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Terminal [2004]

Wertung: 5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 27. Oktober 2004
Genre: Komödie / Drama

Originaltitel: The Terminal
Laufzeit: 125 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2004
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung

Regie: Steven Spielberg
Musik: John Williams
Darsteller: Tom Hanks, Catherine Zeta-Jones, Stanley Tucci, Chi McBride, Diego Luna, Barry Shabaka Henley, Kumar Pallana, Zoe Saldana, Jude Ciccolella


Kurzinhalt:
Als der gerade einreisende Viktor Navorski (Tom Hanks) auf dem New Yorker Flughafen abgeführt wird, ahnt er nicht, dass es in seinem Heimatland Krakozhia einen Militär-Putsch gegeben hat – sein Pass und sein Visum für die USA sind deshalb nicht mehr gültig, und ohne Pass darf er auch nicht mehr ausreisen. Der englischen Sprache nicht mächtig und vollkommen auf sich allein gestellt, sitzt er nun im Flughafen fest, muss auf schmerzliche Weise erfahren, wie es um seine Heimat bestellt ist, und sich irgendwie über Wasser halten.
Viktor nistet sich in einem unfertigen Teil des Flughafens ein, schließt Freundschaft mit den Angestellten Joe (Chi McBride), Enrique (Diego Luna) und Gupta (Kumar Pallana) und baut sich eine kleine Existenz im Terminal auf.
Seine Begegnungen mit der Flugbegleiterin Amelia Warren (Catherine Zeta-Jones) beschäftigen ihn im Laufe der Zeit immer mehr, aber zu allem Überfluss schreckt der Verwalter des Terminals, Frank Dixon (Stanley Tucci), vor keinem Mittel zurück, Viktor endlich wieder loszuwerden.


Kritik:
Musikrichtungen gibt es heute sehr viele, und es ist kaum möglich, die Übersicht zu behalten; nur wenige sind dabei älter als 20 oder 50 Jahre. Eine, die aber nach wie vor (besonders in den USA) populär ist und eine feste Fangemeinde besitzt, ist der Jazz. Entstanden im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in den südlichen Bundesstaaten Amerikas, hat Jazz inzwischen fast alle Länder der Erde erobert, wenn auch auf zurückhaltende Weise. Diese Musikrichtung in Worte zu fassen, fällt sehr schwer, denn sie folgt keiner festen Konvention, keinem vorgegebenen Schema und besitzt so viele Facetten, dass es sogar innerhalb des Jazz dutzende Kategorien gibt, in die man diesen Stil einteilen könnte. Wer im Brockhaus eine Definition von "Jazz" auskramt, stößt auf folgende Beschreibung:

Jazz bestimmt sich [...] hauptsächlich durch ästhetische Kriterien, deren musikalische Entsprechungen sich in permanenter Veränderung befinden [...]. [Er] wird definiert durch ein bestimmtes Verhältnis zur musikalischen Zeit, das in einer 'swing' genannten rhythmisch-dynamischen Bewegungsform des Musizierens realisiert ist [... und] im Spannungsfeld zwischen Individualität und Kollektivität als Ausdruck von Spontaneität und Vitalität aufgefasst wird.

Kurzum, Jazz bedeutet Improvisation, der einzelne Musiker profiliert sich nicht selbst, sondern versucht im Einklang mit seiner Gruppe das Bestmögliche zu erreichen. Man muss sich dabei stets auf neue Gegebenheiten einstellen und trotzdem eine Linie mit seiner Umgebung finden. Dass das Ganze nicht jedermanns Geschmack trifft, liegt in der Natur der Sache. Und trotzdem kommt Jazz dem normalen Leben doch am nächsten, denn auch hier muss man sich täglich auf neue Situationen einstellen und versuchen, im Einklang mit seiner Umwelt das Beste aus der Lage herauszuholen.

