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Genre: Fantasy / Action Originaltitel: Jurassic Park III Laufzeit: 92 min. Produktionsland: USA Produktionsjahr: 2001 FSK-Freigabe: ab 12 Regie: Joe Johnston Musik: Don Davis (Neue Musik), John Williams (Themen) Darsteller: Sam Neill, William H. Macy, Téa Leoni, Alessandro Nivola Kurzinhalt: Als ihr Sohn Erik (Trevor Morgan) bei einem Paraglide-Flug über der Dinosaurier-Insel Isla Sorna (bekannt aus Vergessene Welt [1997]) abstürzt, rauft sich das bereits geschiedene Ehepaar Kirby (William H. Macy, Téa Leoni) zusammen und lockt Dr. Alan Grant (Sam Neill) mit einer List auf die Insel. Sie sind der Meinung, dass Grant ihren Sohn am ehesten finden kann, da er schon einmal auf dieser Insel gewesen sei – dass Grant bei dem zweiten Dinoabenteuer gar nicht dabei war, wissen sie nicht. Das Flugzeug, mit dem sie kommen, stürzt ab, Waffen oder andere Verteidigungsmittel haben sie nicht und zu allem Überfluss führt der Weg zur Küste quer durch die Insel, vorbei an Raptoren, T-Rexen, Flugsauriern und dem neuen gefürchteten Spinosaurus. Kritik: „Dieses Mal ist nicht nur ein Spaziergang im Park“, so lautet der Untertitel (auch Tagline genannt) dieses Films. An sich hätte das besser zu Teil 1 und 2 gepasst, witzig ist der Spruch dennoch. Jurassic Park III ist sicherlich kein schlechter Film, aber deutlich schwächer als die ersten beiden Teile. Da Teil 1 durch seine Spannung und Teil 2 durch die atemlosen Actionsequenzen überzeugten, hat es diese weitere Fortsetzung sicherlich auch nicht leicht. Andererseits ist der Film mit 85 Minuten (Nettospielzeit ohne Abspann) auch sehr kurz geraten und kurz nach Beginn wird die Haupt-"Story“ des dritten Dinosaurier-Filmes auch schnell deutlich: rennen so schnell es geht. Dazwischen passiert eigentlich nichts Weltbewegendes. Neu im Gehege ist der Spinosaurier, der ansich wie eine aufrecht gehende Echse aussieht, mit einer Krokodilschnauze eben. Die Tiere sind wie bei den beiden Teilen zuvor wieder atemberaubend in Szene gesetzt, noch mehr Details, noch näher und noch realistischere Geräusche. Leider sieht man den Unterschied zwischen den Puppen-Dinos und den computergenerierten meistens recht deutlich. Allerdings ist das schwer zu beschreiben. Während der Spinosaurus als Puppe, vor allem wegen der besagten Schnauze, viel zu statisch wirkt, bewegt er sich CGI-Figur absolut makellos. Vom reinen Aussehen her ist hier kein Übergang erkennbar. Der T-Rex hat leider nur einen kurzen Auftritt, sieht jedoch wieder furchteinflössend aus – mindestens ebenso gut wie in Teil 1 oder 2. Bei den Raptoren verhält es sich in etwa ähnlich wie beim Spino, zwischen CGI und real erkennt man keinen Unterschied, doch bewegen sich die computergenerierten Tiere flüssiger und natürlicher. Da die Raptoren verständlicherweise bedeutend kleiner sind, fällt das nicht sonderlich stark auf. Wirklich hervorragend gelungen sind die Flugsaurier, die sowohl als Puppe, als auch CGI absolut hervorragend aussehen. Dass Steven Spielberg, der bei diesem Film nur produzierte, diese Dinosaurier schon immer unterbringen wollte, ist verständlich. Enttäuschend ist aber die kurze Szene mit den Brachiosauriern, die viel zu groß wirken und bei weitem nicht die Klasse des ersten Dinoauftritts 1993 haben. Regie übernahm bei diesem Film Joe Johnston, der unter anderem mit Jumanji [1995] einige Kassenschlager vorweisen kann. Leider führt auch nicht mehr John Williams den Dirigentenstock, die Musik übernahm Don Davis, der ebenfalls sehr gute Arbeit leisten kann (z.B. Haunted Hill [1999] oder Matrix [1999]). Wieso er vom Studio den Auftrag bekam, nur bekannte Jurassic Park-Melodien zu verwenden, ist mir schleierhaft. So wirkt der Score wie ein Plagiat der ersten beiden. Ganz abgesehen davon, dass die Musik in manchen Szenen schlichtweg überflüssig ist und von der ansich toll (ein paar Mal vielleicht etwas zu hektisch) inszenierten Action ablenkt. Bis auf Sam Neill als Alan Grant, und Laura Dern als Ellie Settler in einer Nebenrolle, bekommt der Zuschauer ausschließlich neue Charaktere zu sehen, die aber entweder nur als Dinofutter dienen, oder aber nicht genug Tiefe verliehen bekommen, als dass man sich für sie interessieren könnte. Sam Neill spielt allerdings wieder wirklich gut und gewinnt den Charme, mit dem er vor 8 Jahren überzeugte, sofort zurück. Offensichtlich leidet der Film an dem unausgegorenen und viel zu kurzen Drehbuch, das auch nicht auf einer Vorlage des Jurassic-Park-Autors Michael Chrichton beruht. Zwar sind viele Ideen gelungen (einige sind den ersten beiden Büchern entnommen), aber es wirkt eben, als würde irgendetwas fehlen. Es wird gemunkelt, dass Steven Spielberg den vierten und letzten Teil wieder selbst inszenieren, und Michael Chrichton erneut die Vorlage liefern soll. Man kann das nur hoffen. Fazit: Jurassic Park III ist ein wirklich guter Unterhaltungsfilm - nicht mehr, aber auch nicht weniger -, allerdings wirkt er blasser und farbloser als die vorangegangenen Teile. Ausgestorben sind die Dinos allerdings noch nicht ganz, zumindest auf der Leinwand. Unterhaltsam und spannend könnten auch ihre kommenden Abenteuer noch werden. Und dass es genügend neue Arten gibt, hat Jurassic Park III bereits bewiesen. Popcorn-Kino ohne Anspruch mit genügend großem Spaßfaktor. Wertung: ![]() (4 von 6 Punkten) JA Treffpunkt: Kritik wird unterstützt von der TEUFEL LAUTSPRECHER GmbH – für den perfekten Heimkino-Sound! |
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