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Stepfather II [1989]

Wertung: 1 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 16. September 2002
Genre: Thriller / Horror

Originaltitel: Stepfather II
Laufzeit: 93 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1989
FSK-Freigabe: nicht unter 18 Jahren

Regie: Jeff Burr
Musik: Jim Manzie
Darsteller: Terry O'Quinn, Meg Foster, Caroline Williams, Jonathan Brandis


Kurzinhalt:
Der berüchtigte Mörder, bekannt als "Stepfather" (Terry O'Quinn), hat die Ereignisse des ersten Teils tatsächlich überlebt und kann – wer hätte es geahnt – aus der psychiatrischen Anstalt fliehen. In einer ruhigen Vorstadt gibt er sich als Familientherapeut aus und lässt sich nieder. Als seine zukünftige Frau hat er sich die Maklerin Carol Grayland (Meg Foster) auserkoren, ihr Sohn Todd (Jonathan Brandis) versteht sich auch auf Anhieb gut mit dem unbekannten Nachbarn.
Carol und der Stepfather kommen sich näher und planen sogar schon die Hochzeit, als Carols Freundin Matty (Caroline Williams), die den neuen Lebensgefährten ihrer besten Freundin schon von Anfang an unsympathisch findet, herausfindet, dass er nicht derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Der Stepfather muss wieder zu anderen Mitteln greifen, um seine perfekte Familie zu erhalten oder sie letztendlich loszuwerden, weil sie seinen Ansprüchen nicht genügt.


KurzKritik:
Stepfather II markiert den letzten Leinwandauftritt von Terry O'Quinn in dieser Reihe – für den dritten und bisher letzten Teil, wollte er nicht mehr zur Verfügung stehen (obgleich sich die Autoren dann eine hanebüchene Idee ausgedacht haben, um das veränderte Aussehen des Hauptcharakters zu erklären). Wenn man sich diesen zweiten Teil ansieht, verwundert das nicht.

Die Macher steigerten beinahe alle Zutaten des ersten Teils ins Negative: aus einer konstruierten und nicht ausgenutzten Geschichte wird hier eine völlig irrsinnige, vorhersehbare und langweilige Slasher-Show, die keinerlei Unterhaltungswert bietet. Die im ersten Teil nicht ausgereifte Inszenierung wirkt hier, abgesehen von dem langsamen Aufbau, völlig konzeptlos und wie für den Videomarkt produziert. Die Darsteller dieses Teils (abgesehen von Terry O'Quinn) sind durch die Bank schlecht bis erbärmlich, sogar der Stepfather selbst wirkt lustlos, zu überdreht – von seiner kaltblütigen, geplanten Vorgehensweise ist hier nichts mehr zu sehen. Aus der bedrohlichen Persönlichkeit des Jedermann-Gesichts ist eine teils unfreiwillig komische, aber in jedem Moment unglaubwürdige Erscheinung geworden.

Kamera und Schnitt sind unterdurchschnittlich, aber immer noch besser als die deutsche Synchronisation, die derart dilettantisch geraten ist, dass man den Film besser ohne Ton ansieht – womöglich würde wenigstens so der Ansatz einer bedrohlichen Stimmung aufkommen.
Das angesprochene Drehbuch taugt nicht einmal als Konzeptpapier, ein weiterer trauriger Beweis für die völlig überflüssigen und schlicht erbärmlichen Fortsetzungen im Horrorgenre. Bestes Beispiel sind hier die Nightmare-Fortsetzungen und auch die Halloween-Reihe kann bis auf die ersten beiden und den siebten Teil nicht mit einem guten Film aufwarten.
Von Innovation oder frischen Ideen war in Stepfather II nichts zu sehen, bis auf eines: die Musik vonJim Manzie ist deutlich besser als das grauenerregende Geklimper des ersten Teils. Gut ist sie jedoch leider trotzdem nicht.

Für bedingungslose Fans mag der Film eine gute Fortsetzung sein; gegenüber dem ersten Teil ist das aber schon ein erschreckender Abstieg. Das Drehbuch hat mehr Löcher als ein normaler Zuschauer akzeptieren kann, die Inszenierung ist ein Paradebeispiel wie man es nicht machen sollte und neben dem lustlosen Terry O'Quinn wirken die anderen Darsteller als hätten sie monatelang geprobt, wie sie am schlechtesten vor der Kamera agieren können. Der später durch die Serie SeaQuest DSV bekannt gewordene Jonathan Brandis hat zu seinem Glück nicht viel zu tun – alle anderen würden den Film wohl gerne aus ihren Biografien streichen lassen.


Fazit:
Angesichts des daran anschließenden dritten Teils der Reihe muss man sich nach unten sicher noch Spielraum offenhalten, aber Stepfather II ist mit einem Wort (und das wohl unbestritten) schlecht. Anspruchslose Genrefans mögen das genießen, doch angesichts dieser inkompetenten Filmcrew und des indiskutablen Drehbuchs ist es schwer zu glauben, dass es derart anspruchslose Fans gibt.


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