skip to content

Ali [2001]

Wertung: 5 von 6 Punkten  |   Kritik von Daniel Hirsch  |   Hinzugefügt am 18. August 2002
Genre: Drama

Originaltitel: Ali
Laufzeit: 156 min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2001
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren

Regie: Michael Mann
Musik: Pieter Bourke, Lisa Gerrard, Bill Brown
Darsteller: Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight, Mario Van Peebles


Kurzinhalt:
1964 betrat ein neuer junger Mann die große Bühne der Weltklasse-Sportler; zuerst eroberte er die olympische Goldmedallie, danach ein ganzes Land und wenig später auch die Welt. Muhammad Ali (Will Smith) definierte das Image der afro-amerikansichen Sportler neu, mit seinem selbstsicheren und stolzen Auftreten. Er behauptet frech, der beste Boxer der Welt zu sein und beweist dies wenig später mit der Weltmeisterschaft des Schwergewichts.
Doch auch sein Privatleben ist mehr als eindrucksvoll, mit Malcolm X (Mario van Peebles) ist er befreundet, heiratet zwei Mal und legt seinen ursprünglichen Namen Cassius Clay, der noch aus Zeiten der Sklaverei stammt, ab und tritt zum Islam über – alles umstrittene Entscheidungen. Sein Leben wird auf die Probe gestellt, als er sich dem Einzug in die Armee zum Vietnam-Krieg widersetzt und dafür eine Gefängnisstrafe riskiert. Sein Fall wird an das oberste Gericht weitergeleitet, doch der Kampf für sich selbst und ein Comeback, das die Welt für immer in Erinnerung behalten sollte, ist noch lange nicht vorbei.

KurzKritik:
Boxkämpfe sind zur Zeit in den Medien der große Renner. Das ist allerdings nichts Neues. In der über einhundertjährigen Geschichte des Films gibt es dieses Spektakel aus allen Epochen zu sehen. Angefangen mit Bildern aus der Stummfilmzeit bis zum heutigen computeranimierten Hightechkampf.
Bei Ali geht es aber nicht nur um das Boxen, sondern auch um den Menschen Muhammad Ali. Regisseur Michael Mann [Heat [1995], Insider [1999]) hat die ereignisreichen zehn Jahre von 1964 bis 1974 eingefangen. Er liefert einen Einblick in die vielseitige Persönlichkeit Muhammad Alis als Boxer, Moslem, Familienvater, Kriegsdienstverweigerer, Kulturikone, Freund und Frauenheld.

Diese facettenreiche Person wird von einem rigoros durchtrainierten Will Smith (Men in Black [1997]) verkörpert. Wobei Ali scherzhaft meinte: "Ist der überhaupt hübsch genug um mich darzustellen."

Der Film beginnt mit einer geschichtlichen Rückblende aus den 60iger um dann sofort in den Titelkampf gegen Sonny Liston einzusteigen. So Adrenalin fördernd und aggressiv hat man seit Martin Scorceses Wie ein wilder Stier [1980], keinen Boxkampf mehr auf der Leinwand gesehen. Man wird förmlich in das Geschehen im Ring mit hinein gezogen.

Ali gewinnt und wird zum neuen Superstar afroamerikanischer Abstammung. Doch dann schockiert er seine Fans mit der Mitteilung zum Islam konvertiert zu sein. Das Tief erreicht seine Karriere als er nicht als Soldat nach Vietnam gehen will. Er wird angeklagt, verliert seine Boxlizenz und sein Vermögen bei diesem Rechtsstreit. Sein Comeback gelingt ihm bei seinem legendären Fight in Kinshasa gegen George Forman.

Will Smith legte insgesamt 15 Kilo an Körpergewicht zu, studierte die melodische Sprechweise des Champs und lernte auch seine tänzelnden Bewegungsabläufe.
Perfekt besetzt sind auch die restlichen Rollen: Jon Voight als Sportreporter Howard Cosell (unter der Maske kaum zu erkennen), Mario Van Peebles als Malcolm X und Ron Silver als Angelo Dundee.

Fazit:
Auch wenn man kein Boxsportfan ist – diesen auf die Leinwand gebrachten Ali sollte man nicht versäumen.


Treffpunkt: Kritik empfiehlt TEUFEL LAUTSPRECHER GmbH – für den perfekten Heimkino-Sound!
Ok. Treffpunkt: Kritik verwendet Cookies, um den Internetauftritt bestmöglich an die Besucher anpassen zu können.
Sofern Sie auf dieser Seite bleiben, stimmen Sie dem zu. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.