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The Night Flier [1997]

Wertung: 2 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 21. Juli 2002
Genre: Horror

Originaltitel: Night Flier
Laufzeit: 93 min.
Produktionsland: Italien / USA
Produktionsjahr: 1997
FSK-Freigabe: nicht unter 18 Jahre

Regie: Mark Pavia
Musik: Brian Keane
Darsteller: Miguel Ferrer, Julie Entwisle, Dan Monahan, Michael H. Moss


Kurzinhalt:
Richard Dees (Miguel Ferrer) ist Reporter und ein ehrgeiziger noch dazu. Darum ist er nicht sehr erfreut, als seine neueste Story ohne seine Bilder auskommen muss und ihm die junge Reporterin Katherine Blair (Julie Entwisle) seinen Job streitig machen könnte. Widerwillig nimmt er eine Story an, die sich um den so genannten "Night Flier" dreht, der nachts ländliche Flughäfen anfliegt und dort grausame Morde begeht. Dees, der selbst einen Pilotenschein besitzt, heftet sich an die Fersen des "Night Fliers" und kommt bald dahinter, dass es sich bei den Morden um das Werk eines Vampires handeln könnte.


Kritik:
Wenn Horrorautor Stephen King Vorlagen für Filme liefert, ist das nach weitverbreiteten Meinungen kein gutes Zeichen. Allzu oft waren die Filme, die auf Kurzgeschichten oder Romanen des Kultautors beruhten, mit einem Wort: grottenschlecht. Dem stehen allerdings gelungene Kinoproduktionen wie Carrie [1976], Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers [1986], Misery [1990], Dolores [1995], Der Musterschüler [1998] und The Green Mile [1999] entgegen. Auch Fernsehmehrteiler wie The Stand [1994] oder Der Sturm des Jahrhunderts [1999] haben gezeigt, dass King-Filme durchaus gut oder aber wirklich erstklassig sein können.
Leider ist das bei Night Flier nicht der Fall.

Die Story hätte für eine Geschichten aus der Gruft-Folge gerade genug hergegeben, und auch wenn die Kurzgeschichte hervorragend sein soll und Preise gewonnen hat, diese todlangweilige Video-Produktion ist das Einschalten nicht wert.
Zwar kann die Atmosphäre in manchen Szenen halbwegs überzeugen, meistens jedoch überwiegt die unfreiwillige Komik bei den Darbietungen der Schauspieler oder die studiobehafteten Kulissen.

Miguel Ferrer, der zuletzt im oscarprämierten Film Traffic [2000] und auch bei Serienauftritten wie in Twin Peaks zeigen durfte, dass er ein wirklich sehr guter Schauspieler ist, muss hier wieder in das für ihn leider zur Gewohntheit gewordene Tal der C-Movies absteigen, denn mehr ist der Film leider nicht.
Ferrer spielt, als hätte man ihm das Gesicht schockgefroren und den anderen Schauspielern sieht man ihre bisherigen Karrieren als Videothekenpappfiguren deutlich an. Ihre Bewegungen, ihre Mimik, all das wirkt in Verbindung mit der peinlichen deutschen Synchronisation so schlecht, dass man versucht ist, in jeder Minute den Kanal zu wechseln.

Der einzige Vorteil dieses Films liegt darin, dass er, da er als Videoproduktion gedacht war, sich nicht an die in den USA üblichen Kinonormen halten musste, insofern konnten die Macher auf Ekeleffekte und brutale Szenen zurückgreifen. Von dem Splatter ist in der deutschen Fernsehfassung allerdings nichts übrig geblieben.
 

Die Make-Up-Spezialisten hatten ein wahres Fest beim Dreh und ihre Arbeit kann sich sehen lassen: an den Masken gibt es nichts zu beanstanden, bis auf die Tatsache, dass sie völlig überflüssig in den Film integriert wurden.

Darsteller, Dialoge und auch die stockende Inszenierung, die durch Rückblenden in Schwung gebracht werden soll, können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Night Flier sich in die traurige Reihe schlechter King-Verfilmungen begeben muss.
Es heißt, dass jeder Topf seinen Deckel findet und so hat dieser Film auch ganz offensichtlich seine Fans, mich hat er jedenfalls nicht überzeugt, sondern nur schrecklich lange 90 Minuten gelangweilt.


Fazit:
Für Fans des Splatter-Horrors ist Night Flier in der ungekürzten Fassung sicherlich interessant. Wer jedoch mehr Wert auf Inhalt, schauspielerisches Können oder handwerkliche Raffinesse legt, ist mit der meiner Meinung nach sehr gut gelungenen und atmosphärisch immens dichten Verfilmung von Der Sturm des Jahrhunderts besser bedient.
Die Produzenten dieses Films dagegen dürfen sich nicht beschweren, dass Night Flier in den vollgestopften Videothekenregalen immer mehr verstaubt.


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