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Die Familie Stone – Verloben verboten!

Special-Kategorie: Film  |   von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 27. Dezember 2005
Genre: Komödie

Originaltitel: The Family Stone
Laufzeit: 100 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2005
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung

Regie: Thomas Bezucha
Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Claire Danes, Diane Keaton, Rachel McAdams, Dermot Mulroney, Craig T. Nelson, Sarah Jessica Parker, Luke Wilson, Tyrone Giordano


Kurzinhalt:
Es ist bei der Familie Stone Tradition, die Weihnachtsfeiertage im engsten Kreise zu verbringen, und so sammeln sich erneut die Kinder bei den Eltern Sybil (Diane Keaton) und Kelly Stone (Craig T. Nelson) in Neuengland. Dieses Weihnachtsfest stellt zudem noch etwas Besonderes dar, da der älteste Sohn Everett (Dermot Mulroney) seine zukünftige Ehefrau Meredith (Sarah Jessica Parker) der Familie vorstellen möchte. Doch statt einem friedlichen Fest erwarten die Stones chaotische Feiertage, denn von der leicht verklemmten New Yorkerin als künftiges Familienmitglied ist niemand so recht angetan – dass Meredith außerdem in jedes Fettnäpfchen tritt, macht die Situation nicht besser.
Schlimmer wird sie zudem dadurch, dass Merediths unkomplizierte Schwester Julie (Claire Danes) zu ihrer moralischen Unterstützung eilt – und ehe die Feiertage vorbei sind, sind Beziehungen gebrochen, neue Geschlossen ... und auch ein Familiengeheimnis der Stones gelüftet.


Hintergrund & Produktion:
Eine Komödie, das ist ein offenes Geheimnis, steht und fällt mit zwei Faktoren: einerseits muss das Drehbuch genügend Potential für witzige Momente bieten, andererseits benötigt es jedoch auch geeignete Darsteller, die in der Lage sind, das komödiantische Fundament des Skripts entsprechend auszudrücken. Nachdem Regisseur und Autor Thomas Bezucha sein Drehbuch fertig gestellt hatte, lag es an ihm und Produzent Michael London, Oscar-Preisträgerin Diane Keaton für eine der tragenden Rollen des Films zu gewinnen, nämlich das weibliche Oberhaupt der Familie Stone. "Wir dachten damals, dass wir mit Diane Keaton als Sybil einen Anker für unseren Film haben würden", so London, "ein Anker, der eine entsprechende Anziehungskraft auf andere Akteure ausüben würde."
Keaton sagte kurz, nachdem sie das Drehbuch erhalten hatte, zu, und meint dazu, "Die Figur der Sybil hat mich sofort gepackt, weil sie so vielschichtig ist. Die Rolle gestattete es mir, viele, oft miteinander in Widerstreit liegende Emotionen auszudrücken. Es hat Spaß gemacht, eine Frau zu spielen, die in dem ganzen Chaos, das in ihrem Leben und in ihrem Haushalt herrscht, eine gewisse Ordnung aufrecht erhält." Auch die übrigen Beteiligten nannten die Möglichkeit, mit Keaton zu drehen als großen Anreiz, sich an der Produktion zu beteiligen. Der Produzent führt dazu weiter aus: "Diane Keaton ist eine Ikone, die Rolle hat viel von ihr verlangt – eine große schauspielerische Herausforderung. Ihre Darstellung ist das Herz des Films, sie vereint die Geschichte und die Charaktere um sich herum." Als sie erst einmal für das Projekt gewonnen war, erfüllte sich auch die übrige Wunsch-Besetzung der Filmemacher, darunter auch Sex and the City [1998-2004]-Star Sarah Jessica Parker, die damals gerade die Arbeit an der Serie beendet hatte, und viele Filmrollen ablehnte, da sie ihrer Serienfigur zu ähnlich waren. "Ich wollte warten, bis mir eine spezielle Rolle angeboten würde [...] Meredith unterscheidet sich von den meisten Figuren, die ich bisher gespielt habe", so Sarah Jessica Parker. "Sie ist dominant, stur und festgefahren. Sie ist auch hartnäckig und unflexibel, und wenn sie sich plötzlich außerhalb ihrer gewohnten Umgebung im Haus der Stones zurechtfinden muss, wird sie zu einem psychologischen Wrack! Meredith bemüht sich wirklich, mit den schrulligen Mitgliedern der Stone-Familie klar zu kommen, aber sie versteht deren Welt nicht, zu der sie ja dazu gehören will, und weiß deshalb nicht, wann sie aufhören sollte zu reden. Wenn sie versucht, sich aus diesen peinlichen Situationen zu retten, macht sie alles nur noch schlimmer."
Thomas Bezucha erinnert sich, "die Darsteller sagten uns alle das gleiche bei ihren Zusagen, nämlich dass sie mitmachen wollten, weil ihnen das Drehbuch gefallen hatte [...] ihre Motivation war ganz eindeutig, und so fügte sich beim Projekt auch mühelos eins zum anderen."