Selbiges ist gleichzeitig das zentrale Thema in Steven Spielbergs neuestem Film Terminal, der – so witzig die Inhaltsbeschreibung auf den ersten Blick klingen mag – auch mit sehr vielen ernsten Szenen aufwartet und ein hervorragendes Flair verbreitet – und in dem Jazz eine nicht unerhebliche Rolle spielt, womit der Bogen zur zunächst etwas eigentümlich erscheinenden Einleitung dieser Kritik geschlagen ist.
Zu sehen wie Tom Hanks vor der Kamera improvisiert, wie Viktor Navorski sich auf sein Leben im Terminal einstellt, er sich mit allerlei Dingen arrangiert und den Widrigkeiten der Situation trotzt, ist nicht nur eine Wohltat für Augen und Ohren, sondern auch für die Seele. Spielberg gelang mit seinem ruhigen, sehr erwachsenen Werk noch eine Steigerung gegenüber Catch Me If You Can [2002] und bisher einer der besten Filme des Jahres.

Wer sich zu Beginn fragt, wie man einen über zwei Stunden langen Film über einen Mann in einem Gebäude drehen kann (und dabei spricht dieser ja zu Beginn nicht einmal dieselbe Sprache wie die übrigen Menschen dort), wird sich wundern mit welchen Einfällen das einfühlsame, charakterbezogene Drehbuch von Jeff Nathanson und Sacha Gervasi, basierend auf einer Story unter anderem von Andrew Niccol (Die Truman Show [1998]), zu überraschen vermag. Die Autoren haben sich nämlich nicht gescheut, einen gewöhnlichen, nachvollziehbaren Mann in den Mittelpunkt zu stellen, der weder das Aussehen von Johnny Depp besitzt, noch sich mit Taschenspielertricks über Wasser hält.
Navorski muss zuerst gegen den einfachsten und hinterhältigsten Feind kämpfen: Seinen eigenen Hunger. Dass er dabei kein Englisch spricht, verschärft die Situation nur noch, denn von dem traurigen Schicksal seines Heimatlands weiß er am Anfang noch gar nichts. Die Autoren nehmen sich hier viel Zeit, das Terminal selbst zu zeigen, und wie Navorski sich darin zurecht finden muss. Seine Verzweiflung und Hilflosigkeit kommt dabei ebenso zum Ausdruck, wie seine Anpassungsfähigkeit an die neuen Umstände. Und doch bekommt nicht nur Tom Hanks genügend zu tun, sondern auch die anderen Figuren werden weiter ausgebaut, allen voran die kleine Clique um den gestrandeten Heimatlosen, bestehend aus den Flughafenangestellten Joe Mulroy, Enrique Cruz und Gupta Rajan. Und selbst im Hinblick auf die Charakterisierung des "Bösewichts" Frank Dixon, der die Leitung über das Terminal besitzt, geizen die Autoren nicht. Dixons Entscheidungen und seine Einstellung gegenüber Navorski bis zur letzten Szene sind verständlich und sprechen für die Natur seines Filmcharakters. In ihm fanden die Macher einen würdigen, und glücklicherweise nicht überdrehten Gegner des grundsympathischen Navorski, was man auch schnell daran sieht, dass Dixon dem Zuschauer schon nach kurzem derart unsympathisch geworden ist, dass man die Szenen, in denen Navorski dem Karrieristen im Weg steht, noch mehr genießt.
Was sich die Autoren aber gefallen lassen müssen ist die Kritik, dass Catherine Zeta-Jones Filmfigur auf den ersten Blick recht überflüssig erscheint; trotzdem erweist sich Amelia Warren mehr als das, was man zunächst von ihr sieht. Ihr Charakter wirkt bedauerlicherweise gar nicht so unglaubwürdig und letztendlich geht es in Terminal um Navorskis Schicksal, so dass der Schluss deutlich mutiger und alles andere als kitschig ist, wie man ursprünglich vielleicht erwartet hatte.
Die Figuren werden allesamt ausführlich vorgestellt und weiterentwickelt, die Dialoge sind pointiert und bisweilen wirklich witzig, und sogar der Humor kommt trotz mancher Slapstick-Einlagen nicht so klamaukig daher, wie man das hätte befürchten können. Das Skript ist schlichtweg sehr gut geraten und hätte in keinster Weise besser gemacht werden können.

