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Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart [1986]

Wertung: 4.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 16. April 2016
Genre: Science Fiction / Unterhaltung

Originaltitel: Star Trek IV: The Voyage Home
Laufzeit: 119 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1986
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: Leonard Nimoy
Musik: Leonard Rosenman
Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nichelle Nichols, Jane Wyatt, Catherine Hicks, Mark Lenard, Robin Curtis, Robert Ellenstein, John Schuck, Brock Peters


Kurzinhalt:

Monate sind vergangen, seit sich Admiral Kirk (William Shatner) und seine Crew auf Spocks (Leonard Nimoy) Heimatplaneten Vulcan im Exil befinden. Die Klingonen fordern die Auslieferung der Abtrünnigen, sonst werde es keinen Frieden geben. Als sich die Crew auf der Erde verantworten will, wird der Planet von einer unbekannten Sonde bedroht, die ihm alle Energie entzieht. Spock glaubt, den Ursprungs des fremden Signals deuten zu können, doch die einzige Möglichkeit, die Erde zu retten, bestünde in einem Zeitsprung ins 20. Jahrhundert. Es ist ein gefährliches Unterfangen, bei dem Doktor McCoy (DeForest Kelley), Scotty (James Doohan), Sulu (George Takei), Chekov (Walter Koenig) und Uhura (Nichelle Nichols) alle zusammenarbeiten müssen – und dessen Ausgang alles andere als gewiss ist ...


Kritik:
20 Jahre, nachdem Raumschiff Enterprise [1966-1969] zum ersten Mal über die Bildschirme flackerte, feiert die Crew um Captain James T. Kirk ihren größten finanziellen Erfolg. Bis ins Jahr 2009 sollte kein Star Trek-Film so viele Zuschauer in die Kinos locken wie Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart. Besonders beliebt ist das Abenteuer, das die Mannschaft ins 20. Jahrhundert zurückbringt, bei denjenigen, die mit dem Science Fiction-Aspekt der Reihe wenig anfangen können. Man könnte auch sagen, so wenig Star Trek war Star Trek nie zuvor.

Die Geschichte schließt sich unmittelbar an die Ereignisse von Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock [1984] an, wobei die eigentliche Story damit nur am Rande zu tun hat. Als Admiral Kirk zusammen mit Spock, Doktor McCoy und der übrigen Mannschaft entschließt, zur Erde zurückzukehren, um sich für ihre Taten zu verantworten, müssen sie erkennen, dass die Erde in großer Gefahr schwebt: Eine Sonde unbekannten Ursprungs hat sämtliche Energiequellen auf der Erde funktionsunfähig gemacht und die Wolkendecke des Planeten so stark verändert, dass kein Sonnenlicht mehr hindurch kommt. Um die Gefahr zu bannen, wagt Kirk einen Zeitsprung ins 20. Jahrhundert, um von dort eine Lebensform in ihre Zeit zu bringen, die vor langer Zeit ausgerottet wurde.

Das klingt absurd und selbst für eine Science Fiction-Story ist es das auch. Die Idee eines Zeitsprungs durch einen bestimmten Flugwinkel um die Sonne war bereits in der Serie etabliert worden, schien aber damals schon im besten Fall hanebüchen. Für Zurück in die Gegenwart ist sie auch nicht mehr als Aufhänger für einen Kulturschock, wenn die Crew aus dem Jahr 2286 auf Menschen und Gebräuche des Jahres 1986 trifft. Dass die Technik der Crew der USS Enterprise heute mitunter Einzig in unseren Alltag gehalten hat, beweist dabei auch der vierte Film: Transparentes Aluminium, wie hier vom Chefingenieur Scott entwickelt, gibt es inzwischen tatsächlich.

Wen oder was die Crew aus der Vergangenheit in die Zukunft bringen muss, um die Erde zu retten, trägt eine überraschend klare Umweltbotschaft mit sich und sei hier nicht verraten. Wodurch sich Star Trek IV deutlich von den letzten Filmen der Reihe abhebt, ist die leichtfüßige Erzählung. Nicht nur, dass die Crewmitglieder alle eine spezielle Szene bekommen, die sie in den Mittelpunkt rückt, der Film scheint sich hinsichtlich der Zeitreise selbst nicht ernst zu nehmen und spielt dank des Charmes der Besetzung so gekonnt mit der Ausgangslage, dass es eine Freude ist, zuzusehen.
Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Geschichte viele inhaltliche Sprünge besitzt und Übergänge zwischen den Szenen fehlen. Manche Sequenzen beginnen, als würde man in eine laufende Sendung springen, wie die Charaktere dorthin gelangt sind, erfährt man jedoch nicht. So beispielsweise, wenn Chekov und Uhura in einen Flugzeugträger einbrechen, oder Sulu einen Helikopter entwendet. Wer darüber hinwegblicken kann und sich nicht daran stört, dass die Story sehr weit hergeholt erscheint, der kann sich von einem charmanten Abenteuer mit einer sympathischen Besatzung unterhalten lassen. Eine Botschaft hat es zudem noch.


Fazit:
Ein Star Trek-Film, der kaum im Weltraum spielt und bei dem man auf einen Großteil der fantastischen Technik der Zukunft verzichten muss, kann das funktionieren? Es ist eine schwierige Frage, deren Beantwortung nicht ganz einfach ist. Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart ist ein Film, der in der Erinnerung gelungener ist, als es beim Ansehen wirklich den Eindruck macht. Er lässt Vieles vermissen, was einen Film dieser Crew an sich ausmacht. Das beginnt bei der Musik von Leonard Rosenman, die weder die majestätische Hymne der Saga aufgreift, noch einen großen Wiedererkennungswert bietet und setzt sich darin fort, dass ein entscheidendes Crew"mitglied" erst in den letzten Minuten zu sehen ist. Dafür gibt es viele gelungene Charaktermomente und die Chemie der Beteiligten ist geradezu ansteckend. Als spaßiges Abenteuer der eingespielten Crew ist es immer noch sehenswert – auch für diejenigen, die mit dem Weltraumaspekt nur wenig anfangen können.    


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