Um sowohl die Crew, als auch die Darsteller richtig auf die kommenden Dreharbeiten einzustimmen, trafen sich die Schauspieler vor Beginn der Aufnahmen zu einer Probe in Los Angeles, ein inzwischen selten gewährter Luxus in Hollywood. "Thomas war von Anfang an klar, dass es entscheidend [...] sein würde, dass sich die Darsteller als Familie verstehen", erzählt Parker. "Während der Proben spielten wir tatsächliche Filmszenen, und wir fühlten uns wie zu Hause." Vor Beginn seiner Filmkarriere arbeitete Regisseur Bezucha unter anderem bei Ralph Lauren und entwarf das Aussehen vieler Läden weltweit – so verwundert es nicht, dass er auch bei Die Familie Stone eine klare Vorstellung hatte, wie der Film visuell gestaltet werden sollte. Ein handverlesenes Team war ebenfalls bei den Proben dabei und erweckte anschließend die Geschichte mit eben jenem Detailgrad zum Leben, den Bezucha dafür geplant hatte. Produktions-Designerin Jane Ann Stewart (Sideways [2004], About Schmidt [2002]) oblag es, Räume zu schaffen, die tatsächlich so aussehen, als würden Menschen darin tagtäglich leben, ein Talent, das sie bislang bei all ihren Produktionen unter Beweis stellte. Für die zahlreiche Mahlzeiten, die im Film zubereitet und serviert werden, wurde sogar der Chefkoch Valerie Aikman-Smith als Food-Stylist engagiert.

Entscheidend für einen Film, der zur Weihnachtszeit spielt, ist natürlich auch das Aussehen der Außensets, aber auch wenn in vielen Orten der USA gedreht wurde, eine weiße Schneedecke zu planen, ist beinahe unmöglich. "Wir hatten Glück", erinnert sich Produzent Michael London). "Am Abend des ersten Drehtags kam ein heftiger Schneesturm auf. Dadurch sehen die Aufnahmen aus, als stammten sie von einer Postkarte. In gewissem Sinne war der Sturm also ein Segen – aber mit einem Haken: nachdem der Blizzard durchgezogen war, hinterließ er eisige Temperaturen, unter denen das Team und die Darsteller zu leiden hatten."
Die körperlich und logistisch anspruchsvollsten Sequenzen wurden von Thomas Bezucha an den Anfang der Produktion gelegt; in Madison, New Jersey – das als ungenanntes Neuenglad-Städtchen herhalten musste – kleidete die Dekorations-Abteilung ganze Straßenzüge in festliche Gewänder. Lange Girlanden mit Lichterketten, Schaufenster-Auslagen und sogar ein Weihnachtsbaum im Zentrum der Hauptstraße wurden platziert. "Durch die Arbeit von Jane Ann Stewart und ihrem Team, sowie durch den frischen Schnee, sah Madison aus, wie ein schnuckeliges kleines Ostküsten-Dorf zur Weihnachtszeit, direkt aus dem Bilderbuch", erzählt die ausführende Produzentin Jennifer Ogden.
Während die Außenaufnahmen des Stone-Hauses in Greenwich, Connecticut gemacht wurden, entstanden die Innenaufnahmen in einem Studio, wobei ein zuvor geschossenes, 180 Grad Panorama-Foto, das auf 42 Meter aufgezoomt wurde, als Hintergrund für das Studio-Set diente. Vor Probleme stellte das Produktionsteam allenfalls der Dreh im ansich in Manhattan angesiedelten Barneys Department Store (wobei aber tatsächlich in Beverly Hills gedreht wurde) – die Drehs für die Eröffnungssequenz mit Meredith und Everett beim Weihnachts-Einkauf mussten jeweils bis morgens um 10 Uhr zur Ladenöffnung beendet sein.

