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Zurück in die Zukunft III [1990]

Wertung: 5.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 09. März 2004
Genre: Science Fiction / Komödie / Western

Originaltitel: Back to the Future Part III
Laufzeit: 118 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1990
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: Robert Zemeckis
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Mary Steenburgen, Thomas F. Wilson, Lea Thompson, Elisabeth Shue, James Tolkan, Matt Clark, Jeffrey Weissman


Kurzinhalt:
Nachdem der DeLorean mit Doc (Christopher Lloyd) am Steuer vom Blitz getroffen wurde, steckt Marty (Michael J. Fox) im Jahr 1955 fest, als ihn ein Brief von Dr. Emmett Brown erreicht; dieser wurde ins Jahr 1885 katapultiert und hat dort keine Möglichkeit gefunden, die Zeitmaschine zu reparieren.
Doch er hat den Wagen in einem Minenschacht versteckt, so dass Marty ihn 1955 mit dem Doc aus jener Zeit wieder flott machen könnte. Den beiden gelingt das sogar, und Marty würde nach 1985 zurückkehren und Docs Wunsch beachten, dass er ihn nicht aus dem Wilden Westen abholt – doch dann entdeckt Marty, dass Doc 1885 von Buford "Mad Dog" Tannen (Thomas F. Wilson) erschossen wird und macht sich mit der Zeitmaschine auf in den Wilden Westen.
Dort angekommen sieht er sich mit Doc einem ganz anderen Problem gegenüber: Dem DeLorean ist das Benzin ausgegangen und ohne es kann der Wagen nicht auf die 140 km/h beschleunigt werden, die für den Zeitsprung notwendig sind. Zu allem Überfluss hat sich Doc in die Lehrerin Clara (Mary Steenburgen) verliebt und Marty steht inzwischen auf Bufords Abschlussliste ...


Kritik:
Sei es die Star Wars-Trilogie [1977-1983], oder aber die jüngst in den Kinos gelaufene Matrix-Reihe [1999-2003], die meisten Mehrteiler mit einer durchgängigen Story verbindet in aller Regel eines: Der schwindende Erfolg, sobald die Zahl hinter dem Titel größer zwei wird. Einzige Ausnahme hierbei ist die Der Herr der Ringe-Trilogie [2001-2003], die dem Trend nicht folgen will – Zurück in die Zukunft war von jener Gesetzmäßigkeit allerdings nicht ausgeschlossen. Spielte Teil eins allein in den USA noch über 200 Millionen Dollar ein, schwand der Gewinn vier Jahre später bei Zurück in die Zukunft II auf knapp 120 Millionen – noch ein Jahr später waren es gar nur noch 90 Millionen Dollar. Damit rechnete sich die Filmreihe nach wie vor mehr als lukrativ, doch für die Produzenten war es ein eher verhaltener Erfolg, zumal die Kritik am dritten Teil nach wie vor am größten ist ... unverständlicherweise.

Möglich wurde die Trilogie durch Regisseur Robert Zemeckis; der am 14. Mai 1952 geborene Filmemacher arbeitete schon früh mit Produzent und Regisseur Steven Spielberg zusammen und hat sich inzwischen einen Namen als Wunderkind der Trickeffekte gemacht, die er jeweils in eine fantastische, teils sehr hintergründige Story mit einarbeitet.
Falsches Spiel mit Roger Rabbit [1988] setzte die Messlatte für handgezeichnete Animation so hoch an, dass nie jemand erneut versuchte, ein solches Meisterwerk auf die Beine zu stellen – auch die Zurück in die Zukunft-Filme holten das Meiste aus den damals möglichen Effekten heraus und verbanden sie mit einer witzigen und mitreißenden Geschichte.
Zemeckis größter Erfolg kam allerdings im Jahr 1994 mit Forrest Gump, für den er auch den Regieoscar erhielt. Seitdem scheint er von der eher leichtfüßigen bis bissigen Unterhaltung (Der Tod steht ihr gut [1992]) weggekommen zu sein, mit Schatten der Wahrheit [2000] präsentierte er einen Mystery-Thriller in Hitchcock-Manier, Cast Away – Verschollen [2000] stellte eines der gewagtesten Experimente des modernen Kinos dar und zeigte seinen Darsteller Tom Hanks in einer seiner besten Drama-Rollen. 2004 brachte Zemeckis mit The Polar Express ein Kinderbuch als computergeneriertes Fantasyabenteuer auf die Leinwand – eine Komödie im Stil von Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten [1984] sucht man allerdings bei ihm seit vielen Jahren vergebens.
Bereits auf der USC Filmschule traf Robert Zemeckis auf Bob Gale, mit dem er immer wieder zusammen arbeitet. Seine bekanntesten Markenzeichen sind neben einer ausgetüftelten Kameraarbeit mit langen und verwinkelten Einstellungen sein Hauskomponist Alan Silvestri, mit dem er seit Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten zusammenarbeitet.

