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24: Tag 4 [2005]

Wertung: 5.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 08. Januar 2006
Genre: Thriller / Action / Drama

Originaltitel: 24: Day 4
Laufzeit: je 41 min. (24 Episoden)
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2004 / 2005
FSK-Freigabe: ab 12 / 16 Jahren

Regie: Jon Cassar u.a.
Musik: Sean Callery
Darsteller: Kiefer Sutherland, William Devane, Kim Raver, Alberta Watson, Roger R. Cross, Mary Lynn Rajskub, Louis Lombardi, Lana Parrilla, James Frain, Carlos Bernard, Reiko Aylesworth, Shohreh Aghdashloo, Jonathan Ahdout, Nestor Serrano, Geoffrey Pierson, Jude Ciccolella, Dennis Haysbert, Glenn Morshower, Gregory Itzin, James Morrison, Aisha Tyler, Logan Marshall-Green, Arnold Vosloo


Kurzinhalt:
Eineinhalb Jahre sind vergangen, seit Jack Bauer (Kiefer Sutherland) zusammen mit der Anti-Terror-Einheit CTU die terroristische Bedrohung durch einen biologischen Kampfstoff abwenden konnte. Inzwischen arbeitet Bauer für Verteidigungsminister James Heller (William Devane), mit dessen verheirateter Tochter Audrey Raines (Kim Raver) er im Geheimen sogar eine Beziehung hat.
Doch was wie ein ganz normaler Tag beginnt, an dem Jack mit der neuen CTU-Direktorin Erin Driscoll (Alberta Watson) über das Budget der Einheit verhandeln soll, wandelt sich unversehens zu einem Albtraum, als Heller und seine Tochter von Terroristen entführt werden.
So macht sich Bauer mit Hilfe der CTU daran, Heller zu befreien, muss allerdings schnell erkennen, dass die Entführung des Verteidigungsministers nur der Auftakt zu einer ganzen Angriffsreihe war, die ein noch unbekannter Terrorist vorbereitet hat, und die alle an diesem besonderen Tag durchgeführt werden sollen.
Sobald Jack der Lösung des Rätsels einen Schritt näher scheint, wird ein weiterer Anschlag eingeleitet, und es macht den Eindruck, als wären weit mehr Personen davon betroffen, als man selbst in der CTU zunächst erahnen würde – das endgültige Ziel des Terroristen könnte dabei nicht nur die Zukunft der USA, sondern die der ganzen Welt entscheidend beeinflussen ...


Kritik:
Die erste Überraschung für 24-Kenner kommt gleich zu Beginn der vierten Staffel, denn wer den charismatischen und kompromisslosen CTU-Agenten Jack Bauer am Ende des dritten Tages noch gebrochen und verzweifelt in Erinnerung hat, wird sich wundern, weshalb dieser nun nicht mehr bei der Anti-Terror-Einheit CTU, sondern beim Verteidigungsministerium angestellt ist. Die Antwort hierauf liefert ein Prolog zur vierten Staffel, der allerdings Käufern der DVD-Box zur dritten Staffel vorbehalten ist – glücklicherweise werden die wichtigsten Fragen auch kurz in der Pilotfolge des vierten Tages beantwortet.
Was den Zuschauer in den neuen vierundzwanzig Episoden des Echtzeit-Thrillers erwartet, ist in der Tat beeindruckend und erschütternd zugleich, denn obwohl man die Vorbereitungen der Terroristen einmal mehr nicht gezeigt bekommt, scheint die Art der terroristischen Anschläge auf US-Boden gerade in der heutigen Zeit gar nicht so abwegig (wenngleich ihre Häufung in der vierten Staffel sicherlich an den Haaren herbeigezogen ist) und in der Durchführung, sowie den Verhaltensweisen der Terroristen nur konsequent. Dass in der ersten Staffel-Hälfte außerdem sehr viel aus Sicht der in die Anschläge verwickelten türkischen Familie Araz erzählt wird, verleiht der interessanten Geschichte zusätzlich Brisanz – und sorgt bisweilen für Kopfschütteln angesichts der Motivation der Terroristen.

