Kritik zu Operation Fortune [2023] |
Bild © und Quelle: LEONINE Studios
Kritik zu Guillermo Del Toros Pinocchio [2022] |
Bild © und Quelle: Netflix, Inc.
 

News und Reviews

Till - Kampf um die Wahrheit [2022]
Es fällt schwer, nach Till - Kampf um die Wahrheit so zu tun, als sei nichts gewesen. Die Nacherzählung wahrer Ereignisse durch Filmemacherin Chinonye Chukwu ist auf eine so unvermittelte Art berührend und ergreifend gleichermaßen, dass man sich der Wirkung nicht entziehen kann. Es ist eine Geschichte, die, mehr als ein halbes Jahrhundert, nachdem sie sich ereignete, immer noch betroffen macht. Und unsagbar wütend. Das ist wichtig, aber nur schwer zu ertragen.
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Die Drei ??? - Erbe des Drachen [2023]
Seit mehr als einem halben Jahrhundert begeistern die Fälle der Detektive Die drei ??? in Büchern und Hörspielen das Publikum. Mit Die Drei ??? - Erbe des Drachen kommt ein neues Abenteuer auf die Leinwand, das durchaus Ambitionen zeigt, die etwas jünger als erwarteten Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews im Kino zu etablieren. Ihr Einstand kann durchweg überzeugen, selbst wenn die nicht auf Quellmaterial basierende Story nicht ganz zu wissen scheint, wohin sie gehen will.
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Orphan: First Kill [2022]
Es gibt Elemente an Orphan: First Kill, die beim Ansehen nicht auffallen, aber beim genauen Hinsehen verblüffen und regelrecht überraschen. Umso unverständlicher ist, weshalb William Brent Bells Vorgeschichte um die psychopathische Esther von einem Klischee zum nächsten springt und inhaltlich so raue Kanten besitzt, als wäre mehr die Idee einer Story denn ein Drehbuch verfilmt worden.
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Babylon: Rausch der Ekstase [2022]
Damien Chazelles Babylon: Rausch der Ekstase ist ein beeindruckendes Werk, das vermutlich von keinem großen Publikum die Wertschätzung erfahren wird, die es eigentlich verdient. Wie eine auf Film gebannte Varietéshow ist er oftmals obszön, grotesk und überlebensgroß. Mehr ein überzeichnetes Spiegelbild der Wirklichkeit, denn eine Repräsentation derselben. Darin finden sich Geschichten wieder, die das Leben geschrieben hat. Oder geschrieben haben könnte. Doch er ist eben auch von allem (zu) viel und daher spürbar anstrengend.
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Rache auf texanisch [2022]
B.J. Novaks teils böse Krimikomödie Rache auf texanisch erzählt anfangs nur scheinbar, letztlich nur vordergründig von dem Verbrechen, das die Titel gebende Suche nach Vergeltung auslöst. Im Kern handelt der Film von den Gegensätzen einer gespaltenen Gesellschaft, die von beiden Seiten in schwarz und weiß gezeichnet wird, ohne Kompromisse zuzulassen. Diese Beobachtungen kommen spät, doch sie treffen mitten ins Zentrum, wenn man sich auf den trockenen, entblätternden Humor und die ruhige Erzählung einlässt.
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Shotgun Wedding – Ein knallhartes Team [2022]
In Jason Moores Shotgun Wedding – Ein knallhartes Team wird die romantisch geplante Inselhochzeit von Jennifer Lopez’ Darcy und Josh Duhamels Tom von Piraten überfallen, während das Paar sich kurz vor der Trauung zerstritten hat. Das klingt nach einer spaßig-romantischen Komödie, doch es hat den Anschein, als hätten die Verantwortlichen mehr Spaß beim Dreh gehabt, als das Publikum beim Zusehen. Vor allem, weil den Beteiligten vor der Kamera kaum etwas an die Hand gegeben wird, womit sie arbeiten können.
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The Frighteners (Director’s Cut) [1996]
Nach dem vielfach preisgekrönten Heavenly Creatures, war The Frighteners vermutlich derjenige Film, mit dem Regisseur Peter Jackson international einem größtmöglichen Publikum bekannt wurde. Vor seiner Fantasy-Trilogie Der Herr der Ringe. Durch Filmstar Michael J. Fox in der Hauptrolle und für die damalige Zeit bahnbrechende Trickeffekte empfahl sich die Fantasy-Horror-Komödie einem breiten Publikum. Doch so viele Ansätze hier gelungen sind, so wenig werden sie bis zu Ende verfolgt.
