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Baymax - Riesiges Robowabohu [2014]

Wertung: 4.5 von 6 Punkten  |   Kritik von Jens Adrian  |   Hinzugefügt am 14. Juli 2015
Genre: Animation / Science Fiction / Komödie

Originaltitel: Big Hero 6
Laufzeit: 102 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2014
FSK-Freigabe: ab 6 Jahren

Regie: Don Hall, Chris Williams
Musik: Henry Jackman
Stimmen: Ryan Potter (Amadeus Strobl), Scott Adsit (Bastian Pastewka), T.J. Miller (Andreas Bourani), Jamie Chung (Nora Hütz), Damon Wayans Jr. (Daniel Zillmann), Maya Rudolph (Vera Teltz), Genesis Rodriguez (Maria Hönig), Daniel Henney (Daniel Fehlow), James Cromwell (Ronald Nitschke), Alan Tudyk (Peter Flechtner), Katie Lowes (Christina Ann Zalamea)


Kurzinhalt:

Auch wenn er mit 13 bereits seinen Schulabschluss gemacht hat, mit seinem Leben weiß der Teenager Hiro (Ryan Potter / Amadeus Strobl) immer noch nichts anzufangen. Nachts verdient er Geld mit Bot-Kämpfen, die ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Erst als er die besondere Universität kennenlernt, an der sein Bruder Tadashi (Daniel Henney / Daniel Fehlow) studiert, hat er ein Ziel vor Augen. Um aufgenommen zu werden, entwickelt Hiro kleine Roboter, die im Kollektiv arbeiten, doch nach der Präsentation wird seine Erfindung in einem Feuer vernichtet. Eher zufällig kommt er später darauf, dass mehr hinter dem Brand steckt, als zunächst angenommen und zusammen mit der Erfindung seines Bruders, dem medizinischen Roboterbegleiter Baymax (Scott Adsit / Bastian Pastewka) macht sich Hiro auf, dem auf den Grund zu gehen ...


Kritik:
Baymax - Riesiges Robowabohu ist ein Film, der von der ersten bis zur letzten Einstellung auf Nummer sicher spielt. Man müsste ihm eigentlich dafür böse sein, Fans der Comicvorlage umso mehr. Aber dank der temporeichen Umsetzung, der knuffigen Charaktere mit den großen Augen und der Tatsache, dass der Film das Herz am rechten Fleck hat, ist einem das kaum möglich. Das familientaugliche Animationsabenteuer bietet zwar mehr Unterhaltung für die Kleinen, das heißt aber nicht, dass die Erwachsenen sich langweilen.

Die Geschichte spielt in San Fransokyo, das nicht zufällig wie eine Kombination aus San Francisco und Tokio klingt. Dort wachsen die Brüder Hiro und Tadashi bei ihrer Tante auf. Während Tadashi an der so genannten Nerd-Uni an der Technik von übermorgen forscht, vertreibt sich sein jüngerer Bruder die Zeit mit Bot-Kämpfen, in denen kleine Kampfroboter gegeneinander antreten. Erst als Hiro sieht, woran an Tadashis Universität gearbeitet wird, hat er wieder ein Ziel vor Augen und möchte von Universitätsleiter Robert Callaghan unbedingt angenommen werden. Darum denkt sich Hiro ein Projekt aus, mit dem er genügend Eindruck für eine Einladung hinterlassen will. Er erschafft so genannte Microbots, die an sich winzig klein sind, zusammen aber alles erschaffen und darstellen können, was derjenige sich ausdenkt, der sie steuert.

An sich würde die Entwicklung dieser kleinen Roboter allein schon die Geschichte eines Films ausmachen, in Baymax - Riesiges Robowabohu ist all das noch Teil des Prologs. Die eigentliche Geschichte beginnt kurz danach mit einer Tragödie, bei der Hiros Familie noch kleiner wird und seine Erfindung in einem Feuer vernichtet wird. Entmutigt und zurückgezogen fristet Hiro die Tage in seinem Zimmer, bis irgendwann Tadashis Erfindung aktiv wird: Er hatte einen medizinischen Helfer Baymax entwickelt. Er ist der eigentliche Held des Films mit seinem leicht tollpatschigen Auftreten, seiner großen, weißen, freundlichen Erscheinung und seinen drolligen Augen. Zusammen mit ihm kommt Hiro Machenschaften auf die Spur, die seine Erfindung für gefährliche Zwecke benutzen. Um all das aufzudecken, braucht er die Hilfe der Freunde seines Bruders Fred, Go Go, Wasabi und Honey Lemon.

So erzählt Baymax - Riesiges Robowabohu die Ursprungsgeschichte einer Superheldentruppe mit einem unverwechselbaren Baymax in ihrer Mitte. Der Look des Films hat wenig mit einem kantigen, actionreichen Manga gemein wie die Vorlage eines ist. Die Gesichter der Figuren sind dabei so weich und universell gestaltet, dass einzig bei Hiros Bruder Tadashi ein asiatischer Hintergrund unterstellt werden könnte. Wer einmal ein Bild des im Film so knuffigen Baymax mit dem der Comics vergleicht, wird ebenfalls überrascht sein und auch die Geschichte hat nicht allzu viel gemein. Dafür richtet sich die Filmumsetzung an ein weltweites Publikum und neben dem Design der Figuren werden insbesondere die jungen Zuschauer von der farbenfrohen Welt San Fransokyos fasziniert sein. Auch wenn die Momente zwischen Hiro und Baymax nicht nur lustig, sondern zum Teil auch berührend und traurig sind, die Erzählung lässt sich nie viel Zeit, ehe die nächste Actionszene auf die Helden wartet.

Auch hier gehen die Macher kein Risiko ein, was nicht bedeutet, dass man beim Zusehen keinen Spaß haben kann.


Fazit:
Baymax - Riesiges Robowabohu ist ein buntes, fantasievolles Abenteuer, das voll und ganz auf seinen titelgebenden Helden zugeschnitten ist. Sich dem Charme des großen, weichen und weißen Helfers zu entziehen, ist kaum möglich. Dessen sind sich die Macher wohl bewusst, so dass die übrigen Figuren entsprechend kurz kommen und immer hinter Baymax oder Hiro zurückstehen.
Dem jungen Publikum wird das kaum auffallen und es wird sich angesichts der ständigen Bewegung in den Actionszenen auch gut amüsieren. Für die älteren Zuseher werden die Wendungen nicht wirklich überraschend sein und man mag sich am Ende auch fragen, ob das schon alles gewesen sein soll. Das liegt aber auch daran, dass die etwas mehr als eineinhalb Stunden wie im Flug vergehen.    


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