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Smallville: "Als der Sturm kam…" [2002]

Wertung: 4.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Dominik Starck  |   Hinzugefügt am 08. April 2004
Genre: Fantasy

Originaltitel:Smallville: "Tempest" (Part 1)
Laufzeit: 45 min.
Produktionsland: USA / Kanada
Produktionsjahr: 2002
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie:Greg Beeman
Musik: Mark Snow
Darsteller: Tom Welling, Kristin Kreuk, Michael Rosenbaum, Sam Jones III., Allison Mack, Eric Johnson, Annette O'Toole, John Schneider, John Glover, Tom O'Brien, Robert Wisden und "Remy Zero"


Kurzinhalt:
Lionel Luthor (John Glover) besucht seinen Sohn Lex (Michael Rosenbaum) in Smallville, um eine Ansprache vor den Fabrikarbeitern zu halten, die unter Lex' Führung in diesem Jahr erstmals Profite erwirtschaftet hatten. Nach ein paar Lobesfloskeln erklärt er die Firma aufgrund von Misswirtschaft der Geschäftsführung für geschlossen, was für die Infrastruktur von Smallville den K.O.-Schlag bedeutet. Seinem aufgebrachten Sohn macht Lionel klar, dass seine Lehrzeit zu Ende sei und er wieder nach Metropolis kommen werde – ob es ihm nun gefällt oder nicht.
Während Lex nach einem Weg sucht, die Firma gegen den Willen seines Vaters zu retten, überschlagen sich auch für Clark (Tom Welling) und seine Freunde die Ereignisse. Nachdem er Chloe (Allison Mack) gefragt hat, ob sie mit ihm auf den High-School-Ball geht und sie begeistert zugesagt hat, rückt der große Abend immer näher. Whitney (Eric Johnson) dagegen überrascht Lana (Kristin Kreuk) damit, dass er sich freiwillig für die Armee verpflichtet hat. Lana ist sich nicht sicher ob sie wirklich auf ihn warten kann und will.
Doch Clark hat keine Zeit, sich wegen Whitneys bevorstehender Abreise neue Hoffnungen auf Lana zu machen, denn der Reporter Roger Nixon (Tom O'Brien) hat sein Geheimnis durchschaut. Indem er das Auto der Kents mit Clark am Steuer in die Luft jagt und dann filmt, wie dieser die Flammenhölle ohne einen Kratzer übersteht, hat er sogar den nötigen Beweis.
Während Clark, Chloe und Pete (Sam Jones III.) auf den Ball gehen, Lana Whitney zum Bus bringt, die Kents auf Nixon und Lex auf seinen erbosten Vater treffen, schlägt zusammen mit der Stimmung auch das Wetter um, und drei Tornados rasen auf Smallville zu...


Kritik:
Mit Als der Sturm kam… endete im letzten Jahr die deutsche Erstausstrahlung der ersten Staffel von Smallville.
Nach einer kleinen Sommerpause, in welcher der Sender RTL die erste Staffel im wöchentlichen Rhythmus wiederholte, begann RTL im Herbst 2003 mit der zweiten Staffel der US-Hitserie, die es auch hierzulande auf beachtliche Einschaltquoten brachte. Treffpunkt: Kritik wirft einen Blick auf das spannende Staffel-Finale, resümiert kurz über die Entwicklungen der bisherigen 21 Folgen und gibt einen kleinen Ausblick auf das, was den Zuschauer im zweiten Jahr erwartet, wenn die Geschichte des jungen Clark Kent fortgesetzt wird.
Verständlicherweise fließen dabei auch kleinere und größere Spoiler vom Staffel-Auftakt ein, so dass Fans, die sich diese Spannung bewahren wollen und die Episoden noch nicht gesehen haben, vielleicht lieber nicht weiterlesen sollten.

Wie es der Kurzinhalt schon andeutet, geht es in dieser Episode der Serie über die Jugendabenteuer des späteren Superman, ziemlich rund – und wenn sie mit dem klassischen "Fortsetzung folgt…" schließlich in die Credits übergeht, schwebt so ziemlich jede Figur in mehr oder weniger großer Gefahr, und der Fan wartet daher, ziemlich auf die Folter gespannt, wie es wohl nach der Pause weiter gehen mag.
Diese Vorgehensweise ist nun wahrlich nichts Neues, doch das ändert nichts daran, dass das Finale der ziemlich erfolgreich gelaufenen Season von Smallville ordentlich Tempo vorlegt und spannender ist als die meisten Folgen der ganzen Staffel zusammen genommen. Dies ist zwar erfreulich, doch muss man sich zwangsläufig fragen, weshalb sich das Finale insofern wohltuend von den vorhergehenden zwanzig Folgen abhebt; denn die waren zu einem Großteil alles andere als makellos.