Die Darsteller zollen der Vorlage mit einem Engagement Tribut, das man so schon lange nicht mehr gesehen hat.
Tom Hanks sollte für seine erstklassige Darstellung des Viktor Navorski mindestens eine Oscar-Nominierung zuteil werden. Sowohl mimisch, als auch seine Fremdsprache (Bulgarisch) – sowie sein stark akzentuiertes Englisch im Verlauf des Films – sind absolut hervorragend dargebracht und lassen trotz anfänglicher Skepsis keinen Spielraum für Kritik. Vielmehr agiert er so natürlich, dass man sich nach wenigen Minuten kaum vorstellen kann, wie er in normalem Englisch klingen würde! Hanks Gestik spricht Bände und ermöglicht es problemlos, dass man seine Anspannung, seine Wut und Verzweiflung in den ersten Minuten fühlen kann, obwohl man nicht direkt versteht, was er eigentlich sagt. Tom Hanks befindet sich einmal mehr in Top-Form und liefert eine außergewöhnliche Darbietung ab, die man selbst ihm so fast nicht zugetraut hätte. Schon er ist es wert, sich den Film anzusehen, und Hanks erweist sich einmal mehr als verlässlicher Garant für tolles Kino.
Ihm gegenüber steht Stanley Tucci, der nach reinen Unterhaltungsarbeiten wie The Core - Der innere Kern [2003] und Manhattan Love Story [2002] endlich wieder in einem anspruchsvolleren Film mitspielen darf, und sich sichtlich ins Zeug legt. Schauspielerisch ist er seiner Rolle in jedem Moment gewachsen; er präsentiert einen facettenreichen, hintergründigen Karrieremenschen, der auf die harte Tour einige nicht gekannte Lektionen lernen muss. Tuccis Szenen allein vor der Kamera sind ebenso großartig gespielt, wie seine Gespräche mit Tom Hanks, die beide Darsteller zu Höchstleistungen auflaufen lassen.
Mit Barry Shabaka Henley, Diego Luna, Chi McBride und Kumar Pallana sind darüber hinaus einige motivierte Nebendarsteller mit von der Partie, die sichtlich Spaß an ihren Figuren gefunden haben, und dementsprechenden bei der Sache sind. Der charismatische Jude Ciccolella (24 [seit 2001]) ist hier nur in einer ganz kleinen Rolle zu sehen, und auch die überzeugende, durchaus witzige Zoe Saldana werden die wenigsten Zuschauer mit Fluch der Karibik [2003] in Verbindung bringen, obgleich die attraktive Darstellerin dort ihre letzte größere Rolle hatte.
Catherine Zeta-Jones einzuschätzen, fällt hingegen etwas schwerer. Nicht nur, dass sie in Wirklichkeit erst 34 Jahre alt ist (wer Terminal gesehen hat, wird diese Anmerkung verstehen), sie scheint hier dasselbe Problem zu haben, wie schon in Die Maske des Zorro [1998], bei dessen Dreharbeiten sie sich in den emotionalen Szenen partout nicht zu einer Träne durchringen konnte und diese letztendlich digital per Computer eingefügt wurden. So machen ihre wässrigen Augen auch in Terminal einfach keinen "echten" Eindruck, und wenn man den gesamten Cast berücksichtigt, ist sie schlicht das schwächste Glied in der Kette. Das bedeutet nicht, dass sie schlecht spielen würde, vielmehr passt sie in ihre Rolle ansich sehr gut und bringt die notwendigen Szenen passend zur Geltung, trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass sie als einzige Darstellerin der Produktion austauschbar gewesen wäre, und man einer anderen Aktrice die Figur der Amelia Warren eher abgenommen hätte. Dass Catherine Zeta-Jones spielen kann, hat sie in Traffic - Die Macht des Kartells [2000] bewiesen, in Terminal wirken ihre Reh-Augen dagegen bisweilen aufgesetzt.
Ansonsten gibt es an der Besetzung nichts auszusetzen, die Darsteller wurden sehr gut ausgewählt, und dank zweier wirklich einmaliger Hauptakteure haben die Nebendarsteller ebenfalls genug zu tun.

