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Sherlock Holmes: Die Perle der Borgia [1944]

Wertung: 3.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 27. Oktober 2002
Genre: Krimi

Originaltitel: The Pearl of Death
Laufzeit: 69 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1944
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: Roy William Neill
Musik: Hans J. Salter, Paul Sawtell
Darsteller: Basil Rathbone, Nigel Bruce, Dennis Hoey, Evelyn Ankers


Kurzinhalt:
Auch Genies machen Fehler; da hat Sherlock Holmes (Basil Rathbone) die wertvolle Borgia-Perle in mühseliger Arbeit wiederbeschafft und möchte dem Museumsdirektor demonstrieren, dass die Alarmanlagen von eventuellen Dieben ohne Probleme abgeschaltet werden können (was Holmes auch tut), da wird in dem Moment die Perle erneut aus dem Museum entwendet.
Der mutmaßliche Täter ist schnell gefasst, doch von der Perle keine Spur.
Nun muss Holmes mit seinem Assitenten Dr. Waton (Nigel Bruce) seinen guten Ruf wiederherstellen – dass der trottelige Polizist Lestrade (Dennis Hoey) ihm ständig dazwischenfunkt und es zu mysterösen Morden während der Ermittlung kommt, hilft selbstverständlich wenig.

KurzKritik:
Auch dieser Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Sir Arthur Conan Doyle, dem Erfinder des Holmes-Charakters.
Doch erneut kann der Film nicht völlig überzeugen. Die Geschichte beginnt mitten in einem Auftrag, den Holmes offensichtlich noch erledigt und endet schließlich ebenso abrupt.
Die Hauptstory ist nett, aber viel zu einfach gehalten. Als Zuschauer erahnt man den Fortgang schon lange, bevor der geniale Detektiv darauf kommt. Überraschungen gibt es so gut wie überhaupt keine – bis auf eine Szene, in der Dr. Watson drauf und dran ist, ein Buch zu öffnen, das lieber geschlossen bleiben sollte.
Von der Inszenierung und den darstellerischen Leistungen her, ist der Film eher unspektakulär. Zwar sind die Darsteller alle gut, aber in früheren Holmes-Filmen waren sie schon deutlich "lebendiger". Gerade Dr. Watson hat nicht viel mehr zu tun, als vor sich hin zu reden und sich über alles mögliche zu beschweren.
Lestrade war mir persönlich schon wieder zu dämlich geraten, zumal der Ausgang der Gespräche immer derselbe war: Lestrade glaubt Holmes nicht, Holmes beweist seine These, Lestrade ist überzeugt, gibt es allerdings nicht zu.
Der "monströse" Charakter des im Dunkeln verschwindenden Bösewichts ist zwar eine nette Idee, wirkt aber viel zu gezwungen und unglaubwürdig.
Die Perle der Borgia ist nette Krimiunterhaltung, nicht mehr und nicht weniger. Aus der Feder von Sir Doyle kamen schon bedeutend interessantere Geschichten und auch die Darsteller hatten schon mehr zu tun.
Als Fan sollte man den Film sicherlich nicht verpassen, aber sich deswegen Umstände zu machen, lohnt wirklich nicht.

Fazit:
Zu viele Story-Löcher und die etwas einfach gehaltene Story verhindern eine bessere Wertung. Die Darsteller sind gut, aber nicht überragend; ähnlich ergeht es dem Film.
Nett – unspektakulär – großteils vorhersehbar.


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