Beim Anschauen der vierten Staffel gewinnt der Zuschauer den Eindruck, dass sich die Autoren die Kritikpunkte der vorherigen Staffeln tatsächlich zu Herzen genommen haben, denn sie präsentieren neben zahlreichen neuen Charakteren bei der CTU – wie Erin Driscoll, Curtis Manning (Roger R. Cross), Sarah Gavin (Lana Parrilla) oder Edgar Stiles (Louis Lombardi) – eine durchgängigere Geschichte, die weit weniger auf Füllmaterial angewiesen ist, als es beispielsweise bei der ersten und dritten Staffel der Fall war. Das merkt man vor allem daran, dass vermeintliche Nebenhandlungen wie diejenige um Audrey Raines' Ehemann Paul (James Frain) schon nach wenigen Episoden ausgebaut werden und die Figur sogar an Jacks Seite arbeiten darf. Selbst das für Spannungen sorgende Techtelmechtel zwischen Curtis Manning und Marianne Taylor (Aisha Tyler) hat ungeahnt schwere Folgen für alle Beteiligten und so kommt es, dass gerade die neuen Charaktere wie CTU-Direktorin Driscoll erstaunlich viel zu tun bekommen und einen reichhaltigen Hintergrund erhalten, der sie in dieser Staffel weitgehend prägen wird.
Gleichzeitig werden jedoch bereits etablierte Figuren nicht vergessen, und so hat insbesondere Chloe O'Brian (Mary Lynn Rajskub) einige gelungene Momente, ebenso wie die beiden beliebten Figuren Tony Almeida (Carlos Bernard) und Michelle Dessler (Reiko Aylesworth) – der grundsympathische Edgar Stiles wird zwar schon recht früh in der Staffel gefordert, darf aber in den letzten Episoden erneut in Aktion treten.
Dass sich die Macher außerdem nicht scheuen, ihren Protagonisten Jack Bauer in unbekannte Gewässer zu werfen und seine Figur nachhaltig zu beeinflussen, bewiesen sie bereits in der ersten und dritten Staffel – auch der vierte Tag stellt dahingehend keine Ausnahme dar, und so wird der charismatische Held in einen Strudel aus Entscheidungen und Gefühlen geworfen, der gerade im letzten Drittel des Tages dramatische Dimensionen annimmt. Die Kompromisslosigkeit, mit der die Terroristen ihre Ziele verfolgen, wirkt zwar im ersten Moment unnötig brutal, ist in letzter Konsequenz allerdings durchaus realistisch und schockiert eben dadurch, dass die Autoren zunächst viel Zeit bei der Familie Araz verbringen, ohne die Drahtzieher hinter den Anschlägen zu offenbaren. Dennoch ist schon sehr früh abzusehen, dass der Mann hinter den Angriffen noch in Erscheinung treten wird, und nachdem Jack Bauer zum ersten Mal auf Habib Marwan getroffen ist, nimmt die Staffel eine überraschende Wendung nach der anderen.
Es ist den Autoren hoch anzurechnen, dass sie trotz der meist auf ein oder zwei Folgen beschränkten Mini-Handlungen durchgehend ihren großen Handlungsbogen verfolgen, ohne mit langatmigen Nebenstories die Hauptgeschichte unnötig in die Länge zu ziehen. Die einzelnen Anschläge, insbesondere gegen Institutionen der amerikanischen Regierung, werden insbesondere den US-Zuschauern schwer im Magen gelegen haben, erschrecken angesichts ihrer Durchführbarkeit aber hierzulande nicht weniger.
Es werden alle neuen Figuren und die bekannten Charaktere gefordert, und obgleich der Zeitrahmen einmal mehr absurd erscheinen mag, und manche Zufälle und Begegnungen innerhalb der Geschichte keinen rechten Sinn ergeben, ist die Story insgesamt betrachtet ungemein spannend, vor allem schnörkellos erzählt, wartet immer wieder mit Überraschungen auf, und bietet in regelmäßigen Abständen Action-Highlights, die man in dieser Art selbst in aktuellen Kinofilmen nicht zwangsläufig erwarten darf.

