skip to content

News und Reviews

Kritik: Wir [2019]
Um eines gleich vorwegzunehmen, Wir ist ziemlich sicher der beste Horrorfilm, der dieses Jahr im Kino zu sehen sein wird. Dass er zugleich immens einfallsreich ist, außerdem unterhaltsam und aktuelle gesellschaftliche Themen auf den Punkt bringt, unterstreicht das Gespür für intelligentes Geschichtenerzählen, das Regisseur Jordan Peele bereits bei Get Out bewiesen hat. Auch hier überzeugt er mit einem Auge für eindrucksvoll unheilvolle Bilder und entlockt seiner Besetzung preiswürdige Darbietungen.
Weiterlesen
Kritik: Vice: Der zweite Mann [2018]
Es gibt viele Dinge an dem biografischen Drama Vice: Der zweite Mann um den ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney, die überaus gelungen sind. Sei es die umwerfende Maskenarbeit, durch die Hauptdarsteller Christian Bale vollständig in dem Charakter über einen Zeitraum von mehr als vier Jahrzehnten aufgeht. Oder auch die Verbindungen, die Regisseur Adam McKay zwischen verschiedenen Ereignissen über den genannten Zeitraum herstellt. Aber dennoch kommt man sich beim Zusehen mehr belehrt aus aufgeklärt vor.
Weiterlesen
Kritik: Der Tag danach [1983]
Auch mehr als 35 Jahre, nachdem die TV-Produktion Der Tag danach zum ersten Mal in Nordamerika ausgestrahlt wurde, hat das erschütternde Drama nichts von seiner Wirkung verloren. Bedauerlicherweise ebenso wenig von seiner Aktualität. Ohne Verantwortliche zu benennen, ohne heroische Darstellungen einer militärischen Überlegenheit, führt Filmemacher Nicholas Meyer die Auswirkungen eines globalen Atomschlages auf die Bewohner einer Stadt im Mittleren Westen der USA vor Augen. Er tut das auf eine ebenso greifbare wie hoffnungslose Art und Weise.
Weiterlesen
Kritik: Star Trek: Raumschiff Voyager: „Endspiel“ [2001]
Nach sieben Jahren und mehr als 170 Episoden setzt die Crew des Raumschiffs U.S.S. Voyager zur letzten Etappe ihrer Reise zurück zur Erde an. Im Serienabschluss in Spielfilmlänge mit dem Titel Endspiel kehren die Furcht einflößendsten Bösewichte aus Star Trek zurück – ohne in irgendeiner Art und Weise Furcht einflößend zu sein. Es ist das Finale einer Serie, die mehr als die vorigen Instanzen des Franchise Kritik hinnehmen musste und trotz aller Widrigkeiten ihren Weg gefunden hat. Gerade deshalb wird das Ende Raumschiff Voyager nicht gerecht.
Weiterlesen
Kritik: Halo Legends [2010]
Im Science Fiction-Universum der erfolgreichen Videospielreihe Halo angesiedelt, entstand im Jahr 2009 eine Reihe von Anime-Shorts, die als Halo Legends veröffentlicht wurden. Sechs der sieben Geschichten gehören offiziell zum etablierten Kanon. Doch das ändert nichts daran, dass Kenner der Reihe (wieder einmal) nicht diejenigen Abenteuer erzählt bekommen, die sie sich seit Jahren erhoffen. Oder auf eine Art und Weise, die auch ein neues Publikum anlocken könnte. Das ist angesichts der Möglichkeiten und den Potentials überaus bedauerlich.
Weiterlesen
Kritik: Captain Marvel [2019]
Mit Captain Marvel leiten die Macher des Marvel Cinematic Universe den Endspurt zum „Endgame“ ein, das Fans mit dem gleichnamigen, kommenden Avengers-Film erwarten wird. Dass dessen großer Cliffhanger hier somit nicht aufgelöst wird, überrascht nicht. Dabei gelingt den Filmemachern Anna Boden und Ryan Fleck mehr als nur ein Lückenfüller. Sie stellen in der Titelheldin eine Figur vor, die auf der Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit viel mehr entdeckt und mühelos weitere Abenteuer tragen könnte.
Weiterlesen
Kritik: Destroyer [2018]
Im Zentrum des Crime-Dramas Destroyer stehen eine unbeschreibliche Darbietung, die unzweifelhaft den Höhepunkt von Nicole Kidmans Schauspielkarriere darstellt, sowie eine fantastische Bilderauswahl, die für sich allein genommen bereits preisverdächtig ist. Doch es gelingt Regisseurin Karyn Kusama nicht, beides innerhalb einer Geschichte zu erzählen, die dem auch angemessen wäre – oder wenigstens diese Geschichte so zu erzählen, dass vor allem die Optik über den Selbstzweck hinauswächst.
Weiterlesen
Kritik: Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit [2018]