Bereits der Pilotfilm hinterließ einen eher zwiespältigen Eindruck, was auch in der hier erschienen Review deutlich wurde, für eine Pilotfolge aber nicht weiter verwunderlich ist. Leider kam die Serie allerdings in den folgenden Wochen ebenfalls nicht über eine "Mutant-der-Woche"-Show hinaus, die nach einem allzu berechenbaren und somit langweiligen Muster ablief. In beinahe jedem Fall wurde irgendein Teenager (und manchmal – zur Abwechslung! – auch ein Erwachsener) irgendwie durch das allgegenwärtige Kryptonit kontaminiert und auf diese Weise zur Gefahr für seine Umwelt.
Sicherlich braucht jede Serie eine gewisse Zeit um sich "warm zu laufen". Darsteller und Autoren müssen sich erst mit den Figuren anfreunden und dazu eignen sich solche inhaltlich harmlosen Geschichten natürlich gut. Doch um nicht zu einer einzigen Enttäuschung zu werden, braucht es dann doch etwas mehr und es dauerte tatsächlich bis nach der Halbzeit der ersten Staffel, bis die Smallville aus diesem Schema F ausbrach.

In Folge 14 Schlechte Leute, einst wie heute rückt Lex Luthor in den Mittelpunkt des Geschehens und gerät aufgrund seiner düsteren Vergangenheit in große Bedrängnis. Die Auflösung selbst ist zwar nicht umwerfend, doch gibt es hier endlich einmal kein Kryptonit-Wesen oder Ähnliches, es geht wirklich um den Charakter und das sogar in einer spannenden und gut erzählten Geschichte.
Natürlich liegt ein großer Teil des Verdienstes auch bei Darsteller Michael Rosenbaum, der sich zum mit Abstand charismatischsten Schauspieler der Smallville-Truppe gemausert hat und seinen Lex Luthor zum Highlight in Geschichten macht, die einen ansonsten nicht unbedingt zum Einschalten motivieren würden. Egal ob im Zusammenspiel mit seinem immer wieder auftauchenden Vater Lionel (ebenfalls sehr überzeugend: John Glover) oder seinem "Kumpel" Clark; Lex ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Beinahe mehr noch als die Liebe von Clark zu Lana, ist die Freundschaft von Clark und Lex Dreh- und Angelpunkt der Serie. Sind sie einerseits beste Freunde, schimmern dennoch hier und da erste Konflikte durch, die – Comic-Fans wissen es schon – schließlich darin gipfeln werden, dass beide zu Todfeinden werden. Noch sind sie aber weit davon entfernt, obwohl sie sich aus unterschiedlichen Gründen gegenseitig schon belogen haben, um ihre jeweiligen Geheimnisse zu schützen.
Tom Welling und Kristin Kreuk haben sich seit ihrer Darstellung im Pilotfilm deutlich verbessert, doch die Entwicklung der Figuren hinkt hier noch ein wenig hinterher, und beide hatten – dafür, dass sie die Hauptdarsteller sind – einfach zu selten Gelegenheit, mehr als nur den "üblichen Teenagersorgen-Stoff" zu spielen. Kreuk etwa konnte in Folge 15 Nicodemus aus diesem Schema ausbrechen und Welling u.a. als wütender Clark in Von Mit- und Besserwissern.

Allison MacksRolle Chloe hatte – gerade gegen Ende der Staffel – einige gute Momente und überhaupt kann die sympathische Mimin überzeugen, obwohl sie anfangs (und auch später noch des öfteren) hauptsächlich diejenige war, die aufgrund ihrer Neugier in Gefahr geriet und dann gerettet werden musste. Reporter eben – egal ob jung oder alt, es ist (im Film) eben immer dasselbe.
Etwas ärgerlich ist in Bezug auf ihr Verhältnis zu Clark allerdings die abrupte Wendung in den letzten drei Episoden. War zuvor nur Chloe in Clark verliebt, ohne dass dieser das nur ansatzweise zu merken schien, so erwachte urplötzlich im Angesicht eines Konkurrenten Clarks "Liebe" zu Chloe, wobei er Lana einfach ausblendete. Diese Entwicklung war nicht nur viel zu plötzlich, sondern schlicht unglaubwürdig. Man wurde als Zuschauer einfach nicht den Eindruck los, als würde Chloe lediglich als Ersatz für die unerreichbare Lana herhalten, die ihrerseits dann passenderweise ein wenig unterschwellige Eifersucht zeigen darf, nachdem Clark offenes Interesse an Chloe bekundete.

