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News und Reviews

Kritik: I Still Believe [2020]
Dass sich das Liebesdrama I Still Believe an ein bestimmtes Publikum richtet, ist kein Vorwurf. Erzählt man diesem jedoch genau das, was es hören will, ist das kein Gradmesser dafür, ob die Geschichte selbst gut erzählt ist, oder nicht. Die Filmemacher Andrew und Jon Erwin widmen sich in dem auf wahren Begebenheiten basierenden Liebesdrama einem schwer greifbaren Thema. Die Antworten, die sie liefern, werden niemanden bekehren – ob sie wenigstens Hoffnung spenden, muss das Publikum selbst entscheiden.
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Kritik: Bad Times at the El Royale [2018]
Es ist schwer zu sagen, was für eine Art Film Bad Times at the El Royale tatsächlich ist. Es ist beinahe, als wäre Regisseur und Autor Drew Goddard nicht darauf aus, sich auf ein Genre festlegen zu lassen. Was beginnt wie ein Krimi, wandelt sich zu einem alles andere als zimperlichen Thriller, in dessen Zentrum gebrochene oder traumatisierte Figuren stehen. Das ist stellenweise bitterböse amüsant, zum Ende hin allerdings mehr Psychothriller um Macht und Gewalt. Sehenswert ist es allemal.
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Kritik: Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot [2019]
Wenn es eines gibt, das der Horror-Thriller Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot nicht ist, dann subtil. Die Filmemacher gehen offen mit ihrer Geschichte um, deren Zusammenhänge dann erklärt werden, wenn die Story richtig in Fahrt kommt. Und sie halten auch mit ihrer Gesellschaftskritik nicht zurück. Woran es der sichtlich für ein erwachsenes Publikum umgesetzten Geschichte jedoch fehlt, ist eine interessante Mythologie. Dafür wartet sie mit einer Darbietung im Zentrum auf, die packender kaum sein könnte.
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Kritik: Jagd auf einen Unsichtbaren [1992]
John Carpenters Jagd auf einen Unsichtbaren zeichnet sich weniger durch die Ausführung der Geschichte aus, als durch die interessante Grundidee. Eines lässt ausgerechnet der mit Horror-Filmen bekannt gewordene Regisseur leider vermissen: Die Ernsthaftigkeit. Obwohl die ernsteren Aspekte kurz angerissen werden, ist dies eine Liebeskomödie mit einem Hauch Science Fiction. Damit verschenken die Macher viel Potential.
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Kritik: Irresistible [2020]
Thematisch ist Irresistible ein Film, wie es ihn gefühlt alle vier Jahre gibt. Einer, der entweder ernst oder satirisch das politische System in den USA beleuchtet, wo an der aggressiven politischen Stimmung buchstäblich Familien zerbrechen. Jon Stewarts Satire kann an die bekanntesten Vertreter des Genres zwar nicht heranreichen, sie bringt in den letzten Minuten das Kernproblem, wenn auch mit erhobenem, moralischem Zeigefinger, so gelungen auf den Punkt, dass man beinahe Beifall klatschen möchte.
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Kritik: Wege des Lebens - The Roads Not Taken [2020]
Die Widmung ganz am Ende von Wege des Lebens - The Roads Not Taken lässt erahnen, dass das Drama um Verlust und Entscheidungen, die das eigene Leben grundlegend prägen, eine ganz persönliche Bedeutung für Filmemacherin Sally Potter hat. Aber trotz zweier sehenswerter Darbietungen von Javier Bardem und Elle Fanning, gelingt es ihr nicht, diese Bedeutung dem Publikum gegenüber zu vermitteln. Ungeachtet der geringen Laufzeit ist das spürbar lang und auch deshalb frustrierend.
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Kritik: The King of Staten Island [2020]
Es ist schwer zu sagen, was für einen Film Regisseur und Ko-Autor Judd Apatow mit The King of Staten Island erzählen möchte. Inhaltlich gerät die Dramödie so ziellos wie ihre Hauptfigur. Das ist insofern schade, da die Besetzung nicht nur toll ausgesucht ist, sondern den Personen in der Geschichte eine greifbare Authentizität verleiht. Das Frustrierende daran ist, dass der zentrale Charakter nicht nur der unsympathischste von allen ist, sondern auch der uninteressanteste.
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Kritik: Air Force One [1997]
Air Force One ist nur ein Film in einer langen Reihe, die das Erfolgsrezept des Action-Thrillers Stirb langsam kopierten. Was Wolfgang Petersens Umsetzung von den übrigen abhebt, ist zum einen, dass der Held im Zentrum niemand geringeres ist als der US-Präsident, und dass er sich den Angreifern hoch über den Wolken an Bord des Titel gebenden Präsidentenflugzeugs stellen muss. Entscheidend für den Erfolg ist aber das versammelte Talent vor und hinter der Kamera, das den Thriller vor dem Absturz bewahrt.