Der durfte bei Zurück in die Zukunft III auch seine Muskeln spielen lassen. Komponierte Silvestri für Teil eins noch eine richtige Hymne zusammen mit einem witzigen, einfallsreichen Score, entpuppte sich die musikalische Untermalung beim zweiten Teil schon auf Grund des Inhalts eher als eine Neuauflage des vorherigen Scores.
Das macht die Musik nicht schlechter, nur wirkte der Soundtrack von Zurück in die Zukunft II mehr oder weniger einfallslos. Für Teil drei hingegen griff Alan Silvestri in seine Trickkiste und zauberte eine handvoll rhythmischer und doch passender Western-Themen aus dem Ärmel. Diese werden gekonnt mit den bisherigen Themen verwoben und machen im Filmsetting einen sehr harmonischen Eindruck.
Die ruhigen Themen von Doc und Clara zeugen von viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, wohingegen das Finale mit einer Action-Suite aufwarten kann, die temporeicher nicht sein könnte. Insbesondere zu Beginn der Zugfahrt kommen die rhythmischen Bewegungen der Lokomotive auch musikalisch zur Geltung – High-Noon-Themen finden sich ebenso wieder wie bekannte Western-Elemente (beispielsweise eine Mundharmonika), die aber alle gekonnt mit der bekannten Back to the Future-Hymne verwoben wurden, ehe sich die Themen am Schluss in das bekannte Motiv auflösen.
Musikalisch ist dies vielleicht das Highlight der Trilogie, zweifelsohne aber ein Vorgeschmack auf den Abwechslungsreichtum, den Silvestri auch später mit Mäusejagd [1997], Volcano [1997] oder Schatten der Wahrheit [2000], aber auch mit Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens [2003] demonstrierte.

Das Drehbuch wurde am Stück mit dem des zweiten Filmes geschrieben und weist schon auf Grund dessen viele Elemente auf, die in Teil zwei begonnen wurden und hier nun ihren Abschluss finden; hervorragend gelungen sind aber nach wie vor die Bezüge zum ersten Teil der Trilogie. Wenn Marty sich zu Beginn des Films in Docs Wohnung umschaut erkennt der Zuschauer im Hintergrund beispielsweise das Modell von Hill Valley, das im ersten Film benutzt wurde, um den Aufbau des Blitz-Kollektors zu simulieren. Auch der Gedankenlese-Helm ist wieder mit von der Partie und Docs Wohnung scheint so farbenfroh wie noch beim letzten Mal als man sie sah.
Viel interessanter ist allerdings, dass man hier zum ersten Mal zu sehen bekommt, wie Doc Brown seinen weiteren Tagesablauf angeht, nachdem er weiß, dass eine seiner Erfindungen in 30 Jahren funktionieren wird – insgesamt wird schon zu Beginn des Filmes eines deutlich: Christopher Lloyd ist der eigentliche Hauptcharakter, Doc Brown wird hier mehr Leinwandzeit zugesprochen wie zuvor, sein Charakter bekommt einen detaillierteren Hintergrund spendiert und seine Beziehung zu Clara verleiht ihm eine Tiefe, die man bei dem schrulligen Zeitgenossen nicht erwartet hätte.
Bob Gale und Robert Zemeckis gelang es, aus dem bisherigen Storybogen einen neuen zu entwickeln, der sicherlich im ersten Moment aufgesetzt erscheint, der sich aber im Verlauf des Films als einem der besten und reifsten herausstellt, die die Trilogie zu sehen bekam. Dadurch, dass das Geschehen ganze 70 Jahre zurück verlegt wird, bekommt man den Beginn von Hill Valley zu sehen, der Stadt, die man schon in den zwei bisherigen Filmen in verschiedenen Epochen zu sehen bekam (1955, 1985 und 2015). Die Authentizität, mit der hier zu Werke gegangen wird, ist erstaunlich, man verzichtet auf das Schönreden des "Wilden Westens" und zeigt die schmutzige, raue Welt, wie sie damals war. Die In-Betriebnahme der Rathausuhr wirkt da noch wie das Tüpfelchen auf dem 'I'.
Für Fans der Reihe verstecken sich allein bei der Panorama-Ansicht über Hill Valley 1885 so viel Perlen, dass es ewig dauern würde, alle aufzuzählen.
Dass man zudem wieder bekannte Darsteller in neuen Rollen zu sehen bekommt, könnte man beinahe übersehen. So wird dem Zuschauer gezeigt, dass die McFlys bei den Tannens schon immer am unteren Ende der Nahrungskette standen und Mr. Stricklands Vorfahren werden ebenfalls vorgestellt.
Durch den Besuch des alten Hill Valley bekommt die Zurück in die Zukunft-Trilogie das Flair eines wahren kleinen Mikrokosmos, der von den Machern bis in die kleinsten Winkel durchdacht und ausgesponnen war. Dank der authentisch wirkenden Sets und den charmanten Darstellern ist ihnen ein Kunststück gelungen, das vielen Filmemachern entgeht: Eine Filmreihe mit jedem Teil in eine neue Richtung zu lenken, die aber alle harmonisch aus der vorherigen hervorgehen.
Beleuchtete Teil eins auf spielerische Weise das Zeitreisen selbst und zeigte die möglichen Komplikationen, die sich daraus ergeben, wenn man die Vergangenheit verändert, ging Teil zwei einen Schritt weiter und zeigte den Missbrauch einer Zeitmaschine auf. In Zurück in die Zukunft III geht es hingegen um jemanden, der unbeabsichtigt in einer fremden Zeit gestrandet ist, und die Frage, ob er allen Versuchungen zum Trotz in das Geschehen um ihn herum nicht eingreifen kann.