Noch weit schlechter sieht es jedoch bei der Entwicklung von Whitney und Pete aus. Beide Figuren verkamen zu reinen Randerscheinungen und während die Autoren versuchten, Whitney durch die Nebenhandlung mit seinem kranken Vater interessanter zu gestalten – was letztendlich scheiterte und ihm nur einen einzigen guten Einsatz in Folge 13 Ab durch die Wand! einbrachte – bekam Pete nur einzelne Gags zugeschrieben und gerade in Nicodemus mal einen denkwürdigen Auftritt, bei dem Sam Jones III. zeigen konnte, was in ihm steckt. Hier kann man nur hoffen, dass sich die Autoren in Zukunft etwas mehr einfallen lassen, sonst ist Pete bald nicht mehr als eine bessere Statistenrolle. Und was Whitney angeht – nun, dazu kommen wir später noch.

Auf der produktionstechnischen Seite hat sich die Serie gut geschlagen und den Weg weiterverfolgt, den der Pilotfilm eingeschlagen hat. Die Landschaften des schönen, bei Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI [1993-2002] noch unheimlich und düster erscheinenden, Vancouver werden in kraftvollen Bildern eingefangen. An den Regieleistungen gibt es meist ebenfalls nicht viel zu meckern.
Auch Mark Snows anfänglich wenig inspirierte Musik hat sich merklich gebessert und ein wenig Eigenleben entwickelt, wobei außerdem mit der Untermalung durch zahlreiche Pop-Songs nicht gegeizt wird und der Score oft zweitrangig ist. Für Als der Sturm kam… trat schließlich sogar Remy Zero vor die Kamera. Die Band, deren Titelsong zur Serie, "Save me", in den Staaten zu einem Überraschungserfolg wurde, tritt hier auf dem Schulball auf.
Die von Akte X-Veteran Mat Beck überwachten optischen Spezial-Effekte sind zum großen Teil sehr gut geraten, angefangen von den neu interpretierten "Super"-Effekten (Röntgenblick, Super-Geschwindigkeit und -kraft) bis hin zu den diversen Kräften von Bösewichten. Ärgerlich ist hingegen der übermäßige Einsatz von an den Matrix [1999]-Stil angelehnten Zeitlupen-Effekten (sogenannte "Bullet-Time"), die vor allem dann bevorzugt angewendet werden, wenn mal wieder eine Waffe an Clark zerbricht, die eigentlich jemand anderem schaden sollte. Es ist nicht nur reichlich unoriginell, dass dies in beinahe jeder zweiten Folge auftaucht, es wirkt zudem nicht einmal ansatzweise so cool, wie im Hollywood-Erfolgsfilm, und sieht einfach nur uninspiriert geklaut aus.

Leider geht auch bei Smallville viel von der darstellerischen Wirkung durch die Synchronisation verloren. Zwar hatte Sender RTL insofern Glück, dass die beauftragte Synchronisations-Gesellschaft relativ fehlerfreie Arbeiten leistet, und (im Gegensatz zu vielen aktuellen Serien, beispielsweise auf ProSieben) meist wunderbar originelle und oft witzige Episodentitel fand.
Doch besonders bei der Synchronisierung von Tom Welling und Kristin Kreuk geht viel von dem Charme verloren, den beide im Original besitzen.