Drei Emmys und über ein halbes Dutzend weitere Nominierungen konnte die vierte Staffel von 24 ergattern, darunter erneut eine Nominierung für Hauptdarsteller Kiefer Sutherland, ohne den man sich den Thriller kaum vorstellen könnte. Sein Jack Bauer ist es, dem man die schweren Entscheidungen ohne Zweifel abnimmt, dessen Schicksal man verfolgt und dem man gerade angesichts der ersten Stunden des Tages wünschen würde, er könnte die Welt der CTU für immer hinter sich lassen. Diesen Spagat der Serienfigur fängt Sutherland gekonnt ein, und blüht dabei im Dienste der Anti-Terror-Einheit auf beunruhigende Weise dennoch auf. Seien es nun die fordernden Drama-Momente oder aber Bauers Kompromisslosigkeit bei Verhören: Kiefer Sutherland ist die Rolle offenbar auf den Leib geschrieben und er hätte eine Auszeichnung auch in diesem Jahr ohne Frage verdient.
Dass die Szenen ohne ihn nicht weniger unterhaltsam oder spannend geraten sind, liegt indes zum großen Teil an der übrigen Besetzung, die im vierten Jahr durch zahlreiche neue Gesichter ergänzt wurde, die aber bei Film und Fernsehen dennoch keine Unbekannten darstellen.
William Devane ist nicht nur TV-Darsteller (unter anderem Allein gegen die Zukunft [1996-2000]), sondern darüber hinaus aus zahlreichen Kino-Produktionen wie Hollow Man – Unsichtbare Gefahr [2000] oder dem Mel-Gibson-Thriller Payback – Zahltag [1999] vertraut, und leistet gerade im ersten Drittel der Staffel eine hervorragende Arbeit.
Ebenso seine Serien-Tochter Kim Raver, die zuvor mit Third Watch – Einsatz am Limit [1999-2005] Erfolge feiern konnte. Sie ist aber ebenfalls in den ersten Episoden stärker gefordert, als im Mittelteil der Season. Erst gegen Ende der Staffel darf sie erneut stärker in Aktion treten und unter Beweis stellen, dass sie den schwierigen Momenten problemlos gewachsen ist.
Wirklich gut spielt auch Logan Marshall-Green als Hellers Sohn Richard, der zwar nur als Gastdarsteller in einigen Episoden zu sehen ist, aber restlos zu überzeugen vermag – wie Alberta Watson, die leider gegen Ende des vierten Tages nicht mehr dabei ist. In den früheren Stunden verbreitet sie ein eindrucksvolles Charisma und verleiht Erin Driscoll die richtige Autorität.
Überraschend ist sicherlich, dass Roger R. Cross sehr stark einbezogen wird; obwohl er in der ersten Hälfte der Staffel kein wirklicher Sympathieträger ist, wandelt sich das Bild spätestens zur Staffel-Mitte, und man möchte den loyalen und kompetenten CTU-Mitarbeiter Curtis Manning nicht mehr missen.
Dasselbe gilt für die durchweg sympathische, wenngleich taktlose Chloe O'Brian, stimmig verkörpert von Mary Lynn Rajskub, die in dieser Staffel sogar einige actionreiche Sequenzen meistern darf; auch wenn persönlichen Momente nach wie vor rar gesät sind, bemühen sich die Autoren, solche Situationen mehr einzubinden.
Ihr steht Louis Lombardi als Edgar Stiles in nichts nach; seine Figur wird zudem mit einem schweren Schicksalsschlag konfrontiert ist, den Lombardi ergreifend zum Ausdruck bringt.
Kaum etwas zu tun hat hingegen Lana Parrilla, die ohnehin nur selten zu sehen ist – im Gegensatz zu James Frain, dessen Paul Raines im Laufe der Staffel eine richtige Wandlung erfährt, und der gerade am Ende der Season seinen schwersten Stunden entgegen sieht. Er macht seine Sache sehr gut, ebenso wie Carlos Bernard und Reiko Aylesworth, die hier glücklicherweise wieder eingebunden werden. Beide Darsteller mimen gewohnt mitreißend und ihre Figuren sind noch so sympathisch, wie noch während des dritten Tages, obgleich sie in der Zwischenzeit sehr viel weiter entwickelt wurden.
Relativ kurze Auftritte hat Aisha Tyler, die aber ebenfalls keine Wünsche offen lässt.
Wirklich schwierige Rollen haben Nestor Serrano, Jonathan Ahdout und Shohreh Aghdashloo zu verkörpern, die als Terroristen-Familie Araz gerade in der ersten Hälfte der Staffel häufig zu sehen sind. Ahdout und Aghdashloo standen schon für Das Haus aus Sand und Nebel [2003] als Sohn und Mutter gemeinsam vor der Kamera, wofür Shohreh Aghdashloo sogar eine Oscar-Nominierung erhielt. Im vierten Tag von 24 zeigt sie eine herausragende Darbietung, die dabei die Gratwanderung zwischen Dina Araz' eigenen Überzeugungen und der Liebe für ihren Sohn Behrooz zum Ausdruck bringt.
Kenner von 24 werden schon nach den ersten Episoden bemerken, dass sich die politische Bühne der Serie grundlegend gewandelt hat: Der ehemalige Senator John Keeler (Geoff Pierson) hat David Palmer (Dennis Haysbert) als Präsident abgelöst. Glücklicherweise ist aber auch der charismatische Dennis Haysbert wieder im vierten Tag zu sehen, und sein Aufeinandertreffen mit Jude Ciccolella (in der Rolle des Mike Novick) gehört zu den langersehnten Momenten für Fans der Serie. Beide machen ihre Sache, wie auch Geoff Pierson, James Morrison und Gregory Itzin als Vize-Präsident Charles Logan, sehr gut, wobei die zwei letztgenannten allerdings erst in der zweiten Hälfte der Staffel in Aktion treten.
Eine bemerkenswerte Darbietung liefert auch Arnold Vosloo, der aus Filmen wie Die Mumie [1999] bekannt ist, und hier als terroristischer Drahtzieher hinter den Anschlägen eine vielschichtige Ausstrahlung besitzt. Vosloo rundet einen durchweg exzellent ausgewählten Cast ab, der hochkarätiger kaum sein könnte, und der jeweils hervorragend auf die Rollen abgestimmt ist.

