News und Reviews

Dune [2021]

Denis Villeneuves lang erwartete Verfilmung des Genre prägenden Science Fiction-Romans von Frank Herbert, ist ein Film, den man auf der größten Leinwand sehen sollte, die man finden kann. Nach mehreren mehr oder weniger erfolgreichen Adaptionen, ist Dune alles, was sich Fans des Genres erhoffen können. Es ist das erste Kinoerlebnis seit weit über 10 Jahren, das ein wahrlich episches Flair versprüht. Handwerklich fantastisch umgesetzt, ist es ein erster Schritt in eine Welt, die anders und so vielschichtig ist, dass man nicht mehr zurückkehren möchte.
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Atomkraft Forever [2020]

Der Titel von Carsten Raus Dokumentarfilm Atomkraft Forever ist so zweideutig wie das Thema selbst ambivalent. Die Kernenergie spaltet wie viele Themen unserer heutigen Zeit die Gesellschaft. Schon aus dem Grund, weil es keine einfachen Antworten gibt. Zu einer eigenen zu kommen, dazu fordert die Dokumentation ihr Publikum auf und schildert ruhig, strukturiert und offen, weshalb die drängendere Frage nicht ist, ob der Atomausstieg richtig oder falsch ist, sondern wie man mit den Hinterlassenschaften dieser Energiegewinnung umgeht.
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Stillwater - Gegen jeden Verdacht [2021]

Stillwater - Gegen jeden Verdacht ist nicht die Art Film, die man in Anbetracht des Inhalts erwarten würde. Noch ist es vermutlich die Art Film, die Regisseur Tom McCarthy erzählen wollte. Hört sich die Geschichte an wie ein Crime-Thriller, in dem ein Vater die Unschuld seiner Tochter beweisen möchte, ist das Ergebnis ein Charakterdrama, bei dem nie deutlich wird, auf welche Reise die Figuren entsandt werden sollen. So fällt es schwer, sie am Ende an irgendeinem Ziel zu sehen. Oder auch nur mit der Erkenntnis, was sie dorthin gebracht hat.
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Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings [2021]

Mit Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings startet das Marvel Cinematic Universe in seine nächste Phase. Wenn Destin Daniel Crettons Adaption der Comicvorlage ein Hinweis ist, in welche Richtung sich das entwickeln wird, werden vermutlich ebenso viele Fans aufatmen wie überrascht die Stirn in Falten legen. Denn die Geschichte bewegt sich spürbar weg vom Science Fiction-Charakter, hin zum magischen Flair eines Doctor Strange. Doch das muss nichts Schlechtes sein.
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Curveball - Wir machen die Wahrheit [2020]

So absurd die Geschehnisse in Johannes Nabers Politsatire Curveball - Wir machen die Wahrheit scheinen mögen, sie basieren, wie der Film zu Beginn feststellt, auf Tatsachen. Entsprechend bleibt dem Publikum zunehmend das Lachen im Halse stecken, wobei dies keine ausgesprochene Komödie ist. Doch kann man nicht anders, als angesichts der beinahe grotesken Entwicklungen und der gelungenen Situationskomik immer wieder zu lachen. Dabei sind die Auswirkungen des Gezeigten im Grunde mehr als traurig.
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Beckenrand Sheriff [2021]

Marcus H. Rosenmüllers Beckenrand Sheriff versucht, ein wenig von allem zu sein. In bisschen Integrationsgeschichte, ein wenig Kultur-Clash, ein Hauch von Gesellschaftskritik und ein Prise Liebesgeschichte. Das Ergebnis ist zumindest in der ersten Hälfte durchaus unterhaltsam, allen voran dank der gelungenen Besetzung. Aber auch, weil man davon ausgeht, dass all dies letztlich irgendwo hinführt. Die Richtung, die die Verantwortlichen im letzten Drittel aber einschlagen, ist so albern, dass es die gelungenen Ansätze beinahe mit Füßen tritt.
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Killer’s Bodyguard [2017]

Trotz nicht weniger und teils sehr offensichtlicher Schwächen, ist Patrick Hughes’ Actionkomödie Killer’s Bodyguard ein überraschend unterhaltsames Unterfangen. Dies liegt zum großen Teil an der Besetzung um Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson, aber auch die Actionhighlights sind unerwartet mitreißend, was vor allem das Finale auszeichnet. Dabei nehmen die Verantwortlichen ihre Figuren trotz der überzogenen Momente ernst genug, dass einem nicht egal ist, was mit ihnen geschieht.
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Sechs Tage, sieben Nächte [1998]

