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News und Reviews

Kritik: Marie Curie - Elemente des Lebens [2019]
Filmemacherin Marjane Satrapi präsentiert mit Marie Curie - Elemente des Lebens einen Film, der nicht wirklich eine Biografie ist, aber mehr als reine Fiktion zu sein scheint. Er handelt vom Leben und dem Einfluss von Marie Curie, die nicht nur Pionierarbeit im Forschungsbereich der Radioaktivität leistete, sondern als erste Frau den Nobelpreis erhielt. Was wie ein Garant für ein ebenso wichtiges wie aussagestarkes biografisches Drama klingt, ist am Ende nichts wirklich und tonal schwer einzuordnen, so dass der Film der historischen Figur kaum gerecht wird.
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Kritik: Harriet - Der Weg in die Freiheit [2019]
Es ist kaum vorstellbar, dass es mehr als 150 Jahre dauerte, ehe es einen Film über die historische Figur Harriet Tubman geben sollte. Immerhin war sie eine der bekanntesten und bedeutendsten Persönlichkeiten der „Underground Railroad“- Organisation, jenes Netzwerks, das im 19. Jahrhundert tausende afroamerikanische Sklaven befreite. So wichtig es ist, ihre Geschichte zu erzählen, Harriet - Der Weg in die Freiheit wird den Erwartungen wie auch dem eigenen Anspruch nur selten gerecht.
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Kritik: Ronnie Wood - Somebody Up There Likes Me [2019]
Man sollte meinen, dass es nur schwer möglich ist, das bewegte Leben eines Rockmusikers, das alle Höhen und Tiefen gesehen hat, in einer Biografie aufzuarbeiten. Mit einer Laufzeit von spürbar unter eineinhalb Stunden, ist Mike Figgis’ Film Ronnie Wood - Somebody Up There Likes Me merklich kurz und überdies mit mehreren Ausschnitten aus Konzerten und Musikvideos sichtbar in die Länge gezogen. So interessant daher der Blick auf die Person im Zentrum, so oberflächlich wird sie am Ende beleuchtet.
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Kritik: Midway - Für die Freiheit [2019]
Roland Emmerichs auf wahren Begebenheiten basierendes Kriegsdrama Midway - Für die Freiheit wird nie dem Anspruch gerecht, den der Filmemacher offenbar an die Verfilmung einer entscheidenden Phase des Zweiten Weltkriegs legt. Das ist weniger seiner handwerklichen Umsetzung geschuldet, als der Drehbuchvorlage. Und doch ist es am Ende ein Zusammenspiel aus mehreren Elementen, das dafür sorgt, dass der Film nie über das Niveau einer Videoproduktion hinauskommt und nur selten gar daran heranreicht.
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Kritik: Booksmart [2019]
In ihrem Spielfilmregiedebüt widmet sich Olivia Wilde einem Thema, mit dem sich ein Großteil ihres Publikums identifizieren kann, erzählt aus der Sicht von zwei besten Freundinnen, die kurz vor ihrem High School-Abschluss stehen. Booksmart verpackt die stellenweise arg übertriebene Geschichte in eine Komödie, die stellenweise zotig ist, aber insbesondere im letzten Drittel dank der beiden sympathischen Hauptfiguren viel mehr Charme entwickelt, als man ihr zutrauen würde.
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Kritik: The Good Liar - Das alte Böse [2019]
Bill Condons The Good Liar - Das alte Böse ist ein Film, der ein wenig aus der Zeit gefallen erscheint. Das macht ihn einerseits für ein zu junges oder zu „unerfahrenes“ Publikum wenig interessant, für ein Älteres hingegen zu wenig überraschend, als dass der Krimiaspekt in der Form funktionieren würde, wie in der Vorlage von Nicholas Searles Roman. Dank der gelungenen Atmosphäre und nicht zuletzt der fabelhaften Besetzung ist das trotz allem sehenswert.
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Kritik: Ein Gauner & Gentleman [2018]
Es gibt keinen Hollywoodschauspieler, den man so sehr mit der Rolle des charmanten Schlitzohrs verbindet, wie Robert Redford. Die Beteiligten sind es auch, die David Lowerys Ein Gauner & Gentleman sehenswert machen, der vermutlich einen der letzten Leinwandauftritte Redfords darstellt. So interessant die handwerkliche Umsetzung und so amüsant die Erzählung, sie wird am Ende den tatsächlichen Figuren dahinter ebenso wenig gerecht, wie der eigentlichen Geschichte.
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Kritik: Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel [1986]
Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel ist ein Film, wie selbst Hollywood ihn heutzutage nicht mehr hervorbringt. Regisseur Tony Scott bezeichnete den erfolgreichsten Film des Jahres als Weltflucht in Reinform. Man könnte auch sagen, dass er nichts anderes als ein überlanger Mix aus einem Militärwerbe- und einem Musikvideo darstellt. Das klingt negativ, aber am Ende muss man sich fragen: Wenn es so unterhaltsam ist, was ist dagegen einzuwenden?
