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Sherlock Holmes: Die Geheimwaffe [1942]

Wertung: 2.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 15. November 2002
Genre: Krimi

Originaltitel: Secret Weapon
Laufzeit: 68 min.
Produktionsland: Groß Britannien / USA
Produktionsjahr: 1942
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: Roy William Neill
Musik: Frank Skinner
Darsteller: Basil Rathbone, Nigel Bruce, Lionel Atwill, Kaaren Verne, William Post Jr.


Kurzinhalt:
In der Schweiz hält sich Dr. Franz Tobel (William Post Jr.) versteckt, der gerade erst ein wichtiges Bombenzielgerät entwickelt hat, das er Großbritannien im Zweiten Weltkrieg zur Verfügung stellen will. Aber die Nazis haben ihn in der Schweiz aufgespürt und sind natürlich selbst an dem Gerät interessiert. Sherlock Holmes (Basil Rathbone) bringt den Erfinder sicher nach London, doch auch hier sind sein Leben und die Erfindung in Gefahr.
Holmes Erzbösewicht Professor Moriarty (Lionel Atwill) will sich des Geräts bemächtigen, um damit Profit zu machen. Dabei ist ihm kein Preis zu hoch – Sherlock Holmes und sein Partner Watson (Nigel Bruce) sind ihm da sogar eine willkommene Herausforderung.

KurzKritik:
1942 waren die USA gerade erst in den Zweiten Weltkrieg eingetreten – kein Wunder, dass ein Film, in dem der berühmteste Detektiv der Welt den deutschen Nazis einen empfindlichen Schlag verpasst, mehr als gelegen kam.
Die Geschichte ist zu Anfang auch wirklich noch interessant, gleichwohl der propagandistische Tenor des Films durchscheint, aber nachdem die Nazis nach den ersten Minuten keine Rolle mehr spielen, sondern Sherlock Holmes Erzfeind Moriarty auf der Bühne auftaucht, verstrickt sich der Film in Ungereimtheiten und wird zunehmend langweiliger.
Nicht, dass Moriarty kein interessanter Charakter wäre, nur in dieser völlig unmotivierten Rolle finde ich ihn fehl am Platz. Wieso möchte er das Gerät in die Hände bekommen? Will er es an die Nazis verkaufen? Wieso? Ist er so blind?
All das wirkt so gekünstelt und Moriartys und Holmes Beziehung bekommt einen bösartigen und völlig un-Gentlemen-typischen Touch, der mit der der bisherigen Geschichten nichts gemein hat.
Vor allem wirken alle Darsteller in diesem Film gelangweilt und ermüdet, als hätten sie selbst keine Lust gehabt, das zu spielen, was ihnen aufgetragen wurde.
Musik, Kamera, Handwerk, all das entspricht dem alten Niveau, und doch scheint es den Beteiligten keinen Spaß gemacht zu haben.
Kaum zu glauben, dass auch dieser Film auf einer Kurzgeschichte von Sir Arthur Conan Doyle beruht. Doch geholfen hat es nicht viel. Es scheint, als wurden zwei Geschichten miteinander verwoben, von denen eine besser gar nicht erzählt worden wäre.

Fazit:
Die Story ist zwar recht spannend erzählt, Professor Moriartys Auftritt wirkt dagegen völlig fehlplatziert. Als Propagandafilm sicher ein nettes Zeitdokument (zumal der Film in Großbritannien ganze 12 Minuten länger ging, als im Rest der Welt), aber eine der schwächeren Holmesverfilmungen.
Für Fans der Reihe sicherlich ein Muss, alle anderen können einen Bogen darum machen.


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