Sein Faible für Details zeigte Regisseur Bezucha auch beim Einrichten des Stone-Hauses, in dem knapp zwei Drittel des Films spielen; "für mich ist das Haus so etwas wie ein Schauspieler im Film", erzählt er. "Über 30 Jahre lang zogen Sybil und Kelly dort fünf Kinder groß, und diese gelebten Jahre sollte man auch sehen." Produktionsdesignerin Stewart verbrachte viel Zeit damit, die Innenausstattung so realistisch wie möglich zu halten. "Kelly und Sybil sind mit ihrem Professoren-Gehalt nicht reich, und damit gezwungen, beim Einrichten etwas zu improvisieren. Sie behalten die Dinge gern bei sich, bis sie auseinander fallen, eine komplett neue Innendekoration gab es nie."
Die Reaktion der Darsteller auf das lebensnahe Set war entsprechend groß und hatte auch einen positiven Einfluss auf alle Beteiligten – Diane Keatons Reaktion sorgte dabei für Lacher bei der Crew: "Das ist fantastisch, aber ich würde hier nicht leben wollen, auch wenn ihr mich dafür bezahlen würdet!"
Bezuchas Erfahrungen aus der Mode-Welt spiegelt sich natürlich auch in der Auswahl der Kostüme wieder, die gerade beim traditionellen Weihnachtsessen auf rot und grün verzichtet. "Thomas zeigte mir Fotos von viktorianischen Weihnachtskarten in einem warmen, rötlich-gold glänzenden Look", erinnert sich die Kostümbildnerin Shay Cunliffe. "Mich hat überrascht, dass er kein blau bei den Kleidern wollte, Blue Jeans waren damit ausgeschlossen. So musste ich Luke Wilson, dessen Figur Ben geradezu nach Blue Jeans schrie, in Kordhosen stecken. [...] Mit den Darstellerinnen habe ich eng zusammen gearbeitet, um den richtigen Look für ihre Figur zu finden."