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Kritik: Duell [1971]
Auf den ersten Blick ist Duell ein minimalistischer Psychothriller und darüber hinaus der erste Spielfilm im engeren Sinne von Steven Spielberg. Ursprünglich nur 74 Minuten lang und direkt für das amerikanische Fernsehen produziert, ergänzte der damals erst 25jährige Regisseur seine Geschichte für eine europäische Kinoauswertung. Herausgekommen ist gewissermaßen ein Western auf der Straße. Die Umsetzung lässt nicht nur das Talent des Filmemachers erkennen, sondern sorgt heute noch für ein ungutes Gefühl.
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Kritik: Was tun [2020]
„Warum müssen wir mit so viel Leid leben? Gibt es keinen anderen Weg für uns Frauen?“ Diese Fragen von einem 15-jährigen Mädchen in einem Dokumentarfilm, die Filmemacher Michael Kranz zwei Jahre lang nicht losgelassen haben, führen in in seiner eigenen Dokumentation Was tun nach Bangladesh in eine Welt, die hoffnungsloser kaum sein könnte. Die Antworten, die er auf die im Filmtitel steckende Frage angesichts der Zwangsprostitution junger Mädchen findet, sind ebenso wichtig wie das Porträt, das er zeichnet, selbst wenn er erstere nicht deutlich genug herausarbeitet.
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Kritik: Knives Out – Mord ist Familiensache [2019]
Es gehört durchaus Mut dazu, einen im Kern klassischen Krimi mit einer hochaktuellen politischen Aussage zu verbinden und diese dem geneigten Publikum in einer spritzigen Erzählung zu servieren, die trotz der bekannten Hollywoodstars nicht auf Actionmomente, sondern auf die Figuren setzt. Regisseur Rian Johnson gelingt mit Knives Out – Mord ist Familiensache eine tolle Hommage an die Krimiklassiker von Agatha Christie, mit der er der Gesellschaft gleichzeitig den Spiegel vorhält.
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Kritik: John Wick: Kapitel 3 [2019]
Der dritte Teil der Actionfilm-Reihe John Wick mit Keanu Reeves ist der längste Ableger bislang – und das ist nicht zu seinem Vorteil. Darin muss sich der Titel gebende Auftragskiller Wick erneut einer Unmenge an Gegnern stellen, die ihm nach dem Leben trachten. Filmemacher Chad Stahelski versteht es dabei durchaus, seine Figur in brenzlige Situationen zu versetzen und eingangs ist das auch oftmals packend. Aber die Momente wiederholen sich in John Wick: Kapitel 3 derart oft, dass es zunehmend langweilig wird.
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Kritik: Crawl [2019]
Selbst wenn eine hochkarätige Besetzung an Bord ist, sind sogenannte „Creature-Features“, Horror-Filme mit realen oder Fantasy-Wesen als Gegner, oftmals lediglich sogenannte B-Filme. Also Filme, die objektiv gesehen nicht wirklich gut sind, selbst wenn sie überaus unterhaltsam ausfallen. Dass hierbei, wenn es um „blutrünstige Monster“ aus der Tierwelt geht, eine Perle wie The Shallows: Gefahr aus der Tiefe dabei ist, ist überaus selten. Ganz zu schweigen von einem Meilenstein wie Der weiße Hai. Alexandre Ajas Crawl ist letztendlich mehr ersteres, dabei in mancherlei Hinsicht überlegen, in anderer wieder nicht. Wer in der richtigen Stimmung für eine solche Art Film ist, findet hier aber die unterhaltsamsten und spannendsten eineinhalb Stunden der vergangenen Jahre.
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Kritik: Shazam! [2019]
Der beste Aspekt an Shazam! ist die musikalische Untermalung von Benjamin Wallfisch, dessen Kompositionen Einflüsse von zahlreichen renommierten Komponisten und ihre jeweiligen Superhelden-Themen aufweisen. Sie hat damit er der Comic-Adaption von Regisseur David F. Sandberg in vielen Belangen etwas voraus. Beim Film gibt es, abgesehen davon, dass er nie wirklich langweilig ist und kein Aspekt vollkommen misslungen, erstaunlich wenig, was in Erinnerung bleibt.
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Kritik: The Quake - Das große Beben [2018]
Mit dem norwegischen Katastrophenfilm The Wave - Die Todeswelle zeigten die Macher, dass es durchaus funktionieren kann, eine solche Geschichte, die in Hollywood meist Unsummen verschlingt, ernst und doch packend mit einem kleineren Budget zu erzählen. The Quake - Das große Beben begleitet dieselben Figuren bei einer neuer Tragödie, einem Beben inmitten von Oslo. So gelungen der anfängliche Aufbau dabei ist, so enttäuschend ist, was Regisseur John Andreas Andersen letztendlich damit anstellt.
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