Hinter der Kamera sind erneut zahlreiche Regisseure zu finden, die meist mehrere Episoden hintereinander inszenieren durften – am stärksten beschäftigt ist einmal mehr Jon Cassar, der unter anderem die Pilotfolge des vierten Tags umsetzte, wie auch das Staffel-Finale. Er nutzt das 16:9-Format merklich aus, und macht darüber hinaus exzellenten Gebrauch von der Split-Screen-Technik, mit der es ihm gelingt, die Spannung in den mitunter auf mehreren Ebenen aufgebauten Szenen spürbar zu erhöhen.
Wie bereits in der dritten Staffel, gibt sich die handwerkliche Umsetzung des vierten Tages ohne nervige verwackelte Handkamera, obwohl den Zuschauer nichtsdestotrotz eine ständig bewegte Optik erwartet. Gerade in den Actionszenen zahlt sich der herausragende Schnitt aus, der es dem Zuschauer ohne Zeitlupen ermöglicht, den Überblick zu behalten.
Erstaunlich ist zweifelsohne, dass die vierte Season mehr noch als die ersten drei auf Außendrehs und Außeneinsätze der CTU-Agenten setzt, was für das Produktionsteam sicher einen erhöhten logistischen Aufwand bedeutete, der Serie im Hinblick auf Realismus und Spannung aber nur zugute kommt.
So übertrifft 24 am vierten Tag durchgehend die Konkurrenz im Fernsehen und erinnert selten an eine TV-Produktion, sondern in Sachen Aufwand und Choreografie fast durchweg an einen überlangen Kinofilm, wobei manche Kino-Produktionen sich von dem sinnvollen Einsatz der Handkameras und der überragenden Schnitt-Arbeit eine Scheibe abschneiden könnten. So spannend und unterhaltsam, zugleich immer wieder actionreich und atmosphärisch war 24 bislang nicht immer, und dieses Kunststück ist den Machern zu danken.