Dabei spiegelt jede Figur im Film einen anderen Typ Mensch wider; Sybil Stone ist die Herrin im Haus, mit starken Willen und das Herz der Familie Stone. Doch trotz ihrer Schönheit spiegelt sich in ihrem Gesicht seit kurzem ein Anflug von Müdigkeit, das auf ein Geheimnis deutet, das sie mit sich herumträgt.
Die perfekt gestylte Meredith repräsentiert die Karrierefrau, die mit ihren Maßanzügen, dem perfekten Make-up und ihrer etwas verklemmten Art einen bleibenden Eindruck bei den Stones hinterlässt.
Kaum vorstellbar, dass Claire Danes ihre Filmschwester spielen soll; "Julie steht nicht unter dem Druck, unter dem Meredith leidet", erklärt Danes, die die Balance, die der Film zwischen Komödie und Tragödie wahrt, bewundert. "Sie ist nur da, moralischen Beistand zu leisten, [...] und nach aller anfänglicher Exzentrik scheinen die Stones reizend zu sein, was Julie sehr verwundert. [...] Als Schauspielerin war ich hier gezwungen, so ehrlich wie möglich zu sein. Du kannst Dich nicht hinter einem komödiantischen oder dramatischen Schauspiel-Ansatz verstecken."
Auch die Rolle des Everett stellte für Dermot Mulroney eine Herausforderung dar: "Zu Beginn ist er sehr zugeknöpft und geradlinig, aber am Ende der Geschichte findet er zu seiner echten Persönlichkeit zurück. Er ist nicht, wer er scheint, sondern wie der Rest der Familie Stone." Dem entgegen wirkt sein Filmbruder Luke Wilson, wie er zugibt, "im Vergleich wie ein Verlierer. Er ist der Freigeist der Familie, der in Kalifornien lebt und keine Freundin hat".
Rachel McAdams reizte die Vielschichtigkeit ihrer Figur Amy, die ihre Schönheit mit einer Gleichgültigkeit zur Schau trägt, die allenfalls von der spürbaren Feindschaft gegenüber Meredith übertroffen wird. "Mich hat der dramatische Bogen der Figur gereizt. Amy hält sich für ehrlich statt gemein, bringt ihre schroffe Offenheit auf süffisante Art zum Ausdruck und würde dabei doch nicht nur Meredith zurückweisen, sondern jeden, der von außen in die Familie kommt. Amy möchte keinen Wandel, sondern, dass alles so bleibt, wie es ist."
Als Familienoberhaupt sieht Darsteller Craig T. Nelson seine Filmfigur nicht unbedingt, "traditionell trägt Kelly zwar den Titel des Haushaltsvorstands, aber in Wahrheit bestimmt Sybil das Familienleben. [...] Dennoch ist Kellys permanenter, ruhiger Einfluss auf jedes seiner fünf Kinder offensichtlich."
Für Tyrone Giordano ist es zwar erst die zweite Filmarbeit, doch prägte er die Produktion ganz entscheidend. Wie seine Figur im Film ist Giordano taub und liest von den Lippen, beziehungsweise kommuniziert über Zeichensprache. "Die Geschichte dreht sich zwar nicht um einen tauben Menschen", erklärt Thomas Bezucha, "Thad ist im Film zufällig taub, aber mit einem tauben Familienmitglied ist es natürlich, dass die Stones Experten in Zeichensprache sind". Deswegen nahm Bezucha die Dienste eines Zeichnsprachen-Lehrers in Anspruch, der auch eng mit den Darstellern während der Produktion arbeitete.

Auch wenn der Film teilweise auf Bezuchas eigenem Hintergrund – er selbst wuchs als Sohn eines Universitätsprofessors an der Ostküste auf – basiert, betont der Filmemacher, sei Die Familie Stone nicht autobiografisch: "Die Geschichte handelt [...] definitiv um meinesgleichen, aber jeder, der eine Familie hat, wird [...] sich in einem oder mehreren Charakteren wieder erkennen."
"Unser Film spielt während der Feiertage, wenn erwartet wird, dass du großzügig und gastfreundlich bist, dich immer von deiner besten Seite zeigst", so London. "Aber was Meredith betrifft will bei den Stones keine Feierstimmung aufkommen. Wenn man diesen Personen zusieht, versteht man wirklich, dass sie sich bemühen, einander zu verstehen und zu lieben. Sie suchen nach etwas im Anderen."
"Es geht um Liebe und Menschlichkeit", pflichtet Thomas Bezucha bei. "Sich zu verlieben ist wirklich schwierig. Menschen neigen dazu, Dummheiten zu machen, wenn sie sich in geschlossenen Verbänden wie der Familie aufhalten. Das sind die Menschen, die uns am besten kennen, am meisten lieben, aber auch am tiefsten verletzen können. Der Film lotet diese komplexen interfamiliären Beziehungen aus.
Mein oberstes Anliegen ist es dennoch, zu unterhalten Ich hoffe, die Zuschauer finden den Film komisch, weil sie sich selbst in diesen oft impulsiven und spontanen Charakteren wieder erkennen. Humor kann man in fast jeder Lebenslage entwickeln!"