Man könnte meinen, ein biografisches Drama um eine Frau, die vor beinahe 50 Jahren für die Abschaffung der Diskriminierung in der US-amerikanischen Gesetzgebung einen wegweisenden Sieg errang, könnte kaum etwas zur heutigen Debattenkultur beitragen. Dabei führt Mimi Leders teils recht juristisch geprägter Film Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit nicht nur die Notwendigkeit des damaligen Rechtsstreits und seine Auswirkungen vor Augen, sondern auch, was er für die heutige Zeit an Lehren – und Aufträgen – beinhaltet.
Weiterlesen
Kritik: Hard Powder [2019]
Es scheint wenig originell, einen weiteren Thriller mit Liam Neeson in der Rolle des einsamen wie schweigsamen Rächers zu besetzen, zumal der charismatische Mime seit Jahren auf diese Art Rolle abonniert scheint. Doch das heißt nicht, dass es nicht funktionieren könnte. Warum es das in Hard Powder nicht tut, liegt vielmehr daran, wie Filmemacher Hans Petter Moland seinen eigenen preisgekrönten norwegischen Crime-Thriller Einer nach dem anderen für das Remake adaptiert.
Weiterlesen
Kritik: Sicario 2 [2018]
Der Nachfolger des Thriller-Dramas Sicario verspricht zu Beginn eine Geschichte, nur um dann zu einer anderen zu wechseln, ehe die letzten Minuten andeuten, dass all dies nur die Vorbereitung einer ganz anderen Story war, die in der Fortsetzung erzählt werden könnte. Das macht Sicario 2 nicht nur zu einem höchst unbefriedigenden Erlebnis, sondern auch zu einem ziellos erzählten. Darüber trösten weder die stylische Inszenierung, noch die zwei solide gespielten, zentralen Figuren hinweg.
Weiterlesen
Kritik: Happy Deathday 2U [2019]
Eine Fortsetzung zu Happy Deathday, dem erfreulich blutarmen Teenie-Slasher, in dem Studentin Tree ihren Todestag wieder und wieder durchlebt, scheint ein gewagtes Unterfangen. Wie wollte man die ohnehin absurde Idee weitererzählen? Regisseur Christopher Landon gelingt das in Happy Deathday 2U erstaunlich und unerwartet gut. So gut sogar, dass Fans des unheimlichen Horrors des ersten Teils umso mehr enttäuscht sein werden, dass dieser Aspekt der Story ab der Hälfte quasi keine Rolle mehr spielt.
Weiterlesen
Kritik: Der goldene Handschuh [2019]
Fatih Akins Porträt einer Reihe von grausamen Frauenmorden durch Fritz Honka in Hamburg-St. Pauli in den 1970er-Jahren ist vermutlich eines der intensivsten, die es zu diesen wahren Begebenheiten gibt. Aber nicht nur deshalb ist Der goldene Handschuh ein schwieriger Film. Dass es dem Filmemacher ebenso wenig um den Täter wie die Opfer geht, über die man kaum etwas erfährt, macht die Antwort auf eine wichtige Frage nur umso schwerer: Was will er überhaupt?
Weiterlesen
Kritik: Alita: Battle Angel [2019]
Die lange erwartete Verfilmung des Graphic Novels / Mangas von Yukito Kishiro, Alita: Battle Angel, ist entweder zu lang oder zu kurz, um sowohl den eigenen Zielen als auch den Erwartungen des Publikums gerecht zu werden. Beinahe 20 Jahre wartete das Publikum darauf, dass James Cameron das Projekt auf die Leinwand bringen würde. Es klingt womöglich negativer als beabsichtigt, wenn man festhält, dass das Cyberpunk-Abenteuer Avatar - Aufbruch nach Pandora, dem es nicht nur in Hinblick auf den Erfolg nacheifern soll, in keinem Moment gewachsen ist.
Weiterlesen
Kritik: Manou - flieg’ flink! [2019]
Es ist gewissermaßen ein Berufsrisiko der Kritiker und Kritikerinnen, dem Zynismus zu verfallen. Dabei sollte man sich stets vor Augen führen, dass wohl niemand beabsichtigt, ein enttäuschendes oder schlechtes Werk zu erstellen. Auch in einem Film wie Manou - flieg’ flink! stecken zehntausende Stunden Arbeit, in denen die Beteiligten unbestritten ihr Bestes gegeben haben mit dem, was ihnen zur Verfügung stand. Die Frage ist, weswegen das Ergebnis insgesamt dann so enttäuscht.
Weiterlesen
Kritik: Hotel Artemis [2018]
In seinem Spielfilmregiedebüt Hotel Artemis zeigt Filmemacher Drew Pearce eine düstere Zukunftsvision. Die erinnert von der Atmosphäre her stark an John Carpenters Genreklassiker Die Klapperschlange und wäre es wert, weiter erkundet zu werden. Stattdessen wird allerdings eine Geschichte erzählt, die für sich genommen kaum Sinn ergibt und darüber hinaus nicht einmal packend dargebracht ist. Da hilft auch die namhafte Besetzung, die durch Darbietungen von Jodie Foster und Jeff Goldblum veredelt wird, nicht weiter.
Weiterlesen

>> Ältere News und Reviews

Ok. Treffpunkt: Kritik verwendet Cookies, um den Internetauftritt bestmöglich an die Besucher anpassen zu können.
Sofern Sie auf dieser Seite bleiben, stimmen Sie dem zu. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.