Es ist grundsätzlich kein gutes Zeichen, wenn Stammdarsteller bei Fortsetzungen nicht mit an Bord sind, so geschehen bei der Rolle von George McFly, im ersten Film verkörpert von Crispin Glover. Zwar hat sein Nachfolger Jeffrey Weissman nur eine kleine Rolle im dritten Film, es wäre aber schön gewesen, wäre dieser Ersatz gar nicht erst notwendig geworden.
Auch Elisabeth Shue ist wieder dabei, gleichwohl sie eine bedeutend kleinere Rolle hat, als im letzten Film. Ihre Mimik ist immer noch nicht besser, doch spielt sie nicht so übertrieben wie zu Beginn des zweiten Teils.
Eigentlicher Hauptcharakter ist Christopher Lloyd, der hier bedeutend ruhiger erscheint, als sein 1955-Charakter. Wenn er sich dann noch in Clara verliebt, hat er auch die letzten Zuschauer für sich gewonnen – Lloyd scheint die facettenreichere Rolle auch sichtlich genossen zu haben, sowohl zu Beginn, als auch am Ende des Films macht er einen sehr engagierten Eindruck. Seiner Darbietung kann man nur gratulieren.
An seiner Seite ist Mary Steenburgen zu sehen, der einzige Neuzugang im Cast, die aber gerade mit ihrer ruhigen und zurückhaltend zerbrechlichen Art für die Rolle ideal ausgewählt ist. Ihr Charakter ist nicht so weit ausgebaut, wie es möglich gewesen wäre, sie hat aber viel zu tun und auch einige sehr schöne Momente zugeschrieben bekommen. Eine weitere Frau im alten 1885 ist Lea Thompson, die in diesem Teil die kleinste Rolle ihrer Auftritte in der Trilogie bekleidet. Dabei hat sie aber eine der forderndsten auf Grund des ausgeprägten irischen Akzents, den sie für ihre wenigen Minuten erlernen musste. Gelungen ist ihr das wirklich sehr gut, ebenso Michael J. Fox, der hier in einer Doppelrolle zu sehen ist.
Als Seamus McFly ist auch bei ihm eine breite, irische Aussprache zu hören, die überraschend natürlich klingt. Als Marty McFly steht er seinen bisherigen Auftritten in nichts nach, er spielt mit demselben jugendlichen Charme, wie noch fünf Jahre zuvor, gleichwohl man seinem Filmcharakter die Strapazen seiner Zeitreisen deutlich ansieht. Auch wenn die wirklich ernsthaften Szenen Lloyd und Steenburgen vorbehalten sind, hat er zum Schluss des Films einige wichtige Momente, denen Fox auch problemlos gewachsen ist. So fordernd wie im zweiten Teil sind seine Rollen zwar nicht, aber mindestens ebenso sehenswert.
Highlight des Cast ist auch hier Thomas F. Wilson als Buford Tannen, der in der Rolle des skrupellosen Banditen ebenso witzig wie furchteinflößend ist. Ihm scheint das Kostüm aus dem 19. Jahrhundert auch mit am besten zu passen, seinen Akzent hat er gekonnt angepasst und seine Darbietung brachte ihm zurecht den "Saturn Award" als bester Nebendarsteller ein.
Auch die restliche Besetzung passt ohne Weiteres in das "Wild West"-Setting und macht einen sehr sympathischen Eindruck.