Die Darsteller:

Claire Danes (Julie Morton)
Zuletzt an der Seite von Steve Martin im von Kritikern gelobten Shopgirl [2005] zu sehen gewesen (bislang ohne deutschen Starttermin), feierte die seit Anfang der 1990er in Hollywood präsente Claire Danes ihren internationalen Durchbruch in der modernen Adaption von William Shakespeares Romeo + Julia [1996] (sie war ursprünglich auch die erste Wahl für die Hauptrolle in Titanic [1997], ebenfalls mit Leonardo DiCaprio. Es folgten Filme wie U-Turn – Tödliche Wendung [1997] unter Regisseur Oliver Stone, The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit [2002] und vor zwei Jahren ihre bislang größte Actionrolle in Terminator 3 – Rebellion der Maschinen [2003]. Ihr zweijähriges Studium der Psychologie an der Yale Universität hat sie nicht abgeschlossen (das Empfehlungsschreiben für die Universität kam von Oliver Stone) und konnte eine von Spielberg angebotene Rolle im Holocaust-Drama Schindlers Liste [1993] nicht annehmen. Seit 1998 hat sie außerdem ein Einreiseverbot auf den Philippinen, da sie sich abfällig über das Land geäußert hatte.
Für ihre Darbietung in Willkommen im Leben [1994-1995] erhielt sie sowohl eine Emmy-Nominierung, als auch einen Golden Globe.

Diane Keaton (Sybil Stone)
Die inzwischen 59jährige Diane Keaton ist eine der bekanntesten Aktricen Hollywoods und dabei bereits seit Ende der 80er Jahre auch als Regisseurin tätig. Ihr Leinwanddebüt feierte sie mit Liebhaber und andere Fremde [1970], wirkte in Der Pate-Trilogie [1972, 1974, 1990] mit und betätigte sich ab 1990 auch als Produzentin in der Traumfabrik. Ihre Vielseitigkeit lässt sich dabei kaum in Worte fassen, wird aber am ehesten dadurch offensichtlich, dass sie einen Oscar (Der Stadtneurotiker [1977]) und vier weitere Nominierungen erhielt, zuletzt für Was das Herz begehrt [2003], wofür sie auch einen Golden Globe erhielt (neben über einem halben Dutzend weiterer Nominierungen). Für das kommende Jahr sind mehrere Projekte angekündigt, auch wenn derzeit keine neue Regiearbeit geplant ist. Die zweifache Adoptivmutter war nie verheiratet.

Rachel McAdams (Amy Stone)
Die Kanadierin Rachel McAdams gehört zu den aufstrebenden Jungstars der Traumfabrik, war dieses Jahr sowohl in Red Eye [2005], als auch Die Hochzeits-Crasher [2005] zu sehen. Ihre Karriere begann dabei recht früh, im Alter von 13 Jahren nahm sie bei den Aufführungen von Shakespeare-Klassikern im Sommer-Camp teil. In letzter Minute konnte sie von ihrem Tutor überredet werden, nicht Kulturgeschichte zu studieren, sondern sich auf ihre Schauspielkarriere zu konzentrieren.
Ihren Abschluss in Schauspielkunst absolvierte McAdams an der York Universität, wo sie zudem in Theaterproduktionen und Studentenfilmen auftrat.

Dermot Mulroney (Everett Stone)
Sein Alter von 42 sieht man Dermot Mulroney bei weitem nicht an, im Film ist er dabei schon seit über 20 Jahren zu sehen – zu seinen frühen Auftritten gehört der moderne Western-Klassiker Young Guns - Sie fürchten weder Tod noch Teufel [1988], es folgten viele Engagements, meist in kleineren Rollen. Zuletzt war er unter anderem in About Schmidt und Frau mit Hund sucht Mann mit Herz [2005] an der Seite von Diane Lane zu sehen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählt die Cameron Diaz/Julia Roberts-Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes [1997] und das empfehlenswerte Drama Der große Stromausfall - Eine Stadt im Ausnahmezustand [1996], aber auch in Fernsehserien wie Friends [1994-2004] hatte Mulroney Gastrollen. Für das kommende Jahr ist bei Dermot Mulroney Griffin and Phoenix [2006] angekündigt.

