News und Reviews

Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss [2022]

In Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss kehren die chaotischen und ebenso bemühten gelben, kleinen Helfer des Schurken Gru zurück, um einmal mehr Chaos zu verbreiten. Dabei handelt es sich hier eher um ein Prequel zu Ich - Einfach unverbesserlich denn eine Fortsetzung des ersten Minion-Films. Aber auch, wenn es hier mehr Erzählstränge gibt als zuvor, sie scheinen durch noch weniger miteinander verbunden. Das Ergebnis ist wie zuvor harmlos, aber noch weniger von allem anderen.
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Finch [2021]

Nicht unbedingt in der ersten, aber in der zweiten Filmhälfte wird deutlich, dass Miguel Sapochniks Finch letztlich nicht ganz der Film ist, der er eigentlich sein sollte. Das sieht man daran, dass die dramatischen Elemente zu unentschlossen umgesetzt sind. Aber auch an den Andeutungen jener postapokalyptischen Gesellschaft, die allesamt nirgendwo hinführen. Doch das heißt nicht, dass der Science Fiction-Film eine Enttäuschung wäre. Vieles hier ist gelungen und führt dem Publikum dabei eine Sache geradezu schmerzvoll vor Augen.
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The Black Phone [2022]

Scott Derricksons übernatürlicher, in den späten 1970er-Jahren angesiedelter Horror-Thriller The Black Phone, der aus Sicht eines von einem Serienmörder entführten Jungen erzählt wird, der Hilfe von dessen vorigen Opfern erhält, ist handwerklich durchaus gelungen und atmosphärisch umgesetzt. Aber wirklich verständlich ist die Story nicht und viele Erschreckmomente verpuffen, wenn man den teils ohrenbetäubend lauten Ton ausblendet. Das Ergebnis überzeugt bei genauerem Hinsehen weit weniger als erwartet.
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Elvis [2022]

Baz Luhrmanns schrill glitzernde Biografie über den King of Rock ’n’ Roll, Elvis, ist in etwa das, was man erwarten würde, wenn der Regisseur von Moulin Rouge! sich des Lebens eines der einflussreichsten Musiker des letzten Jahrhunderts annimmt. Das bedeutet aber auch, dass die zweieinhalbstündige, geradezu frenetisch erzählte Show am Ende eben das ist – eine Show. Inwieweit diese letztlich das Bild von Elvis Presley, welches das Publikum ohnehin bereits vor Augen hat, nur verfestigt, oder wirklich neue Einblicke liefert, lässt sich kaum sagen.
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Cop Secret [2021]

Auch wenn das Regiedebüt von Hannes Þór Halldórsson, Cop Secret, bereits mit Actionkomödien im Stile von Die nackte Kanone verglichen wurde, ihre Inspiration zieht die überzogene Buddy-Comedy merklich von Michael Bay-Filmen wie Bad Boys – Harte Jungs, dem nicht nur die Musik nacheifert, sondern aus dem sogar einzelne Einstellungen entnommen scheinen. Zwar gäbe es an jener Art Film viel zu parodieren, doch am Ende leidet die Drehbuchvorlage hier unter denselben Mängeln.
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The Empty Man [2020]

Nach vielen Jahren im Filmgeschäft in zahlreichen Funktionen und einer Reihe von Kurzfilmen sowie Hintergrunddokumentationen präsentiert David Prior mit The Empty Man seinen ersten Spielfilm. Der lag beinahe zwei Jahre nach Fertigstellung beim produzierenden Studio in der Schublade, offenbar, weil man nicht wusste, wie man den ungewöhnlichen Genrefilm vermarkten sollte. Dabei entpuppt sich der Horror-Thriller trotz einiger Schwächen als überaus gelungen, mit einer dichten Atmosphäre, die nachwirkt.
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Wonder Woman 1984 [2020]

Nicht zuletzt dank der fantastischen Besetzung mit Gal Gadot in der Titelrolle, gelang Filmemacherin Patty Jenkins mit Wonder Woman trotz Schwächen einer der spaßigsten und vielversprechendsten Superheldenfilme der vergangenen Jahre. Doch statt in Wonder Woman 1984 die Stärken auszubauen, werden die Schwachpunkte bis ins Unermessliche gesteigert. Das führt unter anderem dazu, dass man nach dem ersten Drittel der Meinung sein könnte, dies wäre eine Parodie. Doch die Tiefpunkte kommen erst noch – und zahlreich obendrein.
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Massive Talent [2022]