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Kritik: The Gentlemen [2019]
Was man Filmemacher Guy Ritchie stets attestieren kann, ist dass seine Filme eine unverwechselbare Handschrift tragen, geprägt von einem fantastischen Verständnis und Bemühen um Stil. Das ist ein Punkt, der seine schwarzhumorige Gangsterkomödie The Gentlemen auszeichnet. Zum Leben erweckt von einer sehenswerten Besetzung, ist dies nichts für ein Publikum, das auf politische Korrektheit aus ist. Gerade deshalb aber steht der Film so hervor.
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Kritik: Marie Curie - Elemente des Lebens [2019]
Filmemacherin Marjane Satrapi präsentiert mit Marie Curie - Elemente des Lebens einen Film, der nicht wirklich eine Biografie ist, aber mehr als reine Fiktion zu sein scheint. Er handelt vom Leben und dem Einfluss von Marie Curie, die nicht nur Pionierarbeit im Forschungsbereich der Radioaktivität leistete, sondern als erste Frau den Nobelpreis erhielt. Was wie ein Garant für ein ebenso wichtiges wie aussagestarkes biografisches Drama klingt, ist am Ende nichts wirklich und tonal schwer einzuordnen, so dass der Film der historischen Figur kaum gerecht wird.
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Kritik: Harriet - Der Weg in die Freiheit [2019]
Es ist kaum vorstellbar, dass es mehr als 150 Jahre dauerte, ehe es einen Film über die historische Figur Harriet Tubman geben sollte. Immerhin war sie eine der bekanntesten und bedeutendsten Persönlichkeiten der „Underground Railroad“- Organisation, jenes Netzwerks, das im 19. Jahrhundert tausende afroamerikanische Sklaven befreite. So wichtig es ist, ihre Geschichte zu erzählen, Harriet - Der Weg in die Freiheit wird den Erwartungen wie auch dem eigenen Anspruch nur selten gerecht.
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Kritik: Ronnie Wood - Somebody Up There Likes Me [2019]
Man sollte meinen, dass es nur schwer möglich ist, das bewegte Leben eines Rockmusikers, das alle Höhen und Tiefen gesehen hat, in einer Biografie aufzuarbeiten. Mit einer Laufzeit von spürbar unter eineinhalb Stunden, ist Mike Figgis’ Film Ronnie Wood - Somebody Up There Likes Me merklich kurz und überdies mit mehreren Ausschnitten aus Konzerten und Musikvideos sichtbar in die Länge gezogen. So interessant daher der Blick auf die Person im Zentrum, so oberflächlich wird sie am Ende beleuchtet.
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Kritik: Midway - Für die Freiheit [2019]
Roland Emmerichs auf wahren Begebenheiten basierendes Kriegsdrama Midway - Für die Freiheit wird nie dem Anspruch gerecht, den der Filmemacher offenbar an die Verfilmung einer entscheidenden Phase des Zweiten Weltkriegs legt. Das ist weniger seiner handwerklichen Umsetzung geschuldet, als der Drehbuchvorlage. Und doch ist es am Ende ein Zusammenspiel aus mehreren Elementen, das dafür sorgt, dass der Film nie über das Niveau einer Videoproduktion hinauskommt und nur selten gar daran heranreicht.
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Kritik: Booksmart [2019]
In ihrem Spielfilmregiedebüt widmet sich Olivia Wilde einem Thema, mit dem sich ein Großteil ihres Publikums identifizieren kann, erzählt aus der Sicht von zwei besten Freundinnen, die kurz vor ihrem High School-Abschluss stehen. Booksmart verpackt die stellenweise arg übertriebene Geschichte in eine Komödie, die stellenweise zotig ist, aber insbesondere im letzten Drittel dank der beiden sympathischen Hauptfiguren viel mehr Charme entwickelt, als man ihr zutrauen würde.
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Kritik: The Good Liar - Das alte Böse [2019]
Bill Condons The Good Liar - Das alte Böse ist ein Film, der ein wenig aus der Zeit gefallen erscheint. Das macht ihn einerseits für ein zu junges oder zu „unerfahrenes“ Publikum wenig interessant, für ein Älteres hingegen zu wenig überraschend, als dass der Krimiaspekt in der Form funktionieren würde, wie in der Vorlage von Nicholas Searles Roman. Dank der gelungenen Atmosphäre und nicht zuletzt der fabelhaften Besetzung ist das trotz allem sehenswert.
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