Craig T. Nelson (Kelly Stone)
Mit seinen 61 Jahren ist Craig T. Nelson eines der Urgesteine Hollywoods, wobei er nicht zuletzt durch die TV-Serie The District – Einsatz in Washington [2000-2004] und seine Sprechrolle im Englischen Original von Die Unglaublichen – The Incredibles [2004] ein Comeback feierte. Zuvor war er unter anderem in The Skulls – Alle Macht der Welt [2000] und Im Auftrag des Teufels [1997] zu sehen. Am bekanntesten ist er jedoch ohne Zweifel für seine Beteiligung im Horror-Klassiker Poltergeist [1982] und Postergeist II – Die andere Seite [1986]; auch im anspruchsvollen Anti-Kriegs-Drama Killing Fields - Schreiendes Land [1984] hat er eine tragende Rolle, ebenso in der Tom Hanks-Komödie Scott & Huutsch [1989].
Seine Liebe zu Rennautos hätte ihn beinahe nicht Schauspieler werden lassen; vor seiner Filmkarriere verdiente er sich als Radio-Sprecher und Stand-Up-Comedian.

Sarah Jessica Parker (Meredith Morton)
Insgesamt hat Sarah Jessica Parker sieben Geschwister, in einer Großfamilie wie den Stones müsste sie sich also wohlfühlen. Bereits früh nahm sie Gesang- und Ballettstunden, kam an den Broadway und begann so ihre Karriere. Als Nebendarstellerin in Filmen wie Footloose [1984] oder Moving In - Eine fast intakte Familie [1984] fand sie schließlich zum Film und landete wenig später Rollen in Lipstick & Ice Cream [1985], Der Flug des Navigators [1986] und der kurzlebigen Dramaserie Law and Order in Chicago [1990-1991]. Dies führte sie jedoch zur Steve Martin-Komödie L.A. Story [1991] und wenig später zum Biografie-Drama Ed Wood [1994]. Ihre ungewöhnliche Rolle in Mars Attacks! [1996] ist bei Fans gern gesehen, ihr internationaler Durchbruch kam jedoch erst mit der HBO-Serie Sex and the City, die nach sechs sehr erfolgreichen Jahren zu Ende ging.
Inzwischen hat sie nicht nur einen Emmy als beste Hauptdarstellerin gewonnen, sondern einen sehr lukrativen Werbevertrag mit Modefirmen, sowie eine eigene Parfum-Serie. Ihre Karriere scheint ebenfalls weiter am blühen, für das kommende Jahr sind drei Projekte vorgesehen. Abgesehen davon ist Parker Botschafterin für den U.S. Fund von UNICEF und wurde 1995 mit dem American Civil Liberties Union Award ausgezeichnet.

Luke Wilson (Ben Stone)
Nicht nur seinen Zweitnamen, Cunningham, hat er mit seinem Bruder Owen Wilson gemein, dass die beiden Darsteller miteinander verwandt sind, ist ohne Umschweife erkennbar. Sein Spielfilmdebüt feierte er in Durchgeknallt [1994], es folgten zahlreiche weitere Projekte, wobei seine Karriere erst in den letzten fünf Jahren in Fahrt gekommen scheint. Neben Auftritten in beiden 3 Engel für Charlie [2000, 2003]-Filmen, sowie in Natürlich Blond! [2001] und deren Fortsetzung Natürlich blond 2: Jetzt wird's richtig blond [2003], war Wilson auch in Die Royal Tenenbaums [2001], sowie zuletzt in In 80 Tagen um die Welt [2004] und Anchorman – Die Legende von Run Burgundy [2004] zu sehen.
Für The Wendell Baker Story [2005] lieferte er nicht nur das Drehbuch, sondern fungierte zusammen mit seinem weiteren Bruder Andrew Wilson auch als Regisseur, und wirkte selbst vor der Kamera mit (wo auch Owen Wilson zu sehen ist). Angekündigt sind unter anderem Idiocracy [2005], Hoot [2006] und Super Ex-Girlfriend [2006] mit Uma Thurman unter der Regie von Ivan Reitman (Ghostbusters – Die Geisterjäger [1984]).