Obwohl die Drehbücher erst im letzten Drittel der Staffel besser zu werden begannen, hatten Comic-Fans jedoch sicherlich auch zuvor schon ihren Spaß mit Smallville, denn die Serie ist gespickt mit Verweisen und Zitaten auf und von Superman- und anderen Helden-Comics, was dem Universum des DC-Comichelden einen starken inneren Zusammenhalt gibt. Natürlich tragen neben der Erwähnung von Dingen wie Metropolis, Central City, Blüdhaven, den Cadmus-Laboratorien, und die Einbringung der beiden Superman-Erfinder Shuster und Siegel auch wiederkehrende Charaktere wie Lionel Luthor, Gabe Sullivan, Victoria Hardwick, Direktor Kwan oder Richard Nixon zur Kontinuität der Serie selbst bei.
Nichtsdestotrotz besteht bei den Geschichten im Allgemeinen noch großer qualitativer Nachholbedarf, zumal stark auffällt, dass die Serie sich vor den Konsequenzen vieler Handlungen drückt. So bleibt zum Beispiel oftmals das Schicksal von Schurken ungewiss, in vielen Fällen erfährt man nicht einmal ob sie überleben oder nicht. Man wird dabei den Eindruck nicht los, dass hier aus Rücksicht auf die angestrebte jüngere Zielgruppe alles etwas künstlich verweichlicht wird, und die Macher einfach nicht zeigen möchten, dass sich zum Beispiel Martha Kent damit auseinandersetzen muss, einen Mann getötet zu haben (siehe Blinde Augen sehen mehr), beziehungsweise wie der "Fund" dieser Leiche der Polizei erklärt wird, oder ob Clark diese gar verstecken musste.

Doch zurück zum großen Finale Als der Sturm kam...!
Neben den Darstellern, die bis in die Nebenrollen hinein zu ihren jeweiligen Bestformen auflaufen, überzeugen sowohl die Inszenierung, als auch das von den Serien-Schöpfern Alfred Gough und Miles Millar geschriebene Skript, welches mit guten Action-Szenen (die Explosion des Kent-Wagens) und erstaunlich wenigen Effekten (wie dem "erwachten" Ufo) das größtmögliche Maß an Spannung erzeugt. Einzig die Ansicht der drei Tornado-Säulen ist nicht völlig überzeugend, geht – gemessen am vergleichsweise niedrigen Budget einer TV-Serie – jedoch durchaus in Ordnung.

Etwas übertrieben mutet freilich die Tatsache an, dass es scheinbar nicht als ausreichend empfunden wurde, irgendjemanden in Gefahr zu bringen – nein: Man wollte möglichst niemanden haben, der nicht in Gefahr ist! Das mag etwas dick aufgetragen erscheinen, doch angesichts gleich dreier Tornados ist es zu verzeihen, und die Spannung erhöht es allemal.
Einziger wirklicher Wehrmutstropfen hierbei ist, dass der versierte Serien-Fan schon an diesem Punkt weiß, dass sich das meiste relativ unspektakulär in Wohlgefallen auflösen und natürlich alle wichtigen Figuren überleben werden. So wird nur der Reporter Nixon entbehrlich und es ist offensichtlich, dass der Mann den kommenden Season-Auftakt kaum überleben darf, denn sonst wäre Clarks Geheimnis nicht mehr lange eines. Darüber hinaus bahnt sich schon an, dass Clark Lana irgendwie rettet, Lex seinem Vater hilft und Jonathan Kent sicher nicht zum Mörder wird.

