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WarGames [1983]

Wertung: 4.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 19. Juni 2002
Genre: Science Fiction / Thriller

Originaltitel: WarGames
Laufzeit: 114 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1983
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: John Badham
Musik: Arthur B. Rubinstein
Darsteller: Matthew Broderick, Dabney Coleman, John Wood, Ally Sheedy


Kurzinhalt:
David (Matthew Broderick) ist ansich ein recht normaler Junge, er ist eher mittelmäßig in der Schule, aber hochintelligent. In seiner Freizeit sitzt er bevorzugt am Computer und ändert dann auch schon mal seine Schulnoten über das Internet am Schuldcomputer. In einer Anzeige sieht er, dass eine Firma ein neuartiges Spiel veröffentlichen möchte und versucht daraufhin, sich in deren System zu hacken, um einen Einblick in eben dieses Spiel zu bekommen.
Tatsächlich erlangt er Zugang zu einem unbekannten System, das einige Spiele im Petto hat. Was David nicht weiß ist, dass er beim Zentralcomputer des Verteidigungsministeriums gelandet ist und sein Spiel "Weltweiter Thermonuklearer Krieg" vom Computer auch in Wirklichkeit gespielt wird. Und die Uhr tickt.


Kritik:
1983 - als die Welt teilweise noch in Ordnung war, das Internet nur aus Text ohne Bilder bestand, Disketten die Ausmaße eines großen Papierblattes hatten und leistungsfähige Computer ganze Hochhäuser füllten. Doch für eben diese naive Zeit besitzt WarGames einen ernsten Anspruch, der zwar leichtfüßig und teils witzig umgesetzt wird, aber an dessen Inhalt sich nichts ändert: Was geschieht, wenn ein Computer die Macht besitzt, alle Raketen eines Landes abzufeuern und so den dritten Weltkrieg auszulösen? Kann man mit Sicherheit sagen, dass diese Mikrochips keine Fehler machen?

Manche Ansrpüche, die damals an die Computer gestellt wurden, sind sogar heute noch utopisch, im Zeitalter des Internets mit Viren, Systemabstürzen und Datenspionage ist das Thema jedoch aktueller denn je.
Die Geschichte von WarGames ist mit Ausnahme der Musik und der Kleidung im Film zeitlos.
Matthew Broderick als David kann in seinem zweiten Kinofilm erneut seinen großen Bonus ausspielen, seine Natürlichkeit. Er verleiht seiner Figur die nötige Tolpatschigkeit und den Charme, damit der Zuschauer mit ihm mitfiebert. Die anderen Darsteller sind allesamt ebenfalls wirklich gut und unterstützen den Hauptcharakter entsprechend, doch bis auf ihn sind die meisten heute bereits wieder vergessen.

Technisch gesehen ist WarGames solide umgesetzt, John Badham konnte im Regiestuhl die Szenen spannend gestalten und routiniert mit der Kamera einfangen. Spezialeffekte sind zwar nicht übermäßig vorhanden, die Kommandozentrale des Verteidigungsministeriums sieht aber sehr gut und glaubwürdig aus. Allgemein sind die Kulissen überzeugend gelungen, sie wirken natürlich und glaubhaft, dass manche nur im Studio entstanden sind, ist nicht zu erkennen. Die Musik ist dem Film angepasst und variiert zwischen elektronisch und instrumental. Sie fällt zwar nicht negativ auf, ist allerdings auch kein Meilenstein - passend eben.

WarGames reiht sich in die Riege 80er-Jahre Filme ein, die trotz ihrer offensichtlichen Herkunft (erneut sei die Mode erwähnt), einen zeitlosen Flair besitzen. Sie sind Zeitzeugen einer Epoche, in der man an die Geschehnisse unserer heutigen Zeit noch nicht gedacht hat, und wer in jener Zeit aufgewachsen ist, wird sich ein Lächeln hier und da angesichts der gezeigten Menschen, Computer und Elektronik nicht verkneifen können.


Fazit:
Kein hervorragender Film, aber dennoch ein Klassiker und sicherlich wert, ihn bei der x-ten Wiederholung mal wieder anzuschauen. Heute läuft bedeutend Schlechteres im Kino.


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