist anders, als man erwarten würde – was kein Kritikpunkt ist. Aus dem Jahr 1999 in die 1950er-Jahre transferiert entfaltet die Geschichte eine überragende Atmosphäre, und weist dadurch womöglich umso offensichtlicher Parallelen zur heutigen Zeit auf, als man vermuten würde. Es fehlt nicht viel, dies zu einem modernen Klassiker zu machen.
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Kritik: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl [2019]
In Anbetracht der Tatsache, wie viel Talent Regisseurin Caroline Link hier vor und hinter der Kamera versammelt, ist es überaus erstaunlich, wie wenig bei der Adaption von Judith Kerrs gleichnamigen Roman Als Hitler das rosa Kaninchen stahl funktioniert. Es ist nicht, dass sich die Beteiligten keine Mühe geben würden. Es liegt vielmehr daran, dass es den Machern nicht gelingt, die mit autobiografischen Elementen versehene Vorlage in eine dramaturgisch spannende Erzählung zu packen.
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