Hinter der Kamera:

Thomas Bezucha (Regie und Drehbuch)
Mode studierte der in Amherst, Massachusetts aufgewachsene Thomas Bezucha in New York, arbeitete acht Jahre lang für Polo/Ralph Lauren, teilweise als Senior Director der Kreativabteilung, wo er die visuellen Vorgaben für Inneneinrichtung, Schaufenster und Laden-Design entwarf, die weltweit umgesetzt wurde. Anschließend war Bezucha Vizepräsident der Kreativabteilung von Coach und war dort maßgeblich am Markenaufbau und Imagebildung der Firma beteiligt.
Sein Debütfilm Big Eden [2000] erhielt viel Lob von Zuschauern und Kritikern. Hierfür lieferte er, wie auch bei Die Familie Stone das Drehbuch selbst.

Michael London, Jennifer Ogden (Produzenten)
1998 las Michael London den damals noch unveröffentlichten Roman von Rex Pickett, auf dem der jüngst erschienene Sideways [2004]-Film basiert, den London produzierte, und wofür er auch eine Oscarnominierung erhielt. Von der Thematik seiner ersten Filmproduktionen 40 Tage und 40 Nächte [2002] und Der Super-Guru [2002] ist London inzwischen abgekommen, sowohl Dreizehn [2003], als auch Haus aus Sand und Nebel [2003] thematisieren weit ernstere Konflikte und wurden bei Festivals und der Presse auch hoch gelobt. Seine Laufbahn führte London dabei von der Beschäftigung als Reporter und Musikkritiker der Los Angeles Times in den 1980er Jahren bis nach Hollywood.
Auch Jennifer Ogden ist seit langem im Geschäft, dabei war sie früher sowohl als Darstellerin, wie auch als Produzentin und Produktionsassistentin tätig. Sie war sowohl an Manhattan [1979], als auch an Hair [1979] beteiligt und arbeitete zehn Jahre lang mit Sidney Lumet und dessen Produzenten Burtt Harris zusammen. In diesem Rahmen beteiligte sie sich an The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit [1982] und spielte hinter den Kulissen von Was ist mit Bob? [1991] eine Rolle. Bei Ehrbare Ganoven [1989] mit Sean Connery fungierte sie als ausführende Produzentin, ebenso bei Bodyswitch – Verhexte Küsse [1992] und Stella's Groove: Männer sind die halbe Miete [1998]. Vier Jahre lang war Ogden Vize-Präsidentin der Filmabteilung von Twentieth Century Fox. Für die Überwachung von Dienstags bei Morrie [1999] gewann sie einen Emmy.

Jonathan Brown, Jeffrey Ford (Kamera, Schnitt)
Seit zehn Jahren bereits ist Jonathan Brown hinter der Kamera beteiligt, lernte sein Handwerk bei Conrad Hall und Vittorio Storaro, wie ihm ihr Gespür für das Geschichtenerzählen vermittelten. Zumeist zeichnet Brown für die Kameraführung bei Komödien verantwortlich, darunter zuletzt Im Dutzend billiger [2003], Voll verheiratet [2003], Lügen haben kurze Beine [2002] und Thank Heaven [2001]. Zuvor war er jedoch an Produktionen wie Gattaca [1997], Bulworth [1998] und Der Musterschüler [1998] beteiligt – die Steadicam, die inzwischen im Filmgeschäft unentbehrlich geworden ist und die cinematographische Bewegungsfreiheit der Filmemacher beinahe grenzenlos werden ließ, wurde übrigens von Browns Vater Garrett Brown in den frühen 1970ern erfunden.
Cutter Jeffrey Ford begann seien Arbeit als Schnittassistent bei Two Over Easy [1994] und im selben Jahr mit Little Odessa – Eiskalt wie der Tod [1994]. Es folgten Filme wie Assassins – Die Killer [1995] und Besser geht's nicht [1997] – Ford war auch am Schnitt von I, Robot [2004] beteiligt und zeichnet für die Schneidearbeit von One Hour Photo [2002], Shattered Glass [2004] und zuletzt Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken [2005] verantwortlich.