Obwohl man mit dieser Erwartungshaltung tatsächlich richtig liegt, ist die erste Folge der zweiten Staffel mit dem Original-Titel Vortex jedoch weit besser gelungen, als man annehmen könnte und die Frage ist nicht, was passiert, sondern vielmehr, wie es passiert und welche Folgen das für alle Beteiligten hat. Ein guter und konsequent durchgezogener Ansatz, der sowohl einige durch Als der Sturm kam... aufgestellte Probleme löst und auf den Status Quo zurück setzt, als auch einige neue Storylines für die kommenden Episoden etabliert, die wichtige Änderungen mit sich bringen.
Die wichtigsten Neuerungen in personeller Hinsicht macht natürlich bereits der neue Vorspann, denn Lanas Freund Whitney, beziehungsweise sein Darsteller Eric Johnson, kehrt für die zweite Staffel nicht mehr nach Smallville zurück. Zwar absolviert er noch einen Gastauftritt doch damit ist die Handlung um Whitney ad acta gelegt und der Charakter Vergangenheit. Wirklich verwundert sollte darüber niemand sein, denn nachdem die Figur anfangs nur unsympathisch war, wurde sie später schlicht langweilig, weshalb man problemlos auf sie verzichten konnte. Das einzige damit verbundene Ärgernis ist, dass Johnson ausgerechnet in der finalen Folge Als der Sturm kam... noch einmal richtig durchstarten durfte (obwohl Whitneys plötzlicher Sinneswandel, zum Militär zu gehen, reichlich albern ist. Passenderweise belegt er Clark bei seinem Abschied noch mit einem moralischen Keuschheitsgürtel – wie könnte der aufrechte Kent jr. sich Lana annähern, wenn er doch Whitney versprochen hat, auf sie aufzupassen?
Mit dem Sport-Ass verschwand zudem noch ein anderes Element aus der Serie, nämlich Lanas Kryptonit-Halskette, die anfangs den Eindruck eines wichtigen Serienbestandteils vermittelte, sich für die Autoren aber schließlich zu einer Bremse entwickelte, die es zu beseitigen galt. Zunächst wurde sie durch Clarks Rat an Lana, nämlich die Vergangenheit um ihre Eltern ruhen und nicht immer wieder durch die Kette aufleben zu lassen, vom Bildschirm gebannt und nun wohl endgültig entfernt, indem Whitney sie als (Abschieds-)Geschenk von Lana mit auf den Weg bekommt.
Ersatz muss her, hieß es an dieser Stelle wohl in den Produktionsbüros von Smallville, und so entschied man sich schnell dazu, einem vielversprechenden und dem Zuschauer bereits bekannten Charakter größere Bedeutung zukommen zu lassen. Das war das Startsignal für John Glover, der als – für die Serie eigens erfundener – Papa Luthor von nun an Mitglied in der Hauptbesetzung der Serie ist. Wer jedoch glaubt, dies laufe lediglich auf sich immer wiederholende Vater/Sohn-Konflikte hinaus, wie man sie schon zuvor zwischen Lionel und Lex gesehen hat, der irrt. Bereits in Vortex kommt es, nachdem Lex seinen Vater erwartungsgemäß gerettet hat, zu einer dramatischen und wohl nicht umkehrbaren Wendung in der Beziehung der beiden, die eine der emotionalsten Szenen der Episode bildet und ein wirklicher Hammer ist.
Überhaupt ist ein wichtiges Ereignis in Vortex die Klärung des Nixon-Problems, mit dessen Lösung Lex zwar endlich einen kleinen Kieselstein bei Jonathan Kent im Brett hat, mit der der kahlköpfige junge Geschäftsmann aber auch seinen bisher größten Schritt Richtung "dunkle Seite" gemacht hat. Auf diese Zukunft konnte man in der wundervoll gestalteten Vision aus Tote Augen sehen mehr sogar einen ersten Blick werfen.
In Punkto Spezial-Effekte kann sich Vortex ebenfalls sehen lassen (etwa, wenn Clark ein ganzes Haus umwirft, oder in Bezug auf die diversen "vom Sturm verwüsteten" Locations), und schließlich haben Welling und Rosenbaum nicht allein sämtliche guten Szenen für sich gepachtet, sogar Kreuks Lana und alle anderen bekommen etwas zu tun, wobei lediglich sauer aufstößt, dass Clark nach dem Debakel mit dem Schulball sofort darauf eingeht, Chloe wieder "nur" als Freundin zu betrachten, was endgültig klar macht, dass seine plötzlich erwachte "Liebe" zu ihr nur ein billiger und unüberlegter dramaturgischer Griff war.
Zusammenfassend ist Vortex ein sehr gelungener Opener, der dem Finale in nichts nachsteht, sondern konsequent den eingeschlagenen Weg fortsetzt und durch einige interessante neue Ansätze ergänzt, die hoffentlich die ihnen gebührende Aufmerksamkeit erfahren werden und der Serie damit bessere Folgen als in der etwas faden ersten Staffel bescheren.
Die Quoten blieben in den USA jedenfalls sehr zufriedenstellend – wenngleich Warner einen bei Serien nicht ungewöhnlichen Zuschauerrückgang verbuchen musste –, und während die andere erfolgreiche (wenn auch Fantasy-freie) Jugendserie Dawson's Creek [1998-2003] nach sechs Staffeln eingestellt wurde, und der hoffnungsvolle "Konkurrent" Birds of Prey [2002] (siehe auch die hier erschienene Review) aus dem Batman-Universum nach nur dreizehn Folgen eingestellt wurde, könnte Smallville nach behäbigem Start durchaus eine lange und erfolgreiche Zukunft ins Haus stehen.


Fazit:
Als der Sturm kam... bietet all das, was man sich bereits für die vorherigen Folgen der bestenfalls durchschnittlichen ersten Smallville-Staffel gewünscht hat: Dramatische Wendungen, Weiterentwicklung der Charaktere, Action, tolle Darsteller-Leistungen und einen Cliffhanger, der jeden Fan nervös auf die zweite Staffel warten lässt, die beinahe überraschend stark beginnt.


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