Was den Darstellern zweifellos bei ihrer Arbeit geholfen hat, war das riesige, und absolut bombastische Set; obwohl der Terminal vollkommen echt aussieht, handelt es sich dabei in Wahrheit doch um ein mehrstöckiges Filmset, das (beinahe 1:1 zum Original) in einem ehemaligen Hangar nachgebaut wurde und tatsächlich die bekannten Geschäfte wie "Burger King" oder zahlreiche Einkaufsmeilen enthielt. Manche Firmen wurden vom Studio direkt angesprochen, ob sie mitmachen würden, andere kamen selbst auf DreamWorks zu und boten ihre Zusammenarbeit an. Die meisten Shops hatten funktionierende Heizungen und Kassen, sogar die Inneneinrichtung war originalgetreu – und als Premiere in der Filmgeschichte wurde eine voll funktionsfähige Rolltreppe eigens für ein Set gebaut.
Als Produktionsdesigner Alex McDowell (Minority Report [2002]) den rund 18.000 Quadratmeter großen Terminal-Aufbau zum Abschluss gebracht hatte, wurde Steven Spielberg beim ersten Mal mit verbundenen Augen auf das Set geführt, damit die Überraschung größer wäre. Als Spielberg dann die Augen öffnen durfte, war er überglücklich und fühlte sich, als wäre es "wie ein riesengroßes Geschenk".
Wenn man das Endergebnis im Film sieht, kann man nur bewundernd und zustimmend nicken, ein derart ausgefeiltes, detailliertes und überwältigendes Set gab es lange nicht in einem Film zu sehen. Dass die Macher auf reale Vorbilder zurückgreifen konnten, machte die Aufgabe nur noch schwieriger, immerhin musste der John-F.-Kennedy-Flughafen New Yorks realistisch und zu einem Bruchteil der realen Kosten nachgebaut werden. Doch den Verantwortlichen ist dies ohne Frage gelungen.

Spielbergs Kameramann Janusz Kaminski und sein Cutter Michael Kahn kosten diese Möglichkeiten durchgehend aus, verwöhnen den Zuschauer mit langen Kamerafahrten, imposanten Einstellungen und einem so realistischen Flair, dass man sich sofort an einem echten Flughafen wähnt – inklusive den Navorski fast überfordernden Eindrücken zu Beginn, wenn sich die Kamera karussellartig um ihn dreht und auch den Zuschauer vollends orientierungslos zurücklässt.
Dass Kaminski in Terminal nur sehr selten auf seine überstrahlenden Filter setzt, tut dem Film im übrigen sehr gut, und wenn man sich seine Kameraperspektiven bei den Szenen mit Amelia und Viktor ansieht, erkennt man das wahre Genie des geborenen Polen. Die Szene mit dem Brunnen, im funkelnden, fast schon märchenhaften Glitzern gehalten, gehört optisch ebenso zu den Highlights, wie die Anfangssequenz, als Viktor im Fernsehen von den Kämpfen in seinem Land hört und daraufhin durch mehrere Etagen des Flughafens läuft. Kamera und Schnitt sind stimmig choreografiert, vermitteln nie eine unangebrachte Hektik und liefern immer das notwendige Tempo, um den Zuschauer bei Laune zu halten.
Was gerade bei Spielbergs Minority Report [2002] nicht funktioniert hat, klappt hier ausgesprochen gut, und auch Kaminski sollte für seine meisterhafte Leistung ausgezeichnet werden.

Die Thematik des Films und die Einbeziehung des Jazz versteht Komponist John Williams besonders gut; er webt in sein eingängiges Thema gerade im letzten Drittel öfter Jazz-Elemente ein, improvisiert die Melodien, verbindet verschiedene Musikrichtungen und entführt den Hörer mit Viktor Navorskis Motiv innerhalb von Sekunden in dessen Welt, ohne je aufdringlich oder allzu bombastisch zu klingen.
Schon, dass Williams in den ersten fünf Minuten überhaupt keine Musik einspielt, sondern mit dem düsteren, traurigen Thema beginnt, als Viktor vom tragischen Schicksal seines Landes erfährt, spricht für die Qualität des Scores – leider ist gerade dieses Stück nicht auf dem Soundtrack enthalten. Dafür gibt es jedoch neben Viktors Thema auch verspielt-lustige Stücke wie seine Verweigerung der Flucht oder das Liebesthema mit dem Brunnen.
Der Score mag bisweilen an Harry Potter und der Gefangene von Askaban [2004] erinnern, und hin und wieder erscheinen ein paar Anleihen von Der weiße Hai [1975], trotzdem überzeugt John Williams Musik mit warmen, eingängigen und durchweg passenden Motiven, die sich auch zum Hören ohne den Film sehr gut eignen.
Dass darüber hinaus Jazz-Legende Benny Golson höchstpersönlich zu hören ist, veredelt die Musik im Film nur noch.