Michael Giacchino (Musik)
Der Komponist Michael Giacchino gehört zu den gefragtesten Künstlern der Traumfabrik, dabei begann seine Karriere ansich bei einem anderen Medium, den Computerspielen. Hier lieferte er den Soundtrack zu The Lost World: Jurassic Park [1997] und wurde von Steven Spielberg selbst entdeckt, der wie Giacchino der Meinung ist, dass auch bei Videospielen lieber auf einen instrumentalen Orchesterscore zurückgegriffen werden sollte, als auf Synthesizer-Klänge. So durfte er für Spielbergs Medal of Honor [1999] auf ein richtiges Orchester zurückgreifen und wurde zurecht mit Lobeshymnen und Preisen überhäuft. Es folgte wenig später das Engagement in der TV-Serie Alias – Die Agentin [seit 2001] und weitere Filme. Auch für die ungewöhnliche Mystery-Serie Lost [seit 2004] zeichnet Giacchino verantwortlich und lieferte den preisgekrönten Score zu Die Unglaublichen – The Incredibles [2004], bei dem er mit einer gänzlich anderen Stimmung und Instrumentierun überraschte.
Für das kommende Jahr sind weitere Produktionen, darunter auch Mission: Impossible III [2006] angekündigt.


Trailer:
Internationaler deutscher Trailer
Englischer Trailer (bei Apple.com)

Gewinnspiel:

In Zusammenarbeit mit "20th Century Fox" verlosen wir zum Kinostart von Die Familie Stone - verloben verboten! am 15. Dezember 2005:

2 x 2 Freikarten zum Film (nur in Deutschland einlösbar)
6 x Plakat zum Film

Um an der Verlosung teilzunehmen, tragen Sie bitte in den unten stehenden Feldern ihre E-Mail-Adresse, Name, Straße, Postleitzahl, Ort und Land ein, und klicken Sie auf "Senden".
Unter allen Einsendungen werden die acht Gewinne zufällig ausgelost. Ihre Daten werden nur zum Zweck der Verlosung verwendet und nach erfolgreichem Abschluss des Gewinnspiels wieder gelöscht – eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt.

Einsendeschluss ist Freitag, der 23. Dezember 2005. Die Gewinner werden anschließend von uns per E-Mail benachrichtigt und auf der Treffpunkt: Kritik-Webseite unter Angabe der ersten Initiale des Vornamens, dem Nachnamen und dem Ort bekannt gegeben. Mehrere Einsendungen von derselben Adresse werden disqualifiziert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Teilnehmen können nur Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mitarbeiter und Familienangehörige von Treffpunkt: Kritik, "20th Century Fox" und verbundenen Firmen sind von der Verlosung ausgeschlossen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Unser Gewinnspiel ist inzwischen beendet. Jeweils einen Preis haben gewonnen:

K. Bergfeld, Quakenbrueck - S. Fessler, Sersheim - K. Hinsch, Erdweg - M. Kolbe, Hess.-Oldendorf - E. Nedbal, Rosenheim - D. Olaszek, Dortmund - A. Oheim, Ebersbach - S. Rossmanek, Bremen

Der Versand wurde veranlasst - Herzlichen Glückwunsch!

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei 20th Century Fox und der Online Marketing Agency GmbH für die Unterstützung und freundliche Zusammenarbeit bedanken!



Links:

Offizielle deutsche Webseite zum Film
Offizielle englische Webseite zum Film
Eintrag in der IMDb zum Film
Eintrag in der OFDb zum Film

Die Familie Stone – Verloben verboten!
startet in Deutschland am 15.12.2005!

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