Ivan Reitmans Sechs Tage, sieben Nächte ist ein Film, der nicht einmal ansatzweise das Potential seiner Idee zu nutzen weiß, bei dem aber alle Beteiligten so viel Spaß zu haben scheinen, dass man sich dennoch gut unterhalten lassen kann. Vor allem dank eines gut gelaunten Harrison Ford und Anne Heche, die beide mehr komödiantisches Talent vor der Kamera zeigen, als man ihnen zutrauen würde. Würde sich die Geschichte dieser Figuren wirklich annehmen und ihnen ein greifbareres Abenteuer zu bestreiten geben, hätte dies ein Klassiker sein können.
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Candyman [2021]

Von der ersten Minute an weiß Filmemacherin Nia DaCosta ihre späte Fortsetzung zum Horror-Kultfilm Candymans Fluch in ebenso faszinierende wie wohl ausgesuchte Bilder zu tauchen. Doch die Optik allein ist nicht der Grund, weshalb Candyman bedeutend relevanter ist, als die meisten Genrefilme der heutigen Zeit. Dies liegt an einer Story, der es gleichermaßen gelingt, das Franchise neu zu erfinden, wie Parallelen zur Welt jenseits der Leinwand aufzuzeigen. Trotz mancher Schwächen ist das so unerwartet wie sehenswert.
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Reminiscence: Die Erinnerung stirbt nie [2021]

Auch wenn Lisa Joys Reminiscence: Die Erinnerung stirbt nie sichtlich durch andere Genrevertreter inspiriert ist, es ist die Mischung der verschiedenen Einflüsse zusammen mit einer so detailreich gestalteten Welt, die hier heraussticht. In erlesene Bilder getaucht und durch starke Darbietungen veredelt, ist dies ein geradezu klassischer Noir-Krimi in einem modernen Gewand, der ein Publikum verlangt, das bereit ist, mitzudenken. Wenn auch nicht zu viel.
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Eine unbequeme Wahrheit [2006]

Wie bringt man einem Publikum ein Thema nahe, das die gesamte Menschheit vereint, eine umfassende Expertise erfordert und die eigene Lebensspanne überdauern wird? In seinen weltweiten Diavorträgen zum Thema Globale Erwärmung hat der ehemalige Politiker und sogar Beinahe-Präsident der Vereinigten Staaten, Al Gore, genau dies versucht und präsentiert mit Eine unbequeme Wahrheit einen ebenso verständlichen wie schockierenden Blick auf unsere Welt und worauf sie zusteuert, der 15 Jahre später nichts von seiner Aussage verloren hat. Ganz im Gegenteil.
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Escape Room 2: No Way Out [2021]

Für die Art Fortsetzung, die Escape Room 2: No Way Out sein möchte, ist das Ergebnis erstaunlicherweise weit weniger enttäuschend, als man vermuten würde. Tatsächlich strauchelt Filmemacher Adam Robitel erst im letzten Drittel, insbesondere in den letzten Minuten vor dem Abspann. Bis dahin weiß seine Fortsetzung mit durchaus packenden Momenten und sichtlich hohen Produktionswerten zu gefallen. Aber statt sich der Hintergrundgeschichte oder den Figuren zu widmen, präsentiert er mehr von demselben wie zuvor.
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Snake Eyes: G.I. Joe Origins [2021]

12 Jahre, nachdem die erste Realverfilmung der Spielzeug-Actionfiguren G.I. Joe über die Leinwand flimmerte, bringt Filmemacher Robert Schwentke mit Snake Eyes: G.I. Joe Origins eine Ursprungsgeschichte des Titel gebenden Charakters auf die große Leinwand. Gleichzeitig präsentiert er ein Reboot des Franchise, immerhin ist all das zeitlich deutlich später angesiedelt. Über weite Strecken funktioniert das Ergebnis sogar erstaunlich gut, eignet sich trotz des Neuanfangs aber am besten für Fans des Genres.
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Killer’s Bodyguard 2 [2021]

Spätestens, wenn eine weit über 80 Jahre alte Hollywoodlegende ihren Gastauftritt in Killer’s Bodyguard 2 feiert, fragt man sich, wie sich diese namhafte Besetzung hierher verirren konnte. Lange vorher bereits muss man aber feststellen, dass eben diese Besetzung der beste Grund ist, überhaupt hinzuschauen. Was Filmemacher Patrick Hughes ansonsten präsentiert, ist im besten Fall amüsant und nicht vollkommen langweilig. Meist jedoch ist es zäh und scheint so sehr bemüht, dass man versucht ist, aus Mitgefühl zu lachen.
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New Order - Die neue Weltordnung [2020]

Trotz der kurzen Laufzeit von weniger als eineinhalb Stunden ist New Order - Die neue Weltordnung ein zunehmend schwerer Film. Sowohl schwer zu verstehen als auch schwer zu ertragen und es darf bezweifelt werden, ob beides von Filmemacher Michel Franco so beabsichtigt ist. Was beginnt wie eine dystopische Gesellschaftskritik, in der sich die untere Klasse gegen die obere auflehnt, wandelt sich in eine nihilistische Umsturzphantasie, in der das Publikum sowohl Komplize als auch Voyeur sein soll.
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