Die Inszenierung bewegt sich wie schon die beiden Vorgänger auf einem sehr professionellen Niveau, obwohl (oder gerade weil) sie in manchen Einstellungen und Szenen äußerst verspielt wirkt.
Nimmt sich Zemeckis zu Beginn sehr viel Zeit, die Geschichte ins Rollen zu bringen, wechselt er später interessante und komödiantische Schnittfolgen mit regelrechten Panorama-Aufnahmen ab, um so ziemlich schnell ein Gefühl für das alte Hill Valley aufzubauen.
Die Western-Atmosphäre wird geschickt eingefangen und erinnert in manchen Einstellungen beabsichtigterweise an Klassiker aus dem Genre.
Die Spannung steigert Zemeckis behutsam, bevor er am Ende eine zehnminütige Actionsequenz auf die Zuschauer loslässt, die es in der Tat in sich hat. Die ruhigen Szenen zwischen Doc und Clara werden dagegen zurückhaltend gezeigt, ohne den Figuren dabei zu nahe zu rücken.
Was verwundert ist die Tatsache, dass keine einzige Szene überflüssig erscheint, jedes Bild, jede Einstellung hat ihren Sinn und Zweck, jeder noch so kleine Dialog ist für die Geschichte von Bedeutung. Der einzig überflüssige Abschnitt wurde vom Regisseur bereits im Schneideraum entfernt. In einer "Gelöschten Szene" ist zu sehen, wie Buford Tannen den Marshal hinterrücks erschießt, was dem Film in der Tat einen ganz anderen Ton gegeben hätte und glücklicherweise nicht eingebaut wurde.
Durch die sehr gute Inszenierung, die in den notwendigen Szenen das Tempo anzieht, in anderen den Charakteren aber genügend Freiraum lässt, wirkt Zurück in die Zukunft III auch bedeutend kürzer, als er eigentlich ist, und das, obwohl er weniger Actionszenen als seine Vorgänger besitzt. Vielmehr ist es der längste Film der Trilogie.

Wie bereits im Vorgänger gestalteten sich bei den Dreharbeiten hier besonders die Szenen schwierig, in denen ein Darsteller (in dem Fall Michael J. Fox) mehrere Figuren übernahm. Die Übergänge zwischen den Schnitten zu finden, die für die Zusammenstellung der Bilder notwendig waren, ist allerdings äußerst schwer, selbst erfahrene Filmfans werden Probleme haben, den Effekt erkennen zu können.
So verhält es sich auch mit den meisten Spezialeffekten, die im dritten Teil meist schlichtweg unsichtbar sind – umso ärgerlicher ist es, dass man gerade beim Finale einen wirklich missratenen Blue Screen-Effekt zu sehen bekommt, als Doc auf dem Hoverboard davonschwebt. Hier ist der Effekte-Crew wohl schlicht das Geld oder die Zeit ausgegangen, anders kann man sich das nicht erklären, zumal dieselben Effekte im zweiten Teil der Trilogie bedeutend besser aussehen.
Ein Kompliment muss man den Setbauern machen, die das 1885 Hill Valley mit einer großen Detailliebe aus dem Boden stampften und dabei allerlei Anspielungen versteckten. Auch die Innenaustattungen der einzelnen Gebäude sind sehr liebevoll zusammengestellt und machen einen äußerst authentischen Eindruck.