Obwohl das Land Krakozhia in Wirklichkeit nicht existiert, und die Geschichte vollkommen abwegig klingt, hat sie einen realen Hintergrund. Als 1988 Merhan Nasseri als iranischer Flüchtling am Charles de Gaulle Flughafen nahe Paris landete, fand er sich genau in dieser Situation wieder: Weil sein Pass und das Flüchtlingszertifikat der UN gestohlen worden waren, durfte er den Flughafen nicht verlassen und konnte auch sonst nirgendwo hin fliegen. In der Zwischenzeit haben ihm die französischen Behörden zwar eine Einreisegenehmigung erteilt, doch Nasseri bevorzugt es, weiter im Terminal zu wohnen und seine Geschichte zu erzählen.
Gedreht wurde Terminal mit zwei verschiedenen Endszenarien, das erste wurde nur bei einer Preview-Vorstellung gezeigt; zu sehen ist darin, wie Catherine Zeta-Jones mit Hanks den Flughafen verlässt, was jedoch nachträglich umgeschrieben und neu gedreht wurde. Möglicherweise wird die Szene jedoch wie eine weitere – die Spielberg heraus nahm, um Parallelen zu seinen Familienfilm E.T. - Der Außerirdische [1982] zu vermeiden – auf der kommenden DVD enthalten sein.

Die zwei Stunden vergehen wie im Flug, und dank der exzellenten Darsteller gibt es nichts zu bemängeln. Handwerklich zieht Spielberg wieder einmal alle Register und beweist sein Können auch an neuen Stoffen, denn eine Liebesgeschichte (noch dazu eine so ungewöhnliche) hat er bislang noch nicht erzählt. Umso erfreulicher, dass er sein Talent nicht verlernt hat und seine Schauspieler nach wie vor zu Hochform auflaufen lässt.
So erweist sich Terminal als "Feel-Good"-Film mit Hintersinn, ein Plädoyer auf das Leben, egal wie verworren es bisweilen sein mag. Dass das Thema des Films sich aber an ein erwachseneres Publikum richtet, sieht man schon daran, dass es weder blutjunge Hauptdarsteller, noch Action-Kaskaden oder schnelle Schnitte gibt, dafür aber gepflegtes Kino auf hohem Niveau und mit Verstand. Und je seltener das heutzutage wird, desto mehr lernt man es schätzen.


Fazit:
Dank Tom Hanks, Stanley Tucci und der übrigen Besetzung bleibt Terminal seinem Ansatz treu, zeigt das Leben eines Mannes unter den ungewöhnlichsten Umständen, und wie er sich nach zahlreichen Komplikationen daran anpasst. Viktor Navorski auf seiner Reise beizuwohnen, ist bisweilen tragisch und traurig, hin und wieder witzig und humorvoll, immer jedoch ein Abenteuer und so unvorhersehbar, dass man ihm mit Freuden zusieht.
Steven Spielberg nimmt sich für seine Figuren viel Zeit, schildert sie greifbar und lebensnah, fängt das Gezeigte zudem in so stimmungsvollen Bildern ein, dass man sich schon allein darin verlieren könnte – und bleibt doch stets auf dem Boden. Ihm gelang ein warmer, einfühlsamer Film, der aus so vielen hirnlosen Action- und Horrorstreifen wie ein Perle hervorsticht, und den man in vollen Zügen genießen kann, wenn man denn die Reife mitbringt, um einen "normalen" Menschen auf einem Stück seines Lebenswegs begleiten zu wollen.


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