Nicolas Cage ist vermutlich der einzige Darsteller dieser Welt, dessen fiktionalisierte Version seines Lebens Teil der Erzählung eines Filmes wird – in der er selbst auch noch die Hauptrolle übernimmt. Massive Talent klingt von der Grundidee her so überlebensgroß wie der Star im Zentrum und weil der sich ebenso wenig wie diese Ode an ihn ernst nimmt, ist das Ergebnis ein Riesenspaß. Für die Beteiligten und das Publikum, das sich darauf einlässt.
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Press Play and Love Again [2022]

Filmemacher Greg Björkman erzählt in Press Play and Love Again mit einer charmanten Besetzung und vor traumhafter Kulisse eine tragische Liebesgeschichte mit einem bezaubernden Twist, die aber nie über ihre Grundidee hinauswächst. Das Ergebnis ist voller schöner Bilder und gelungener Einfälle, die nicht das emotionale Gewicht entwickeln, das man erwarten würde, und gleichzeitig einzelne Elemente trotz der kurzen Laufzeit spürbar oft wiederholen, ohne dass dies irgendwo hinführen würde.
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Jurassic World: Ein neues Zeitalter [2022]

Mit Jurassic World: Ein neues Zeitalter schließt Filmemacher Colin Trevorrow nicht nur seine Filme mit wieder zum Leben erweckten Dinosauriern ab, sondern führt sie auch erzählerisch mit der Jurassic Park-Trilogie zusammen. Das Ergebnis ist aufwändig gemachte Unterhaltung mit viel Nostalgiewerten, ebenso vielen Dinosauriern und treffender Kritik an der Macht von Großunternehmen. Doch es steuert auch kaum wirklich Neues bei und ist handwerklich spürbar weniger ausgereift als die früheren Filme der Reihe.
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France [2021]

Bruno Dumonts France ist ein überaus seltsames Porträt und ein Drama voller Gegensätze. Von einer ebenso starken wie bemerkenswerten Darbietung im Zentrum und teils authentisch erscheinenden Einblicken in das Leben von Berühmtheiten auf der einen Seite, bis hin zu undurchschaubaren Entwicklungen auf der anderen. Abgesehen von einer geradezu gebetsmühlenartigen Inszenierung, bei der selbst einfachste Szenen so lange ausgedehnt werden, bis sie dem Publikum unangenehm werden.
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Macbeth [2021]

Regisseur Joel Coen interpretiert die beinahe 400 Jahre alte, gleichnamige Tragödie von William Shakespeare neu und präsentiert seine Erzählung als perfekte Verschmelzung der Medien Theater und Film. In im wörtlichen Sinne Traum-haften Bildern schildert er die klassische Geschichte eines Generals, der um der Macht Willen immer tiefer dem Wahnsinn verfällt. Bereits auf Grund der Sprache eignet sich das nur für ein bestimmtes Publikum, das jedoch, kommt bei Macbeth ganz auf seine Kosten.
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Die unglaubliche Geschichte des Mr. C [1957]

Jack Arnolds Die unglaubliche Geschichte des Mr. C ist in mehrerlei Hinsicht ein Film aus einer anderen Zeit. Der inhaltlich düstere Science Fiction-Film mit Horrorelementen entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Metapher für Vieles, was in der Zeit seiner Entstehung die Menschen bewegte. Mit aufwändigen Trickeffekten zum Leben erweckt, deren Einfallsreichtum ebenso wie ihr Einsatz heute noch überrascht, ist dies ein Genreklassiker, den (wieder) zu entdecken sich durchaus lohnt.
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The Outfit – Verbrechen nach Maß [2022]

Graham Moores Spielfilmregiedebüt The Outfit – Verbrechen nach Maß lebt dieselben Qualitäten wie seine Hauptfigur Leonard Burling. Minutiös gespielt und umgesetzt, überzeugt das Gangsterkammerspiel durch das zur Schau gestellte Handwerk. Sowohl was die Ausstattung und Inszenierung betrifft, wie auch die Dialoge. Das täuscht zwar letztlich nicht ganz darüber hinweg, dass trotz einiger Überraschungen Manches offensichtlich ist. Doch insbesondere ein ruhiges, erwachsenes Publikum ist hier bestens aufgehoben.
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Die Täuschung [2021]

In Die Täuschung erzählt Filmemacher John Madden von der sogenannten „Operation Mincemeat“, ein britisches Täuschungsmanöver des Zweiten Weltkriegs, dessen Grundidee so absurd klingt, als sei sie einem Drehbuchautor eingefallen. Im Zentrum steht eine Gruppe um zwei Offiziere, die mit der Ausführung der Operation betraut waren, auf deren Schultern das Gelingen der Eroberung Siziliens durch die Alliierten ruhte. Das Ergebnis ist sehenswertes Geschichtskino für ein breites Publikum.
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