Anekdoten gibt es zur Trilogie so viele, wie man sich kaum vorstellen kann, hier seien nur einige wenige erwähnt; Clint Eastwood zeigte sich von der Erwähnung seines Namens angeblich äußerst amüsiert und empfand es als eine schöne Geste – vor Veröffentlichung des Films wurde er von den Produzenten nach seiner Erlaubnis gefragt.
Der Photograph, der Doc und Marty vor der Rathausuhr aufnimmt ist in Wirklichkeit niemand anders als der Kameramann Dean Cundy.
Die Band ZZ Top spielt hier nicht nur eine Cameo-Rolle, sondern schrieb auch Musik, die beim Hill Valley-Fest zu hören ist – doch damit nicht genug hat auch ein Mitglied der Red Hot Chili Peppers einen weiteren Auftritt: Michael Balzary, alias Flea, war schon im zweiten Teil als 'Needles' zu sehen und hat hier am Ende des Films eine weitere Szene.
Wenn Doc und Marty sich die Schienenkarte anschauen kann man zwei Dinge im Hintergrund sehen, zum einen Clara und zum anderen die Rathausuhr, die hier 10:04 Uhr anzeigt – der Zeitpunkt, zu dem sie 1955 vom Blitz getroffen wird.
Viel Interessantes gibt es übrigens zur Zeitmaschine selbst zu sagen, beispielsweise dass der DeLorean seit seiner ersten Zeitreise in der Trilogie bis zum Schluss beinahe 71 Jahre alt wird – und dass am 12. November 1955 vier DeLoreans in Hill Valley zu finden gewesen waren (1. derjenige aus dem ersten Film, mit dem Marty ankam, 2. der DeLorean, mit dem Biff im zweiten Film zurückreiste, 3. der DeLorean mit dem Doc im zweiten zurückreiste und 4. derjenige, den Doc 1885 in der Mine versteckte).
Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan, der sich über den ersten Film sehr erfreut zeigte, wurde von den Produzenten hier angesprochen, ob er nicht die Rolle des Bürgermeisters im alten Hill Valley übernehmen wollte – er musste die Rolle aber ablehnen.
Frisbees gab es übrigens wirklich schon 1885, auch wenn wie im Film beschrieben nur als Unterteller für Kuchen; die Frisbie Pie Company wurde 1871 gegründet – später erst wurden die Kuchenteller geworfen, was zur Erfindung der Frisbees führte.

Man könnte ewig weiter machen, so viele Anspielungen sind in den 120 Minuten Film versteckt; viel wichtiger ist allerdings, dass den Produzenten eines gelang: Ein würdiger, witziger und doch getragener Abschluss zu einer Fantasy-Trilogie, die Filmgeschichte schrieb.
Es gibt viele Fans, welche die Fortsetzungen nicht mögen, und noch mehr, die den zweiten Teil zwar gut finden, den dritten dafür aus ihrer Erinnerung löschen möchten – nachvollziehbar ist das aber nicht, wenn man sich die Liebe zum Detail ansieht, die die Macher hier investierten. Mit einer weitaus reiferen und ruhigeren Geschichte verknüpfen die Autoren die Geschehnisse der ersten beiden Filme zu einem spannenden, actionreichen aber auch in gewissem Sinne traurigen Finale, das dem Motto der Filme treu bleibt und es doch um einige Aspekte erweitert.
Handwerklich und tricktechnisch wäre hier kaum etwas besser zu machen gewesen, das Drehbuch sprüht vor Witz und Charme und die Darsteller haben es sichtlich genossen, ihre Rollen ein letztes Mal zu besuchen.


Fazit:
Mit Zurück in die Zukunft III entlässt Robert Zemeckis seine Fans aus der fantasievollen Welt von Marty und Doc; die gemeinsame Reise hat immerhin fünf Jahre gedauert und den Zuschauer zusammen mit den Hauptfiguren sowohl in die Zukunft, als auch in die Vergangenheit geführt.
Mit raffinierten Trickeffekten und einer temporeichen Story begehen die Macher hier den Abschluss der Trilogie, der dabei in eine andere Richtung als seine Vorgänger geht. Mit einer reiferen und ruhigeren Geschichte geben die Autoren Christopher Lloyd mehr Spielraum und vernachlässigen dennoch nicht Michael J. Fox, der an seiner Rolle nach wie vor viel Spaß zu haben scheint.
Eine große Portion Humor, viel Charme und ein actionreiches Finale sind die Zutaten des wirklich gelungenen Abschlusses der wahren Zeitreise-Klassiker-Filme, deren Schlusseinstellung die Fans zum Nachdenken anregen soll. Die Macher und die Darsteller verabschieden sich hier mit einem Knall, bevor es dann doch verdientermaßen und unweigerlich auch für die Zuschauer heißt: Ende.


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