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The Dish [2000]

Wertung: 4.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 26. Mai 2002
Genre: Komödie / Unterhaltung

Originaltitel: The Dish
Laufzeit: 101 min.
Produktionsland: Australien
Produktionsjahr: 2000
FSK-Freigabe: ab 6 Jahren

Regie: Rob Sitch
Musik: Edmund Choi
Darsteller: Sam Neill, Kevin Harrington, Tom Long, Patrick Warburton


Kurzinhalt:
1969 war es soweit, der erste Mensch betrat den Mond und Millionen Zuschauer saßen gebannt vor den Fersehern, um dieses historische Ereignis mitzuerleben.
Was viele jedoch nicht wussten ist, dass es viel Glück und Zufall bedurfte, damit die Fernsehbilder, live von der Mondoberfläche gesendet, auch die TV-Stationen rund um den Globus erreichten. Grund waren jedoch keine Probleme in der Raumkapsel, sondern vielmehr, dass die einzige Satelitenschüssel der Erde, die die Bilder empfangen konnte, in Australien lag – und die Beteiligten dort mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen hatten.
Dieser Film, basierend auf einer wahren Begebenheit, schildert, was in diesem australischen Städtchen und vor allem in der Satelitenstation vor sich ging – "The Dish", wie diese Schüssel genannt wird, steht übrigens heute immer noch wie vor über 30 Jahren mitten auf einem Schafshügel und wird von der NASA bei Raumflügen nachwievor miteinbezogen.


Kritik:
Eine Apollo-Mission? Wurde das nicht schon einmal verfilmt? Doch, wurde es, mit viel Geld und Aufwand wurde Apollo 13 [1995] auf die Leinwand gezaubert – und bewies damit erneut, dass Geschichte spannend und aufregend erzählt werden kann. Aber was will ein kleiner australischer Film, ohne großes Budget dem entgegensetzen?
Eine ganze Menge!

The Dish überrascht den Zuschauer mit einem charmanten und witzigen Blick hinter die Kulissen der weltbewegenden Fernsehübertragung der ersten Mondlandung. Dabei gibt es zwar keine Effektschlachten hinter jeder Ecke, aber einen kleinen, witzigen und interessanten Film mit Herz.
Bitte nicht falsch verstehen, The Dish ist keine Romanze, vielmehr eine Komödie (glücklicherweise fernab des Fäkalhumors eines American Pie [1999] oder der Verblödungskomik von Die nackte Kanone [1988], dafür wirklich witzig und komödiantisch), aber die australischen Wissenschaftler, Politiker und auch den ganz normalen Bürger mit ihrer etwas ruhigeren und gemütlicheren – eben australischen – Art zu sehen, gibt dem Film ebenso wie seine ruhige Inszenierung etwas, das vielen Hollywood-Filmen heute fehlt, Charme und Seele.

Cliff Buxton (Sam Neill in der Hauptrolle) muss sich gegen technische Probleme, Wetterumschwünge und nicht zuletzt seine eigenen Leute behaupten, um diese Mission gelingen zu lassen, auf die er sein Leben lang gewartet hat. Sam Neill verleiht dem Charakter dabei etwas leicht Melancholisches, was dem Film in manchen Situationen durchaus gut tut. Dazu trägt auch der großartige Soundtrack mit vielen bekannten Songs aus der Ära bei.

Im Rückblick darauf, wie ein solch bedeutendes Ereignis Millionen von Menschen 1969 vor die Bildschirme bannte, ist der Blick in die heutige Nachrichtenkultur mehr als traurig: wie oft versammeln sich Menschen vor den Fernsehern, um freudige Ereignisse zu erleben? Und wie oft, um Katastrophen mitanzusehen?

Gerade deshalb hat der Film eine sehr positive und lebensbejahende Aussage, verpackt in eine interessante und sehenswerte Geschichte. The Dish sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, und da es noch eine ganze Weile dauern wird, bis der Film im Fernsehen zu sehen ist, kann ein Gang in die Videothek sicher nicht schaden.


Fazit:
Wer großartige Actionsequenzen erwartet und nervenzerreißende Spannung, wird enttäuscht werden. The Dish bietet dafür warmherzige und sympathische Charaktere in einer aberwitzigen Story mit viel Charme und großartiger, leichtfüßiger Unterhaltung.


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