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Hasch mich - ich bin der Mörder [1971]
Louis de Funès’ schwarzhumorige Komödie Hasch mich - ich bin der Mörder besitzt seit vielen Jahren regelrechten Kultstatus in deutschen Haushalten. Immer noch kann man sich herrlich amüsieren, wenn der wuselige Drehbuchautor Antoine Brisebard die Leiche seines zwar geplanten, aber unfreiwillig durchgeführten Mordes verschwinden zu lassen versucht. Aus heutiger Sicht fallen jedoch viele Elemente stärker auf, die den Unterhaltungswert wenn auch nicht trüben, zumindest manche Aspekte interessanter werden lassen, als den Film an sich.
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M3gan [2023]
Im Endeffekt bietet Gerard Johnstones M3gan, insbesondere in Anbetracht der Ausgangslage und des Kinostartfensters, das zu Beginn des Jahres meist mit wenig überzeugenden Horrorfilmen aufwartet, mehr als man erwarten würde. Aber schließlich doch weniger, als der Science Fiction-Horror-Thriller selbst verheisst. Über weite Teile überaus atmosphärisch, gelingt einzig das letzte Drittel nicht ganz. Immerhin, dem durchgehend erfreulichen Unterhaltungswert schadet das nicht wirklich.
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Operation Fortune [2023]
Guy Ritchies Operation Fortune scheint wie ein weiteres Empfehlungsschreiben des Regisseur für die wohl bekannteste Agenten-Reihe der Filmgeschichte. Die Story um eine anfangs noch unbekannte Bedrohung führt ein Spionageteam, angeführt von dem exzentrischen, Titel gebenden Orson Fortune, an so luxuriöse wie ausgefallene Orte. Süffisant und actionreich präsentiert, gibt es hier auch dank des Unterhaltungswerts Einiges zu sehen. Doch gerade beim Abschluss vermag das nicht vollends zu überzeugen.
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Glass Onion: A Knives Out Mystery [2022]
Man kann es sowohl als Kompliment wie auch als Kritik verstehen, wenn man feststellt, dass Filmemacher Rian Johnson seiner Linie mit Glass Onion: A Knives Out Mystery treu bleibt. Tatsächlich schwingt auch ein wenig von beidem mit, denn so gelungen die leichtfüßige Erzählung und so passend die Verweise auf aktuelle Themen, so bedauerlich ist, dass der eigentliche Krimi kaum einlädt, selbst mitzuraten und die Erzählung so selbstsicher präsentiert wird, dass nur augenscheinlich verschachtelte Auflösungen den Film 20 Minuten länger machen, als er sein müsste.
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Pulp Fiction [1994]
Mit Pulp Fiction präsentiert Filmemacher Quentin Tarantino einen der einflussreichsten und bedeutendsten Independent Neo-Noir-Krimis überhaupt. Erzählt in einzelnen Episoden, die außerhalb ihrer zeitlichen Abfolge vorgestellt werden und sich zeitlich teilweise überlappen, ist das auf so vielen Ebenen gelungen, dass es beinahe schon verblüffend ist, wie viele Filme diesem hier Tribut zollen, wobei er selbst eine Hommage an das Kino von einst ist.
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Fall – Fear Reaches New Heights [2022]
In Fall – Fear Reaches New Heights finden sich zwei erfahrene Bergsteigerinnen auf der Spitze eines 600 Meter hohen Funkturms, ohne eine Möglichkeit, wieder herunter zu kommen. Was wie ein Drama um Trauer und die Schuld der Überlebenden beginnt, wandelt sich zu einem Thriller ums Überleben selbst, teils vor schwindelerregender Kulisse eingefangen. Trotz vieler Klischees und einiger nicht ganz gelungener Entscheidungen, ist das nicht nur für Genrefans eine überraschende Empfehlung.
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Guillermo Del Toros Pinocchio [2022]
Guillermo del Toros Adaption des bekannten wie beliebten Kinderbuchs Pinocchio ist in vielerlei Hinsicht meisterhaft. Technisch und hinsichtlich des Produktionsdesigns gibt es hier so Vieles zu bewundern, dass es im ersten Moment überrascht, wie wenig die Geschichte des hölzernen Jungen, der seinen Platz in der Welt finden muss, letztlich emotional mitnimmt. Ausschlaggebend mag womöglich sein, dass so eindrucksvoll, fantasievoll und fantastisch die Erzählung umgesetzt ist, sie das Publikum oftmals verwundert zurücklässt.
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Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt [1999]
In seiner zweiten Spielfilmregiearbeit Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt erzählt Filmemacher David Koepp eine klassisch anmutende Geistergeschichte. Viele dieser Horrorstories zeigen besessene Personen. Im Zentrum hier steht jedoch keine von einem Geist besessene Person, sondern der Familienvater Tom, der davon besessen ist, die Aufgabe, von der er denkt, dass sie ihm gestellt wurde, zu erfüllen. Atmosphärisch und stark gespielt, ist das mehr als nur ein effektiver Genrevertreter.
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