Einen nicht unerheblichen Beitrag leistet sicher die Musik von Sean Callery, der für seine Arbeit einmal mehr für zahlreiche Preise nominiert war, und der 24 mit bekannten und auch fremdartigen Themen untermalt, die eine musikalische Bandbreite von kraftvollen Action-Cues bis hin zu sphärischen Klängen abdecken.
Dabei nutzt der Komponist die Möglichkeit, die Herkunft der derzeitigen Hauptpersonen in seinen Score miteinfließen zu lassen. So muten die Klänge bei der Familie Araz orientalisch an, während bei einer Beteiligung des Chinesischen Konsulats asiatische Melodien verwoben werden. Es ist bemerkenswert, wie es Callery gelingt, bekannte Motive aus 24 zu variieren und trotz des elektronischen Flairs des Soundtracks eine zeitlose Thriller-Musik zu erschaffen.
Fans und Soundtrack-Sammler werden ohne Frage darauf warten, dass auch die vierte Staffel der Serie mit einer CD-Veröffentlichung bedacht wird – die ersten drei Staffel sind in Deutschland inzwischen als Soundtrack-Album erhältlich. Eine passendere Musik hätte man sich bei Jack Bauers viertem Tag jedenfalls nicht wünschen können.

Dass der Aufwand hinter der vierten Staffel der Thriller-Serie enorm war, erkennt man schon daran, dass das Produktionsteam tatsächlich US-Marines samt Hubschrauber für eine Episode ans Set holte, um einige Szenen zu drehen. Über einen Zeitraum von 15 Tagen wurden zwei Episoden gleichzeitig abgedreht, bei einem Produktionsprozess, der insgesamt über zehn Monate dauert – wieviel Geld eine einzelne Staffel von 24 tatsächlich verschlingt, ist zwar ein wohlgehütetes Geheimnis, doch die Kosten dürften sich vermutlich auf über 30 Millionen Dollar belaufen.
Umso erfreulicher, dass Sender Fox mit dem Serienkonzept zufrieden scheint; soeben ist in den USA die fünfte Staffel gestartet, eine sechste ist beschlossene Sache. Man kann nur hoffen, dass in Deutschland nun endlich ebenfalls mehr Zuschauer einschalten, wenn Jack Bauer sich mehr oder weniger unfreiwillig aufmacht, die Welt zu retten. Der vierte Tag entpuppt sich als düsterer, mitreißender und durchweg sehr unterhaltsamer Thriller, der vielleicht keinen Realitätsanspruch erhebt, aber in Bezug auf die einzelnen Terror-Anschläge so abwegig leider nicht ist.
24 als bloße Unterhaltung zu betrachten, wäre deshalb sicherlich falsch, vielmehr erweist es sich als perfekt gemachte Serien-Kost für Erwachsene, die sich mit ernsten und stellenweise auch bewegenden Geschichten unterhalten lassen wollen, ohne dabei auf Intrigen- oder Action-Momente verzichten zu müssen. Für diejenigen ist gerade die vierte Season der Echtzeit-Serie eine uneingeschränkte Empfehlung, zumal weit weniger Vorwissen verlangt wird, als noch in den beiden vorhergehenden Staffeln.


Fazit:
Die wenigen Kritikpunkte der vorangegangenen Staffeln haben sich die Macher offenbar zu Herzen genommen und präsentieren den vierten Tag in Jack Bauers Leben noch straffer und vor allem durchgängiger. Ohne überflüssige Nebenhandlungen wird erneut eine knallharte Thriller-Story in Echtzeit erzählt, die in sich zwar nicht immer schlüssig sein mag, durch wohl platzierte Action-Momente jedoch ebenso mitreißt, wie durch die zahlreichen Handlungsfäden, die zu Beginn vorbereitet und im Verlauf der 24 Stunden immer weiter zusammengeführt werden.
Handwerklich hervorragend umgesetzt, überrascht der seit der letzten Staffel gestiegene Produktionsaufwand, der der hochkarätigen TV-Serie ein noch authentischeres Kino-Flair verleiht. Dass man den stellenweise arg weit hergeholten Handlungssträngen gerne folgt, liegt einerseits an der exzellenten Optik, andererseits an den hervorragenden Darstellern, die von einem Kiefer Sutherland in Topform angeführt werden. Die atmosphärische und temporeiche Musik von Sean Callery tut ihr Übriges, um die jeweilige Stunde wie im Flug vergehen zu lassen.
Und wenn Katastrophen beschrieben werden, die einem als Zuschauer die Luft abschnüren, bleibt ansich nur die Frage offen, weshalb die Macher darauf verzichteten, bei manchen Folgen die bekannte Schluss-Uhr ohne das Ticken einzublenden.


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